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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Petra, kirsche, Antje, Sabine, Simone, Dagmar, Jana

Rita und alles wird besser???? bei uns nicht ganz!

Startbeitrag von Jana am 11.07.2001 21:53

Hallo Leute!

War aus Zeitgründen lange nicht mehr im Froum.... zumindest nicht als schreibender Teil.
Nun hab ich beim Stöbern ein Beitrag gefunden, in dem berichtet wird, dass mit Rita auch alle Probleme mit den Freunden und so geklärt werden.
Tja mein Sohn hat trotz Rita SR und normalen Rita ( Einnahme je 1 am tag) immer noch große Probleme damit.
Es klappt zwar in vielen anderen sachen, aber er ist immer noch so aufgedreht und zappelig und laut ( neuerdings fängt er an einfach mal einen kurzen Schrei auszustoßen). In der Schule läuft es dank Rita sehr gut. Aber im Hort und auf dem Spielplatz wird er immer noch gehänselt und geschnitten.
Leider ist eine VT noch in weiter Ferne, da ich sie bei meinem Psych. nicht machen will ( er ist nur noch für die Rezeptausschreibung wichtig, woanders halte ich ihn für zu veraltet) er wartet einfach drauf, dass sich ADS auswächst.

Was kann ich tun, um meinem Sohn zu helfen??? die Dosis erhöhen??? Lohnt sich sowas????

Danke für alle eure Tipps...


Bye Jana

Antworten:

Hallo Jana!

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, die Dosierung muß stimmen. Genaues Beobachten und Absprechen mit Lehrern oder anderen Aufsichtspersonen. Dann kann dir der Arzt eine weitere Dosierung empfehlen. Auf keinen Fall alleine mit der Dosierung experimentieren. Und wenn der Arzt, so wie du sagst sich nicht richtig um euch kümmert, dann solltest du dir wirklich überlegen ihn zu wechseln. Denn ich denke, das Vertrauen muß da sein. Denn ADS wächst sich bestimmt nicht raus!!!

Gruß Simone

von Simone - am 11.07.2001 22:07
Hallo Jana,

Dosiserhöhung würde ich ganz hinten anstellen. Er muss das neue Verhalten lernen. Und das kann er nur, wenn du zu hause sehr konsequent bist und er durch seine Trotzhaltung keine Vorteile erzielt. Wenn er das zu Hause lernt kann er es auch bei Freunden anwenden. Sonst wird es immer so bleiben. Ritalin macht nicht alles gut. Glücklicherweise.

Das Buch Wackelpeter und Trotzkopf von Prof. Döpfner ist dir sicher eine große Hilfe.


Und zum anderen sind die anderen Kinder sein altes Verahlten gewöhnt. Sie brauchen eine ganze Weile, bis sie bemerken, dass dein Kind sich ändert und sie in Folge dann ihr Verhalten ändern werden.

VT ist gut, wichtiger sind wir Eltern, weil das eine tägliche Übung darstellt :-)))

Viele Grüße
Dagmar
Elterngruppe Frankfurt


von Dagmar - am 11.07.2001 22:12
Hallo,unten mein Beitrag sollte nicht heißen,das wir nur noch Friede ,Freude,Eierkuchen haben.Aber vielleicht überlegst du mal was mittlerweile alles besser läuft als früher.Mit dem Ausgrenzen ist das so eine Sache.Wir wohnen auf einem kleinen Dorf unser Sohn geht aber im Nachbarort zur Schule,weil hier leider weder die anderen Kinder noch ihre Eltern ihm überhaupt eine Chance gegeben haben,obwohl sich sein Sozialverhalten um 18o Grad gedreht hat.Mach die anderen nicht zum Maßstab
Sabine

von Sabine - am 12.07.2001 06:42
Hallo Jana!

