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Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Jessica, Dagmar, Hexe, Susi, Doris

Offene Fragen und Ängste meinerseits

Startbeitrag von Jessica am 03.10.2001 16:22

Hallo @ll (heute hab ich vieles auf dem Herzen *g*)

nun, wie fange ich an? Ich probiers einfach mal :-)

Also, da ich mich nun endlich durchgerungen habe meine Tochter und auch mich testen zu lassen, kommen verstärkt neue Fragen und Ängste auf die mich stark verunsichern.

Ich selbst bin sehr chaotisch und unordentlich. Nun frage ich mich logischerweise wie ich es schaffen soll meiner Tochter Ordnung beizubringen wenn ich es selbst nicht auf die Reihe bekomme.

Ich habe vor einiger Zeit angefangen mir Tagespläne zu erstellen wobei als wichtig gekennzeichnetes sofort erledigt wurde und nicht so wichtiges halt mit auf den nächsten Tagesplan kam.

Das klappte auch sehr gut bis...ich krank wurde und eine Woche lang außer Gefecht gesetzt war.

Nun hängt der halb erledigte Plan noch immer und ich habe bisher nicht einen einzigen Punkt erledigt obwohl ich längst schon wieder fit bin :-(

Ich bin einfach träge und komme nicht in die Puschen obwohl ich es so gerne schaffen möchte. Ich möchte auch mal eine aufgeräumte Wohnung haben wo jederzeit Besuch empfangen werden könnte, aber ich weiß absolut nicht wie ich es anstellen soll.

Pläne erstellen ist eine Kleinigkeit für mich aber sie auch einzuhalten eben nicht. Auch wenn ich sie so plaziere das man sie einfach sehen muß (in diesem Fall an der Kühlschranktür) schaue ich hin, nehme es zu Kenntnis doch ehe ich wieder in einem anderen Raum bin ist es auch schon wieder aus dem Sinn.

Hat irgendwer noch einen Tip für mich? außer am Kopf festtackern

Die Unordentlichkeit nimmt leider Formen an die ich so nicht mehr akzeptieren kann. Meine Tochter müllt sich regelrecht zu und ich weiß nicht mehr was ich tun soll.

Einmal die Woche (wenn ich es nicht vergesse) wird bei ihr entmüllt aber je mehr ich entmülle desto mehr Müll produziert sie. Es stinkt schon bei ihr und ich finde das nicht so prickelnd.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich bin unordentlich, aber nicht schlampig und bei mir stapelt sich keineswegs Müll. Das alles trifft aber auf meine Tochter zu...leider.

So, genug ausgejammert. Ich danke euch für die Aufmerksamkeit und hoffe das irgendwer noch einen Tip für mich hat.

Liebe Grüße
Jessica
Das sind wir

Antworten:

Hey,

das kommt mir vor, als wenn Du von mir schreibst.

Mir geht es ähnlich, ich komme nicht in die Gänge, habe Probleme mit der Ordnung und hasse das Aufräumen.

Leider habe ich noch zwei Unordnungmacher in der Familie:

Meinen Mann und meine Tochter.

Denen geht es ähnlich.

Pläne kann ich übrigens sehr gut selbst aufstellen, sogar anderen Tipps geben, wie es besser klappt.

Nur bei mir klappt es nicht.

Tipps habe ich leider auch keine.
Aber ich versuche mich jeden Tag aufzuraffen und auch meine zwei Lieben anzutreiben.

Dabei bin ich berufstätig und mein Mann sollte den Haushalt machen, er ist aber Schmerzpatient und kommt deshalb nicht in die Gänge.

Doris

von Doris - am 03.10.2001 16:33
Hallo Doris,

ja so ist das und wenn noch andere Chaoten da sind ist es noch schlimmer.

Ich denke immer an einen Satz den eine ehemalige Nachbarin immer sagte (übrigens auch Mutter von drei Kindern): Die Kinder lernen das was man ihnen vorlebt!

