Teil II Mache ich es so richtig

Startbeitrag von Hoschi am 23.08.2001 11:49

man oh man,

ich habe gerade etwas zeit und denke schaue doch mal ins forum...ich bin ja fast erschlagen worden von der welle die da überschwappte...

viele haben recht, dass ich jetzt trotzdem noch nicht sicher bin nach all den unterschiedlichen meinungen ABER ich habe ihm heute morgen 1/2 tablette gegeben. nach ca. 1 std. setze ein leichter wandel in seiner frustatrionsgrenze ein. war wirklich spannend zu beobachten.

alle tests wurden vorab schon beim kia gemacht. natürlich auch inkl. hör- seh- und motorische tests. er ist auch überduchschnittlich intelligent was natürlich nichts sagen muss ob es auch so bleibt....

alles körperliche etc. pp. wurde ausgeschlossen. der kia und ich berieten auch über "zappelin" etc. er meinte aber auch dies würde nur kurzfristig sausebraus helfen. er schrieb ein rezept für die ergo aus die auch läuft. erst 10 sitzungen einzel- und dann 10 sitzungen gruppentherapie. habe auch einen antrag für die reha-klinik in inzell laufen.

also ich glaube wir haben alles mögliche getan um sausebraus zu unterstützen. zum neurologen bin ich gegangen um eine 2 meinung zu hören sozusagen zur sicherheit. es war das gleiche ergebnis wie beim kia nur noch konkreter.

in einem muss ich denjenigen recht geben die sich wegen der dosis wunderten...mir kommt die auch verdammt hoch vor. diesbezüglich werde ich morgen nochmal anrufen.

ach ja, es war und ist zur zeit nicht möglich bei sausebraus ein eeg vorzunehmen. der würde alles runterreissen und zertrümmern.

diese erfahrungen hatten wir auch schon bei seinen 2 vollnarkosen (die natürlich erst einmal gar nicht anschlugen aber wer wundert sich da noch drüber)

ich habe aber noch eine meinung eingeholt (kann es einfach nicht lassen) bei einer psychotherapeutin. diese versicherte mir das R der richtige weg für sausebraus ist.
die erzieherin im kiga die auch schon viele fortbildungen diesbezüglich gemacht hat, meinte auch diese behandlung wäre für leon sinnvoll.

ich danke euch allen. wir werden nun (gegen alle wiederstände) unseren weg gehen.

eure hoschi

Antworten:

Hallo Hoschi.

Ich habe gerade deine Mail gelesen und über deinen letzten Satz habe ich mich unheimlich gefreut.

Ich denke, wir alle müssen unseren Weg gegen alle Widerstände gehen und das ist das beste was wir tun können.

Übrigens habe ich auch einen Antrag für Inzell am laufen. Ich drücke dir die Daumen.

Alles Gute

Kornelia

von Kornelia - am 23.08.2001 12:06
Ich bin durch das Fernsehen auf diese Webseite
aufmerksam geworden und ich dachte guck einfach mal,
doch dass es so viel User gibt hätte ich nicht gedacht.

Bei meinem Sohn (Lars 7 Jahre) wurde vor 4 Jahren

Hyperaktivität diagnostiziert, seit dieser Zeit wurden
mir viele Ratschläge zur Erziehung meines Sohnes
gegeben, doch keiner war ernstgemeint oder hilfreich.

Da er seit 1 Jahr in eine Förderschule geht und
permanent in dem Unterricht und den Pausen negativ
auffällt, waren die Lehrer der Meinung, entweder gebe
ich ihm Ritalin oder er muss auf eine geistigbehinderte
Schule gehen.

Wie ist Eure Meinung zu diesem Thema, da ich

prinzipiell gegen Medikamente bei Kindern bin.

Doch ich habe von einem neuen Medikament gehört, dass

nicht ganz so heftig in den Nebenwirkungen sein soll

wie Ritalin.

Vielleicht weiss jemand den Namen.

Es wäre toll, wenn Ihr mir ein paar meiner Fragen

beantworten könntet.

Gruss Dana

von Dana Einert - am 24.08.2001 09:06
Hallo Dana,

Ich glaube keiner hier gibt gerne seinem Kind Rita oder irgendetwas anderes.

Ich habe mich auch lange gesträubt, doch der Erfolg spricht für sich. André musste nicht auf die Sonderschule - aber es hätte nicht viel gefehlt. Dank Rita kann er auf eine ganz "normale" Schule gehen. (Du solltest auch an die Zukunft Deines Kindes denken, denn was passiert wenn er auf eine Sonderschule geht, kann sich jeder an drei Fingern ausrechnen.)

