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ADHS ADS Selbsthilfe
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19
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 10 Monaten
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Stefan, abra, Ricki, Anke, Hexe, Mimi, Jana, Michaela#, heidi, Rhoa

Beruhigungsmittel

Startbeitrag von Stefan am 23.07.2001 18:58

Hallo,
der heutige Tag mit unserer Lena war wieder mal die Hölle. Angefangen am Frühstückstisch wo sie 2,5J, nur rumspielt,manscht und dumheiten macht, kein Ton hört,laut wird wenn sie ihren Willen nicht bekommt. Sie fängt an zu schreihen und zu heulen, wird zornig und brüllt "bose Mama, böder Papa".....
Nach dem Mittagsschlaf kam Ihre 6 Jährige Cosine, die sie ständig gehauen und geärgert hat, ist völlig aufgedreht und man könnte Sie kaum noch beruhigen ! !
Jetzt, seit etwa 20 Minuten liegt sie endlich im Bett und für uns fängt die Erholungsphase an, aber leider höchstens bis morgen Früh 06:00Uhr, denn dann ist die Nacht vorbei und wir hoffen das Lena besser drauf ist. Bei Ihr treten diese Phasen immer nur Tageweise auf, seit dem letzten Horrotag hatten wir 6 Tage unsere Ruhe. Ist es normal solch hin und her, kann man denn von ADS oder Hyperaktivität reden ???
Meine Frau ist heute schon wieder ziemlich am Ende, Sie hat Nerven so dünn wie Schnürsenkel, ist völlig Ratlos und weiß nicht wie es weiter gehen soll, sie traut sich kaum noch auf den Spielplatz, meidet den Kontakt zu anderen Kindern. Wir wollen eigentlich morgen ins freibad gehen, aber wenn der Tag morgen so anfängt, wie er heute aufhörte, dann werden wir es wohl lassen....
Was gibt es für Beruhigungsmittel, die meine Frau eventuell nehmen könnte, was für einen Arzt könnte Sie mal aufsuchen um Ihr Nervenkostüm aufzubauen...Frauen oder Kinderarzt..??
Wäre für den einen oder anderen Tip sehr dankbar,
Gruß
Stefan

Antworten:

Hallo Stefan!

Mir ging es nervlich auch nicht so besonders,als Pascal (8 Jahre) noch ein Klein-
kind war.

Ich ging damals zur Erziehungsberatung.Die Dame dort sagte mir zwar leider nichts von ADS,daß sie vielleicht auch nicht kannte,aber half mir mit Gesprächen
doch weiter.

Ich konnte mich ja mit niemandem unterhalten.

Mein Mann schob alle Schuld für Pascal´s Aufgedrehtsein auf meine Nervösität
und alle Anderen auf meine schlechte Erziehung.

Es tat schon gut,sich einfach mal auszusprechen.

Ich nahm einige Zeit auch Johanniskrautkapseln ein.War aber nicht so der Bringer.

Jetzt,wo Pascal älter ist,gibt´s zwar auch noch einige Reibungspunkte und Reak-
tionen zu denen die lieben Mitbürger nur die Köpfe schütteln,aber es herrscht kein
Dauerstreß mehr.

Man kann tatsächlich einiges durch das richtige Verhalten bewirken.

Leider habe ich keine Erfahrung,wie gut sich das bei Kleinkindern umsetzen läßt,
weil ich erst als Pascal 7 1/2 Jahre alt war erfuhr,daß er ADS hat.

Liebe Grüße
Ricki

von Ricki - am 23.07.2001 19:36
Hey Ricki,
danke für Deine Zeilen.........
Wenn wir warten bis Lena 8 ist, dann wird wohl so eniges zu spät sein..**smile**
Johanneskrautpillen nimmt Sie auch ab und zu, aber es ist wohl wirklich nicht so der bringer.
Meine Frau bekommt von mir viel Unterstützung, blos sage ich Ihr auch oft genug, das Ihre Laune sich auch auf Lena überträgt und wenn sie schon morgens 30 Minuten nach dem aufstehen keine Nerven mehr hat und Lena anschreit, wie soll der Tag dan erst beginnen und enden ...???
Also sage ich immer, das SIE auch ersteinmal an sich arbeiten muß und nicht immer nur die schwierige Lena vorschieben kann, so werden wir das Problem nicht in den Griff bekommen......
Gruß und danke
Stefan

von Stefan - am 23.07.2001 19:59
Hallo Stefan!

