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ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
15
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
mami-maus, Dagmar, Pia, Hexe, Uschi, Claudia, Heike Lu, Jessica, gipsy, PetraT

von wegen 3.minuten-diagnosse-sehen nach 3.min.

Startbeitrag von mami-maus am 05.09.2001 06:59

hallo leute,
O-Ton, Frage:

»Wie schnell sehen sie denn, ob ein Kind ADS hat oder
nicht?«

O-Ton, Renate Lüdemann, Kinderärztin:

»In drei Minuten.«

lest euch das mal genauer durch.was gefragt wurde und was geantwortet.es handelte sich nicht um 3.min.dignosse sondern sehen nach 3.min.und ich denke das ist ein gewahltiger unterschied.und es ist doch klar das eltern mit ads-verdacht zu so einen arzt gehen und das er dann "vielverschreiber" von stimulantien ist,liegt doch auf der hand,da er sich doch mit ads auskennt.es gibt ärzte die sehen das näturlich zu schnell und verschreiben medis und haben gar nicht die erfahrung mit ads.

wenn ein ads-erfahrener arzt ein hypie oder hypo vor sich hat und beachtet ihn dann kann er schon an der bewegung,am verhalten erkennen ob es so sein könnte.
und tests ,fragebögen und körperliche untersucherungen,können den verdacht bestätigen oder erschärfen.

hier in forum wird doch auch immer nachen ärzten und pyschologen gefragt die sich damit auskennen und das auch in ordnung so,man geht ja auch nicht zum bäcker und fragt nach fleisch.


ich denke das mit den mails dahin schreiben hat eh wenig sinn da es irgendjemand liest der eh keine ahnung von der materie hat.der versteht nicht was die aufgebrachten eltern amit meinen.ich würde sagen warten auf den nächsten bericht der könnte wieder postiv sein.
und wenn nicht,rege ich mich in stillen kämmerlein oder hier in forum auf.

das einzige was ich schade fand wie das mit der mutter und kind geziegt wurde,so ist die realität nicht,habe noch kein kind gesehen was so freudestrahlend die medis nimmt.ich hatte das gefühl das war alles nur gestellt.

ich habe auch bei den bericht so gedacht:von wegen ruhigstellen,aber ich sage mich das es nicht so ist ich weiss aus welchen grund mein kind medis bekommt.
es tut mir nur leid für die verunsichterten eltern,die ritalin geben sollten.
und für unwissenden die keine ahnung von ads haben.

nochwas:mein mann sagte mir es wird erst dann ruhe einkehren wenn man ads mit einen einfachen gentest oder sonst einer medisinischen beweisskraft nach weissen kann,und nicht wie in bericht durch teuere aufwendige gehirnaufnahmen.

ich frage mich ,wo sind die ärzte die ads testen,vielleicht könnten die eine richtige und wahre gegendarstellung erwirken?

ich hoffe das ich nun nicht geteert und gefedert werde.

gruss mami-maus

Antworten:

hallo,

hier nochmals der link.
[www.swr.de]


von mami-maus - am 05.09.2001 07:09
Ich schicke gleich vorweg, dass ich die Sendung mangels Fernseher nicht gesehen habe.

>»Wie schnell sehen sie denn, ob ein Kind ADS hat oder
nicht?«

Mami-maus, wenn jemand nach 3 Minuten sieht, ob jemand ADS_hat, was ist das dann sonst, wenn nicht eine Diagnose? Es ist ja nicht von einem ADS-Verdacht die Rede!

Das Problem liegt ja weniger (bei den hypos mehr) in der Identifizuerung der Symptome, sondern im Ausschluss von anderen Ursachen!

>hier in forum wird doch auch immer nachen ärzten und pyschologen gefragt die sich damit auskennen und das auch in ordnung so,man geht ja auch nicht zum bäcker und fragt nach fleisch.

Der Bäcker wird dich zum Metzger schicken! Ohne dir Brot als Fleisch verkaufen zu wollen! Ein Arzt, der Spezialist für ADS-Diagnosen ist, sollte genauso verfahren - wenn er ADS ausschließt, dann sollte er eine Weiterempfehlung in eine andere Richtgung geben. Dann ist es ein seriöser Arzt. Es spricht nichts dagegen, sich an einen Fachmann zu wenden, klar, aber der sollte eben dann auch erkennen, wenn er nicht für zuständig ist.

