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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Gaby, Heidi S., Dagmar, Wilma

Niedrigere Dosis

Startbeitrag von Gaby am 21.09.2001 06:40

Wer kann mie helfen?
Ab Montag soll ich runterfahren,wie mein Arzt so schön sagt.
Also wie folgt: morgens statt einer 1/1Medikinet nur noch eine halbe und eine SR
und Mittags auch noch eine halbe.
Unser Sohn bekam bisher morgens und Mittags bei 55kg Gewicht diese Menge.Unser Doch will bis zu den Osterferien ganz ausschleichen.Wer hat Erfahrungen? Bitte melden
Dank in vorraus
Gaby

Antworten:

Hallo Gaby,
weshalb will der Dok bis zu den Osterferien ausschleichen. Soll dein Sohn keine Medis mehr erhalten? Du hast leider nicht geschrieben wie alt dein Sohn ist. Vom Gewicht her schätze ich, dass er bald oder bereits in der Pubertät ist.

Ich habe seit Jahren festgestellt, dass eine Reduzierung bzw. Medikamentenpause meinen 2 ADSlern (14 u. 15 Jahre) überhaupt nicht gut, meistens folgt danach eine mittlere bis größere Katastrophe.

Vielleicht kannst du damit etwas anfangen!

Herzliche Grüße
Heidi. S.

von Heidi S. - am 21.09.2001 07:23
Danke es stimmt ,hab total vergessen wie alt er ist .Er ist 12 J.und wird seid 2 Jahren therapiert. Unser Doc meint er hätte gute Erfahrungen gemacht wenn,man nach zwei Jahren beginnt auszuschleichen.

von Gaby - am 21.09.2001 08:05
Hallo Gaby,
mit Beginn der Pubertät die Medikation abzusetzen, ist eine äußerst riskante Angelegenheit. Ist Dein Sohn denn sozial absolut integriert? Hat er ausschließlich Freunde, die nicht zu irgendwelchen Randgruppen tendieren? Ist er in der Schule durchweg gut? Hat er Hobbies? Neigt er überhaupt nicht zu Suchtverhalten - und sei es auch "nur" der Computer oder das Fernsehen? Hat er keinerlei sekundäre Störungen wie einer Neigung zu Depressionen, Angst oder Wutanfällen? Hat er keinerlei kicksuchendes Verhalten? Liegt bei ihm keine erhöhte Unfallgefahr vor?
Mich irritiert, daß er einerseits zwei Jahre lang auf eine ziemlich hohe Dosis eingestellt war und ausgerechnet in der schwierigen Zeit der Pubertät nun plötzlich kein Medikament mehr erhalten soll.
Wenn Du ein bißchen mehr über Deinen Sohn erzählst, kann die Antwort etwas genauer ausfallen.
Viele Grüße
Wilma

von Wilma - am 21.09.2001 08:40
Hallo Gabi,
will der Doc Euch unglücklich machen? Schon mit Medikamenten ist die Pubertät schwierig.

Hast du das Buch "Hyperaktive Jugendliche von Cordula Neuhaus gelesen? Viele Sachen, die dort beschrieben sind trafen und treffen auf meine
2 ADS-Pubies zu.

Außerdem ist es auch so, dass zwischen dem 14. - 15. Lebensjahr manchmal überhaupt nichts geht.

Ich will dir nicht Angst machen, aber ich kann dir nur von Herzen empfehlen, lies bitte dieses Buch.

Glaube mir, wir haben einige schlimme Situationen erlebt und ohne Hilfe der Ärztin und des Psychotherapeuten würde es uns dabei ziemlich schlecht gehen.

Gruß Heidi

von Heidi S. - am 21.09.2001 16:24
Hallo Gaby,

was Wilma schreibt, will ich absolut unterstützen. Die Pubertät mit einem ADS'ler ist ziemlich hart. Sie nabeln sich ab und wenn sie ohne Medikation sich selbst stimulieren müssen, dann bleibt sensation-seeking und Alkohol sowie Hasch.

Vielleicht stammt die Meinung deines Arztes noch aus der Info, dass sich ADS in der Pubertät auswächst. Leihe ihm doch mal das Buch über Jugendliche von Cordula Neuhaus aus.

Nach der Pubertät brauchen einige Jugendlich wirklich weniger. Da sie aber zu diesem zeitpunkt das Medikament ohnehin nicht mehr so gerne nehmen, lassen sie es eh soweit wie möglich weg. Sie schleichen es von ganz alleine aus und zwar dann, wenn sie merken, dass es auch ohne geht.

Viele Grüße
Dagmar
Elterngruppe Frankfurt


von Dagmar - am 21.09.2001 20:19
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