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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Ursula, Jessica, robin

Ich bin ja so froh...

Startbeitrag von robin am 07.11.2001 17:17

dass es Euch gibt....Ich dachte immer, ich stehe mit meinem ADS-Kind alleine da. Wollte Euch nur mal für die vielen lieben Tipps danken.
Und habt Ihr noch eine Idee, wie ich mir selbst helfen kann? Ich bin nämlich zur Zeit fix und alle :-((( Der Stress mit Felix, sein jüngerer Bruder ist auf seine Art auch wahnsinnig anstrengend (und das ganz ohne ADS *g*, möglicherweise ist er dafür HB), und die kleine Maus tritt in seine Fussstapfen: Schläft sehr wenig und sehr unruhig und fordert die ganze Mami, 24 Stunden lang (seit 9 Monaten). Ich habe eine besch* Schwangerschaft hinter mir...Und bin einfach immer noch nicht wieder "die alte" :-(

Jetzt habe ich versucht, mir Entlastung zu verschaffen, dadurch dass meine Mutter mir ein paar Tage in der Woche hilft, so dass ich auch mal zum Arbeiten komme. Ach ja, ich kriege einfach kaum noch was geregelt, weil ich so platt bin - aber es ist nicht nur die Müdigkeit des Körpers, schlimmer ist die Müdigkeit im Kopf.
Da gehe ich mal (alleine! wunderherrlich!!) eine Stunde mit dem Hund in den Wald (wenn ich die nicht hätte: sie beweist mir immer auf´s Neue, dass es sich lohnt, mit Liebe + Konsequenz + positiver Verstärkung zu erziehen *freu*) - tut echt supergut. Da denke ich, jetzt müsste es doch mal eine Weile wieder gehen. Pustekuchen: Ich mache die Haustür auf und fühle ich im Nu wie gelähmt, als hätte jemand einen Eimer Zement über mich ausgegossen...

Hat jemand eine Idee, wie ich wenigstens kurzfristig "über die Runden" kommen kann?! Wenn ich schon keine Kraft mehr für mich habe, kann ich auch den Kindern immer weniger geben :-( . Langfristig wird es sicher *irgendwann* mal besser: Die Kleine wird schon mal schlafen, der Kleine mich nicht so brauchen, und vielleicht wird ja auch mein Sorgenkind mal etwas vernünftiger und selbständiger...
Lieben Dank für´s Lesen sagt robin

Antworten:

Liebe Robin,

das was du zur Zeit durchmachst haben sicher viele hier schon durchgemacht und tun es meist noch...jeder auf seine Weise bzw. der Situation angepaßt.

Hmmm Tips habe ich leider keine ...bin selbst ja ständig auf der Suche.. doch ich denke das es schon hilft wenn du dich einfach mal ausheulen kannst und wo geht DAS besser als hier *ggg*.

Du hast einen Hund...soso...*ggg* hab ja selber einen und kann nur bestätigen das Viehcher wunderbar sind...möchte keines von meinen mehr missen.

Nutze weiterhin die Zeit in dem du in Ruhe mit Hund durch die Botanik streifen kannst denn das Entspannen will gelernt sein...ebenfalls was es heißt die Entspannung mit nach Hause zu nehmen und auszukosten ;-)

Auch wenn du zunächst den Eindruck hast das es nicht hilft....ES HILFT nur weißt du das noch nicht.

Das wirst du erst mit der Zeit merken...nämlich dann wenn du denkst nichts geht mehr...genau in diesen Momenten versuche die entspannende Situation durch den Spaziergang herbeizuführen....renne und tobe mit deinem Hund...power nicht nur Hundi sondern dich ebenfalls aus....denn.........

wenn du dann nach Haus kommst bist du viel zu erschöpft dich aufzuregen! Jedenfalls ist es bei mir immer so.

Merken die Kids das sie es nicht schaffen Mutti aus der Reserve zu locken (logisch wenn man fix und alle vom toben ist *ggg*) verziehen sie sich nach meiner Erfahrung meist für ein paar Minuten....

DAS ist dann der Moment wo bei mir die Entspannung einsetzt...ich hole mir den zuvor gekochten Kaffee/Tee ran...lehne mich zurück...lege die Füße hoch...schlürfe den selbigen und stöhne wie schwer meine Knochen sich anfühlen *lach*...dann entspannen sich die Muskeln und für ein paar Minuten auch die Seele....DAS ist Entspannung pur!!! ...auch wenn es nur 10-15 Minuten sind...davon kann man zehren.

Probiers doch mal aus vielleicht hilft es auch dir...
das wünscht jedenfalls
Jessica
Das sind wir


von Jessica - am 08.11.2001 00:41
Hallo, Robin,

auch ich fühlte mich vor kurzem so wie Du-total erschöpft, überfordert usw. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich nur noch irgendwelchen Katastrophen hinterherrenne und mit meiner Kleinen mit ADS gar nicht mehr fertig werde.

Inzwischen ist es etwas besser. Ich kann Dir nur den einen Tipp geben: Durchhalten! Auf die "schlechten" Tag folgen auf jeden Fall wieder bessere. Und man selber hängt halt auch mal eine Weile durch, das wird aber wieder besser. Im Moment habe ich alles gut im Griff. Wer weiss, wie es in 1 Woche aussieht?

Was ich auch oft denke, ist, wie wir später auf diese Zeit zurückschauen werden, wenn wir alt sind. (Meine Oma ist vor kurzem gestorben, und am letzten Tag war ich bei ihr und sie meinte immer wieder: früher, als wir Enkel klein waren und herumgewuselt wären, das wäre die schönste Zeit gewesen.) Und genau diese "schöne" Zeit mit unseren Kindern haben wir jetzt! Natürlich ist es stressig, aber aus der Vogelperspektive gesehen...Das hilft mir, meine Kinder bewusster zu sehen und zu erleben, und viele Sachen sind mir dann auch nicht mehr so wichtig (dass aufgeräumt ist etc.).

Liebe Grüße
U.

von Ursula - am 08.11.2001 07:35
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