>mein mann sagte mir es wird erst dann ruhe einkehren wenn man ads mit einen einfachen gentest oder sonst einer medisinischen beweisskraft nach weissen kann

Da stimme ich deinem Mann zu!

Wer kann bei mir mit Sicherheit sagen, ob ich ADS habe oder nicht? Ich habe 26 Jahre gebraucht so zu werden wie ich bin und habe weiß Gott genug Psychologen und Ärzte gesehen und Therapien gemacht. Aber niemand weiß mit Sicherheit, dass es ADS ist, das bei mir die Probleme auslöst, dazu habe ich eine viel zu lange familiäre Leidensgeschichte in der Kindheit hinter mir. Ich bin mir keineswegs immer meiner Diagnose sicher, wie könnte ich auch? 100% Diagnosen gibt es nicht, eben weil der medizinische Nachweis fehlt.

>ich hoffe das ich nun nicht geteert und gefedert werde.

Ach ne, da bekommt man immer so schmutzige Hände von, das lasse ich mal lieber. ;-)

von Pia - am 05.09.2001 07:49
Hallo,

das mit den 3 Minuten sehe ich ganz genauso wie du.
Habe mir den Bericht mit meiner Schwester angesehen (auch ihr Sohn hat ADS+H) und sie regte sich zunächst auch über diese Ärztin auf und nachdem ich sagte sie solle noch einmal darüber nachdenken war es auf einmal garnicht mehr so schlimm.

Das mit den Jungen der gefragt wurde...hmmm..naja was soll ein 5jähriger schön antworten auf so eine blöde Frage?
Hab ich die Grippe und muß bittere Pillen schlucken werde ich doch auch nicht gefragt ob ich die gerne nehme,oder? Also: Lennart hat lediglich eine "dumme" Antwort auf eine dumme Frage geben.
Zudem ist mir sowieso aufgefallen das der kleine Kerl ein wenig altklug wirkte, welches Kind sagt schon mit 5, mir geht es blendend? Kenne das von meinen Töchtern nur wenn sie sich ein wenig wichtig machen wollen *grins*.

Das Lennart die Medis braucht hat man doch eindeutig gemerkt. Es hilft ihm doch schließlich.

Ach, laßt euch doch alle nicht immer so runterziehen. Die Medien haben halt wieder ein neues gefundenes Fressen um Auflagen und Einschaltquoten hochzubringen. Vorher waren es,BSE dann die Kampfhunde und die Landeshundeverordnung, dann Maul und Klauenseuche, jetzt ADS und Rita und morgen kommt schon was der Kanzler für Unterhosen trägt ;-)

Ich denke, jeder der ADS Kinder, besonders die Hyperaktiven, jeden Tag,Stunde, Minute um sich hat, wird anderes darüber denken und sich anderweitig informieren und ganz bestimmt nicht über TV oder Presse.

Liebe Grüße Jessica

von Jessica - am 05.09.2001 07:50
Es ist mir neu dass man einem Kind das ADS ansieht.... Man kann sicher Symptome sehen die darauf hinweisen, man sieht aber nicht, und ganz sicher nicht nach 3 min einer Videoaufnahme, ob das Verhalten andere Ursachen hat.
Es kann durchaus sein dass diese Ärztin sorgfältig diagnostiziert mit allen Ausschlußdiagosen, Tests usw. Dann hat sie bei der Antwort möglicherweise einfach nur die falschen Worte gewählt. Möglicherweise.... wir wissen das aber nicht, ob sie es genau so meinte wie sie es sagte oder nicht. Wir können nur von dem ausgehen was sie gesagt hat. Oder natürlich darüber spekulieren was sie gemeint haben könnte.....

