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ADHS ADS Selbsthilfe
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Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
mami-maus, Hexe, chaotin, anne05, Mimi, Michaela#, Hoschi

verrsuchen gewisse dinge zu verstehen.....

Startbeitrag von mami-maus am 24.08.2001 18:02

hallo zusammen,

habe überlegt ob hier oder im diskussionsforum ich das hier poste,habe mich dann für hier entschieden.

in prinzip geht es fast jedem der hier postet um ads.und viele wissen auch wodurch ads nach dem stand der heutigen dinge entsteht.

aber was mir aufgefallen ist das hier fast keiner versucht den andern zu verstehen,wenn es um gewisse dinge im zusammenhang mit ads geht.

ich meine fast jeder von uns sieht es vielleicht annders als der andere.was ist daran so schlimm?

Z.B.man kann im einen spiel auch die regeln ändern,und am schluss gibt es troztdem nur einen gewinner.

ich habe versucht heute morgen mal zu erklären mit einen beispiel um die selbe sache putzen beim erwachsenen und aufräumen beim kind in zwei verschiedenen lebensbereichen.die einzige die es hat zu verstehen(war pia und da habe ich das gefühl das sie mich doch bis jetzt nicht verstanden hat was ich meinte).

eingene haben hier schon gepostest und haben geschrieben das kinder in verschiedenen bereichen aufmerksam sind und z.b. in der schule nicht.und doch glaube ich das da troztdem ads vorhaben ist.

oder wenn eine mutter postet die ein kleinkind hat wieviele schreiben dann das könnte doch die geschichte meines kindes sein als es so alt war.
dann könnte mutter von klein-kind dadurch zum schluss kommen meins hat dann ads.finde ich auch nicht schlimm,wenn die mutter versucht auszu bekommen ist es so oder nicht.

ich fand es nicht schlimm als ich seit letzten jahr weiss was mein leben auch meiner sicht zur hölle
gemacht hat.ich kann es seit dem ändern und vieles anderes machen.die diagnose ist einfach schon ein start für einen andern ungang mit meinen kindern.

meine zwillinge bekommen ergo und es ist dadurch auch schon manches besser geworden.


meine tochter nimmt auch ritalin und ich kann mit ihr wieder besser.und ich habe vieles gelernt und werde auch noch vieles lernen damit ich anders mit meinen kindern ungehe.

vielleicht versteht mich ja der ein(e) oder andere was ich hiermit meine.

mit diesen link fing alles an.

gruss mami-maus
[www.myphorum.de]

Antworten:

Hallo mami-Maus,

ich glaube, ich kann dich sehr gut verstehen.

Ich weiß - wenn auch Gott si Dank nur aus dem Freundeskreis - welche Folgen ein unbehandeltes ADS haben kann und ich weiß - leider durchaus aus Erfahrung - wie fertig ein verhaltensauffälliges Kind uns machen kann.

Und natürlich bin ich auch froh, dass Max Hilfe bekommt, was vorher nicht möglich war.

Ich erlebe - hoffentlich nur in meinem persönlichen Umfeld - aber auch etwas anderes. Schulklassen mit angeblich sieben ADS-Kindern, von denen 4 Ritalin bekommen und LehrerInnen, die Erstklässler aus der Schule mobben, indem sie die eltern vor die Altrnative Ritalin oder Rückstellungsverfahrenstellen. Und leider auch Kinderärzte, die verdammt schnell zum Rezeptblock greifen.

ADS kann Familien furchtbar belasten, aber es ist mit Sicherheit nicht die einzige Ursache für Verhaltensprobleme bei Kindern. Ich habe den - hoffentlich falschen - Eindruck, als würde es einfach zum Synonym für "Verhaltensstörung".

Damit wären unsere Kinder dann wieder in der großen Schublade "schlimmer Kinder", gemeinsam mit misshandelten oder vernachlässigten Kindern und zusammen mit sämtlichen anderen Störungen, die zu Unruhe führen können.

Bei jedem Kind wirken Anlagen und Umwelteinflüsse zusammen. Ich habe oft erhebliche Zweifel, ob wir alle nicht den somatichen Aspekt überbetonen. Bei diesen Kleinstkindern wird die organische Beeinträchtigung nicht einmal mehr nachgewiesen, sondern einfach unterstellt.Die Gefahr, dass andere Möglichkeiten dem Kind zu helfn einfach übersehen werden, ist riesengroß.