Habt ihr euch schon Bücher über ADS durchgelesen?
Die hätten mir damals sicher sehr geholfen.

Ich habe massenhaft Erziehungsliteratur verschlungen,aber nie die zu unserem
Problem passende.

Ich finde es toll,daß Du Deine Frau unterstützt.
Das konnte mein Mann nur am Wochenende,weil er beruflich den ganzen Tag(ca 16 Std.) unterwegs ist.

Aber Pascal lebt noch immer *gg*.

Liebe Grüße
Ricki

von Ricki - am 23.07.2001 20:11
Hey Ricki,
nein, Bücher haben wir noch nicht über ADS gelesen,denn erstens kann man viel im Internet erfahren "so wie hier z.B. und zweitens möchten wir uns mit der Diagnose ADS noch nicht so ganz abfinden. Ich hoffe immer noch nur ein lebhaftes Kind zu haben.........
Gruß
Stefan

von Stefan - am 23.07.2001 20:19
Hallo Stefan,
du hast natürlich recht, weil man in diesem Alter ADS kaum diagnostizieren kann, nichtsdestotrotz kann man vieles auch bei nur lebhaften Kindern oder welchen, die gerade eine überdrehte Phase haben, gebrauchen.
Und falls es ADS ist, dann kannst deine Tochter schon jetzt in eine bessere Richtung lenken.Viele von uns denken mit einem schlechten Gewissen an die érfolglosen, oft kontraproduktiven Erziehungsversuche zurück, als man noch nicht wusste, was los war.
Es gibt tausend Gründe, warum Lena so ist, aber es schadet ihr gewiss nicht, wenn du ein paar ADS-Regeln berücksichtigst.
Gibt es für deine Frau nicht noch eine Möglichkeit, sich wenigstens auszusprechen?. In unserem Mütterzentrum stehen wahrscheinlich noch ein paar Eimer mit Tränen von mir rum (Krabbelgruppe und Elternkindgruppe hatten sich wegen meines Sohnes bereits erledigt).
Viele Grüße
Michaela

von Michaela# - am 24.07.2001 06:44
hallo Stefan,
mein Sohn ist jetzt 7 1/2 und bei uns gings schon mit 1 Jahr los. Was uns einigermaßen über die Runden brachte bis er diagnostiziert war, war das Buch
KINDER FORDERN UNS HERAUS von R.Dreikurs/V.Soltz
Ich muß sagen da findet man wirklich gute Tipps auch wenn nicht von ADS-Kindern die Rede ist. Auch Kinder ohne ADS können uns ganz schön überfordern.
Liebe Grüsse
Heidi

von heidi - am 24.07.2001 08:05
Hallo Stefan!

