Mutter mit ADS Hilfe!!!

Startbeitrag von Conny am 12.07.2001 08:18

Hallo,
ich bin seit 8 Monaten Mami. Bevor ich schwanger wurde, bekam ich Ritalin, nach dem ich einen Marathon von Arzt zu Arzt hinter mir hatte.
Jetzt wo ich noch stille und auch schon während der Schwangerschaft habe ich Ritalin abgesetzt.
Mein Sohn ist sehr Anstrengend (vielleicht auch durch ADS?). Er muß ständig beschäftigt und bemuttert sein, fordert immer meine vollste Aufmerksamkeit und schläft sehr schlecht.
Ich bin jetzt langsam am Ende. Sonst, wenn mir etwas über den Kopf gewachsen ist (Job, Beziehung...) habe ich es aufgegeben.Meinen Sohn kann (und will) ich natürlich nicht aufgeben, aber ich schaffe es einfach nicht mehr. Meine Reserven sid ersachöpft.
Wer weiß wohin ich mich wenden kann.Ich komme aus Hanau, vielleicht gibts ja etwas, jemanden in der Nähe.
Lieben Dank im voraus
Conny

Antworten:

Hallo Conny,

was hälst du von abstillen und wieder zum Arzt gehen?
Oder ist das zu pragmatisch?

Viele Grüße
Dagmar
Elterngruppe Frankfurt


von Dagmar - am 12.07.2001 08:57
Hallo Dagmar,
keine schlechte Idee. Ich bin ja dabei abzustillen und wenn alles klappt werde ich so in 3-4 Monaten nicht mehr stillen und wieder Medikamente einnehmen können, aber bis dahin...3-4 Monate sind eine Zeit, wenn man förmlich jede Stunde zählt, die verstrichen ist.
Es ist auch so, dass ich auch mit Ritalin wahrscheinlich Unterstützung brauche mit dem Kind klar zu kommen.
Ich habe halt gehofft, dass mir jemand Infos gibt, wo speziell ADS- Eltern mit Ihrem Kind hinkönnen. Ich würde ja zu einem Psychologen gehen, aber ich fürchte wenn die mit ADS nix "am Hut haben" werden sie mir nicht helfen können.

Conny

von Conny - am 12.07.2001 10:05
Hallo Conny

Warum brauchst Du so lange zum abstillen??
Das geht doch auch im "Notfall" innerhalb 1 Woche.
Yvonne

von Yvonne König - am 12.07.2001 11:10
Hallo Conny,

noch eine Frage: Wenn Du Ritalin genommen hast, durftest Du dann Auto fahren??
Yvonne

von Yvonne König - am 12.07.2001 11:21
Hallo Conny ,

wir sind aus Aschaffenburg .
Wenn Du willst , kannst Du Dich gerne melden.
In Aschaffenburg ist auch einer der ADS Gurus Prof.Dr .Trott.
Allerdings ist es schwer einen Termin dort zu bekommen.

Viele Grüße

Petra J

von Petra J - am 12.07.2001 12:19
Hallo Conny,

wenn es ganz dringend ist, kann man auch schneller abstillen :-))

Unterstützung findest du bei einem Verhaltenstherapeuten. Entweder kann dein Arzt dir jemand nennen oder du schaust mal im Elterngruppenverzeichnis nach einer Elterngruppe in deiner Nähe, die können auch Therapeuten für Erwachsene nennen, falls es welche gibt, oder du rufst die kassenärztliche Vereinigung an und fragst dort nach zugelassenen Verhaltenstherapeuten in deiner Gegend.
Über ADS müssen die nicht unbedingt Bescheid wissen, die haben ohnehin das richtige Konzept. Dass du dir Unterstützung holen willst, ist doch eine tolle Sache.

Eine weitere Möglichkeit ist übers Jugendamt. Da dieses aber in den meisten Städten chronisch Pleite ist, ist das ein sehr schwerer Weg. Solltest du alleinerziehend sein, findest du im JA Hilfe. Sie stellen für eine Weile eine Familienhelferin (§ 33), die in die Wohnung kommt, dich dort anleitet und für Gespräche zur Verfügung steht. Keine Angst, dein Kind nehmen die nicht weg, das wäre viel teurer, als wenn du es betreust ;-))

Viele Grüße
Dagmar
Elterngruppe Frankfurt


von Dagmar - am 12.07.2001 12:36

Re: Autofahren

Hallo Yvonne,

ja, man darf Auto fahren. Es gibt die begründete Vermutung, dass das mit Medikament sogar sicherer geht, als ohne, wenn man so den impulsiven Fahrstil der ADS'ler bedenkt.
Auf der ganz sicheren Seite ist man, wenn man eine ärztliche Bescheinigung über die Einnahme des Medikaments mitführt.

