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ADHS ADS Selbsthilfe
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9
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
mami-maus, Wilma

Drogenbeauftragte warnt

Startbeitrag von mami-maus am 12.09.2001 18:45

D R O G E N B E A U F T R A G T E W A R N T

„Vorsicht vor Arzneimitteln
für hyperaktive Kinder!“

Nach kritischen Stimmen aus dem
Bundesgesundheitsministerium meldet sich jetzt
auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung
zu Wort: Das Betäubungsmittel Methylphenidat (zu
finden in den Präparaten Ritalin oder Medikinet)
werde Kindern mit einem
Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom
(ADHS) zu häufig und in zu hohen Dosierungen
verschrieben.

Die Drogenbeauftragte der
Bundesregierung, Marion
Caspers-Merk, hat Ärzten
bei der Behandlung von
hyperaktiven Kindern mit
Medikamenten zur Vorsicht
geraten. Arzneimittel
sollten „nur nach
sorgfältiger Diagnose und
nur im Rahmen eines
umfassenden
medizinischen Behandlungskonzeptes“ eingesetzt
werden. Die Drogenbeauftragte äußerte sich am
Mittwoch in Berlin besorgt über die
Verbrauchsentwicklung des Betäubungsmittels
Methylphenidat (Die Präparate, die den Wirkstoff
enthalten, heißen Ritalin oder Medikinet), das
Kindern mit dem so genannten
Aufmerksamkeitssyndrom (ADS-Syndrom) oder
Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom
(ADHS) verschrieben wird.

Der Verbrauch dieses Mittels hat sich seit 1994 mehr
als verzehnfacht, allein im Jahr 2000 verdoppelte er
sich gegenüber dem Vorjahr. Dabei würden sich die
Hinweise häufen, dass Methylphenidat nicht immer
nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft
eingesetzt werde, so dass ein schädlicher
Missbrauch dieses hoch wirksamen Arzneimittels
nicht ausgeschlossen werden könne.

Auch das internationale Suchtstoff-Kontrollamt in
Wien hat auf dieses Problem aufmerksam gemacht.
Das Bundesgesundheitsministerium veranlasste
bereits im Mai 2001 erste Untersuchungen. Die
Ergebnisse sollen in der zweiten Hälfte des Jahres in
einem Expertengespräch bewertet werden.

Quelle: dpa



17.8.2001

Antworten:

Re: Zuviel Psycho-Pillen für hyperaktive Kinder!

G E S U N D H E I T S M I N I S T E R I U M

Zuviel Psycho-Pillen für
hyperaktive Kinder!

In Deutschland hat sich der Verbrauch von
Ritalin und vergleichbaren Präparaten zur
Behandlung des Aufmerksamkeits – Defizit –
Hyperaktivitäts – Syndrom (ADHS) seit 1994
etwa verzehnfacht. Das
Bundesgesundheitsministerium beobachtet
diese Entwicklung „mit Sorge“.


Ein Sprecher des Ministeriums sagte dem
„Hamburger Abendblatt“: „Wir nehmen die
Entwicklung sehr ernst.“ Von 1997 bis 2000 sei der
Verbrauch von Ritalin und vergleichbaren Präparaten
nach Feststellung der Bundesopiumstelle um etwa
270 Prozent gestiegen.

Das Gesundheitsministerium befand mit Sorge, dass
das Medikament im Einzelfall zu
leichtfertig verschrieben werde. Die obersten
Landesgesundheitsbehörden seien
aufgefordert worden, die Verbrauchsentwicklung zu
analysieren.

Ritalin und andere Medikamente mit ähnlicher
Zusammensetzung werden von Ärzten zur
Behandlung des so genannten Aufmerksamkeits –
Defizit – Hyperaktivitäts – Syndrom (ADHS)
verschrieben und unterliegen den Bestimmungen des
Betäubungsmittelgesetzes.