Als mein Sohn 2,5 Jahre war, lag sein Verhalten an meiner Unfähigkeit ihn zu erziehen. Heute ist er 7,5 und seit 2 Jahren in ADS Behandlung. Mir wäre mit einer frühen Diagnose viel geholfen worden.
Vor dem gleichen Problem stehe ich heute wieder. Meine Tochter ( fast 3) macht auch den Eindruck, etwas von meinem ( ich habe nur den Verdacht und keine Diagnose für mich) und Michél´s ADS abbekommen zu haben. Sicher ist es bei ihr nicht ganz so schlimm, wie bei ihrem Bruder, aber ich muss kämpfen. Mein Mann und meine Schwiegereltern verschließen den Blick davor. Wenn meine Tochter allein bei Oma ist, dann kann sie spielen ( weil ja alle sich um sie kümmern und auf jeden Befehl springen) aber wehe sie bekommt nicht unsere ungeteilte Aufmerksamkeit dann wird sie zickig und macht Dummheiten.
Tja... liegts nun am ADs oder nur an der Liebe zu ihrem Bruder???
Dazu muss ich aber noch sagen, dass bei meinem Sohn kaum Beschwerden kamen aus dem Kindergarten und auch meine Eltern erst mit ca. 5 Jahren nicht mehr mit ihm klarkamen ( mein Mann ist nicht sein leiblicher Vater, und meine Schwiegereltern hatten von Anfang an Probleme mit seiner Art)
Ich weiß durch Michel und meine eigene Kindheit aber nun einiges über ADS und auch, dass solche " Anfälle" nicht täglich kommen ( liegt bei uns auch viel daran, wie gestresst ich bin, oder mein Sohn durch schlechtes Wetter nicht unten toben kann oder nicht beschäftigt wird). Zu dem Problem deiner Frau kann ich nur den Rat geben, der mir hilft, wenn ich drohe zusammen zu klappen: Ich nehme mir einfach die Ruhe oder Zeit, die ich zum Entspannen brauch. Wenn ich 15.30 von Arbeit kam, habe ich erstmal in Ruhe eine Tasse Kaffee getrunken. Meine Sohn war solange vor dem Fernseher oder in ganz schlimmen Zeiten eben 30 min länger in der Kita.
Meine Hausarbeit habe ich dann meist am Abend erledigt und auch da Abstriche gemacht. Ich musste nicht jeden Tag alles blank haben und auch Bügelwäsche in der Ecke stört nicht jeden Besucher( ich habe sogar früher meinen Abwasch in einer Schüssel in der Spüle gesammelt, die ich bei Besuch einfach unten drin verstaute...hihi... heute hab ich Gott sei dank eine Spühlmaschine)
Als ich meinen Mann vor fast 4 Jahren kennenlernte hatte er damit ein großes Problem. Aber da er selbst viel mit geholfen hat, ließ sich später auch ein 4 Mann Haushalt und ein Garten in Schuss halten. Er schimpft zwar auch heute noch, wenn er sieht dass ich mir mal wieder einen ganzen Tag "Auszeit" genommen hab und alles stehen blieb ( so wie heute), aber er weiß inzwischen, dass am nächsten Tag der Elan wieder voll da ist.
Meine Schwiegereltern nehmen meine Tochter auch häufig mit zu sich ( was mich zwar auch stört, aber zur Zeit mag ich einfach nicht eingreifen, was aber andere Ursachen hat als Überforderung)
Jetzt wo ich seit 4 Wochen wieder zu Hause bin, hole ich meine Kinder meist mittags ab und gehe in den Garten mit ihnen. Dort können sie toben, schreien spielen. Komischerweise sind sie dort bis auf ein paar Ausnahmen kaum zu hören und teilweise auch nicht zu sehen ( es gibt ein paar ältere Leute in unserer Anlage, die soviel Geduld aufbringen, alles haargenau zu erklären und zu zeigen)
Ich denke es wäre verkehrt, den Badeplan aufzugeben, wenn sie wieder zu hippelig ist ( den Fehler habe ich auch lange gemacht)... wenn sie im Bad genug toben kann und schwimmen macht ja sehr müde.... dann hat sie keinen Power mehr und ihr eventuell mehr Ruhe.
Naja ich hoffe, dass man euch wenigstens Mut machen konnte und hole mal meine Kiddies ab.
Viel Glück und Kopf hoch... wird schon.

Bye Jana

von Jana - am 24.07.2001 09:03

Hallo Stefan,

auch ich habe einen Sohn, der erst spät.....jetzt mit 8 Jahren ADS diagnostiziert wurde.