Das werde ich nicht verhindern können, ich will aber wenigstens nicht dazu beitragen.

Die Mutter, die versucht herauszubekommen, was ihrem Kind fehlt, kann ich sehr gut verstehen, den Kinderarzt, der bei einer Zweijährigen ADS diagnostiziert und der Mutter empfiehlt "Grenzen zu setzen" beim besten Willen nicht mehr.

Hier besteht sogar die Gefahr, dass die Diagnose zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung wird. Davon, dass jedes einzelne ADS-Symptom und auch alle zusammen in diesem Alter noch völlig normal wären, schweigen wir am besten ebenfalls.

Ih finde schon, dass eine Elterngruppe auch der richtige Ort ist, über Bedenken und Besorgnisse zu reden.


Mein Sohn war bis er fünf war übrigens ein sehr lebhaftes und vielseitig interessiertes, aber unauffälliges Kind. Trotzdem ist er ohne Behandlung weder im Vorschuljahr noch in der Schule klargekommen.

von Mimi - am 24.08.2001 18:46
hallo mami-maus,

recht hast du !!!!

ich glaube, dass das was du hier schreibst eigentlich auch jeder so meint. jedenfalls habe ich das so verstanden.

das problem ist einfach (nehme ich an), dass die worte die man liest eine andere bedeutung haben können als wenn man jemanden gegenüber steht und sein gesicht sieht. anhand der mimik ist alles viel deutlicher.

worte sind oft waffen die mit einem lächeln schwächer werden können.

vielleicht sollten wir lieben mehr haha hinterschreiben damit es richtig verstanden wird.

da wir anscheinend alle noch nicht die geduldigsten sind werde ich ab sofort anfangen nicht nur die impulsivität meines kindes zu akzeptieren sondern auch die meiner mitmenschen und leidensgenossen.

denn schließlich haben wir wohl alle das gleiche ziel

hakuna matata
hoschi

von Hoschi - am 24.08.2001 18:50
Hallo Mimi:-), will schnell Bezug nehmen zu 2 Textstellen:-):

1.
> LehrerInnen, die Erstklässler aus der Schule mobben, >indem sie die eltern vor die Altrnative Ritalin
> oder Rückstellungsverfahrenstellen.

Die gibt es leider nicht nur in deiner Umgebeung, mein Patenkind soll Ritalin nehmen oder die Klasse verlassen.....

2.

>Die Mutter, die versucht herauszubekommen, was ihrem >Kind fehlt, kann ich sehr gut verstehen, den >Kinderarzt, der bei einer
>Zweijährigen ADS diagnostiziert und der Mutter >empfiehlt "Grenzen zu setzen" beim besten Willen nicht >mehr.

Dies hier verstehe ich nicht ganz und bevor es zu Mist*g*verständnissen kommt, frag ich nach...Warum soll der Kinderarzt nicht emppfehlen Grenzen zu setzen? Immer wieder lese ich hier das genau das, wichtig wäre bei ADS Kindern....

Übrigens hat mein Andre einige der hier häufig geschilderten Symptome gar nicht oder nur schwach ausgeprägt und doch wünschte ich mir man hätte ( wegen der SChule) früher erkannt was mit ihm "los" ist....
Zurecht kam und komme ich mit ihm auch ohne Medis...er selber aber kommt mit ihnene viel besser zurecht.

Viele Grüße
Petra

von Hexe - am 24.08.2001 19:01
Hallo Mami-Maus,

ich denke mal, auch Pia hat verstanden, was Du ausdrücken wolltest - und ich auch.

Deshalb schreibe ich jetzt mal ein Beispiel, von dem ich denke, dass es das ist, was Du heute Morgen meintest (Die Geschichte ist wirklich aus der Luft gegriffen und betrifft niemanden konkret):

Es gibt Kinder - oft sind es Mädchen - die zuhause völlig unproblematisch "scheinen"... das Kind ist lieb, angepasst, ruhig, still, zurückhaltend ...