gipsy

von gipsy - am 05.09.2001 08:12
Morgen zusammen!Alle ziehen sich jetzt an der 3Minuten Ärztin hoch -verständlicherweise,aber könnte man nicht soweit gehen und unterstellen,das da auch ganz viel weggeschnitten wurde und somit vielleicht auch der Sensation wegen der evtl. Sinn verfälscht wurde???Ich glaube nicht,das es so richtig um die Aufklärung des ADHS ging,sondern hauptsächlich um Ärzte und Eltern die ihre Kids "abschiessen".(Deshalb ist ja auch die Drogentante zu Wort gekommen.Gruß Lu.

von Heike Lu - am 05.09.2001 08:16
Tja und da ist nun das Problem, wir wissen nciht mal was sie gefragt wurde und was nicht und in welchem Zusammenhang:-( Es ist nicht nur Papier geduldig, auch Bildmaterial und Mitschnitte:-(

GRuß
Petra

von Hexe - am 05.09.2001 09:36
Hallo!

Ich habe den Bericht auch mangels Fernseher nicht gesehen, aber dafür den Bericht gelesen.

Alle verwendeten Worte sind schon sehr polarisierend gewählt. ...Pillen schlucken ... Psychopharmaka ... ruhigstellen ...

Sicherlich wäre auch ich froh, wenn mir heute jemand sagen würde, Dein Kind hat kein ADS und ist nur unterfordert. Genauso froh wäre ich jedoch gewesen, wenn mir jemand vor 3 Jahren gesagt hätte, lass Dein Kind auf ADS untersuchen.

Hätten Lehrer die Chance mehr auf diese Kinder einzugehen und sie entsprechend zu fördern, kann ich mir gut vorstellen, dass viele von uns auf Medikamente verzichten würden.

Die Berichterstattungen fangen meiner ansicht nach zu spät an, nämlich dann, wenn bereits die Diagnose feststeht und Medikamente verabreicht werden. Dann ist es einfach zu sagen, dass Kind wird ruhig gestellt. Aber was war vorher ... nicht Minuten vor der Wirkung des Medikamentes sondern Jahre vor der Diagnose. Der Leidensweg eines Kindes bis zum Verdacht, es könnte ADS sein. Keiner zeigt die 6,7 und 8 jährigen, die ihre erste Selbstmordgedanken äussern. Da trifft die Aussage der "Vielverschreibenden" Ärzten schon zu, wegschauen wäre unterlassene Hilfeleistung.

PetraT

von PetraT - am 05.09.2001 10:22
Ich habe den Bericht auch gesehen und mich ziemlich darüber geärgert, weil ich find, dass dieses Thema viel zu oberflächlich behandelt wurde. Wenn man nun schon eine 3-Minuten-Ärztin vor die Kamera holt, dann hätte man auch noch einen sorgfältig diagnostizierenden Arzt zum Vergleich gegenüberstellen sollen. Es wurde auch keine einzige wirkliche Leidensgeschichte erzählt. Die Beispiele, die gebracht wurden, wirkten auf mich einfach nicht glaubwürdig, weil ich viele andere Beispiele z. B. aus unserer Elterninitiative kenne. Das Bild von der glücklichen Mami, die ihrem Kind das Tablettchen reicht, stimmt einfach so nicht.
Auf der einen Seite wird die (unverantworliche) Ärztin gezeigt, auf der anderen Seite gibts den Fachmann aus der Kinderpsychologischen Ambulanz, der auf der Stelle weiß, dass 8 von 10 Kindern kein ADS haben. Wie lange dauern denn seine Untersuchungen und vor allem - wie viele Kinder bekommt er denn zu Gesicht? Eine Blitzdiagnose jagt die nächste. Was ist mit Elterninitiativen? Die wurden noch nicht mal erwähnt. Fortbildungswillige Lehrer gibt's, die vom Kultusministerium im Stich gelassen werden. Was ist mit den Eltern, die von Lehrern im Stich gelassen werden und gegen die Abschiebung in die Sonderschule kämpfen? Denen bleibt noch nicht einmal die Zeit für einen solchen musterhaften Schulpsychologen, wie er dort gezeigt wurde. Ganz wichtig wäre auch gewesen, wenn man einmal beschrieben hätte, was Ritalin überhaupt ist - dass es eigentlich ein Stimulanzpräparat ist und für "Normalos" wohl eher zu den Aufputschmitteln gehört. Statt dessen wurde es als Wundermittel für alles dargestellt. Laut diesem Bericht hätte ich es als Nichtinformierter eher den Beruhigungsmitteln zugeordnet