Weitere Infos:


Viele Grüße
Dagmar
Elterngruppe Frankfurt


von Dagmar - am 12.07.2001 13:14
Hallo Conny
Ich kann gut mit Dir mitfühlen, mir giengs genau so, und ich war auch so eine typische Stillmutti.
Ich wollte auch unbedingt mindestens ein Jahr mein Kind stillen, denn man will ja auch das beste für sein Kind.
Nach 6 Monaten voll stillen habe ich langsam angefangen ab zu Stillen, ca 1 Monat zum ersetzen einer Mahlzeit.
Doch dann nach 7 Monaten Stillen fing es an, wenn ich morgens aufstand, hatte ich das Gefühl ich hätte noch garnicht geschlafen, ich war wie gerädert, bekam nichts mehr auf die Reihe, der Haushalt versank im Chaos und ich war ständig gereizt.Mir Wurde auch ständig gesagt, dann still halt ab!
Aber das konnte ich nicht, ich wäre mir vor gekommen wie eine Rabenmutter, obwohl das bestimmt niemand gedacht hätte, aber ich war überzeugt davon das würde dann jeder denken.
Ich bin dann zum normalen Hausarzt gegangen und der hat fest gestellt, das mein Eisenwert total im Keller war!
Ich habe dann ein paar Wochen ein Eisenpräperat bekommen und mich überzeugen lassen, das es nicht schlimm ist wenn ich alle zwei Wochen eine Mahlzeit ersetze und deswegen noch lange keine Rabenmutter bin!
Beim Zweiten Kind habe ich dann durch die ganze Stillzeit ein Eisenpräperat genommen und meine Energie blieb erhalten!
Da konnte ich dan auch wirklich über ein Jahr stillen!

von julia - am 12.07.2001 14:59
Hallo Dagmar,
das sind doch nützliche Tipps! Vielen Dank dafür, auch für die anderen Antworten.
Ich dachte zuerst schon dass mich eben doch einfach keiner versteht, bzw. das ich das Problem irgendwie allein in den Griff bekommen muß.
Das mit dem Jugendamt finde ich eine gute Idee (wenn sie mir den Kleinen wegnehmen würden, könnte ich es fast verstehen, aber das befürchte ich eigentlich nicht.
Ich habe auch so noch auf Eurer Seite gestöbert und noch was, für mich als Dauerstillerin gefunden.Die Sache mit den Algen und der "Diät", also keinen Zucker usw. ist interessant.
Endlich wieder ein Lichtblick!!

Viele Grüße
Conny

von Conny - am 13.07.2001 06:29
Hallo Julia,
Schön,dass Du Verständnis hast.Es liegt einerseits daran, dass man alles richtigmachen und nur das Beste für's Kind will, andererseits ist es auch so,dass der Kleine nur beim Stillen einschläft. Ich habe es schon mit dem berühmten "Schreienlassen" probiert, aber er hört nicht auf und wenn dann schläft er danach nicht ein. Also kann ich noch nicht Abstillen.

Viele Grüße

Conny

von Conny - am 13.07.2001 06:46
Hallo Conny!
Ich komme auch aus Hanau.Wenn du Lust hast mail mir,
Maria

von Maria - am 13.07.2001 12:06
Hallo Conny
Das mit dem einschlafen bekommst Du auch vielleicht
volgendermasen in den Griff:
Wenn kinder nachts aufwachen, dann checken sie die Lage, ob noch alles so ist, als wie sie eingeschlafen sind.
Schläft Dein kleines also an der Brust ein und es wacht dann irgendwann wieder auf und stellt fest, die Brust ist verschwunden, wird es schreien!
Wacht es auf und alles ist noch so wie beim einschlafen, dann schläft es gleich weiter!
Da gibt es ein Buch das heist:
Jedes Kind kann schlafen lernen
Ich finde die Tipps echt gut bei meiner Tochter hatt es auf jeden Fall mal geholfen!
Liebe Grüße
Julia

von julia - am 13.07.2001 14:24
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