In Hamburg wird Ritalin nach dem Bericht des
Abendblatts offenbar besonders oft und schnell
verschrieben. Nach Berechnungen des
Landesverbandes Nord der Betriebskrankenkassen
(BKK) wird danach fast jedes dritte Ritalin-Rezept in
der Hansestadt ausgestellt. Bundesweit würden
jährlich 31 Millionen Psycho-Pillen wie Ritalin
geschluckt und zwar schon von Kindern ab drei
Jahren.

Quelle:dpa


11.8.2001



„Vorsicht vor Arzneimitteln für
hyperaktive Kinder!“


Zuviel Psycho-Pillen für hyperaktive
Kinder!


Zappelphilipp-Syndrom: Keine
Modediagnose


Den Zappelphilipp gibt es immer
häufiger


Möglichkeiten für Eltern


Wie können Eltern ihrem hyperaktiven
Kind helfen?


Weitere Informationen im Netz
Zur Behandlung hyperaktiver Kinder mit
Medikamenten lesen Sie bitte auch:
Die Wirksamkeit von Ritalin:
1.) die Kinder werden ruhiger, können sich
konzentrieren
2.) sie können ihre soziale Position (in der Schule,
Kita etc.) verbessern
3.) Ritalin wirkt innerhalb weniger Monate
www.hyperaktiv.de

Zu den Fragen, ob Ritalin Kinder drogenabhängig
machen kann und ob der Leistungsdruck unserer
Gesellschaft hyperaktive Kinder erzeugt:
www.ritalin-kritik.de

Expertenmeinungen zu Ritalin:
www.huepfkleckse.de
Auseinandersetzung um Ritalin von Novartis

von mami-maus - am 12.09.2001 18:47

Zappelphilipp-Syndrom:Keine Modediagnosse



H Y P E R A K T I V I T Ä T

Zappelphilipp-Syndrom:
Keine Modediagnose

In Deutschland haben etwa 320 000 Kinder
zwischen sechs und 16 Jahren das so genannte
Zappelphilipp-Syndrom. Der Berufsverband der
Kinder- und Jugendärzte betont, dass es sich
dabei nicht um ein Modesyndrom handelt.

Ein Drittel der betroffenen Kindern sei dringend
behandlungsbedürftig, teilte der Berufsverband am
Freitag bei einem Fachkongress in Karlsruhe mit.
Aufmerksamkeitsstörung mit und ohne Hyperaktivität
sei weltweit die häufigste kinderpsychiatrische
Diagnose.

Gute Erfolgschancen bei der Behandlung
Die Forschung der vergangenen zehn Jahre hat
Grundlegendes über die
„Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung“
(ADHS) ergeben: Es handelt sich um eine
Fehlfunktion im Hirnstoffwechsel, bei der bestimmte
Botenstoffe (Neurotransmitter) vermindert
vorhanden sind. ADHS kann schulmedizinisch
diagnostiziert und durch Stimulanzien wie etwa
Methylphenidat mit guten Erfolgschancen behandelt
werden. Derzeit erhalten nach Angaben des
Ärzteverbands 20 bis 25 Prozent der Betroffenen in
Deutschland Medikamente.

Keine Erscheinung der Neuzeit
Der Berufsverband betonte, dass das
Zappelphilipp-Syndrom keine Erscheinung der
modernen Zeit mit ihren zahrleichen
Reizüberflutungen sei. Vielmehr sei ADHS schon seit
Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt. Der
Zappelphilipp im Buch „Struwwelpeter“ beschreibe
ein Kind mit ADHS.

(Quelle: dpa)


08.06.01

von mami-maus - am 12.09.2001 18:49

Den Zappelphilipp gibt es immer häufiger





H Y P E R A K T I V E K I N D E R

Den Zappelphilipp gibt es
immer häufiger

Eine Menge Namen gibt es heute für Kinder, die
man früher ganz einfach „Zappelphilipp“
nannte. „Hyperaktiv“ sind sie heute, leiden
unter dem „hyperkinetischen Syndrom“
und/oder einem
„Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom“. Was
Angst macht: Es werden immer mehr. Woran
liegt das und wie lassen sie sich bändigen?

