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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ela, Wilma, Dagmar, Kirsten, Anja, Rhoa

DIAGNOSE - und die Suche geht weiter......(lang)

Startbeitrag von Ela am 26.09.2001 13:55

Hallo zusammen,

heute war also der „große“ Tag. Mein Gott, war das ein Tiefschlag in die Magengrube........

Beide – Ärztin und Psych. – haben uns ganz klar gesagt, dass Daniel große Konzentrationsschwierigkeiten hat. Und auch Probleme, damit klarzukommen. Da er aber in der Klinik so gut und trotz „Hindernisse“ (nachzulesen in abra´s Forum unter Diagnosestellung) seine Hausaufgaben gemacht hat und die Tests soweit alle im normalen Bereich sind, würden beide bei Daniel nicht von ADS sprechen.
Seine auffälligen Schwierigkeiten – nicht zuhören, nicht sitzen bleiben, sich von jedem Geräusch ablenken lassen, mitten im Diagnosegespräch aufstehen und etwas anderes tun wollen, nachfragen „was war denn?“ – müssen therapiert werden. Daniel kann sich ja ganz klar konzentrieren und man will auch helfen. Aber lt. Psychologe aufgrund dessen auf GAR keinen Fall mit Medikamentengabe. Daniel hat ja ganz klar seine Möglichkeiten bewiesen. Beide haben sich das Video angesehen, dass wir von Daniel´s Hausies gemacht haben. Daniel war da wie immer – 1,5 Std. trödeln, etwas anderes machen, träumen, usw. Dieses wurde ausgelegt, dass Daniel sich ganz klar und bewusst ablenkt, um dann hinterher zu glauben, dass er trotz langen Sitzen doch zu nichts kommt. Warum also etwas ändern? (es war so viel, ich kann alles gar nicht aufzählen)

Das Angebot für uns als Familie bestand letztendlich darin, Daniel in die Tagesambulanz der KJP aufzunehmen und direkt vor Ort zu therapieren. Dies würde mindestens für einen Zeitraum von 8-10 Wochen gelten (Wir wohnen 45 km pro Weg entfernt). Nach gründlichster Absprache mit den Therapeuten könnte man eveeeeentuell – besser aber gar nicht – Medis ausprobieren.
Die Wartezeit beträgt zwischen 5 und 6 Monaten. Wir sollen uns besprechen und dann Bescheid sagen, ob wir dann auf die Warteliste möchten oder nicht. In der Zwischenzeit rät man uns, die Hausies von einer 3. Person – mindestens 3-4 mal die Woche – besprechen und kontrollieren zu lassen. Guter Witz – nächster Witz (mir ist gar nicht nach Lachen).

FAZIT: Laut KJP macht Daniel uns also bewusst etwas vor ( Zitat:„Wenn er will, kann er doch......" ). Er kann sich konzentrieren – hat er ja bewiesen. Man muß ihm halt nur zeigen wie man sich konzentriert, sowohl zu Hause als auch in der Schule.

Ich glaube, ich spinne................... Ich merke doch, ob er mir etwas vorspielt oder WIRKLICH NICHT KANN.

Die Suche geht also weiter ............................................wisst Ihr eine gute Praxis im Raum 46...? Ich will eine weitere Meinung. Diese kann ich so nicht akzeptieren.

Mit Tagesklinik in der KJP sind wir nicht einverstanden. So lange Zeit aus der vertrauten Klasse heraus, die Sportvereine, die Freunde.......... Wie stellen die Leute sich das denn vor, wie sich das Kind fühlt. Daniel saß heute bereits wie ein Deliquent auf seinem Stuhl und wusste kaum, was er sagen sollte.

Ich bin mir sicher, dass eine weitere Meinung das Richtige für uns ist – vor allem für Daniel.

Traurige Grüße

Ela

P.S.: Jetzt sitzt Männe mit Kind bei den Hausies............................was sagt die Uhr? Uuuuups, schon wieder eine ¾ Stunde für 4 Fragen und Antworten um und noch nicht fertig???????

Antworten:





Hallo Ela,


ich versteh deine Gefühle sehr gut ........... fühl Dich umarmt und gedrückt, es tut weh einen persönlichen Tiefschlag zu erleben......


Die Fahrsituation zur Klinik finde ich für Euch alle unzumutbar........wennn ich mich richtig erinnere wart ihr in Datteln..........


Wenn Du magst, mail mich an, ich kann Dir dann von der Essener Klinik erzählen oder wir telefonieren, wenn du magst.......

weiter unten ist auch von Herdecke gepostet, vielleicht wäre das auch ein Tipp zur zweiten Meinung??


