Reittherapie und Schulen für ADS-Kids

Startbeitrag von Alexa am 02.07.2001 09:15

Hallo,
ich suche Infos zu dem Thema Reittherapie als begleitende Behandlung bei ADS. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir Erfahrungen und vielleicht einige Adressen mittilen könnt. Außerdem suche ich noch Infos zu Schulen in Hessen, die sich im Unterricht und Schulalltag auf ADS-Kids spezialisiert haben. Ich selbst bin Pädagogik-Studentin und suche diese Infos aus fachlichem Interesse und für eine Freundin, die einen Sohn mit entsprechender Diagnose hat. Danke, Alexa.

Antworten:

Hallo Alexa
unser Sohn(ADS-H) war anfangs beim Therapheutischen Reiten und ist jetzt in eine normale Voltigiergruppe gewechselt. Sein Selbstbewußtsein ist dadurch enorm gestiegen. Ich kann es nur empfehlen. Allerdings zahlt die Krankenkasse nur in Ausnahmefällen. Therapeutisches Reiten kostet die 1/2 Stunde bis 25,-DM, in der Reitschule ca. die Hälfte billiger.

kirsten

von kirsten - am 02.07.2001 10:56
Hallo Alexa,

mein Sohn hat auch Reittherapie gemacht und es hat sehr viel geholfen.

Allerdings ist das mehr etwas bei Wahrnehmungsstörungen- die jedoch die meisten ADSler auch haben.

Gerade die Körperwahrnehmung und Motorik hat sich bei Steffen sehr gebessert.

Viele Grüße
Susi

von Susi - am 02.07.2001 11:16
Hallo, kann mir das mit der Reitherapie mal wer näher erläutern? Ich kann mir irgendwie nicht vorstelen, das ein massiv hyperaktives Kind sich beim Reiten ruhig verhält. Soll dadurch Konzentration gebessert werden oder "ruhe bewahren" ?

Petra

von Petra - am 02.07.2001 13:53
Hallo Petra,

haupsächlich sind die Übungen wohl für die Wahrnehmung- schaukelnde Bewegungen, streicheln....

Dazu kommt dann, das Kind muss sich trotz der Bewegungen des Pferdes auf die Übungen konzentrieren (sich trotz dieser Ablenkung konzentrieren)

Schaukeln kann man ja auch bei der Ergeo, etc., aber mit einem Pferd macht es mehr Spaß (Tierliebe). Außerdem macht so ein Tier nur das was man ihm sagt. Wenn mein Sohn nach links reiten soll, aber am rechten Zügel zieht, sieht er sofort, dass er was falsch macht und kann es korriegieren.

Ich hab eigentlich keine Ahnung, ob das alles so stimmt. Es sind meine eigenen Gedanken und Erfahrungen, die ich mit meinen Kids gemacht habe.

Susi

von Susi - am 02.07.2001 15:25
Zu den Schulen kann ich Dir nur sagen, daß ich selber, ich habe auch ADS, auf einer Waldorfschule war, und das dort sehr gut ging!
Zwar hat man sich da nich auf ADS-Kinder spezialisiert, aber da dort sehr viel Wert auf Krativität gelegt wird, hat dort eigendlich jedes Kind in irgend einem Fach sein Erfolgserlebnis.
Da der Meiste Lernstoff auch in die Praxis umgesetzt wird( zB.In Bio haben wir nicht nur was über Getreidesorten gelernt, sondern wir haben sie selber angebaut, geerntet, gedroschen, gemahlen und Brot gebacken) und nicht nur trocken aus einem Buch gelernt wird, fand ich es auch leichter mich zu konzentrieren und den gelernten Stoff zu behalten.
Da es keine Noten gibt, ist auch der Leistungsdruck geringer.
wir sind am überlegen, ob wir unsere ADS-Tochter auch wieder auf eine Waldorfschule schicken.

von julia - am 02.07.2001 17:10
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