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ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
mami-maus, Familie Kämpfer, Gaby

Wenn das Jucken nicht aufhört

Startbeitrag von mami-maus am 09.01.2002 07:26

Wenn das Jucken nicht aufhört

Vor allem Kinder leiden unter Neurodermitis - Richtige medizinische
Behandlung kann quälende Reize auf der Haut lindern

"Nicht kratzen, sondern waschen" - das bekommen Kinder häufig
zu hören. Jedoch kann das Waschen manchen Juckreiz sogar
verschlimmern. Das gilt vor allem dann, wenn das Kind unter
Neurodermitis leidet.

Neurodermitis - in der Fachsprache auch atopisches Ekzem
genannt - ist ein chronisches Leiden. Der Gang zum Haut- oder
Kinderarzt ist oberstes Gebot. Nur der Mediziner kann die
Hautkrankheit richtig behandeln.

Neurodermitis äußert sich durch quälenden Juckreiz an betroffenen
Hautpartien sowie durch Rötung und Schuppung der Haut, erklärt
Oberarzt Joachim Saloga von der Hautklinik der Universität Mainz.
Ursache ist eine erbliche, so genannte atopische ("seltsame"),
Veranlagung: Die Betroffenen reagieren mit Hautausschlägen auf
bestimmte Reizfaktoren.

Die allergische Reaktion kann sich allerdings auch auf andere
Organe ausbreiten: "Sie äußert sich in Neurodermitis, Asthma oder
Heuschnupfen", erklärt Waltraud Knipping, Vorsitzende des
Landesverbandes Bayern der Kinder- und Jugendärzte aus München.
Oftmals könne daher Neurodermitis bei Kindern später in Asthma
umschlagen.

Am häufigsten tritt die Krankheit laut Knipping im Kindesalter auf.
Allerdings können die Symptome mit dem Heranwachsen
verschwinden. Typisch für Neurodermitis ist das altersabhängige
Erscheinungsbild. Säuglinge leiden unter schuppigen und nässenden
Ausschlägen im Wangen- und Kinnbereich: dem so genannten
Milchschorf. Bei Kindern und Erwachsenen dagegen sind die Ekzeme
nicht mehr so feucht und befallen hauptsächlich die Beugeseiten der
Arme und Beine. Genauso gut kann es die Haut im Gesicht, am Hals
oder an anderen Stellen treffen. Um die lästigen Hautveränderungen zu
vermeiden, müssen einige Regeln beachtet werden: Allergene, so
genannte Triggerfaktoren, können Auslöser für Neurodermitis sein und
müssen gemieden werden. So können beispielsweise Eier, Kuhmilch,
Fisch, Weizen oder Soja solche Neurodermitis- Schübe auslösen. Die
Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln gibt sich bei Kindern oftmals
nach einigen Jahren von selbst. Weitere Triggerfaktoren können
Hausstaubmilben, Haustiere, Rauchen, bestimmte Kleidungsstoffe und
psychische Faktoren wie Stress sein.

Der Kieler Hautarzt Johannes Müller- Steinmann weist außerdem auf
die Bedeutung einer ausgewogenen Hautpflege hin: "Am wichtigsten ist
es, Seife zu meiden. Auch seifenfreie Waschstücke sind ungeeignet.
Gut dagegen sind rückfettende Ölbäder."

Genauso wichtig ist es, sich regelmäßig einzucremen und der
trockenen Haut Feuchtigkeit zuzuführen. Kommt es trotz
ausgewogener Hautpflege - und obwohl man den individuellen
Triggerfaktoren ausweicht - zu einem Neurodermitis- Schub, kann man
nur versuchen, die Symptome zu lindern.

Das schlimmste Leidensmerkmal des atopischen Ekzems - der
Juckreiz der betroffenen Hautpartien - ist tückisch: Ausgiebiges Kratzen
verschlimmert die Situation zusätzlich, denn aufgekratzte Stellen
können sich entzünden, weiß der Hautarzt.

Deshalb sollte zuerst der Juckreiz gemindert werden. In bestimmten
Fällen ist eine örtliche Behandlung mit Kortison oder die Einnahme von
Juckreiz stillenden Medikamenten nötig. Alternative Methoden sind
Knipping zufolge feuchte Umschläge, Schwarzteekompressen oder
kühlende Kompressen. Positive Wirkung haben auch Kuren im
allergiearmen Klima - in den Bergen und am Meer.

Leider ist auch nach einer Phase der Beschwerdefreiheit ein
Rückfall möglich. Bei schlimmen Fällen wird daher empfohlen, sich
beim Kinder- oder Hautarzt über Kurse zu erkundigen: Hier werden
Eltern und Kinder ausgiebig zum Thema Neurodermitis informiert und
beraten.

Rhein-Zeitung - Ausgabe Koblenz, Region Nord vom 07.01.2002, Seite 8.



Hier gibt's weitere Informationen

Deutscher Neurodermitiker Bund e.V., Spaldingstraße 210, 20097
Hamburg, Tel. 040/23 08 10

Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland e.V.,
Oberstraße 171, 56154 Boppard, Tel.
06742/87130,

Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind, Nassaustraße 32,
35745 Herborn, Tel. 02772/92870,

Literatur: Johannes Ring und Annette vom Zumbusch:
"Neurodermitis. Ursachen und Therapien"; Beck Verlag 2000, ISBN
3-406-44723-6; 7,57 Euro. Mechthild Hellermann: "Neurodermitis bei
Kindern"; Gräfe und Unzer Verlag 1999, ISBN 3-774-21603-7; 10,17
Euro.




Rhein-Zeitung - Ausgabe Koblenz, Region Nord vom 07.01.2002, Seite 8.

Antworten:


Hallöchen mami-maus,

hast Du auch eine Verbindung zwischen ADS und Neurodermi. gefunden.
Wenn ja würde es mich interessieren,da unser Max schwere Neuroderm.
hatte und nun heute ADS.

Liebe Grüße
Anett

von Familie Kämpfer - am 09.01.2002 18:27
hallo anett,

eine verbindung habe ich nicht gefunden.
ich denke aber da gibt es eine.

meine zwillinge haben neurodermitis,mal mehr mal weniger.einer von ihnen hat nun auch schuffen und hatte als baby milchschorf.

meine tochter hatte als baby milchschorf und nun ist sie auch mit schuppen geplagt.

ich selbst habe schuppenflechte am den knien und ellebogen und kopfschuppen.allergien:hausstaub und gegen milben.

mein mann hat gräserallergie ...daraus erflogen dann heuschnuppen und ashma.

bis auf unsere zwillinge sind wir getestet:ads
im mai werden die zwei getestet.

gruss mami-maus

von mami-maus - am 10.01.2002 08:45
Bei uns leider auch :-((

Mal mehr mal weniger im Winter besonders schlimm.

Ich denke auch,das es da Zusammenhänge gibt.


Gaby

von Gaby - am 10.01.2002 08:48

Re: Welche Salbe ?


Hallöchen Ihr Zwei,

nur kurz bin in Eile
habe mal irgendwo gelesen,das ADS-Kinder sehr oft Neurod. haben.

Eine Frage, was macht Ihr für Salben drauf ?

Gruß
Anett

von Familie Kämpfer - am 10.01.2002 13:48
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