Wobei dieses "unproblematisch" sehr eingeschränkt zu betrachten ist ... früher hätte man gesagt, das Kind ist eine Transuse ... nur welche Mutter sagt das von ihrer Tochter bzw. sieht dies genau so, wenn sie keinen Vergleich hat? (gibts natürlich auch bei Jungs ...)

Wenn Du diese Mutter nun _gezielt_ auf das Verhalten des Kindes ansprichst, wird sie schon bejahen, dass das Kind langsam ist, dass es nichts so recht auf die Reihe bekommt, sich nichts zutraut, dass es viel träumt ...
Aber die Mutter sieht das nicht als Problem, sie wird abwiegeln "Das ist doch nicht schlimm, das kommt alles noch..."
Das Kind ist ja "pflegeleicht", nicht anspruchsvoll, es "fordert" nicht - na, sie muss ihm zwar bei ganz banalen Dingen helfen, das schon ... aber sie sieht es nicht im Sinne von _Problem_.
Es ist halt ihre Zuckermaus, die in ihren Augen ein bißchen zaghaft und zurückhaltend ist.

Im Kindergarten verhält sich das anders; die Kindergärtnerinnen haben den direkten Vergleich zu anderen Kindern dieses Alters:

Dadurch, dass das Kind extrem langsam ist und nichts auf die Reihe bekommt, erscheint es stets zu spät zum Stuhlkreis, es schafft es nicht, sich frühzeitig die Schuhe zuzubinden, um mit den Anderen rauszugehen (also müssen alle warten), es ist immer die Letzte, wenn gewisse Spiele gemacht werden ... (das fördert gewiss nicht das Zusammenleben mit den übrigen Kids und macht es den Kindergärtnerinnen auch nicht gerade einfach) usw., - kurzum: im Kiga sieht man im Vergleich zu den anderen Kindern _deutliche Defizite_ in der Entwicklung und auch die sich daraus ergebenden problematischen Situationen ...

Die Mutter aber sieht es nicht ... es sei denn, sie wird, wie gesagt, gezielt darauf angesprochen ("Ihr Kind kann die Schnürsenkel immer noch nicht selbst binden, deshalb ist sie immer die Letzte, können Sie das nicht mal mit ihr üben?" - "Ihr Kind schafft es einfach nicht, rechtzeitig mit dem Aufräumen der Spielecke fertig zu werden, alle anderen sitzen im Stuhlkreis und müssen auf XX warten. Können sie ihr bitte mal sagen, dass sie sich ein bißchen beeilen soll.")

... aber selbst wenn solche Fragen kommen wird die Mutter ihr Kind verteidigen und sagen: aber das ist doch alles nicht so schlimm ... sie lernt das noch, sie braucht halt ein bißchen länger.

Welche Konsequenzen sich aus Sicht daraus ergeben können, sieht die Mutter nicht! Ihr fehlt ja der Vergleich.

Du siehst also ... die "kritischen Situationen" sind in der Tat an 2 unterschiedlichen Orten vorhanden ... und entsprechen hier den Forderungen des Diagnosekataloges. Aber die kritischen Situationen sind halt nicht für _jeden_ offensichtlich.
Wäre das Kind neben dem Kindergarten vielleicht noch im Sportverein, würde man sicher auch dort Dinge bemerken, die der Mutter verborgen bleiben. Auch hier hätten wir dann wieder 2 unterschiedliche Situationen.

Soweit zu den Diagnoserichtlinien. Ich hoffe, ich habe Dich da heute morgen richtig verstanden ... wenn nicht, lass es mich bitte wissen.

Liebe Grüße
Anne05
Eigen-Sinn - Seiten für hochbegabte Kinder mit ADS


von anne05 - am 24.08.2001 19:02
Hallo Anne:-)
Dein Beispiel ist gut gewählt, aber so was kann auch Müttern passieren die durchaus Vergleich haben....

Die sagen dann im Kindergarten: " Kann er denn hier auch nicht mal beim Essen stillsitzten"

und hören : " Nein er sitzt brav in der Ecke und puzzelt"

...weiter in der SChulzeit bringt er vieles durcheinander, lernt kaum Lesen, hat große Schwierigkeiten beim Schreiben...

Die Mutter meint " Da stimmt doch was nicht, bei anderen Kindern ist das doch anders"

und sie hört " DAS ist halt ER , das wächst sich aus"...