Ich würde Dir auch empfehlen nicht eigenmächtig die Dosis zu erhöhen.
Ritalin als alleinige Maßnahme kann zwar bei vielen Kindern ausreichend sein, aber viele andere brauchen auch noch zusätzlich andere Maßnahmen.
Die VT finde ich schon sehr gut , schade das Ihr noch so lange warten müsst,
aber diese Wartezeiten kenne ich auch, bei uns wirds auch leider frühestens im Herbst was.
Das Buch was Dagmar Dir empfohlen hat, habe ich mir auch gerade zugelegt.
Es ist wirklich klasse und ich werde demnächst auch versuchen etwas davon umzusetzen, damit ich nicht ganz "tatenlos" bin und bis zum VT Termin vielleicht schon selbst etwas bewirken kann.
Also, vielleicht wäre das ja auch was für Dich ???

Liebe Grüße Antje

von Antje - am 12.07.2001 12:31
Hallo, vielleicht liegt es auch nicht nur an ihm? Es hat sich ja bei den anderen nichts geändert. Wer sagt denn das immer "unsere" Schuld sind? Mein André hatte fast keine Probleme mit dem Sozialverhalten, er kam mit den meisten gut klar, aggressiv war er nie....Seit ( vereinzelt) bekannt ist das er ADS hat, heißt es plötzlich das er ja dann auch an Konflikten Schuld sei ( an denen er manchmal nicht einmal beteiligt ist).

Viele Grüße und sieh mal die positiven Dinge um Euch Mut zu machen:-)

Petra

von Petra - am 12.07.2001 14:04
Hi Jana,

es ist schon total wichtig, daß die Ritalindosis so eingestellt ist,
daß positive Ergebnisse zu verzeichnen sind.
Ist das nämlich nicht der Fall und die Kinder kommen weiterhin
nicht aus ihrer Negativspirale raus, verlieren sie die Lust
und dann hat es keinen Zweck.

Mit zunehmendem Alter kann vielleicht bei eine oder andere,
so meine persönliche Erfahrung, bewußter mit seinem ADS umgehen
und durch viel Selbstdisziplin besser sein Leben gestalten.
Hyperaktivität wird dann nicht mehr - so wie als Kind -
bis an die Grenzen weiter ausgelebt, sondern tritt ein bißchen
in den Hintergrund, aber die Aufmerksamkeitsdefizite bestehen
doch weiter und das ist oft der Knackpunkt.

Mein Sohn hat immer noch seine Ecken und Kanten bewahrt,
aber zeigte sich insgesamt betrachtet nach Gabe eines Medikamtes ausgeglichener und die daraus resultierenden Erfolge waren Labsal
für sein angeknachstes Selbstwertgefühl.
Aber auch wir (seine Umgebung insgesamt) mußten lernen,
auf kleine Signale besser zu achten. Ihm bei Konflikten Zeit zu geben,
sich wieder einzukriegen ... ohne "Gesichtsverlust" und Kritik zarter zu verpacken.
Das ist oft leichter gesagt, als getan.

Spielkameraden und Kumpel gehen da nicht so "sensibel" zu Werke und wenn sich es immer so schön anbietet, jemanden regelmäßig zum "schwarzen Schaf" zu küren, der oft gehänselt wird und promt überreagiert, da ist guter Rat teuer....
Und das tut Dir sicher als Mutter auch sehr weh, oder?
Ich habe auch immer mitgelitten, wenn mein Sohn wutschnaufend mit hängenden Ohren angetrabt kam.

Suche Dir Mitstreiter, die Euch aufbauen, denn ein Arzt, der auf den Tag "X" wartet, an dem sich alles auswächst ist da sicher nicht die optimalste Lösung.
Nur ein Medikament zu verpasssen, ohne andere Begleittherapien ist nicht ok.
Es spielen so viele Faktoren eine Rolle, die kann man nicht nur mit ´ner Pille lösen, das ist nur ein mögliches Puzzleteil am Ganzen.

Alles Liebe Euch - Kirsche

von kirsche - am 12.07.2001 19:36
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