Ich hätte mir manche Nerven und schlaflose Nächte sparen können.....wenn ich früher diese tollen Webseiten und Foren kennengelernt hätte....:-)

An dieser Stelle einen ganz lieben Gruß an Dagmar und all die Menschen, die so offen und oft zum Schmunzeln...siehe Sockengeschichte über ihr und unser Leben berichten.


Ich dachte oft , es liegt an meinen schwachen Nerven:-)))

über eine Beratungstelle wurde ich erst mal aufmerksam auf ADS.......ich erkannte im Erstgespräch, das irgendwas anders ist.......als bei meinem anderen Sohn und begab mich auf die Suche.

Diese Gespräche haben mich entlastet.......ich bin diesem Psychologen unendlich dankbar......


außerdem habe ich das Glück seit Jahren für mich einen Heilpraktiker zu haben, der mich unterstützt und mich immer wieder aufpäppelt:-)


Johanniskraut hilft bei mir nur in Spritzenform, es dauert halt lang über die Kaspeln bis es wirkt, solange kann ich ADS-Mutter nicht warten:-)

es gibt auch gute Mittel um die Nerven zu stützen , bei Bedarf an Infos mail mich doch an.

ich wünsche Euch viel Kraft und Humor um über diese manchmal nervigen Tage zu kommen


Rhoa

von Rhoa - am 24.07.2001 09:25

Entlastung

Hallo Stefan,

ADS wird dir bei einer zweieinhalbjährigen wirklich kaum ein Arzt bestätigen oder gar behandeln. Ich bin auch nicht so sehr dafür, ein Kind vorwiegend unter dem Aspekt zu sehen, ob es vielleicht einmal ADS bekommen könnte. Nur sind die Tipps in den ADS-Büchern wirklich für fast alle Eltern hilfreich. Eigentlcih brauchen ADS-Kinder keine besondere erziehung, alle Kinder profitieren ja von klaren Grenzen, einigen Regeln und berechenbaren Reaktionen. Nur sind die Tipps dazu - leider - gerade in den ADS-Büchern (z.B. Wackelpeter und Trotzkopf von Döpfner) besonders gut zusammengestellt. Eine ganz normale erziehungsberatung kann wahrscheinlich auch nicht schaden.

Was deine Frau nicht braucht ist ein mann, der ihr sagt, die Probleme lägen an ihr und sie müsse erst einmal an sich arbeiten. Das kann ein erschöpfter Mensch, der am Ende seiner Kraft ist gar nicht. Und ein superlebhaftes, supertrotziges impulsives Kind mit oder ohne ADS kann Mama ganz schnell an diesen Punkt bringen. Vorwürfe und gute Ratschläge verschlimmern das. Das bringt niemandem etwas. Obendrein hat so ein Verhalten in jedem fall mehr als eine Ursache und es bringt nichts einen Schuldigen zu suchen.

Hilfreicher wäre es wahrscheinlich, wenn deine Frau Freiräume für sich und kinderfreie Zeiten bekommen könnte. Ist es möglich, die Kleine stundenweise betreuen zu lassen? Ideal wäre es natürlich, wenn ihr auch mal Zeit für euch beide hättet. Kann ein Babysitter euch das verschaffen? Auch eine Mutter-Kind-Kur kann sehr hilfreich sein, um wieder zu Kräften zu kommen.

Wenn deine Frau unter Depressionen leidet, kann auch ein Antidepressivum sinnvoll sein. Das ist aber eine ziemliche chemische Keule, wenn es "nur" um "normale" Erschöpfung geht. Es gibt aber auch wirksame Johanniskraut-Mittel. Sie sind dann aber auch verschreibungspflichtig und müssen regelmäßig genommen werden. Wirksame Beruhigungsmittel machen leider abhängig. Baldrian u.ä. habt ihr ja wahrscheinlich schon ausprobiert.

Falls die Kleine wirklich ADS hat, hat es wahrscheinlich auch einer von euch. Möglicherweise kann es sinnvoll sein, das dann behandeln zu lassen. Es ist aber schwierig einen Arzt zu finden, der das kann und auch dazu bereit ist. Obendrein hilft es nicht gegen "normale" Erschöpfung.

von Mimi - am 24.07.2001 09:33
Hallo Stefan.