...tja und plötzlich ist es zu spät.....Nichts wächst sich aus.

Die Eltern schalten Schulpsychologie etc. ein. Ein langer Weg beginnt..

.. und dann heißt es " naja, er war ja schon immer anders ....aber ich denke das ist eine psychische Störung - SIE ( Mutter) wollten sowas ja nicht hören,haben sich nicht gekümmert"

Erst 2 Jahre später steht die endgültige Diagnose...neben Legasthenie mit 6%
Rechtschreibleistung hat das Kind ADS.
"WARUM ist denn das nur keinem aufgefallen????"


Viele Grüße
Petra

von Hexe - am 24.08.2001 19:16

Hallo Hexe

Hallo Hexe,

natürlich ist es richtig und wichtig Kindern Grenzen zu setzen. Da gilt aber für alle Kinder dieser Welt, völlig gleichgültig, ob sie ADS haben oder nicht.

Zudem wird der Erziehungsaspekt "Regeln und Grenzen" zeitgeistbedingt ohnehin stark beton, was nicht heißt, dass e falsch wäre sich daran zu halten.

Ich wundere mich nur, dass ein Kinderarzt erst eine Hirnleistungsstörung bei einer Zweijährigen diagnostiziert, das Kind entsprechend stigmatisiert und dann als "Therapie" nur diese Binsenweisheit zu bieten hat.

Mein Sohn und ich nehmen auch Ritalin und es geht vieles leichter. AD kann zwar auch der beste Arzt nicht beweisen, aber wir sind wenigstens getestet worden, andere Ursachen wurden ausgeschlossen, bzw. mitbehandelt.

Auf gut Glück - und mehr ist eine Diagnose sogar bei einem Kiga-Kind noch nicht - hätte ich persönlich keine Psychopharmaka gegeben oder genommen, solange es noch einen anderen und vielleicht besseren Weg gegeben hätte, die Probleme anzugehen.

von Mimi - am 24.08.2001 19:19

Re: Hallo Hexe

Hi Mimi, jetzt blicke ich besser durch:-) Ok das Ritalin so früh erstaunt mich auch ...aber ich bin kein Arzt und kenne natürlich die persönliche Situation bei dem Kind nicht.

Viele Grüße
Petra

von Hexe - am 24.08.2001 19:28
Hallo Petra,

natürlich geht es auch so, wie Du schreibst ...

Ich wollte mit der kleinen Geschichte ja auch nur ausdrücken, dass ich Mami-Maus verstanden habe - war halt ein Beispiel von Vielen.

Lieber Gruß
Anne05
Eigen-Sinn - Seiten für hochbegabte Kinder mit ADS


von anne05 - am 24.08.2001 19:33
Hi:-)
Is schon klar....nur leider war meine nicht "ausgedacht" :-(

Ich denke im großen und ganzen verstehen wir uns hier eh...sind halt nur nicht immer einer Meinung, aber das wär eh fad:-)

Petra

von Hexe - am 24.08.2001 19:35
Tja, Hexe,

ich weiß nicht, ob Du Sebastian's Geschichte kennst ... kannst du auf meiner hp nachlesen ...

Lieber Gruß
Anne05
Eigen-Sinn - Seiten für hochbegabte Kinder mit ADS


von anne05 - am 24.08.2001 19:39
hallo mimi,

> ich glaube, ich kann dich sehr gut verstehen.
>
> Ich weiß - wenn auch Gott si Dank nur aus dem Freundeskreis -
> welche Folgen ein unbehandeltes ADS haben kann und ich weiß -
> leider durchaus aus Erfahrung - wie fertig ein
> verhaltensauffälliges Kind uns machen kann.

ich meine da gibt es noch viele solcher fälle,ich gehörte auch mal dazu.
>
> Und natürlich bin ich auch froh, dass Max Hilfe bekommt, was
> vorher nicht möglich war.
>
> Ich erlebe - hoffentlich nur in meinem persönlichen Umfeld -
> aber auch etwas anderes. Schulklassen mit angeblich sieben
> ADS-Kindern, von denen 4 Ritalin bekommen und LehrerInnen, die
> Erstklässler aus der Schule mobben, indem sie die eltern vor
> die Altrnative Ritalin oder Rückstellungsverfahrenstellen. Und
> leider auch Kinderärzte, die verdammt schnell zum Rezeptblock
> greifen.