Die Geschichte vom Zappelphilipp kennt jeder. Sie
wurde schon 1847 von dem Arzt Heinrich Hoffmann
in die Geschichtensammlung des “Struwwelpeters“
aufgenommen. Es ist also nicht neu, dass Kinder
unruhig und zappelig sein können.

Wie Erwachsene haben Kinder unterschiedliche
Temperamente: Eines ist eher ruhig und besonnen,
ein anderes temperamentvoll, draufgängerisch, wild
und immer in Bewegung.
Bei jedem zwanzigsten Kind, schätzt Prof. Dr. Gerd
Lehmkuhl, Kinder- und Jugendpsychiater an der
Universität Köln, nimmt die Zappeligkeit jedoch ein
krankhaftes Ausmaß an: Die Kleinen – in der
Mehrzahl sind es Jungen – sind in ständiger Unruhe,
sie rennen herum, können nicht zum Stillsitzen
angehalten werden, springen auf, setzen sich,
wippen an der Stuhlkante, stoßen Dinge um, rempeln
andere an, zanken, nerven, nörgeln.
Für Kinder mit einem solchen Verhalten wurde vor
etwa 30 Jahren der Begriff “Hyperaktivität“ geprägt.
Der exakte medizinische Fachbegriff lautet
“Hyperkinetisches Syndrom“. Kennzeichnend für
diese Störung ist neben der extremen Unruhe die
Unfähigkeit der Kinder, sich zu konzentrieren und
über längere Zeit mit etwas zu beschäftigen. Für
beide Störungen hat sich auch der Begriff
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
(ADHS) eingebürgert.

„Schreikind“: oft der Beginn
Nicht selten zeigt sich eine Hyperaktivität erstmalig
dadurch, dass Babys stundenlang schreien und
durch nichts zu beruhigen sind. Häufig kommen
Schlaf- und Essstörungen hinzu. Später im
Kindergarten haben die kleinen Zappler große
Probleme, sich in die Gruppe zu integrieren, sie
geraten ständig in Konflikte mit Kameraden und
Erziehern.
Einige Wissenschaftler sagen, dass bei hyperaktiven
Kindern eine Entwicklungsverzögerung vorliegt, die
sich auch noch in anderen Bereichen bemerkbar
macht. Viele lernen erst spät sprechen oder bleiben
in ihrem Sprachverständnis hinter den Gleichaltrigen
zurück.

Dabei können die Kinder zunächst auch durch
motorische Ungeschicklichkeit auffallen: Sie stolpern
oft, werfen häufig etwas um, haben
Schwierigkeiten, mit Gegenständen wie Schere,
Bauklötzen, Bleistiften umzugehen, oder Probleme
beim Anziehen. Den Eltern wird oft zum ersten Mal
bewusst, dass mit ihrem Kind etwas nicht in
Ordnung ist, wenn dieses viel kaputt macht, Dinge
scheinbar sinnlos zerstört (zum Beispiel
Bauklotztürme oder Puzzlespiele) oder aggressiv
wirkt.

Hinter solchen “Ausbrüchen“ verbirgt sich bei den
Kindern oft eine Art Selbsterkenntnis: Sie bemerken
ihre mangelnden Fähigkeiten, und wenn sie eine
bestimmte Vorstellung haben, wie beispielsweise ihr
“Schloss“ aus Bausteinen aussehen soll, dieses aber
nicht in die Realität umsetzen können, reagieren sie
zornig, verzweifelt und mit Zerstörungswut.