Liebe Grüße

Rhoa

von Rhoa - am 26.09.2001 14:08
Hallo Ela,
hat der Psychologe noch nie gehört, daß es in der 1:1-Situation für ADHS-Kinder durchaus möglich ist, sich zu konzentrieren (Hyperfokus)? Und daß ADHS-Kinder in einer neuen, spannenden Umgebung völlig anders reagieren als zu Hause?
Laß Dich nicht irritieren. Ich stimme Dir zu, daß Du eine zweite Meinung braucht. Hoffentlich kann Dir jemand einen kompetenten Arzt nennen. Ich kenne nur einen aus dem PLZ-Bereich 45. Wenn Du den willst, mail mich einfach an.
Nicht unterkriegen lassen!
Herzliche Grüße
Wilma

von Wilma - am 26.09.2001 14:10
Hallo Ela,
hat der Psychologe noch nie gehört, daß es in der 1:1-Situation für ADHS-Kinder durchaus möglich ist, sich zu konzentrieren (Hyperfokus)? Und daß ADHS-Kinder in einer neuen, spannenden Umgebung völlig anders reagieren als zu Hause?
Laß Dich nicht irritieren. Ich stimme Dir zu, daß Du eine zweite Meinung braucht. Hoffentlich kann Dir jemand einen kompetenten Arzt nennen. Ich kenne nur einen aus dem PLZ-Bereich 45. Wenn Du den willst, mail mich einfach an.
Nicht unterkriegen lassen!
Herzliche Grüße
Wilma

von Wilma - am 26.09.2001 14:10
Hallo Ela
Bei welchen Ärzten bist du gewessen ?------ HTZ --------
Die wollen nämlich nichts davon wissen( Ads )
Habe da auch schon meine Erfahrung damit gemacht, wenn es nach denen gegangen wär und ich mir nicht selbst geholfen hätte, würde es meinem Sohn Dennis heute noch nicht gut gehen .

von Anja - am 26.09.2001 14:23

Re: an alle, die "gemehlt" haben

Hallo zusammen,

ich danke Euch allen für Eure sehr lieben Worte und auch für die Addressen, die Ihr mit habt zukommen lassen.

Viele Grüße

Ela

von Ela - am 26.09.2001 19:38
Hallo,

das ist ja wieder so ein Fall, wo anscheinend du als Mutter unbedingt willst, daß dein Kind ADS hat und Medikamente bekommt.
Nur zu, du wirst sicher nach einigem Suchen einen Arzt finden, der dir das bestätigt und dann auch die ersehnte Medizin verschreibt.
Ob es allerdings für das Kind nicht besser wäre, andere Therapieformen zu suchen, die Therapieempfehlung anzunehmen, das scheint keine Überlegung zu sein.
Die Presseberichte stimmen wohl doch, wonach in allererster Linie die Eltern mit Medikamenten ihre Kinder pflegeleicht machen wollen.
Und Ärzte sind für dich/euch nur dann gut, wenn sie brav die von den Eltern schon vorab gestellte Diagnose bestätigen.

Arme Kinder, kann ich da nur sagen.

MfG Kirsten

von Kirsten - am 26.09.2001 20:41
Ach Kirsten,

langsam werden deine stereotypen Vorurteile langweilig.

Ela schrieb in ihrem Posting *nirgendwo*, dass sie möchte, dass ihr Kind Medikamente bekommt. Wie kommst du dann zu deinem Satz: >>und dann auch die ersehnte Medizin verschreibt.>>??

Ich schrieb es vor ein paar Tagen an eine andere (??) ADS-Gegnerin. Hier wird der Eintrag einer Mutter doch nur als Folie dazu benutzt, die eigenen Vorurteile und Statements loszuwerden. Das ist schon sehr durchsichtig.

Du hast in diesem Forum noch *nie* etwas von dir erzählt. Den Fragen nach deinem beruflichen Hintergrund, bzw. eigener betroffener Kinder bist du bisher immer durch Angriffe auf die fragende Person ausgewichen.

Du würdest wesentlich seriöser erscheinen, wenn du mal etwas über dich persönlich erzählst, Eltern mehr bei der Bewältigung ihres Alltags unterstützen würdest (das sind über 2/3 der Anfragen) oder mal Tipps zu den Schulfragen abgeben würdest.

Die einzigen Kommentare, die von dir kommen, beziehen sich auf das Infragestellen der Diagnose und der Medikation. Wirkliche Kompetenz zeichnet sich aber durch die Alltagsunterstützung aus, denn hier würde sich zeigen, ob deine Theorien und Ansätze auch tragen. Warum scheust du diese Überprüfung?? Sollte dein Theoriegebäude wohl doch nicht tragend sein??

Es ist leicht gegen etwas zu opponieren. Das machen schon 3-jährige in der Trotzphase. Das Erwachsenwerden zeichnet sich dadurch aus, dass zusätzlich zur Gegenrede, tragende und zu überprüfende Alternativen angeführt werden. Es wäre schön, wenn von dir nicht nur Gegenrede zu 2 Themen käme, sondern du auch einmal Alternativen zu den vielen vielen Themenbereichen, die hier ständig besprochen werden, anbieten, bzw. vorstellen würdest.

Eine ernstzunehmende Unterhaltung/Diskussion mit einem Menschen in der Gegenrede-/Trotzphase ist nicht möglich. Dies geht erst, wenn dieser Mensch in der Lage ist einen Positionswechsel zu betreiben und Alternativen zu entwickeln.

Ich warte gespannt auf deine Vorschläge zu den vielen Alltags- und Erziehungsfragen in diesem Elternaustauschforum.

Viele Grüße
Dagmar
Elterngruppe Frankfurt


von Dagmar - am 26.09.2001 22:20
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