Kurzum für mich passte der Bericht in das Bild, das im Moment so von Eltern gezeichnet wird. Vor einigen Monaten noch ging Deutschland unter, weil es keine Kinder mehr gibt - jetzt geht Deutschland unter, weil es Eltern gibt. (Wir vermitteln ja auch keine Werte mehr, wie unsere Kanzlergattin doch so forsch bemerkte). Der Bericht war einfach nicht objektiv und ich befürchte, dass er ein völlig falsches Bild von uns Eltern zeichnet, zumal man davon ausgehen muß, dass die meisten Fernsehzuschauer von der Thematik überhaupt nichts verstehen. Dadurch richtet der Bericht meiner Meinung nach mehr Schaden an, als er nützt.

Natürlich gibt es auch Eltern, die ihre Kinder überhaupt nicht oder nur ungenügend erziehen. Aber ich denke, dass die doch wohl in der Minderheit sind. Die Eltern, die ich kenne, geben sich mit ihren Kindern sehr viel Mühe.

Ich hoffe sehr, dass bessere und vor allem objektivere Berichte folgen

Claudia

von Claudia - am 05.09.2001 12:30
Hallo Pia

ich zitiere mal einen Abschnitt aus deiner Mail:

>>Ich schicke gleich vorweg, dass ich die Sendung mangels Fernseher nicht gesehen habe.

>»Wie schnell sehen sie denn, ob ein Kind ADS hat oder
nicht?«

Mami-maus, wenn jemand nach 3 Minuten sieht, ob jemand ADS_hat, was ist das dann sonst, wenn nicht eine Diagnose? Es ist ja nicht von einem ADS-Verdacht die Rede!>>

Zitat Ende

Das ist genau das Problem, von dem ich heute Morgen schon schrieb. Der impulsive ADS'ler hört 3 Stichworte, ihm fehlt zwar der Kontext, aber er hat eine Meinung, die er laut hinausposaunt.

Da du die Sendung nicht gesehen weißt du gar nicht, in welchem Kontext die Frage gestellt wurde. Und auch das zu wissen ist wichtig für die Beurteilung einer Situation.

Wie ich schon schrieb, die Frage wurde im Zusammenhang mit dem Betrachten der Videoaufnahmen gestellt. Bevor die Ärztin nun Videoaufnahmen betrachten kann ist zumindest eine Anamnese, eine Untersuchung und eine Beobachtung des Kindes vorausgegangen. Vor diesem Hintergrund schaut die Ärztin dann das Video an. Da ist es doch klar, bei all den voarausgegangen Untersuchungen, dass in diesem Kontext kein langes Hinschauen mehr nötig ist.

Es wäre wirklich schön, wenn ADS'ler lernen würden ihre Impulsivität so weit zu kontrollieren, dass sie nicht den ersten Gedanken, der sich ihnen aufdrängt hinausrufen, sondern erst mal innehalten könnten um nachzudenken und die Situation im Kontext abzuwägen.

Nur noch ein Beispiel zur Darstellung des Unsinns, der nicht nur hier und nicht nur anhand dieses Fernsehbeitrages stattfindet:

Man stelle sich vor, es soll ein kritischer Film über die Brustkrebsdiagnose gedreht werden. Es wird ein Arzt beim Anschauen eines Röntgenbildes angeschaut und dieser sagt, das sehe ich in drei Minuten, ob die Frau Brustkrebs hat. Welch eine Empörung ! - oder? Eben nicht - und warum? Weil diese leute erst mal nachdenken würden und sich überlegen würden, dass da wohl auch andere Untersuchungen stattgefunden haben müssen, auch wenn diese im Film weder gezeigt noch angesprochen wurden.