Hyperaktiv, weil wahrnehmungsgestört?
Dem typischen Zappelphilipp fehlt, so die
Expertenmeinung, die Fähigkeit, Reize zu filtern und
entsprechend zu verarbeiten. Sie werden sozusagen
von Eindrücken überflutet. Ihr Gehirn hat nicht die
Möglichkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu
unterscheiden, so dass die überwältigende
Gesamtheit aller Eindrücke das zentrale
Nervensystem bombardiert – und stark überfordert.
Diese Reizüberflutung und mangelnde Fähigkeit,
Sinneseindrücke in geordneter Weise aufzunehmen,
scheint eine zentrale Ursache des “Hyperkinetischen
Syndroms“ zu sein.

Auch die Körperwahrnehmung ist bei den Kindern
häufiger gestört. Eine intakte Wahrnehmung seines
eigenen Körpers bildet die Grundlage für viele
motorische Fertigkeiten. Im Gehirn liegt dann “ein
Bild“ des gesamten Körpers vor, vergleichbar mit
einer Landkarte. Ein Kind, bei dem dieses Bild
komplett ist, kann zum Beispiel mit geschlossenen
Augen sagen, wo es berührt wird, wenn man ihm
etwa über den Arm oder das Bein streicht. Es lernt
auch beim Anziehen, seinen Körper sinnvoll in
Beziehung zum Kleidungsstück zu setzen, also mit
den Armen in die Ärmel zu schlüpfen. Ein Kind mit
einer gestörten Körperwahrnehmung kann eine
Berührung dagegen nur sehr ungenau angeben, das
Anziehen fällt ihm oft schwer. Letztendlich ist auch
die Feinmotorik gestört, das heißt, die Probleme mit
der sensorischen Wahrnehmung wirken sich auch auf
die Fähigkeit aus, mit Werkzeugen umzugehen. Für
die Kinder ist es schwierig, eine feine und gezielte
Bewegung wie das Schreiben von Buchstaben
auszuführen.




10.8.2001



„Vorsicht vor Arzneimitteln für
hyperaktive Kinder!“


Zuviel Psycho-Pillen für hyperaktive
Kinder!


Zappelphilipp-Syndrom: Keine
Modediagnose


Den Zappelphilipp gibt es immer
häufiger


Möglichkeiten für Eltern


Wie können Eltern ihrem hyperaktiven
Kind helfen?


Weitere Informationen im Netz
Zur Behandlung hyperaktiver Kinder mit
Medikamenten lesen Sie bitte auch:
Die Wirksamkeit von Ritalin:
1.) die Kinder werden ruhiger, können sich
konzentrieren
2.) sie können ihre soziale Position (in der Schule,
Kita etc.) verbessern
3.) Ritalin wirkt innerhalb weniger Monate
www.hyperaktiv.de

Zu den Fragen, ob Ritalin Kinder drogenabhängig
machen kann und ob der Leistungsdruck unserer
Gesellschaft hyperaktive Kinder erzeugt:
www.ritalin-kritik.de

Expertenmeinungen zu Ritalin:
www.huepfkleckse.de
Auseinandersetzung um Ritalin von Novartis

von mami-maus - am 12.09.2001 18:51

Möglichkeiten für Eltern

H Y P E R A K T I V E K I N D E R

Möglichkeiten für Eltern

Nach Meinung von Experten kann der elterliche
Einfluss neben Medikamenten und einer
Verhaltenstherapie hyperaktiven Kindern
helfen. Welche Ratschläge können wir Ihnen
nun mit auf den Weg geben?

Eltern können viel für ihre hyperaktiven Kinder
tun. Das sagte Prof. Waltraut Kruse von der
Universitätsklinik der RWTH Aachen beim 50.
Deutschen Ärztekongress am Freitag in Berlin.
Neben Medikamenten und einer Verhaltenstherapie
sei die Schulung der Eltern dringend geboten, um die
wachsende Zahl der Kinder mit schwerwiegenden
Aufmerksamkeitsstörungen (ADS) und Hyperaktivität
zu behandeln. Besonders Jungen seien von
Hyperaktivität betroffen.