Beruhigungsmittel beseitigen nur die Symptome, nicht die Ursache. Sie wirken nur kurzfristig und die chemischen Varianten machen meist abhängig. Seid vorsichtig damit.

Habt Ihr schon versucht zu ergründen, wann Eure Tochter begann, sich so zu verhalten? Gab' es Veränderungen in der Familie, z. B. Umzug, Verlust o. ä.? Was könnte der Auslöser gewesen sein?

Wenn dieses Phänomen nur tageweise auftritt, ist ADS eher unwahrscheinlich (Gab es eine ärztliche Diagnose?).
Was ist anders an diesen Tagen? Gibt es in der Ernährung Veränderungen, die speziell an den "lebhaften" Tagen vorkommen (z. B. viel Zuckerhaltiges oder so)? Vielleicht hat Lena auch einfach wirklich nur eine Phase. Meine Tochter ist inzwischen fast 12 und ich weiß die Zeiten nicht mehr so genau, aber ist Lena nicht in dem Alter, wo sie langsam beginnt, trocken zu werden? Könnte Protest dagegen die Ursache sein?

Das sind "schlaue" Kommentare, ich weiß, aber ich weiß auch, dass Medikamente keine Lösung sind. Ganz wichtig finde ich, dass du deine Frau unterstützt. Kritisiere sie nicht, das hilft ihr nicht. Nimm ihr Lena ab, so oft du kannst, lass sie einem Hobby nachgehen. Ein bisschen habe ich den Eindruck, und nimm mir das bitte nicht übel, dass Lena nur der Auslöser für einen Konflikt sein könnte, der zwischen dir und deiner Frau besteht? Wenn das so wäre, könnte eine gewisse Missstimmung zwischen den Eltern auch die Ursache für Lenas Verhalten sein. Sie würde es spüren.

Eine Erziehungsberatung ist sicher eine gute Idee. Vielleicht entdecken du und deine Frau Dinge, die ihr nur zwischen euch bereinigen könnt. Wie du schon sagst, eure Laune überträgt sich auch aufs Kind. Und wenn sich Lena noch so aufmüpfig verhält, zeigt ihr gerade in diesen Momenten, dass ihr sie und euch lieb habt. Vielleicht nimmt ihr das den Wind aus den Segeln.

In diesem Sinne, alle guten Wünsche und liebe Grüße

Anke.

von Anke - am 24.07.2001 11:56

Re: Entlastung

.......und wie bei fast allen pflanzlichen Mitteln, dauert es bis die "Sache" greift. Mir wurde gesagt ich muss mit ca. 6 Wochen warten rechnen bis ich eine Wirkung merke, bei Johanniskraut etc.

Gruß Petra

von Hexe - am 24.07.2001 13:22

Re: Entlastung

Danke für Deine Antwort, muß darüber noch was loswerden....
Ich suche keinen Schuldigen, sondern sage meiner Frau nur das wir so nicht weiter kommen, wenn Sie schon nach 30 Minuten keine Nerven mehr hat und Lena gleich anschreit und deshalb sagte ich Ihr nur, Sie solle ersteinmal was gegen Ihre Nerven tun.
Zum Thema Babysitter, Lena geht täglich von 09-11:20Uhr in die Kita, Oma & Opa sind auch öfters mal dran, wenn wir mal essen gehen wollen oder sonstiges. Dann kommt noch dazu, das meine Frau noch nicht arbeiten geht, das alles sollte eigentlich dafür ausreichen, das man seine Nerven nicht gleich verliert......... oder ??
Gruß
Stefan

von Stefan - am 25.07.2001 18:32

Re: Entlastung

Sag mal Stefan,

hat deine Frau vielleicht selbst ADS?