Weiterer Punkt: Habt ihr euch schon mal überlegt, dass Filme geschnitten werden? Und dass es abhängig ist von meiner Intension, welche Teile ich zeige? Und dass ich die Ausage eines Filmes mit dem selben Material auch dadurch beeinflussen kann, in welcher Reihenfolge ich das Material zusammenschneide.

Meint ihr etwa, all die gezeigten Leute hätten nur die 5 Sätze gesagt, die gezeigt wurden? Ich habe mal für eine Zeitung ein 3-stündiges Interviewgespräch geführt. Verwendet daraus wurden exakt 4 Sätze!!

Ich empfinde das schon als merkwürdig, wenn Leute, die selbst Medikamente nehmen sagen, bei meinem Arzt war das alles toll, aber guckt euch mal die anderen verantwortungslosen Ärzte an. Denkt ihr eigentlich: Hauptsache ich habe meine Diagnose und nach mir die Sinnflut.

Viele Grüße
Dagmar
Elterngruppe Frankfurt


von Dagmar - am 05.09.2001 14:42

Re: von wegen 3.minuten-diagnosse-sehen nach 3.min.an dagmar

hallo dagmar,

ich hatte mir den bericht noch abends um 23.50uhr angesehen.und ich war echt enttäuscht das es schon wieder so was zusammen geflicktest war.mir ist klar das berichte zurechtgeschnitten werden und dabei kann was gnz andres rauskommen.es gibt sender die machen das sehrgut,so das es keiner merkte.habe schon oft bei rtl sensationberichte gesehen wo man jeden schnitt merkte.

das so wie mit der mund-zu mund-erzählerei zuerst hat einer sich nur verletzt und bei letzten wo es ankommt ist er tot.

ich hatte mein posting heute morgen mit bei meiner psychologin und sie meinte ich hätte es gut geschrieben.

alas ich das heute morgen schrieb,hatte ich erst danach das posting von soja gelesen.ich wollte nur damit die ärztin verteidigen und ich habe das gefühl es hat mal wieder keiner verstanden was ich meine?
oder hast du mich verstanden?

gruss mami-maus

von mami-maus - am 05.09.2001 15:14
Hallo Dagmar,

ich müßte jetzt zu einem Arzt und mich diagnostizieren lassen;-)) , denn ich halte trotz deiner Argumente diese Aussage immer noch für "als Diagnose erscheinend".

Es ist doch so, das dieses Videoband im Hintergrund lief....die dazu gestellte Frage "woran sehen sie hier das ein Kind ADS hat" ...und die dazugehörige Antwort:
" Kopf aufstützen=müde und mit den BEinen wackeln..."
moniere ich nicht mal..weil sie eben zu einem langen bericht gehören könnten.

Die Frage die mit "3Minuten" beantwortet wurde gehörte aber anschenend ( nicht nur für mich) nicht zu dem Band...

Und darauf kommt es doch bei Berichten an, wie sie wirken und welche Wirkung sie haben.

Mein Vater jedenfalls, hat mich informiert das mein Kind bestimmt eines der Fehldiagnosen ist denn er zappelt nicht mit den beinen und stützt nicht oft den Kopf auf....und ist überhaupt ganz anders....

Ergo mache ich alles falsch und bin so leichtsinnig dem Kind ein solch gefährliches Betäubungsmittel zu geben...

Das der Ärztin Unrecht getan wurde, sehen wir ja aus Sonjas posting und das tut mir leid, der Fehler dazu liegt aber in der Hauptsache bei Report und nicht bei mir, Pia oder anderen....

Ach ja und auf einem Röntgenbild kann man einen Brustkrebs sehr wohl in 3Minuten betrachten:-( Wobei man dann über die Bezeichnung Krebs durchaus streiten könnte...denn die Bösartigkeit kann der Arzt in KEINEM Fall zu 100% beurteilen...nicht nach 3 Min. aber auch nicht nach 3 Stunden.

Und weil eben keiner der hier anwesenden ADSler denkt "nach mir die Sintflut" regen sie sich halt auch auf.

Denn nach diesem Bericht werden einige Ärzte mehr sich weigern ADS zu diagnostizieren, sie wollen schließlich nicht zu den Modekaspern und leichtsinnigen gehören.