»Beide Verhaltensstörungen werden heute eher
diagnostiziert als früher«, sagte Kruse. Teilweise
komme es allerdings auch zu Überdiagnosen, sehr
lebendige Kinder würden fälschlich als hyperaktiv
eingestuft. Zugleich würden ADS nicht selten
übersehen oder die Symptome anderen
Störungsbildern zugerechnet, warnte Psychologe
Michael Simons von der Universitätsklinik der RWTH
Aachen. Auffällige
Kinder sollten auch auf Intelligenz und Motorik
getestet werden, um eine genaue Diagnose stellen
zu können, sagte Kruse.

Eltern sollten vor allem Unruhe und
Unaufmerksamkeit ihrer Kinder nicht als Bösartigkeit
auslegen, sagte Kruse. Stattdessen sollten sie klare
Anweisungen geben, nachfragen und direkt loben –
ohne mit Doppeldeutigkeit auf andere Gelegenheiten
zu verweisen. »,Gut gemacht – ausnahmsweise‘ ist
das falsche Lob«, sagte Kruse. Außerdem sollten
Eltern unbedingt mit ihren zappeligen oder
teilnahmslosen Sprösslingen kurze konzentrierte
Spielpausen einlegen und sie nicht
vor dem Fernseher sich selbst überlassen.

Die zusätzliche Behandlung von Überaktivität mit
Medikamenten wie Ritalin führe nicht zu späterer
Abhängigkeit, sagte Kruse. Dies sei in vielen
übergreifenden Studien bewiesen worden. Der
dreitägige Ärztekongress ging am Freitag zu Ende.
An ihm nahmen rund 4000 Ärzte und etwa 170
Dozenten teil.



dpa, 11.Mai 2001

von mami-maus - am 12.09.2001 18:52

Wie Eltern ihren hyperaktiven Kind helfen?



A U F M E R K S A M K E I T S - D E F I Z I T - S Y N D R O M
( A D S )

Wie können Eltern ihrem
hyperaktiven Kind helfen?

Ein hyperaktives Kind ist für Eltern eine große
Belastung, sind sie doch oft hilflos den
überschießenden Reaktionen ausgesetzt und
durch den “Terror“ in der Familie mit den
Nerven am Ende. Was können Sie tun?

Worte können das Gehirn nicht ordnen
Konflikte sind dann erst recht vorprogrammiert,
wenn die Eltern aus ihrer Ohnmacht heraus
anfangen, das Kind zu tadeln und oder gar zu
bestrafen. Worte wie “nun streng dich doch mal an“
oder “konzentriere dich endlich“ erreichen dann oft
genau das Gegenteil, das Kind wird noch zappeliger,
weil es dem Wunsch der Eltern zwar entsprechen
möchte, es aber nicht kann. Wie also können Eltern
ihrem hyperaktiven Kind helfen?

Die richtige Diagnose stellen lassen
Wichtig ist, dass ein Arzt feststellt, ob es sich
überhaupt um ein hyperkinetisches Syndrom
handelt. Wenn der Bewegungsdrang nicht von einer
Konzentrationsschwäche begleitet ist, dann macht
das ein hyperkinetisches Syndrom unwahrscheinlich.
Ist die Diagnose gesichert, können verschiedene
Maßnahmen versucht werden, die sich in anderen
Fällen bewährt haben. Bei manchen Kindern führt ein
Verzicht auf industriell gefertigte Nahrungsmittel zu
einer Besserung. In allen Fällen kann man
versuchen, durch Weglassen bestimmter
Nahrungsmittel eine Besserung herbeizuführen. Eine
solche „Suchdiät“ sollte aber in Absprache mit dem
Arzt erfolgen, da andernfalls die Gefahr einer
Mangelernährung durch eine Vielzahl weggelassener
Nahrungsmittel besteht. Die Maßnahme führt
keineswegs immer zum Erfolg, und es gibt auch
keinen Beweis, dass sich hinter dem
hyperkinetischen Syndrom grundsätzlich eine Allergie
oder eine ähnliche Unverträglichkeitsreaktion
verbirgt.

