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Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Tanja, Petra, susi, abra

Zurück vom Diagnosetermin

Startbeitrag von abra am 04.07.2001 09:28

Hallo zusammen,

viele kennen mich ja bereits und wissen, dass wir heute das Diagnoseergebnis für meinen Sohn (9 Jahre, 3. Klasse) bekommen sollten.

Der Kerl ist also durchschnittlich intelligent, mit deutlichen Konzentrationsmängeln und "Traumphasen". Das bedeutet ADS ohne Hyperaktivität. Und nun kommt das volle Programm: Logopädie, Ergotherapie und ab dem neuen Schuljahr Ritalin bzw. Medikinet.

Ich wusste es, aber irgendwie ist es doch schon komisch. Er saß dabei und machte den Eindruck, er wäre bei einer Inquisition oder so. Immerhin scheint er ganz zufrieden zu sein, dass er ab dem nächsten Schuljahr (mit neuer Klassenlehrerin) Hilfe bekommt. So einfach ist das also.

Was mich am meisten ärgert ist das allgemeine Schubladendenken unserer Kinderärztin. Die Schulärztin hatte bei der Einschulungsuntersuchung sofort erkannt, dass mein Sohn unter Polypen litt. Diese wurden ihm dann kurz vor Schulbeginn ambulant entfernt. Inzwischen hatte sich aber bereits der gesamte Kiefer verschoben, was bei den Milchzähnen dadurch zu erkennen war, dass der Unterkiefer vor dem Oberkiefer schloss und die oberen Schneidezähne bereits zum großen Teil "weggeknirscht" waren. Also muss demnächst eine Zahnspange her.

Leider trat das Problem mit der Mundatmung nach einer Weile wieder auf. Also waren wir zur Kontrolluntersuchung beim HNO, der meinte aber nur, dass mein Sohn etwas größere Mandeln hätte, die sich beim Schlafen so in den Rachen legen, dass die Atmung durch die Nase blockiert wird. Kein Grund zu weiterem Handeln.

Heute nun macht mich die Neurologin darauf aufmerksam, dass wir dringend etwas gegen die Mundatmung tun müssten. Vor allem aber sollen wir den HNO wechseln, denn Handlungsbedarf wäre da. Klingt ja auch logisch, denn durch den ständig offenen Mund verschieben sich natürlich auch die neuen Zähne und eine Zahnspange ist nutzlos...

Kann man denn inzwischen keinem Arzt mehr trauen? Müssen wir immer mehrere Meinungen einholen? Kein Wunder, dass unser Gesundheitssystem durch die Behandlungskosten derart gebeutelt wird. Ach ja. Zur Kinderärztin gehen wir inzwischen nicht mehr. Kinderkrankheiten und sonstige Wehwehchen kann mein Hausarzt mit wenig Wartezeit auch ganz wunderbar erkennen. Da braucht das fiebrige Kind wenigstens nicht stundenlang im Wartezimmer rumhängen, sondern ist nach 15 min bereits wieder auf dem Heimweg. :-)

So, das wars erstmal von mir. Wenn euch das Zeugnis meines Sohnes interessiert, das hatte ich bereits weiter unten gepostet. Hier nochmal der Link: [www.myphorum.de]

abra ;-)
www.abracadabras-welt.de

Antworten:

Mensch super ABRA

Hallo Abra,

ist doch klasse, dass ihr jetzt Diag habt :-)

Jetzt kannst du wenigstens was unternehmen!

Das mit den Ärzten kenn ich auch :-(

Mittlerweile haben wir den 3. Hausarzt, den 2. Kinderart und auch den 2. HNO- ob das nur an uns liegt *g*?

Auch was ADS angeht- hätte ich mich auf meinen Kinderarzt verlassen, wäre hier bestimmt einiges "den Bach runtergegangen"-

Du musst heutzutage dich immer erstmal selber schlau machen und mit den erkenntnissen zum Arzt gehen. Dabei finde ich das total blöd- schließlich hab ich ja nicht medizin studiert, sondern die :-(

Dann geht es ja jetzt bei euch richtig los. Ich freu mich für euch.

Tschüß
Susi

von susi - am 04.07.2001 12:24

Re: Mensch super ABRA

Hi, hört sich doch schon mal alles recht gut an:-)!
was die Ärzte betrifft, muss man da heute echt Glück haben ..und Geduld. Allerdings was unseren Kinderarzt betrifft will ich mich nicht beklagen....Frank wird bald 18 und hat nicht die Absicht zu einem "Hausarzt" zu wechseln, solange sein DOC ihn nicht rauswirft...
DAS nenn ich Vertrauen:-) und gute Erfahrung!

Gruß Petra

von Petra - am 04.07.2001 14:04
Hallo! Ich habe von dem Ausdruck ADS heute zum erstenmal gehört, weil ich mir ein Buch darüber gekauft habe. Leider mußte ich nach den ersten Seiten feststellen, daß unser Sohn Philipp (4) wohl auch an dieser Krankheit leidet. Wir haben auch schon 2x die Polypen entfernen lassen und jetzt im Mai die Mandeln, es war wirklich schlimm, aber keine besondere Besserung. Habe jetzt einen Termin beim SPZ mit eigenem Druck erreicht. Ich wäre nicht unbeding erleichtert wenn es eine Diagnose geben würde, weil es bisher zwar anstrengend war, aber ich habe mir dieses Verhalten immer mit Phasen erklärt, daß geht schon vorbei, aber es ging nie vorbei. Der Kindergarten hängt mir jetzt auch im Nacken und ich weiß nicht wie ich das Verhalten von meinem Kind erklären soll, weil wir so wie sein Verhalten dort ist nicht miteinander umgegen. Hat jemand einen Tipp was ich verbessern kann bis wir eine Diagnose und Hilfe haben?

von Tanja - am 07.07.2001 00:07
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