Viele Grüße
Petra

von Hexe - am 05.09.2001 15:27

Re: @mami-maus

Hallo Mami-maus,

ich habe dich doch gar nicht gemeint :-))) Ich habe deinen Beitrag richtig verstanden und ich denke andere auch :-)))

Viele Grüße
Dagmar
Elterngruppe Frankfurt


von Dagmar - am 05.09.2001 15:36

Diagnose in 1 Sekunde, nicht war Beate:-)

Hallo gipsy,

laut Herrn Biegert gestern abend. kann man ein ADS Kind inerhalb von 1 Sekunde erkennen.
Situation
Kind sitz am Tisch...mit einem Gipyarm.
Herr Biegert: "Schauen Sie sich das Bild an... Sie können ab morgen ein ADHS Kind innerhalb einer Sekunder erkennen. Schauen Sie genau hin.Fast alle ADHS Kinder haben irgedwo einen Gipy."
Lachen:-)))
Stimmt´s nicht Beate :-))))))))
Grüße Uschi

von Uschi - am 05.09.2001 18:59
>Das ist genau das Problem, von dem ich heute Morgen schon schrieb. Der impulsive ADS'ler hört 3 Stichworte, ihm fehlt zwar der Kontext, aber er hat eine Meinung, die er laut hinausposaunt.<

Das stimmt. Ich habe die Sendung nicht gesehen, also hätte ich mich nicht dazu äußern sollen. Finde den Satz aber weiterhin irreführend.

>Wie ich schon schrieb, die Frage wurde im Zusammenhang mit dem Betrachten der Videoaufnahmen gestellt. Bevor die Ärztin nun Videoaufnahmen betrachten kann ist zumindest eine Anamnese, eine Untersuchung und eine Beobachtung des Kindes vorausgegangen. Vor diesem Hintergrund schaut die Ärztin dann das Video an. Da ist es doch klar, bei all den voarausgegangen Untersuchungen, dass in diesem Kontext kein langes Hinschauen mehr nötig ist.<

Nun, wenn dieser Zusammenhang so im Fernsehen zu sehen war, dann scheint der Bericht wohl doch nicht so einseitig gewesen zu sein. (Auch wenn ich den Satz immer noch irreführend finde.)

Solange wir uns im Klaren sind, dass eine 3-minütige Diagnose nicht okay wäre, eine ausführliche Diagnose, wie du sie beschrieben hast, schon, dann sind wir uns ja einig.

>Man stelle sich vor, es soll ein kritischer Film über die Brustkrebsdiagnose gedreht werden. Es wird ein Arzt beim Anschauen eines Röntgenbildes angeschaut und dieser sagt, das sehe ich in drei Minuten, ob die Frau Brustkrebs hat. Welch eine Empörung ! - oder? Eben nicht - und warum? Weil diese leute erst mal nachdenken würden und sich überlegen würden, dass da wohl auch andere Untersuchungen stattgefunden haben müssen, auch wenn diese im Film weder gezeigt noch angesprochen wurden.
<

Was die Leute denken, kann ich nicht beurteilen.

Das Beispiel passt nicht ganz, dafür sind die Krankheiten zu unterschiedlich. Ich kenne beides, Krebsdiagnose bei meinem Vater und ADS-Diagnose bei mir, da sind Welten dazwischen, was die Konsequenzen für die Betroffenen anbelangt als auch die Art der Diagnostik ...

Zum Fernsehen allgemein: ich habe keinen, weil er mir nicht wirklich etwas interessantes liefert, dazu gehört auch die Art der Darstellung und die unbegrenzte Auswahl an Manipulationsmöglichkeiten, das haben schon ganz andere Leute für sich genutzt.

>Ich empfinde das schon als merkwürdig, wenn Leute, die selbst Medikamente nehmen sagen, bei meinem Arzt war das alles toll, aber guckt euch mal die anderen verantwortungslosen Ärzte an. Denkt ihr eigentlich: Hauptsache ich habe meine Diagnose und nach mir die Sinnflut.<

Das musst du dann mit diesen Leuten diskutieren, ich habe so etwas nicht gesagt.

von Pia - am 06.09.2001 07:35
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