ich stimme dir da zu!
>
> ADS kann Familien furchtbar belasten, aber es ist mit
> Sicherheit nicht die einzige Ursache für Verhaltensprobleme bei
> Kindern. Ich habe den - hoffentlich falschen - Eindruck, als
> würde es einfach zum Synonym für "Verhaltensstörung".
>
> Damit wären unsere Kinder dann wieder in der großen Schublade
> "schlimmer Kinder", gemeinsam mit misshandelten oder
> vernachlässigten Kindern und zusammen mit sämtlichen anderen
> Störungen, die zu Unruhe führen können.

mimi wer weiss wieviele mithandelte und vernachlassigte
es gibt,die eigendlich zu den adsler zuzuzählen sind,sozusagen die dunkelziffer.

>
> Bei jedem Kind wirken Anlagen und Umwelteinflüsse zusammen. Ich
> habe oft erhebliche Zweifel, ob wir alle nicht den somatichen
> Aspekt überbetonen. Bei diesen Kleinstkindern wird die
> organische Beeinträchtigung nicht einmal mehr nachgewiesen,
> sondern einfach unterstellt.Die Gefahr, dass andere
> Möglichkeiten dem Kind zu helfn einfach übersehen werden, ist
> riesengroß.

ja,da hast du recht.ich finde es aber genau so verantwortungslos das k-ärtze auch die sorgen und nöte von müttern nicht eingehen
ich hatte so einen kinderarzt,immer wenn ich zu ihm bin und so manches von meiner tochter(mein erstes,ist man ja als mutter meistens verunsichert und man hört auch manches mal föhe husten)erzählte ob das "normal" ist z.b.mit dem kopf gegen die gitterstäbe schlagen,hörte sich immer grausig an,in bett auf den knien wippeln,
obwohl tierisch müde nicht schlafen können
,schreianfälle,auf dem winkeltisch nur heulen und mich in den unterleib treten (heute weiss ich das ,das manche adsler nicht mögen)und man immer gesagt bekam das gibt sich.ich wäre um ein paar tipp damals dankbar gewesen was ich dagegen tun kann.

>
> Das werde ich nicht verhindern können, ich will aber wenigstens
> nicht dazu beitragen.
>
> Die Mutter, die versucht herauszubekommen, was ihrem Kind
> fehlt, kann ich sehr gut verstehen, den Kinderarzt, der bei
> einer Zweijährigen ADS diagnostiziert und der Mutter empfiehlt
> "Grenzen zu setzen" beim besten Willen nicht mehr.

ich wäre dankbar gewesen wenn mein k-arzt mir das gesagt hätte das mit den grenzen setzten.

gruss mami-maus

von mami-maus - am 24.08.2001 20:36
Hallo,Mami-maus!
Klasse Posting, Mich hat es sehr nachdenklich gemacht.
Auch uns machen Vorurteile doch zu schaffen, nicht wahr?Aber-wir hören nicht auf zu lernen und das ist gut so.:-)


Liebe Grüße wünscht
Susanne aus Bochum

von chaotin - am 24.08.2001 20:36
hallo hoschi,

das hast recht,das was man meinst richtig in worte zu fassen,damit der andere es auch so versteht wie man es meinst ist schwierig.schon vergessens wort kann einen ganz andern sinn ergeben,wie man es eigendlich gemeint hat.damit habe ich auch so meine probleme.

man möchte ja nicht falsch verstanden werden.

wenn man den andern sieht und hört,da kann gesagtes natürlich anders rüber.
auch taubstumme haben eine gabe ihr "gesagtes" richtig rüber zubringen.ein coputer ich auch staubstumm aber er bringt es halt nicht immer so über wie man es meinst.

gruss mami-maus

von mami-maus - am 24.08.2001 20:44
hallo anne,

jetzt fällt mir ein stein von herzen,das du mich verstanden hast.

hast du in deinen beispiel mein leben geschrieben?
jetzt muss ich auch schreiben so war ich als kind.

