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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Claudia H., Mimi, Dagmar, anne05, Kerstin

Hohe Dosierung

Startbeitrag von Kerstin am 10.08.2001 17:11

Hallo,
wir kommen gerade vom Psychologen. Der meinte, da unser Sohn so heftig auf minimale Dosierungserhöhungen (statt 1/2 eine 3/4 Ritalin) mit extremer Weinerlichkeit etc. reagiert, ist es sehr wahrscheinlich, daß er eine viel höhere Dosis braucht. Wir sollen es jetzt mit morgens 1 1/2, mittags 3/4 und abends bzw. nachmittags 3/4 versuchen. Es leuchtete uns schon ein und wir haben auch Vertrauen in den Arzt, aber es ist schon ganz schön heftig für einen 7-jährigen, oder?
Hat jemand damit Erfahrungen gemacht? Wäre für ein paar tröstende Worte dankbar.

Antworten:

Hallo Kerstin,

man kann bzgl. der Dosierung keine stereotype, also für alle gleiche Angabe, machen.
Es kommt immer darauf an, wie ein Kind das Medikament verstoffwechselt ... vor allen Dingen solltet Ihr darauf achten, dass es zu keinem rebound kommt - denn das ist häufig genau der Grund, warum die kids weinerlich, unleidlich, besonders zappelig oder impulsiv werden.

In diesem Fall wäre die Dosis ggf. weiter aufzuteilen und somit öfter zu verabreichen ... aber das ist alles eine Sache, die man ausprobieren muss und die nicht von heute auf morgen klappt.

Gruß
Anne05
Eigen-Sinn - Seiten für hochbegabte Kinder mit ADS


von anne05 - am 10.08.2001 17:26
Hallo Kerstin,

eine Dosierung in der Höhe ist für ein Kind in dem Alter nicht ganz ungewöhnlich. Und wie Anne schon schrieb, Kinder verstoffwechseln das Medikament unterschiedlich, scheiden also unterschiedlich viel aus, ohne dass es zur Wirkung kommt.

Weinerlichkeit zu Beginn einer Therapie ist vollkommen normal. Die meisten selbstbetroffenen Erwachsenen berichten dies auch und dann immer im zusammenhang damit, dass sie jetzt erst so richtig ihre persönliche Lage sehen können und dass das traurig macht. Hallowell spricht auch von einem Trauerprozess nach der Diagnose. Und Kinder haben das natürlich ganz genauso.

Bei Erwachsenen legt sich das nach ein paar Wochen und bei Kindern auch.

Viele Grüße
Dagmar
Elterngruppe Frankfurt


von Dagmar - am 10.08.2001 18:58
Hallo kerstin,

natärlich kann es sehr gut sein, dass kerstin und Anne völlig recht haben.

Beim Versuch die dosis zuerhöhen ist uns passiert, dass Max plörtzlich weinerlich und traurig wurde. Wir haben daraufhin - nach Absprache mit dem Arzt - die Dosis sogar wieder reduziert.

Die beschriebene Dosis erscheint mir auch recht hoch. Unser Sohn - auch 7 - bekomnmt morgens und mittags eine halbe. Wir haben auch schön höhere Dosierungen (bis zu 1,5 Tabletten) versucht, sind aber wieder zruückgegangen.

Eine Faustregel für die Höchstdosis ist: 1 mg pro kg Körpergewicht. Daran hält sich aber auch nicht jeder Arzt.

Zunächst einmal scheint es mir widersinnig zu sein, die Dosis zu erhöhen, wenn nach einer Dosiserhöhungen Nebenwirkungen auftreten. Das gegenteil wäre doch eigentlich näher liegend.

Übrigens: Hat das wirklich ein Psychologe emphohlen oder ein Kinderpsychiater?

von Mimi - am 10.08.2001 21:28
Hallo Kerstin!
Ob Dein Sohn wirklich zu niedrig dosiert ist, kann ich nicht beurteilen, meiner Meinung nach ist eigentlich eher das Gegenteil zutreffend. Wenn Dein Psychologe aber andere Erfahrungen hat, will ich dem nicht widersprechen, schließlich ist er der Experte.
Auch unser Sohn, mitlerweile 8 Jahre (ca. 23 kg), braucht eine recht hohe Dosierung.
Er bekommt morgens 1 1/2 Tabl., dann in der Pause 1 Tabl. und wenn er aus der Schule kommt nochmals 1 Tabl. . Mit weniger kommt er auf keinen Fall aus!
Unser Arzt sagte uns zwar damals, dass die meisten Kinder mit weniger auskämen, aber wenn unser Sohn so eine hohe Dosis bräuche, müsse man sie ihm eben geben. Ebenso meinte der Arzt damals spasshaft, eine niedrigere Menge sei für unseren Sohn wohl eher homöopatisch *gggg*.

Versuche es doch! Bis man die wirklich richtige Dosierung gefunden hat, braucht es meisten eh´ etwas länger, und die Nebenwirkungen, die am Anfang auftreten, werden mit der Zeit oft weniger.

Grüße, Claudia

von Claudia H. - am 11.08.2001 13:26
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