Auf ADS Kinder mag das vielleicht nur bedingt zutreffen aber ich denke auch bei ihnen dürfte es zumindestens ähnlich sein (oder irre ich mich da?)

Schwierig nur wie bereits erwähnt wenn man selbst ADS hat und unorganisiert ist :o)

Ich hoffe doch mal sehr das irgendwer hier noch einen Tip für uns parrat hat.

Liebe Grüße
Jessica
Das sind wir


von Jessica - am 03.10.2001 16:51
Hallo Jessica,

ich bin auch ziemlich chaotisch. ich habe meinen Kindern ganz deutlich gesagt, dass ich ihnen nicht mit leuchtendem Beispiel vorangehen kann, obwohl ich das sollte, und dass sie mich nicht unbedingt nachahmen müssen ;-))

Bei uns kann jeder dem anderen offen und mit Augenzwinkern sagen, wenn mal wieder Aufräumen angesagt wäre. Und wir helfen uns gegenseitig. Meine Kids räumen mal bei mir auf und gerade heute Mittag habe ich mal wieder das Zimmer von Töchterchen entmüllt.

Das ist zwar nicht das systematische Ausfräumen, das unsere Kids lernen sollten, aber ich denke, ich kann von meinen Kids nichts verlangen, was ich selbst nicht auf die Reihe bekomme.

Wenn wir aufräumen, dann tun wir es schon zusammen, so lernen sie es auch. Und prinzipiell kann es nur besser werden. Ich war als Kind auch sehr viel chaotischer.

Und wenn sie es gar nicht schaffen, dann sollen sie arbeiten gehen und sich selbst eine Haushaltshilfe nehmen. Das ist der Vorteil der heutigen Zeit, dass Mädchen nicht unbedingt als Schlampe gelten, wenn bei ihnen das Chaos herrscht. Unsere Kinder können dafür andere Sachen gut :-)))

Viele Grüße aus dem Chaos
Dagmar
Elterngruppe Frankfurt


von Dagmar - am 03.10.2001 17:24
Hallo ihr beiden,

na, diese Probs kenn ich doch :-)

Das war für mich ja hauptsächlich der Grund mich auf ADS testen zu lassen- weil ich meinen Kids ein Vorbild sein muss!

Nach Test und Ritalin-Einstellung klappt das bei uns jetzt ganz gut und ich kann sogar meinen Plan durchhalten *g* (immerhin jetzt schon mmmmhhh ich glaube seit Mai)

Vorher war ich auch nicht in der Lage. Sobald etwas Neu war- ja klar- da klappten auch Pläne, aber nach ein paar Tagen oder Wochen war es vorbei.

Ich für meinen Teil bin einfach froh Medis zu kriegen- so habe ich wenigstens einen kleinen Teil meiner Probs im Griff und ich verstehe die Kids einfach besser, weil ich weis, wie man sich mit und ohne Medis fühlt.

Susi
http://home.nexgo.de/ads_familie/default.htm]Unsere Familie und Tipps für ADSler[/url]


von Susi - am 03.10.2001 17:30
Hallo Dagmar,

nun mit augenzwinkern sagen das aüfräumen angesagt ist, ist leider nicht drin bei uns.

Es geht dann so: Hör mal Maus, ich finde das es schon sehr durcheinander bei uns aussieht, wie wäre es wenn jeder jetzt einmal etwas bei sich aufräumt und dann hilft derjenige der schon viel geschafft hat dem anderen (bin sowieso immer ich *g)

Die Raktion meiner Großen: Jaaaaaaaaaa gleich!
Auf späteres Nachfragen: Nachher!
Noch später: Heute Abend!
Am Abend: Jetzt ist es zu spät und außerdem habe ich keine Lust!

