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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ingeborg, Andreas

Ritalin - Experten helfen Lesern (Hamburger Abendblatt)

Startbeitrag von Ingeborg am 15.08.2001 07:08

Leider wohl etwas spät, konnte gestern spät und heute sehr früh nichts an das Forum senden!!

Nach den schrecklichen Artikeln im Hamburger Abendblatt vom 06., 07. und 08.08.01

HEUTE von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Es geht um Verhaltensstörungen bei Kindern und die umstrittene Praxis, viele von Ihnen mit Ritalin oder Medikinet zu behandeln.

Fragen zu diesem brisanten Themenkomplex können Leser heute von 13 bis 15 Uhr bei einer Abendblatt - Telefonaktion mit Experten diskutieren.

Rede und Antwort stehen:

Dr. med. Michael Zinke
Chef des Hamburger Landesverbandes der Kinder- und Jugendärzte
( hatte gestern einen super Leserbrief im Abendblatt, bei Bedarf werde ich ihn abschreiben)

Dr. Christian Fricke
ärztlicher Leiter des Werner Otto Institutes (das sozialpädiatrische Zentrum kümmert sich um entwicklungsverzögerte und behinderte Kinder)

ERziehungswissenschaftler Peter Struck

Oberschulrat Peter Pape

Sie sind in der genannten Zeit unter folgenden Rufnummern erreichbar:

01802 - 00 08 51

01802 - 67 16 16

01802 - 67 16 17

01802 - 67 16 18

Gruß Inge

Antworten:

Hallo Inge,
danke für die Info. Der Leserbrief würde mich auch interessieren.
Andreas

von Andreas - am 15.08.2001 07:54
Geht klar, setze ich später noch rein.

Gruß Inge

von Ingeborg - am 15.08.2001 08:12

Re: Ritalin - Experten helfen Lesern (Hamburger Abendblatt) Hier der Leserbrief !

Das Thema war ja erst:
"Was tun wir unseren Kindern an"
"Psychopille für Kinder - ein Thema spaltet die Stadt"
"Ritalin - Gefahr oder Hoffnung?"

Zu den Artikeln über Ritalin und Medikinet müssen wichtige Aussagen ergänzt werden:

1. Diagnose Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) beruht immer auf einer sehr gründlichen mehrstündigen Diagnostik:
Anamnese, gründliche körperliche und neurologische Untersuchung, Blutdiagnostik, EEG, EKG, ausführlicher Eltern- und Lehrerfragebogen,teilweise Videoaufzeichnungen, Entwicklungstests und Intelligenztest.

2. Es wird immer vesucht, ohne Medikamente und Verhaltenstherapie auszukommen.
Oft sind die extrem auffälligen Kinder jedoch ohne Medikamente nicht therapiefähig. Bei dramatischer Konfliktsituation (Leidensdruck, drohender Schulverweis) müssen immer zusätzulich Medikamente gegeben werden.

3. Ritalin und Medikinet sind keine Beruhigungsmittel, sondern Stimulanzien. Sie sind bereits seit über 50 Jahren für diese Erkrankung im Einsatz, sie machen nicht abhängig.

4. Die Symptome von ADHS werden auch durch andere Ursachen hervorgerufen (gestörte Familie, ungünstige Schulsituation, Minder- und Überbegabung, auditive und visuelle Lernstörung, Pubertätskrise, Gewalt gegen Kinder).
Die Zahl dieser Kinder nimmt zu, diese Kinder werden natürlaich nicht mit Medikamenten behandelt.

5.
ADHS wird verstärkt durch Umweltfaktoren, hier ist die Grenze zwischen genetischer Erkrankung und Umweltreaktion manchmal schwer zu ziehen.

6. Eine medikamentöse Therapie wird immer mit den Eltern gründlich besprochen. Die möglichen Nebenwirkungen sind extrem selten und meist nur vorübergehend.

7. Kinder- und Jugendärzte und Kinder- und Jugendpsychiater sind sich der Verantwortung gegenüber den Kindern bewusst und verordnen nicht leichtfertig Psychopharmaka. Wir wären glücklich, wenn es andere Medikamente gäbe.

8. Der erhöhte Verbrauch an Ritalin und Medikinet liegt an den neuen Erkenntnissen einer genetischen Funktionsstörung.
Viele Kinder kommen erst jetzt zur Diagnostik.
Zusätzlich ist Hamburg Anlaufstelle für das breite Hamburger Umland.

Dr. med. Michael Zinke,
Vorsitzender Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte LV Hamburg
22415 Hamburg

von Ingeborg - am 15.08.2001 19:47
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