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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Huber, Gaby Schneider, Wilma, Britta, Rhoa, Michaela**

Nochmal BEK und Ritalin SR

Startbeitrag von Michaela** am 05.02.2002 07:21

Hallo,
erst einmal vielen Dank für die vielen Gedankengänge von euch...!

Den Ablehnungsbescheid hat die Barmer mir zugeschickt, eine Kopie des medizinischen Dienstes.

Gestern bin ich dort eingeflogen ;-), habe die Argumente von Huber vorgebracht, heute ist der med. Dienst wieder da, es wird noch mal überprüft.Ich lasse mich überraschen, was dabei herauskommt.

Dabei ist mir dann der Gedanke gekommen, dass ich heute versuchen werde, meinen Kinderarzt auf ein Rezept festzunageln, denn ich vermute stark, das er sein Budget entlasten will.

Ausserdem ich wohne in NRW und bin die erste Person in Mönchengladbach, die Ritalin SR von der BEK haben will. Da ist es wohl mal wieder kämpfen angesagt!! Wie eigentlich immer.

Vielen Dank euch allen, werde euch auf dem laufenden halten!

Michaela**

Antworten:

hallo Michaela,

ich hatte auch "Überlegungen" auf SR umzustellen.

in der Uni-Klinik , auch NRW, wurde darauf hingewiesen, das Krankenkassen mittlerweile anfangen die verschriebenen Medikamente per Anruf bei der Klinik abzufragen :-)

in der Klinik wurde darum gebeten, vorher abzuklären bei der Krankenkasse ob es Schwierigkeiten gibt, weil sie noch was anderes zu tun hätten, als mit Krankenkassen zu telefonieren:-)

ansonsten gilt, was Huber geschrieben hat !!!!

ich habe direkt bei meiner Krankenkasse angerufen ......höflich nachgefragt , ob es ein Problem gäbe, wenn nach erfolgter Diagnose ein Medikament von der Klinik verschrieben würde:-)

"Nein".......sagte der nette Sachbearbeiter.......nach erfolgter Diagnose kein Problem.........nur wir sind angewiesen bei Ritalin aufgrund der öffentlichen Diskussion genauer hinzugucken........"die Kinder werden doch auf Drogen gesetzt!!!!"

nach einem längeren Telefonat mit diesem Sachbearbeiter war mir klar, das auch hier natürlich kein Mediziner sitzt sondern ein Sachbearbeiter ....der auch durch negative Presseberichte sein Meinungsbild erhält:-)

für mich gilt.......höflich aber direkt auf die gesetzlichen Bestimmungen hinzuweisen und mit der sorgfältigen Diagnose "winken".......

viel Erfolg

Rhoa

von Rhoa - am 05.02.2002 07:48
Hallo zusammen,

bin ich ja mal gespannt,denn es rückt der Zeitpunkt näher wo ich für meinen Sohn ein neues Rezept haben muss.Das erste im neuen Jahr und ich bin auch bei der Bek,werde mich am besten gleich morgen mal erkundigen.


Gruss
Britta

von Britta - am 05.02.2002 11:34
Hallo Michaela,
Kosten für aus dem Ausland importierte Medikamente müssen von den gesetzlichen Krankenkassen NICHT übernommen werden. Sie haben das bisher zwar getan, aber im Zuge der Kostendämpfung lehnen Kassen die Übernahme jetzt immer häufiger ab.
Gruß
Wilma

von Wilma - am 05.02.2002 19:37
Diese Haltung der Krankenkassen verstößt gegen europäisches Recht und ist nicht haltbar! Auch das deutsche Sozialgesetzbuch sieht vor, dass die Kasse, wenn sie die Erstattung zu unrecht ablehnte, später verauslagtes Geld zurückerstatten muss, d.h. die Krankenkasse muss früher oder später das Ritalin SR bezahlen - und wenn sie (nicht) möchte zudem ein Gerichtsverfahren durch alle Instanzen... Wir sollten uns das illegale Verhalten der Krankenkassen und ihre Argumentation nicht zu eigen machen, auch wenn unsere derzeitige Bundesregierung bzw. einzelne Vertreter derselben offenbar wenig Ahnung von nationalen und internationalen Rechtsvorschriften haben!

Der Europäische Gerichtshof hat den Sozialversicherten das Recht zugesprochen, sich auch im Ausland auf Kosten ihrer Krankenkasse oder ihres Rentenversicherers behandeln zu lassen. Die Behandlung darf allerdings nicht teurer werden als eine vergleichbare Behandlung im Inland. Die Luxemburger Richter erklärten damit eine bislang von allen EU-Mitgliedstaaten – mit Ausnahme Österreichs – geübte Praxis für gemeinschaftsrechtswidrig, wonach gesetzlich krankenversicherten Menschen prinzipiell nur die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen eines Arztes oder Krankenhauses im "Inland" gestattet war und auch ärztlich verordnete Arzneien bzw. Medikalprodukte nur bei einer einheimischen Apotheke besorgt werden durften. In seinem Urteil führt der Gerichtshof aus, diese Praxis und die sie tragenden nationalen Rechtsvorschriften seien mit dem EG-Vertrag unvereinbar. Vor allem das Erfordernis, daß Versicherte sich generell vor einer Auslandsbehandlung eine Genehmigung der zuständigen Krankenkasse einholen müßten, beschränke den freien Dienstleistungsverkehr und damit eine wesentliche Grundfreiheit des Europäischen Binnenmarktes." (vgl. auch Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften, Pressemitteilung, Nr. 26/98 v. 28. April 1998)

Huber

von Huber - am 05.02.2002 21:56
Meine Kasse B.K.K. übernimmt die vollen Kosten auch wenn der Arzt es auf Privatrezept schreiben würde,ich bekäme es voll erstattet.
Orginalton vom Chef der B.K.K. Westfalen-Lippe(ehem.B.K.K.Landschaftsverband).


Gaby

von Gaby Schneider - am 05.02.2002 22:39
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