Vorgaben machen, Stärken fördern
Wenn Ihr Kind an ADS leidet, gibt es drei Wege der
Hilfe.

Fast immer erforderlich ist eine
Verhaltenstherapie durch einen Arzt oder
Psychologen. Dort lernt das Kind,
Steuerungsverhalten aufzubauen und sich
selbst zu kontrollieren.

Aber auch die Eltern müssen sich meistens
ändern: Eltern sollten ihr Kind in seinen
positiven Eigenschaften bestärken: „Viele
Kinder mit ADS sind sehr kreativ und besitzen
einen starken Gerechtigkeitssinn“, berichtet
Irene Braun, Vorsitzende der
Selbsthilfeorganisation „Bundesverband
Aufmerksamkeitsstörung/Hyperaktivität“.
Manchmal bringt eine Psychotherapie, in die
auch die Eltern eingebunden werden, den
Durchbruch.

Der dritte Behandlungsbaustein ist eine
medikamentöse Therapie mit
Psychostimulanzien, z.B. Ritalin. „Diese
Substanzen setzen an der neurobiologischen
Störung im Gehirn an. Psychostimulanzien
helfen den Kindern sehr rasch“, beschreibt
Prof. Dr. Gerd Lehmkuhl, Kinder- und
Jugendpsychiater an der Universität Köln, den
Vorteil, fügt aber hinzu: „Allein die Tabletten
genügen nicht. Die Kinder benötigen auch
soziale und verhaltenstherapeutische Hilfe.“
Erstaunlich ist hierbei, dass die verwendeten
Wirkstoffe bei gesunden Erwachsenen einen
aufputschenden Effekt haben, während sie bei
den hyperkinetischen Kindern die Aktivität
eher bremsen. Es ist umstritten, wie diese
paradoxe Wirkung zustande kommt. Und: Nicht
bei allen Kindern sind diese Medikamente
wirksam. Daneben werden auch noch andere
Medikamente eingesetzt, die einen Einfluss auf
die Psyche des Kindes haben. Grundsätzlich
sollte eine Arzneimitteltherapie nur erfahrenen
Ärzten überlassen bleiben.







10.8.2001



„Vorsicht vor Arzneimitteln für
hyperaktive Kinder!“


Zuviel Psycho-Pillen für hyperaktive
Kinder!


Zappelphilipp-Syndrom: Keine
Modediagnose


Den Zappelphilipp gibt es immer
häufiger


Möglichkeiten für Eltern


Wie können Eltern ihrem hyperaktiven
Kind helfen?


Weitere Informationen im Netz
Zur Behandlung hyperaktiver Kinder mit
Medikamenten lesen Sie bitte auch:
Die Wirksamkeit von Ritalin:
1.) die Kinder werden ruhiger, können sich
konzentrieren
2.) sie können ihre soziale Position (in der Schule,
Kita etc.) verbessern
3.) Ritalin wirkt innerhalb weniger Monate
www.hyperaktiv.de

Zu den Fragen, ob Ritalin Kinder drogenabhängig
machen kann und ob der Leistungsdruck unserer
Gesellschaft hyperaktive Kinder erzeugt:
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Expertenmeinungen zu Ritalin:
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Auseinandersetzung um Ritalin von Novartis

von mami-maus - am 12.09.2001 18:54

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von mami-maus - am 12.09.2001 18:56
Hallo Mami-Maus,
danke für Deine Mühe! Das sind wichtige Informationen.
Lieben Gruß
Wilma

von Wilma - am 12.09.2001 20:08
hallo wilma,
bitte gerne geschehn.

gruss

internet-maus

von mami-maus - am 12.09.2001 20:10
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