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir sagen, dass auch das einfache Hausfrauendasein nicht die Erfüllung ist. Ständig räumt und putzt man der Familie hinterher und keiner weiß es zu würdigen. Nach wenigen Minuten sieht man von der ganzen Anstrengung nix mehr. Und die Wäsche wäscht sich sicher auch nicht von alleine. Solange alles funktioniert, gibt es meist keine Anerkennung, aber sobald irgendein Teil aus dem Ruder läuft (in deinem Fall die Nerven deiner Frau), gibt es Stress.

Die Kita-Zeit reicht ja gerade mal zum Kaffee-Trinken oder Geschirrspülen. Eine wirkliche Entlastung ist das mit Sicherheit nicht. Hat deine Frau ein Hobby, für das sie sich Zeit nimmt? Sprich doch mal mit deiner Frau, wie sie sich euer Familienleben vorstellt und ob sie mit dem zufrieden ist, was sie im Moment tut.

abra ;-)

von abra - am 25.07.2001 18:51
Stefan,

wie unterstützt du deine Frau denn ganz konkret? Nenn mal ein paar Beispiele.

Wenn du schon genau weißt, dass morgens nach 30 Minuten nix mehr geht, weil deine Frau "explodiert", warum übernimmst du nicht das "Morgenritual", sprich wecken, anziehen, Frühstück machen etc. In dieser Zeit könnte deine Frau sich in aller Ruhe ins Bad zurückziehen bzw. sich in einem anderen Raum aufhalten. Sie wüsste dann, dass du die Situation managst und braucht sich damit nicht zu befassen. Das schont auch die Nerven.

abra ;-)
www.abracadabras-welt.de


von abra - am 27.07.2001 13:26
Hört sich ja alles ganz toll an, leider bin ich aber um 05:30Uhr ausser Haus, "auf dem Weg zur Arbeit".....
Bin aber meistens Mittags nach dem Mittagsschlaf wieder zur Stelle und nehme Ihr eine Menge "Lena" ab !
Komme mir hier langsam vor wie der Sündenbock.......

von Stefan - am 28.07.2001 14:19
Hallo Stefan,

natürlich bist du nicht der Sündenbock. Es hilft allerdings überhaupt nichts, wenn du hier nach Hilfe schreist um dann hinterher zu behaupten, man wolle dir an den Karren fahren.

Mein Vorschlag für morgens fällt also aus. Es gibt übrigens viele Elternpaare, wo dies durchaus funktioniert. Ich bin halt kein Hellseher, auch wenn es manchmal so erscheinen mag.

Anderer Vorschlag: Mag deine Frau nicht mal hier im Forum posten, wo ihrer Meinung nach die Probleme liegen und was sie am meisten belastet?

Ansonsten würde ich empfehlen, mal eine Erziehungsberatung bzw. einen Psychologen/Neurologen aufzusuchen. Vielleicht kann euch eine Familientherapie helfen?

abra ;-)
www.abracadabras-welt.de


von abra - am 28.07.2001 15:56
Hast ja Recht......... sorry für das gebrubbel..

von Stefan - am 30.07.2001 04:22
Hallo Stefan,

ups. Habe ich da etwas übers Ziel hinausgeschossen und dich dabei verwundet?

Sorry, das wollte ich nicht. Es ist halt so, dass wir hier immer nur Teile des ganzen Problems erfahren. Und das dann eben auch nur von einer Seite. Du kennst das selbst, dass der andere komischerweise immer eine andere Sicht auf die Dinge hat.

Das, was wir sehen, riechen, hören, schmecken, fühlen, ist nicht das, was ein anderer in der gleichen Situation sieht, riecht, hört, schmeckt, fühlt. Wir machen uns ein Abbild der Realität, aber das dürfen wir nicht mit der Realität verwechseln.

Ok. Hilft dir auch nicht weiter. Wenn du magst, kannst du mich auch gerne privat anmailen. Vielleicht kann ich dich auf andere Weise unterstützen, indem ich dir einfach "zuhöre".

abra ;-)
www.abracadabras-welt.de


von abra - am 30.07.2001 09:56
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