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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Martin Winkler, Petra J, Dagmar, Josy, nicola

Wenn Ritalin nicht hilft was nun?????

Startbeitrag von nicola am 21.06.2001 20:47

Hallo zusammen !!!!!!!!!!
Ab Mittwoch wird bei unseren Fabian mit der Einstellung auf Ritalin begonnen.Habe etwas Sorgen ob es hilft ,es soll ja auch Kinder geben wo Ritalin nicht hilfreich ist.Weil dann bin ich echt am Ende, wie es dann weiter gehen soll.Habe bis jetzt darüber hier noch nichts lesen können.

Bis dann Nicola

Antworten:

Hallo Nicola!
Mach dich nicht vorher verrückt! Probiers erst mal aus, wahrscheinlich merkst du den Unterschied deutlich (hoffe ich jedenfalls für dich!!). Unsere Therapeutin sagt, das es das nicht so häufig gibt, das Ritalin überhaupt nicht hilft. Ich wünsche euch viel Erfolg und viel Glück!! Gedanken kannst du dir dann machen, wenns wirklich nichts bringt!
Tschüß, Josy

von Josy - am 21.06.2001 21:24
Hallo Nicola,

das stimmt, was du schreibst. Ritalin wirkt bei ca. 20% der ADS'ler nicht. Das bedeutet doch aber auch, bei 80% wirkt es. Ihr habt also eine gute Wahrscheinlichkeit. Und wenn es nicht wirkt, so gibt es weitere Medikamente aus der gleichen Wirkstoffgruppe, die dann Alternativ eingesetzt werden. Auf diese Weise können fast alle ADS'ler, die Medikamente verschrieben bekommen auch entsprechende Hilfe erhalten.
Nur Mut :-))

Viele Grüße
Dagmar
Elterngruppe Frankfurt


von Dagmar - am 21.06.2001 23:02
Hallo Nicola ,

mit den gleichen Gedanken habe ich mich vor 3 Wochen herumgeschlagen.
Unser Sohn bekam da auch das erste Mal Medikamente.Ich war mit meinen Nerven echt am Ende.
Alle Therapien und Versuche ein " normales " Leben für meinen Sohn ( und halbwegs damit auch für uns ) zu führen haben nicht sehr viel genützt.

Und heute :
ES WIRKT!!!!!!!!!!!!!

Ich habe ein zufriedenes Kind der sogar im Kindergarten Lob bekommt.

Es gibt immer noch Punkte mit denen ich nicht zufrieden bin ( siehe unten SOCKEN).
Aber auch wir müssen jetzt neu lernen mit allem Umzugehen.

Mache Dir jetzt mal keine Sorgen und teste die ganze Sache .

Wie Du sicher oben gelesen hast gibt es für den schlimmsten Fall ( keine Wirkung ) auch noch Auswege.

Eine fest die Daumen haltende
Petra J

von Petra J - am 22.06.2001 05:04
Nach den wenigen Tagen kannst Du ueberhaupt noch keine Aussagen machen ! Zwar wirkt bereits die erste Dosis, doch Dein Kind (und ihr als Umfeld) braucht noch Zeit, um diese Veraenderungen ueberhaupt umsetzen zu koennen. Welche Veraenderungen erhoffst Du Dir denn konkret ? Ausserdem sind ja nun wirklich in der Anfangsphase eine Reihe von Faktoren zu berücksichtigen : 1. Dosis (zu hoch / zu niedrig ?) 2. Verteilung ueber den Tag ? 3. Welches Praeparat ist am geeignetsten (muss nicht immer Methylphenidat sein)... Und eine ganze Reihe von weiteren Faktoren, die man berücksichtigen sollte. Was ihr jetzt braucht ist a) Geduld b) Austausch mit anderen ueber ADHS und Ritalin c) gute kompetente Ärzte...

Zu Herrn Schmidt : Sehr hilfreich ist es nicht, einen TAZ-Artikel als Beratungsgrundlage zu empfehlen. Langsam gehen mir diese negativistischen Bemerkungen zu Ritalin auf den Geist. Es ist sehr leicht eine Behandlungsoption zu kritisieren, doch wenn da staendig solche Stichelleien erfolgen ist es letzlich doch nur bezeichnend was fuer eine Art von Therapeut sie sein werden. Jedenfalls nicht das Idealbild eines Psychotherapeuten, den ich fuer eine ADHS-Therapie empfehlen wuerde. Schon allein eine gewisse Gelassenheit und die Faehigkeit unterschiedliche Meindungen zu akzeptieren und nebeneinander stehen zu lassen waere ganz guenstig (habe ich auch nicht immer...).

Natuerlich ist ADD-Therapie nicht gleichzusetzen mit Ritalin. Ganz sicher ist es mehr. Informationsvermittlung ist dabei die Grundlage (was durch den TAZ-Artikel sicher nicht erfolgte...). Dann der kritische Austausch von Erfahrungen (wozu ja dieses Forum sehr gut ist, aber natuerlich das reale Lebne nicht ersetzt). Ideal waere eine auf die individuellen Beduerfnisse abgestimmte Foerderung des Kindes und der Eltern (bzw. des Umfeldes eineschliesslich Schule...). Das koennte ein guter Coach sein (ggf. Freunde), oder ein guter Psychotherapeut, der die Staerken und Schwaechen aufdeckt und konkrete Hilfen zum eigenen Umsetzen aufzeigt (statt nur zu kritisieren). In wiefern dann noch weitere vermeindliche ADD-Therapien erforderlich sind, sollte man im Einzelfall pruefen und nicht pauschale Empfehlungne geben..
[www.psychologie-online.ch]


von Martin Winkler - am 22.06.2001 06:31
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