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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
pippi langstrumpf, Andreas, Michaela, Mimi

Ergotherapie (als begleitende Medikinet-Therapie)

Startbeitrag von Andreas am 14.08.2001 05:50

Seit letzten Donnerstag nimmt unser Sohn Maximilian (7 Jahre) morgens vor der Schule 1/2 Tablette Medikinet. Und das mit einem, wie wir finden guten Erfolg.
(Maximilian hat gestern zu meiner Frau gesagt: Gell, wir verstehen uns die letzten Tage doch schon viel besser!!!!!). Gegen Uhr 15.00 läßt die Wirkung merklich nach, ab Donnerstag sollen wir auf 1 ganze Tablette erhöhen. Gestern nun hatten wir das erste Elterngespräch mit einer Ergotherapeutin, die diese Medikinet-Therapie begleiten und unterstützen soll. Sie sagte uns, das es eine sinnvolle Variante ist, eine Therapie mit der anderen zu verbinden. Wir sollten uns aber darüber im Klaren sein, dass es sich um eine Langzeittherapie handelt.
Hat jemand Erfahrungen oder gar Erfolge damit???
Viele Grüße
Andreas

Antworten:

Hallo Andreas,

wir haben ergotherapie gemacht, bevor wir Ritalin gegeben haben. Der Erfolg war weniger als mäßig, aber ich habe schon viel Gutes von anderen Eltern darüber gehört.

Ergotherapie soll in erster Linie die Motorik und die Wahrnehmung fördern. Das brauchen viele ADS-Kinder zweifellos, aber einige Probleme damit verschwinden auch einfach durch das Medikinet. Deshalb würde ich ein bisschen warten.

Ergotherapie kann(muss aber nicht) ziemlich unangenehm für die Kinder sein, weil gezielt dinge geübt werden, die sie meistens verabscheuen und weil alle paar Monate irgendwelche Tests gemacht werden müssen. Bei uns war es leider so. Sichtbare Erfolge stellen sich - wenn überhaupt - langsam ein. Schlimmstenfalls lernt das Kind dann in erster Linie wie man sich (z.B. durch besonders wildes Gezappel, gar nicht mehr zuhören ...) scheinbar überzogenen Leistungsanforderungen entzieht. Max war damals allerdings auch erst 5.

Durch das Medikinet sollen die Kinder aber auch die Chance bekommen ein paar Erfolgserlebnisse zu sammeln. Auch deshalb würde ich wenigstens ein paar Wochen oder Monate warten.

Außerdem ist eine Verhaltenstherapie und/oder ein elterntraining oft drinlicher als Ergotherapie. Zu viele Therapietermine sind für einen Siebenjährigen auch eine ganz schöne Belastung.

Andererseits kann Ergo - wenn der Rest stimmt - durchaus auch hilfreich sein, z.B. weil es Möglichkeit ist, die Wahrnehmung und/oder die Motorik zu verbessern.

von Mimi - am 14.08.2001 10:26

Hallo Andreas,

unsere Tochter,8 Jahre,bekommt zwar keine Medikamente aber Ergotherapie.
Und diese macht sie mit sehr viel Freude.Es macht ihr Spass und bringt auch etwas.
Mann darf nur nicht allzu hohe ERwartungen an diese Therapie stellen-sie hilft aber sie heilt nicht.
Also ich glaube Du kannst nichts verkehrt machen,wenn DU dein Kind dort hin schickst.
Unsere geht so gerne dorthin,daß sie sogar selbst an ihre Termine denkt.
Nur schaut Euch die Therapeutin gut an.ES gibt wie leider überall auch hier gute und sehr schlechte.
wir haben Gott sei Dank riesen Glück gehabt.Aber erst beim 2.Anlauf.
Toi Toi Toi und viel Spass dabei.

Gruß Pippi L.

von pippi langstrumpf - am 14.08.2001 13:02
Autor: pippi langstrumpf
Datum: 14.08.01 15:02


Hallo Andreas,

unsere Tochter,8 Jahre,bekommt zwar keine Medikamente aber Ergotherapie.
Und diese macht sie mit sehr viel Freude.Es macht ihr Spass und bringt auch etwas.
Mann darf nur nicht allzu hohe ERwartungen an diese Therapie stellen-sie hilft aber sie heilt nicht.
Also ich glaube Du kannst nichts verkehrt machen,wenn DU dein Kind dort hin schickst.
Unsere geht so gerne dorthin,daß sie sogar selbst an ihre Termine denkt.
Nur schaut Euch die Therapeutin gut an.ES gibt wie leider überall auch hier gute und sehr schlechte.
wir haben Gott sei Dank riesen Glück gehabt.Aber erst beim 2.Anlauf.
Toi Toi Toi und viel Spass dabei.

Gruß Pippi L.

von pippi langstrumpf - am 14.08.2001 13:08
Hallo Andreas,

unser Sohn (7Jahre)geht auch zur Ergo. Ritalin nimmt er seit Januar 01, er hatte jedoch vorher schon 3 Jahre Ergo ohne Ritalin. Die Ergo macht er hauptsächlich wegen seiner Wahrnehmungsstörungen. Seit er Ritalin nimmt, hat er enorme Fortschritte dort gemacht. Der Therapeut fragte mich nach 2 Std. ob S. vielleicht Ritalin nimmt, da er viel besser mit ihm arbeiten könne. Ist doch ein Erfolg, oder ???

Michaela*

von Michaela - am 14.08.2001 14:54
Hallo Michaela,
Danke für Deine Antwort. Wir sind - trotz Zweifel, die wir noch wie vor noch haben - ganz froh ob des Erfolges mit Medikinet. Es ist fast "unheimlich" wie positiv sich Maximilian verhält, meint meine Frau. Wie äußern sich die "Wahrnehmungsstörungen" bei Deinem Sohn??
Gruß
Andreas
P.S.: derzeit warten wir auf eine erste Reaktion des Lehrers von Max.

von Andreas - am 14.08.2001 15:39
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