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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
steffi, Hexe, Simone A., Ingeborg, Astrid

hilfe!!! was macht ihr in solchen fällen?

Startbeitrag von steffi am 10.09.2001 05:50

guten morgen,
brauche mal euren rat. habe heute mit dem zwerg einen weiteren test bez. lsr (was ich aber bei ihm nicht glaube, da er "lediglich" flüchtigkeitsfehler macht). hätte ihn nach der 2. std. aus der schule abholen müssen. er hat morgens schon öfter geweint und wollte dort nicht hin. heute war es aber besonders schlimm. er hat angst vor seiner lehrerin bzw. davor, von ihr *wieder mal* vor der klasse bloss gestellt zu werden und auch grosse angst vor den kindern. ich hatte an anderer stelle schon einmal erwähnt, dass er bereits morgens an der bushaltestelle gehänselt und auch verhauen wird. das geht dann in der schule natürlich so weiter. es sind selbstverständlich nicht alle kinder, sondern meiste eine gruppe von 5 bis 7 kindern. ich weiss auch welche und habe bereits sowohl mit der lehrerin, als auch mit den eltern versucht zu sprechen. bekomme dann immer nur die antwort, dennis würde ständig anfangen, was aber definitiv nicht stimmt!
lange rede, kurzer sinn: ich habe ihn heute *ausnahmsweise* zu hause behalten. dies ist aber natürlich kein zustand, aber er war absolut nicht zu motivieren und liegt jetzt wieder im bett. er hat so bitterlich geweint und ist jetzt fix und fertig.
kennt ihr das auch und was habt ihr da gemacht?
ich bin ratlos und wäre für jede hilfe dankbar.
steffi

Antworten:

Hallo Steffi,

so richtig weiß ich auch keinen Rat. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, mit den Eltern zu reden, deren Kinder meine Tochter ärgern. Allerdings muss man da sicher gut überlegen, wie man sein Anliegen rüberbringt. Ich bin zunächst davon ausgegangen, dass es sich dabei um normale Eltern von normalen Kindern handelt, die natürlich nicht wissen, wie ihre Kinder sich in der Schule benehmen, wenn es ihnen keiner sagt. Daher habe ich mich bemüht, es nicht so rüberkommen zu lassen, als gäbe ich den Eltern die Schuld am Verhalten ihrer Kinder, so etwas vertragen wir ja auch schlecht, nicht wahr?
Dann wäre sicher gut, sich unter den Eltern Verbündete zu suchen. Vielleicht gibt es ja jemanden, der Dir sympathisch ist oder den Du schon länger kennst?
Dann fiele mir noch ein, eine Aufsicht für die Busfahrt zu organisieren, vielleicht finden diese Idee auch andere Eltern gut und Ihr könnnt so etwas durchsetzen. Ich finde es sowieso ziemlich unmöglich, dass schon Schulanfänger gänzlich unbeaufsichtigt mit dem Bus zur Schule fahren müssen.
Liebe Grüße,
Astrid

von Astrid - am 10.09.2001 06:07
Hallo Steffi,

ich hätte genauso gehandelt, den Streß muß er sich doch vorher nicht noch antun.

Bei uns sind all so "Sonderdinger" wie früher aus der Schule nehmen, sogar wegen Krankheit fehlen (tut er nur, wenn wirklich nichts mehr geht - aber wirklich nichts), ein großes Problem, das kann er hassen.
Sogar hinterher Entschuldigung abgeben ist dann schon schwer und öfter auch nicht möglich (finde ich dann irgendwo).

Zu dem Problem mit der Lehrerin ( weiß sie dass er Angst vor ihr hat?) und den Mitschülern habe ich nicht so den goldenen Tipp.

Meine eine Tochter hatte mal so ein Problem mit einer Lehrerin und als ich es der Lehrerin erzählte, fiel sie aus allen Wolken, dass die Tochter alles zu Hause erzählte ( auch Bloßstellung und andere Bemerkungen), die Lehrerin hielt u. Tochter für robust und nach dem Gespräch hat es schlagartig aufgehört.

Kopf hoch,
lieben Gruß
Inge

von Ingeborg - am 10.09.2001 06:14
Hallo Steffi

Das Problem mit den Kindern kennen wir auch.

Also, ich mache mir die Mühe und gehe jeden morgen mit zur Bushaltestelle.

Und selbst da hat einer der Mitschüler gegenüber der Lehrerin behauptet, er werde von unserem Sohn gezwungen, auf eine sehr hohe Mauer zu klettern in der Nähe der Bushaltestelle.
Ich habe dann sofort die Lehrerin angerufen und klargestellt, daß das nicht stimmt, ich bin ja jeden Morgen dabei.

Das Ärgern in der Schule bekamen wir durch einen glücklichen Zufall in den Griff.
Eine Mutter rief mich an und sagte, daß ihr Kind schon über längere Zeit berichtet, daß unser Sohn von bestimmten Kindern sehr geärgert wird. Sie machte eine Notiz für die Lehrerin, die die Sache im Unterricht klärte. Zudem bildete sich von ganz alleine eine "Schutztruppe", die unseren Sohn vor Übergriffen schütze.

Das war sogar Thema auf dem Elternabend.

Jetzt ist einigermaßen Ruhe. Es ist immer besser, wenn sich andere Eltern oder Kinder einsetzen. Beschwert sich die eigene Mutter, kommt das immer so gluckenhaft an, oft wird einem nicht geglaubt.

Versuche, so viel wie möglich "anwesend" zu sein, sei es in den Pausen oder nach Schulschluß. Ich weiß, es ist sehr anstrengend und nervig, aber man kann Vorkommnisse dann gleich mit der Lehrerin klären.


Es gibt mit Sicherheit Kinder, die mit Deinem Sohn Mitleid haben, sich aber nicht trauen, sich für ihn einzusetzen. Sprich es beim nächsten Elternabend an, auch wenn es schwer fällt.

Alles Gute, Simone A.

von Simone A. - am 10.09.2001 07:18
hallo,
danke für eure antworten. es "beruhigt" ein wenig, nicht allein dazustehen und zu wissen, das andere die gleichen probs haben. einiges konnte ich mir aus euren postings auch schon für mich rausziehen.
steffi

von steffi - am 10.09.2001 10:07
Hi Steffi,

ich kenne solch eine Situation auch wenn auch aus anderen Gründen und ich habe den gleichen "Fehler" gemacht wie Du. Is nicht bös gemeint...aber damals von Stund an glaubte mei Sohn seine Probleme mit "fernbleiben" lösen zu können....den Rest macht schon Mama...und das ist bis heute so. ( ich spreche hier nicht von meinem ADS Kind- obwohl der große durchaus massivere Züge aufweist, aber er wird nicht getestet)

Gruß Petra

von Hexe - am 10.09.2001 10:35
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