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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Dagmar, julia, Hoschi, Susi, Hexe, Kika

Kleinkinder

Startbeitrag von Kika am 23.08.2001 11:10

Hallo,

ich bin heute das erste mal hier im Forum und habe gerade die Diskussion mit großem Interesse über das 2-jährige Kind gelesen. Mir liegen da ein paar Fragen sehr auf der Leber. Ein paar Antworten wären wirklich schön.
Ich habe einen 18-Monate alten Sohn mit dem wir schon ein ziemliches Märtyrium hinter uns haben. Er war von Anfang an ein extrems Schreikind, bis zu 17h am Stück. In den ersten 4 Monaten hat er in 24h vielleicht 5h geschlafen. Mit 4,5 Monaten sind wir dann völlig am Ende in der Schreiambulanz gelandet. Daraufhin haben wir für ein 3/4 Jahr Ergotherapie gemacht. Als er ein halbes Jahr alt war, musste er ins Krankenhaus wegen Verdachts auf Mastuiditis (??? schreibt man das so?). Der Aufenthalt dort war kaum zu bewältigen, ich hatte eine Liege in seinem Zimmer und musste ihn wieder fast 24h auf dem Arm herumtragen. In seinen Entlassungspapieren stand dann auch "extrem Lebhaftes Kind".
Er konnte mit 9 Monaten laufen. Mit 16 Monaten hatte er den ersten Gipsarm (Komplizierter Unterarmbruch). Blaue Flecken, blaue Augen (Feilchen), Aufschürfungen sind auch die Regel.
Er kann nicht alleine spielen und sich auch nicht lange mit einer Sache beschäftigen und haut oft mit dem Spielzeug um sich. Manchmal macht mich dieses extrem unruhige Verhalten selbst ganz nervös.
Er hat aber auch seine ruhigen Zeiten über ein paar Tage hinweg. Leider lässt er sich sehr schnell aus dem Gleichgewicht bringen, zum Beispiel wenn Besuch bei uns ist.

Ich glaube auch, dass es sehr wichtig ist schon frühzeitig zu fördern. Auch ADSH. Man kann den Kindern mit Sicherheit einiges ersparen.

Wie waren eure Kinder so als sie klein waren? Würdet ihr sagen es war ähnlich? Sollte ich zu einem kompetenten Arzt gehen?

Liebe Grüsse Kika

Antworten:

Hi:-) Also ich würde unabhängig der Frage nach ADS zu einem kompetenten Arzt gehen.

Denn er scheint ja nicht nur recht anstrengend sondern auch gefährlich zu leben;-) der kleine Kerl. Also muss ihm/euch geholfen werden - wie auch immer.

Gruß Petra

von Hexe - am 23.08.2001 11:33
Hallo Kika,

das könnte auch fast mein Sohn sein, mal abgesehen davon, dass er einen sehr guten Schutzengel hat und sich noch nie ernsthaft wehgetan hat.

Noch nicht mal 'ne Gehirnerschütterung, als er aus dem Hochbett (1,80m hoch) mit dem Hinterkopf gegen die Komode, gefallen ist :-))

Sich beim Arzt beraten zu lassen, kann nie schaden. Allerdings sollte man nicht selber ZU schnell eine eigene ADS Diagnose stellen ;-)

Ich glaube, dass ich meinen Sohn jetzt noch EINIGERMAßEN im Griff habe (er ist 6 Jahre) liegt daran, dass ich schon sehr früh sehr konsequent war. Sonst würde er mir noch viel mehr "auf der Nase rumtanzen".

Ich hab in den letzten 3 Jahren wirklich alles über ADS gelesen, was ich in die Finger kriegen konnte und hab festgestellt, dass ich instinkiv (Hilfe wie schreibt man das???) vieles richtig gemacht habe.

Ich kann dir nur raten dich so schlau wie möglich zu machen.

Susi

von Susi - am 23.08.2001 11:46
hallo kika,

so wie es sich anhört ist der "werdegang" dieser kinder wohl mehr oder weniger gleich...

ich kann verstehen, dass du einen arzt zu rate ziehen möchtest...habe ich auch damals (eigentlich direkt nach der geburt haha)

ich habe allerdings die erfahrung gemacht, dass sich die ärzte gerne bei so kleinen kindern bedeckt halten (ist ja auch kein fehler)

konsequenz ist da tierisch wichtig....in jeder kleinen beziehung und sei es wegen zähneputzen oder toilettenspülung benutzen...

ich habe sehr gute erfahrungen mit der familienberatung gemacht. da sind wir hin als sausebraus gerade 1,5 war und jetzt ist er 4 und wir gehen immer noch hin.

viel geduld wünscht dir
hoschi

von Hoschi - am 23.08.2001 11:59
Hallo Kika,

so weit ich weiß, kann man in diesem Alter noch keine exakte ADS-Diagnose stellen, ein erfahrener Arzt kann dennoch sehen in welche Richtung das ganze läuft und geeignete Hilfestellungen geben.

Mein Ältester war ein ebenso anstrengendes Kind und eine sehr frühzeitige Hilfe hätte sehr viel bewirken können. Leider haben wir die aus Unkenntnis der Erziehungsberater und Psychologen nicht bekommen.

Es ist bei anderen Erkrankungen so, dass man eine sehr frühzeitige Diagnose anstrebt, um auch schon präventiv tätig werden zu können.

Nun gibt es zu dem Thema, wie du gelesen hast, unterschiedliche Meinungen. Die einen sagen, nur nicht so früh, die anderen sagen, so früh als möglich. Du musst dir natürlich deine eigene Meinung bilden. Kinder haben ADS unterschiedlich ausgeprägt und danach schwanken dann die Meinungen.

Viele Grüße
Dagmar
Elterngruppe Frankfurt


von Dagmar - am 23.08.2001 15:46
Hallo Kika
Versuchs mal mit dem Buch:
Große Hilfe für kleine Chaoten
Von Roswitha Spallek.

Da steht nämlich drinn, daß man sehrwohl schon in diesem Alter die Diagnose ADS stellen kann, auch wenn das im Forum einige nicht hören wollen!
Oder da ganz anderer Meinung sind.

Ich habe Die Frau selber erlebt, meine Tochter ist bei ihr in Behandlung, und ich glaube ihr, was sie schreibt.

Nicht daß ich meine, daß jetzt alle auffälligen Kleinkinder ADS haben, hoffentlich hat es Dein kleiner nicht, denn es ist wirklich kein Zuckerschlecken mit einem ADS Kind, da wünscht man sich wirklich, es ist nur eine vorübergehende, stark ausgeprägte Trotzphase.

Ich hoffe ich kann DIr mit Diesem Buchtipp weiterhelfen.

von julia - am 24.08.2001 11:16
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