Dann ist der Tag gelaufen und wieder hat sich nichts getan außer das ich dafür gesorgt habe das man bei uns auf Socken laufen kann und nicht ständig über etwas stolpert und das es in IHREM Zimmer nicht stinkt den Müll entfernt.

Die Kleine hingegen ist sofort offen wenn ich so anfange übers aufräumen zu sprechen, beeilt sich mit ihrem Zimmer um MIR anschließend helfen zu können. Und wehe ich sage mal ich hab es allein geschafft...dann ist sie beleidigt

Das gilt natürlich nur wenn es nicht zuviel auf einmal ist und sie noch genügend Zeit zum rausgehen hat *schmunzel*

Bei der Großen ist es mittlerweile noch schwieriger geworden.
Sie hat bis Nachmittags Schule und danach geht sie sofort nach draußen oder zu ihren Freundinnen. Auf derartige Ansprachen reagiert sie genervt bis ignorant und geht einfach...grrrr.

Im Moment komme ich garnicht mehr an sie ran (verfluchte Pubertät).

Tja, so siehts bei uns leider aus und wenn ich das Zimmer nicht entmüllen würde, bräuchte ich ihr nur eine Peitsche zu schenken und sie die Maden dressieren das sie allein zum Müll finden (pfui...wie sarkastisch).

Irgendwie werden wir es schon noch hinbekommen. Ich denke wir warten erstmal ihre und auch meine Diag ab und sehen dann weiter.

In diesem Sinne
Lieben Gruß
Jessica
Das sind wir


von Jessica - am 03.10.2001 17:57
Hallo Susi,

und aus diesem Grund lasse ich uns auch testen. Mal schauen was bei uns rauskommt *g*.

Ich hoffe das wir es irgendwann in den Griff bekommen (schäme mich schon richtig wenn unerwartet Besuch kommt).

Also denn: Abwarten und Tee (ne lieber Kaffee) trinken *g*

Gruß Jessica
Das sind wir


von Jessica - am 03.10.2001 18:00
Hallo Jessica,

na bei der Kleinen funktioniert das doch prima :-)))

Und bei der großen kommt es auf die Erwartungshaltung an. Ich erinnere sie ab und zu mal ans aufräumen, aber ich erwarte nicht, dass sie es tun.

Sollten sie dennoch mal anfangen, dann düse ich alle paar Minuten hin und *lobe* sie und frage, ob ich was helfen soll und bringe was Süßes vorbei und nehme den Mülleimer oder den Waschkorb mit um ihn auszuleeren. Falls noch was rein soll *g*.

Ich entmülle die Zimmer meiner Kinder (heute im wesentlichen nur noch das meiner Tochter) auch regelmäßig. Das mache ich, wenn sie *nicht* da ist. Denn sie kann ja alles noch gebrauchen. Ich nehme dann 2 große Mülleimer, die eigentlich unsere Wäschtonnen sind und räume wirklich *nur* den Müll und das benutzte Geschirr aus dem Zimmer. (Das hätte ich vielleicht genauer schreiben sollen, "entmüllen" mache ich alleine, das andere ist "aufräumen" *g*).

Viele Grüße
Dagmar
Elterngruppe Frankfurt


von Dagmar - am 03.10.2001 18:18
Hallo Jessica,

DAS ist wohl der einzigste Unteschied:-) ich schäme mich nciht wenn unerwarteter Besuch kommt....Ich lass ihn entweder vor der Tür stehen oder er muss mit meinem ERHEBLICHEN Chaos leben....kommt er wieder mal ok ...dann nimmt er mich wei ich bin...läßt ers auch ok.

Besuch kündigt sich bei mir ca.1 Woche spätestens vorher an...in der Woche bin ich fast nur mit Aufräumen beschäftigt....

Ist der Besuch weg, nehm ich mir fest vor das es jetzt so bleibt....wenn ich Glück hab hält es 2-3 Tage...:-(((

Gruß Petra

von Hexe - am 03.10.2001 18:41
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