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Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Susanne Ludwig(Chaotin), Ela, Kiki

Ritalin-Bericht in der Rheinischen Post

Startbeitrag von Kiki am 18.07.2001 10:10

Hallo zusammen,

nachfolgenden Artikel der Rheinischen Post habe ich heute zufällig im Internet gefunden.

Einige Passagen des Artikels empfinde ich mehr als unverschämt.

[www.rp-online.de]

Es grüßt Euch

Kiki

Antworten:

Hallo zusammen,

ich versuche mal, den Artikel, den Kiki meint, ins Forum zu kopieren: In Gladbach beschäftigt sich ein Arbeitskreis von Kinderärzten, Psychologen und Psychiater mit einem eklatanten Problem / Bis zu zehnmal mehr Rezepte


Immer mehr Schüler werden mit Pillen ruhig gestellt

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(RP). Das Medikament heißt "Ritalin". Es handelt sich dabei um ein Psychopharmaka, das dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt. "Ritalin stellt hyperaktive Kinder ruhig", sagt Dr. Renate Harnacke, Pressesprecherin der niedergelassenen Kinderärzte Mönchengladbachs. Und: "Wir müssen heute in Mönchengladbach fünf- bis zehnmal mehr Rezepte für Schulkinder aussschreiben als noch vor zehn Jahren." In den meisten Fällen handele es sich um Grundschulkinder, denen Ritalin verordnet wird.

Das Problem sei eklatant. "Wir haben uns natürlich gefragt, wie gehen wir damit um?", sagt Renate Harnacke. "Denn es kann ja nicht sein, dass Drogen verschrieben werden, wenn die Ursachen im Vorfeld bei der Gesellschaft zu suchen sind." So sei in Möchengladbach vor etwa einem halben Jahr eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe gegründet worden, die sich mit dem Thema "Psychopharmaka bei Schulkindern" befasst. Mitglieder sind Kinderärzte, Psychiater und Psychologen.

Häufig kämen Eltern in die Praxis nach dem Hinweis aus der Lehrerschaft: "Ich habe es Ihnen jetzt dreimal gesagt, Ihr Kind ist hyperaktiv und aggressiv, für den Klassenverband nicht mehr tragbar. Entweder Sie gehen mit ihm zum Kinderarzt, oder es muss die Schule verlassen." So etwas hat Renate Harnacke schon häufig gehört. Aggression oder Opfer von Aggression - diese Fälle nähmen in den Kinderpraxen zu.

Familien, die nicht mehr intakt sind. Kinder, die am Computer oder vor dem Fernseher sitzen, statt in Sportvereine zu gehen. . . Gründe für die Zunahme an Konzentrationsunfähigkeit und Aggression gebe es reichlich.

"Viele Kinder leben heute nahezu unberührt von elterlicher Einflüssen", sagt die Kinderärztin. Sie beobachtet häufig mangelnde Begleitung der Kinder. Doch man dürfe auch nicht alleine den Eltern die Schuld in die Schuhe schieben. "Wo es noch Einfluss von Erwachsenen gibt - das ist die Schule", sagt Harnacke. Aber auch hier müssten wichtige Grundlagen geschaffen werden.

Natürlich sei es auf den ersten Blick preiswerter, 30 Kinder in einer Klasse zu haben. "Aber je nach Zusammensetzung kann es sein, dass zwei bis zehn sozial auffällige Kinder in einer solchen Klasse sind. Ein Kind überschreitet die Grenzen, andere finden es interessant und ziehen nach. Für Lehrer ist das manchmal nicht zu schaffen", sagt Renate Harnacke.

"Alle beschweren sich über die zunehmende Gewaltbereitschaft. Aber in großen Klassen besteht die Gefahr, dass sie sich eher und schneller ausbreitet, weil die Kontrolle fehlt. Wenn in einer kleinen Schule ein Kind ein anderes gegen das Schienbein tritt, dann besteht hier eher die Chance, dass es von der Lehreraufsicht entdeckt und mit dem Namen angesprochen wird." In kleinen Klassen seien schwierige Kinder besser zu führen. Dr. Harnacke: "Jedes Kind, das den normalen gesellschaftlichen Weg verlässt, verursacht auch mehr Kosten."

GABI PETERS












lokalredaktion mönchengladbach
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So, das war´s. Hat geklappt. "Viel Vergnügen" beim Lesen...........

Bis dann

Ela

von Ela - am 18.07.2001 12:53
Hallo,Ihr:)
Bin aus Zeitgründen lange nicht mehr hiergewesen.
Unverschämt finde ich die Aufmachung bez.desRitalins.
Nett das die schuld nicht allein bei den Eltern gesucht wird.
In der Tat ist es tatsächlich so das ADS-Hinweise zimlich vehement von vielen Lehrern ausgehen,die die Eltern noch mehr unter Druck setzt.Aber es ist auch so das Lehrer nicht nur aufgrund der Klassengröße unter Druck stehen sondern selbst Vorgaben des Schulsystems erfüllen müssen . Ein Grund mehr mit unserer Unterschriftensammlung Druck nach "oben" zu machen. Ich glaub ein tolles Thema für das andere Forum:))

von Susanne Ludwig(Chaotin) - am 18.07.2001 16:11
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