Geh auf jeden Fall zum Arzt und lass Dich dort beraten. Die Nebenwirkungen von Ritalin gibt es zwar, aber bei uns sind sie so minimal,dass der Nutzen höher ist.

Grüße
Kerstin

von Kerstin - am 24.08.2001 09:59
Hallo Dana, Du hast um Meinug gefragt also hier ist meine:-) :

1. diese Lehrer sind unmöglich! Wie können sie solche Aussagen machen und Forderungen stellen???? Hat die Lehrerin meines Patenkindes auch gemacht und heraus kam eine Familienkrise...aber (Gott sei Dank?) kein ADS:-/

2. Ein auffälliges Kind ist noch lange nicht geistig behindert.

3. Such Dir einen guten Arzt und lass klären ob Dein Kind von ADS betroffen ist und überhaupt Ritalin oder ähnliches mehmen muss/sollte.

4. Prinzipiell gegen Medikamente bei Kindern bist Du nehme ich an nicht..sondern nur gengen "solche" Medikamente?? Denn ich nehme an das Du Antibiotika etc. nicht verweigerst wenn sie nötig sind. Und genau so solltest du das mit Ritalin sehen, wenn es nötig ist und hilft, nur dann, soll es dein Kind bekommen und ihm somit die Chance auf ein einigermaßen normales Leben ( Schulleben) geöffnet werden. Aber hinzu sollten dann auch noch ander therapien kommen.

1. Mein (ebenfalls) Andre hat so gut wie keine Nebenwirkungen zu verzeichnen..schlafen wollte er am Abend noch nie...da fällt jetzt kaum ein Unterschied auf ..._das_macht mir zwar ein Problem, hat aber nix mit Medis zu tun.Und falls er mal wirklich keinen Hunger hat, holt er es bald wieder auf.

Wünsche Dir alles Gute
Petra

von Hexe - am 24.08.2001 14:07
Hallo Kerstin und Hexe!

Danke für die schnelle Antwort! Doch ich habe keine

Möglichkeit einen anderen Arzt aufzusuchen. Bei uns in

der Gegend gibt es keine anderen Spezialärzte als das

SPZ. Also sind mir die irgendwo die Hände gebunden.Mir

wurde eine Arztadresse aus Berlin gegeben, da hab ich

auch angerufen, doch der Arzt nimmt keine neuen Kinder

mehr auf.

Bei meinem Sohn wurde vor 4 Jahren ADS diagnostiziert,

seitdem ist er in ergotherapeutischer Behandlung.

Es gibt auch ein paar kleine Erfolge zu verzeichnen,

bin ich der Meinung, aber nicht die Klassenlehrerin.

Wenn in der Schule Pausenstreitereien unter den

Schülern entstehen und sie kommt dazu wie mein Sohn

sich wehrt, dann bekommt er den Eintrag ohne Nachfrage,

was eigentlich passiert ist.

Das finde ich ungerecht meinem Sohn gegenüber, aber mit

der Lehrerin kann man nicht reden.

Letzte Woche war ich im SPZ zur Abstimmung des Termines

zur Einstellung auf Ritalin (der eigentlich Ende August

oder Anfang September sein sollte, aber die Station ist

sowieso geschlossen, also gedulden sie sich bitte bis

wir wieder öffnen, das ist wie im Kommunismus), erst

habe ich eine halbe Stunde gewartet, bis ich an eine

Tür klopfte und jemand zu meinem Problem bemühte.Dann

musste ich noch warten bis die Ärtin wieder kam, denn

es war ja eigentlich Mittagspause (13.00-14.00) und da

habe ich noch einmal eine halbe Stunde gewartet mit dem

Ergebniss das ich irgendwann im September einen Termin

erhielt zur Abstimmung des Einstellens auf Ritalin. Es

ist zum aus der Haut fahren, weil keiner sich irgendwo

verantwortlich fühlt mir und meinem Sohn zu helfen.

Zum Ritalin habe ich die Einstellung, dass es meinem

Sohn helfen soll, doch ich glaube er wird nur eine

Marionette seines Umfelds.Wir werden sehen wie das

Ritalin anspricht.

Ich danke für eure Aufmerksamkeit.

Dana

von Dana Einert - am 28.08.2001 14:13
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