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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ursula, Rhoa, H.Lucas, Conni

Ist das immer so langwierig mit der Diagnose?

Startbeitrag von Ursula am 30.10.2001 11:11

Hallo,

ich weiss nicht, ob ich hier richtig bin mit meiner Frage, versuchs jetzt einfach mal. Ich vermute bei meiner 5-Jährigen ein ADS+H, war jetzt schon zweimal in einer Klinik bei einem "Spezialisten", einmal zur Vorstellung und neurologischen Untersuchung (hätte aber genausogut mein Hausarzt machen können...), einmal zum EEG. Ich muss jedesmal über 60km fahren, was mit einem solchen Kind natürlich nicht lustig für mich ist. Die schicken jetzt Berichte an meinen HA, einer ist da, da steht aber nur das Zeug von der neurologischen Untersuchung drin. Der vom EEG kommt noch, und je nachdem was drin steht, sagt mir mein HA, was zu tun ist. Wieso geht das an mein HA??? Warum sagt niemand MIR was los ist? Muss ich dann nochmal zu psychologischen Tests gehen? Das dauert ja Wochen! Wie war das bei Euch?

Liebe Grüße
U.

Antworten:


hi Ursula,

bei meinem Sohn ( 8jahre) war ich in einer Uni-Klinik zur Diagnose.

Vorgespräch.......danach Diagnostik auch mit etlichen Terminen verbunden körperliche Untersuchung Tests und Elterngespräche.

nach abgeschlossener Untersuchungsreihe, die mir ausführlich erklärt wurde , Diagnosegespräch mit Empfehlungen für Behandlung.

so wars bei uns ! Dauer der Diagnose auch einige lange Wochen

ich konnte mich entscheiden, ob ich die Behandlung in der Klinik fortführe oder mir einen Arzt in der Nähe suche.

ist Dein Hausarzt mit ADS-Behandlung vertraut???
das wäre für mich ein Kriterium.......

gibt es denn kein Informations/ Diagnosegespräch bei dem Spezialisten ???

hat Dir der Spezialist nicht sein Diagnoseverfahren erklärt??


Fragende Grüße

Rhoa

von Rhoa - am 30.10.2001 11:27
Hallo Ursula,

ja, das dauerte bei uns einige Monate bis wir den ersten Termin bei unserer Kinderpsychiaterin hatten.
Es gibt halt nicht so viele kompetente Leute auf diesem Gebiet.
Aber die Zeit haben wir gut nutzen können und haben uns mit Literatur und Austausch (Forum) selbst informiert
Das hat den Vorteil, daß man nicht so ganz "dumm" zum ersten Termin geht.
Die Diagnose war dann allerdings recht schnell gestellt und geholfen auch.

Übrigens würde ich nur zu einem Facharzt gehen damit und nicht zum Hausarzt.

Viel Glück weiterhin, Conni

von Conni - am 30.10.2001 11:33
Hallo Ursula, grundsätzlich hast Du Anspruch auf eine schriftliche Benachrichtigung Deines Facharztes.Es ist aber immer gut, wenn man den entsprechenden Arzt nochmal darauf anspricht. Fordere am Besten den Bericht an und lass Dich ja nicht abwimmeln!Grüße Heike

von H.Lucas - am 30.10.2001 11:34
Hallo, Rhoa,

mann, das ist ja hier ein super-Forum, gleich so viele Antworten..
Zu Deiner Frage, der Spezialist hat mich erst ganz freundlich empfangen, dann die Untersuchung und dann war eine Stunde vorbei,und er hatte wohl so eine Besprechung angesetzt, die ersten Leute klopften an die Tür und er drückte mir die Hand und schickte mich hinaus. Ich lass mich sonst nicht so schnell abwimmeln, aber da kamen einfach Leute in Anzügen zur Tür rein, ich kam mir richtig doof vor. Beim zweiten Termin, dem EEG (musste ich wieder fahren, hätte man ja auch gleich machen können, waren eigentlich nur 10 min!), war ich gar nicht bei dem Spezialisten, sondern im Gebäude nebenan. Auf mein dringendes ungeduldiges Nachfragen haben die Leute dort dann nachgefragt, und da hiess es dann, der Bericht vom EEG geht an den HA. Ich reg mich eh immer so auf über diese arroganten Ärzte, die einen ewig warten lassen und dann recht von oben herab mit einem reden. Aber was will man machen?
Im ersten Bericht steht jetzt als "Diagnose" Hyperkinetisches Syndrom (ICD 10:F90,0). Ist das jetzt schon eine richtige Diagnose?
Ich find das ganz furchtbar, dass man so in der Luft hängt. Vor allem ist die Situation zu hause für mich sehr stressig, und ich würde mir wünschen, dass sich etwas zum positiven verändert. Lange halte ich das nämlich nicht mehr durch...
Liebe Grüße
U.

von Ursula - am 30.10.2001 11:50

@Ursula Diagnose


hi Ursula,

ich versteh Dich gut, wenn Du Dich doof fühlst..ging mir neulich auch so, als Arzttermine verschoben werden mußten und meine Nachfragen abgeschmettert wurden.......aber solche Tage gibt es:-)

ich kann Dir sagen, wie ich handhaben würde......

ich würde telefonisch abfragen, ob es ein Diagnosegespräch gibt.......und Empfehlungen für eine Behandlung.......falls das nicht vorgesehen ist.....würde ich darauf bestehen!!

für mich gehört zu einer Diagnose auch eine Empfehlung der Behandlung......fängt bei Motopädie, Verhaltenstherapie an und endet evt. bei einer gut eingestellten Medikamentenbehandlung .......


mit einer Diagnose schriftlich kannnst Du ja als Mutter nichts anfangen du brauchst Unterstützung von Profis und natürlich auch von anderen Eltern.......

Dagmar hat auf der Homepage Elterngruppen nach PLZ sortiert zusammengefaßt.
Vielleicht wäre das für Dich auch eine Unterstützung um Dich zu Hause zu entlasten, wenn Du in einer Elterngruppe Dampf ablassen kannst.

mir hat es immer geholfen, alle Fragen vordem Arztgespräch aufzuschreiben und nicht eher wegzugehen, bis diese beantwortet waren..........

mutmachende Grüße

Rhoa

von Rhoa - am 30.10.2001 12:20
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