ganau so hatte ich es heute morgen gemeint.anscheinend kann es doch so rüber wie ich es meinte.ich stand wohl auf den schlauch.

aber dein beispiel ist ausführlicher.ich wollte ich könnte das auch immer so toll schreiben.


gruss mami-maus

von mami-maus - am 24.08.2001 20:52
hallo hexe,

das ist echt traurig das es so gesehen ist.

ich würde sagen das ist ein vernachlässiges kind.siehe mal was ich mimi antwortete.

das sind meinstens auch die kinder die auf die schiefe bahn geraten.

gruss mami-maus

von mami-maus - am 24.08.2001 20:58
hallo chaotin,

danke für dein kompliment.

gruss mami-maus

von mami-maus - am 24.08.2001 21:03
Hallo mami-maus:-)

Ich hoffe sehr das sich mein Sohn nciht als ein vernachläsigtes Kind fühlt:-)

Eher findet er das ich zu viel mache:-)

Ich wünsche nur anderen Müttern nicht das sie gegen Windmühlenflügel ankämpfen und schließlich wenn nichts mehr hilft, sind sie plötzlich schuld.

...die Schulpsychologin hat der Direktorin damals aber Kontra gegeben und gemeint das SIE die Diagnosen hier stellt und nicht Frau Direktor...und eines sei das Kind nicht: psychisch gestört ind dem Sinne wie die Direktorin es meinte....

Unser Glück war unser Kinderarzt, der dann darauf bestand das a) alle möglichen Tests gemacht wurden und
später b) das wir uns mit ADS und Ritalin auseinandersetzen.


Viele Grüße
Petra

von Hexe - am 24.08.2001 21:51

Re: Ups,muß was korrigieren und beifügen..

Hallo!

Das mit den Vorurteilen war nicht richtig ausgedrückt.Zum besseren Verständnis hier eine kleine Geschichte.

Mein Sohn ist seit 4Wochen ADS+H diagnostiziert und bekommt (noch)kein Medikament.Seit Februar befindet er sich nach jahrelanger Odysee in der Diagnose-und Indikationsfindung.Der Doc macht es uns und sich selbst nicht leicht.

Er war immer eine "Tobedüse"auf der einen Seite ausgestattet mit ner Menge Charme und Schauspieltalent,Spätsprecher,im Wachstum zurück(Knapp unter der 3.Perzeptiele) ein schlechter und wählerischer Esser und blieb im Spiel und anderswo nie "am Ball". Ein fröhlicher,lustiger Junge und überaus hilfsbereit.

Er ist 8 1/2 Jahre und bei Klassenkameraden und Spielgefährten unbeliebt da er sehr den Klassenkasper und den Boss ausleben wollte.Hausaufgaben bedeuten eine Qual für ihn und uns als Eltern. Aus dem fröhlichen Wirbelwind ist ein ängstlicher und trauriger Junge geworden seit er in die Schule kam.Ruhig sitzen ist ein unmögliches Unterfangen.

Wir haben in diesem Jahr sehr schnell und sehr viel gelernt durch unsere SHG und dieses Forum anders mit ihm umzugehen und allein durch die Diagnose großes Verständnis gewonnen und die Chance uns selbst zu erkennen.


Meine Tochter(19) Ist ein absoluter Messie. Sie galt in der Schule und auch zuhause als faul und bequem.Sie war ist sehr kreativ und musisch und....hilfsbereit (selbstaufopfernd).Sie schreibt jede Menge Erinnerungszettel die sie dann sorgfältig verlegt und nicht wiederfindet. Sie hatte nicht viele Freundinnen und "schuld waren immer nur die anderen".

Sie schreibt gern ab und zu nur so Satiren die es wert wären veöffentlicht zu werden. Als sie so4-5Jahre alt war spielte sie am liebsten mit ihren Fingern(Vögel fliegen) In der Schule stand sie leistungsmäßig immer gut bis sehr gut,sieht man von Flüchtigkeitsfehlern und Rechtschreibfehlern ab.Die Lehrerin schrieb immer ins Zeugnis das sie sehr "mitteilungsbedürftig"war.


Das ist sie immer noch*ggg* Und sie war(ist) ein Sprachgenie,konnte sich sehr früh sehr gewählt ausdrücken was mir alter "Gossenhauerin" sehr schwer fällt.Sie will Industriekauffrau werden und macht im nächsten Jahr Ihr Fach-abi.

Ansonsten war sie immer ein ruhiges,einzelgängerisches Mädchen.Heute kann sie sich vor lauter Freunde gar nicht retten.Immer im Stress. Vor 1Jahr zog sie aus und trotz Messietum kommt sie gut klar.

Wir hatten und haben ein gutes Verhältnis zueinander aber Wutausbrüche waren und sind noch immer in schöner Regelmäßigkeit anzutreffen(Nun badet das immer ihr Freund aus*g*) Ich vermittel dann wenns mal wieder geknallt hat.

Wenn ich vor 14-15 Jahren gewußt hätte was ich heute weiß......?Vieleicht möcht ich das gar nicht....

von chaotin - am 24.08.2001 22:23

Re: Ups,muß was korrigieren und beifügen..

hallo chaotin,

hier was von gestern,das bin uns passiert ist,fast schon ein kleines drama:

klein-christian hatte nichts besseres zu tun als sich und mich einzuschliessen,im schlafzimmer.

meine tochter und klein-alexander waren draussen im flur und heulten.meine tochter ganz verzweifelt ihr habt uns ausgesperrt,nein sagte ich christian hat uns eingesperrt.

will damit sagen wir waren in der gleichen stiuation und doch hatten wir die sicht aus verschiedenen richtungen.

so kann es sein das jemand so verzweifelt ist und sein klein-kind zu arzt schleppt um zu klären obs ads ist oder nicht.und ein anderer versteht die vorgehens weise nicht,das so kleine kinder eine ads-diagnossen bekommen,obwohl sie selbst ads-kinder haben.

gruss mami-maus

von mami-maus - am 24.08.2001 23:05

Re: Ups,muß was korrigieren und beifügen..

Hallo,
ich denke, es liegt auch daran, dass jeder mit seinem Kind ganz unterschiedliche Erfahrungen macht.
Mimi sagt, ihr Sohn sei bis 5 lebhaft, aber unauffällig gewesen.
Meiner war schon mit 2 definitiv auffällig. Jemand aus der Krabbelgruppe wies mich darauf hin (Sie arbeitet, wie ich heute weiß, im Sprachheilkiga), dass er Wahrnehmungsstörungen habe. Der darauf angesprochene Kinderarzt wollte nichts sehen, und wir blieben für weiter 2 Jahre in einem Schwarzen Loch der Verzweiflung. Erst als wir den Kinderarzt wechselten, erschien wieder Licht am Horizont, aber echtes Tageslicht kann ich immer noch nicht sehen.
Und so bewerte ich eine frühe Diagnose vor dem Hintergrund unserer Geschichte anders als Leute mit anderen Erfahrungen.
Viele Grüße
Michaela

von Michaela# - am 25.08.2001 07:17

Re: Ups,muß was korrigieren und beifügen..

Hallo,Ihr!
Ja,genau das meine ich ja,Jeder kann die Dinge nur aufgrund seiner Erfahrungen betrachten.Meine Tochter hat keine Diagnose(will auch keine) und ist durch ihre ruhige und auch sehr intelligente Art nach außen nie aufgefallen.Bis heute hat sie,wenn sie es hat, sehr gut kompensiert.

Ich habe seit 20 Jahre Erfahrung in Kindererziehung,hatte 3Pflegekinder als Tagesmutter und weiß erst seit Anfang diesen Jahres von ADS.Wenn ich mir im Nachhinein meine Tochter betrachte und sehe wie sie sich oft selbst doch im Wege steht macht mich das sehr traurig und nachdenklich.

Sie hat mir mal erzählt wie sie es schafft(von jeher von sich aus) ihre Aufmerksamkeit aufrechtzu erhalten.Sie fixiert einen Punkt in ihrem Geist und läßt
Musik im Hintergrund laufen.Das ist sicher mit sehr viel Anstrengung verbunden und das kann nicht jeder.

Schlimm finde ich es das ich nicht schon sehr viel früher etwas über ADS erfahren habe.In diesem Sinne

Wünscht euch ein schönes Wochenende
Susanne aus Bochum:-)

von chaotin - am 25.08.2001 17:27
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