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ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Apotheker Oliver, Claudia H., Ina wittelmeyer, momfor4, Gaby, Beate Mahr

Oh Mann mein Hals wird immer ...

Startbeitrag von Beate Mahr am 22.04.2002 12:56

D I C K E R

Hallo ,

ich arbeite immer noch nicht ...nur am suchen ;-)

Und was hab ich da jetzt gefunden ??

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Pressemitteilung Nr. 17
24. Oktober 2001


Methylphenidat (Ritalin(c), Medikinet(c)) verantwortungsbewusst einsetzen


Auf Einladung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung fand heute in Berlin ein Expertengespräch zum Einsatz von Methylphenidat bei Kindern mit dem "Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätssyndrom" (ADHS) statt.

Im Anschluss an das Expertengespräch erklärte Marion Caspers-Merk:

"Bei der Behandlung von ADHS hat es in den letzten Jahren in Deutschland spürbare Erfolge gegeben, die für viele Kinder und ihre Angehörigen zum Teil gravierende positive Auswirkungen auf das tägliche Leben mit sich gebracht haben.

Ich möchte nochmals klarstellen, dass diese Fortschritte grundsätzlich zu begrüßen sind. Ich halte es in diesem Zusammenhang für erforderlich, die dabei gesammelten guten Erfahrungen bekannt zu machen und zu verallgemeinern.

Aber als Drogenbeauftragte kann ich die Augen vor problematischen Entwicklungen nicht verschließen. Diese sind z.B.:

· Der Verbrauch von Methylphenidat steigt sprunghaft an. Von 1993 bis 2000 ist er laut Bundesopiumstelle auf das 13,6-fache gestiegen und hat sich im Jahr 2000 mit 463 kg gegenüber 1999 fast verdoppelt. Im ersten Halbjahr 2001 sind in Apotheken bereits Arzneimittel mit insgesamt 328 kg Methylphenidat ausgeliefert worden. Wir müssen also in diesem Jahr wiederum in etwa mit einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr rechnen.
· Ein großer Teil der Methylphenidat-Verordnungen wird nicht von Kinderärzten oder Kinderpsychiatern vorgenommen, sondern auch vor allem von Hausärzten, aber auch von Laborärzten, HNO-Ärzten, Frauenärzten, Radiologen und sogar von Zahnärzten.
· Es werden wissenschaftlich nicht evaluierte Therapieschemata (Hochdosis-Therapie) angewandt.
· Laut einer Fernsehsendung, die vor einiger Zeit in der ARD gelaufen ist, hat eine Ärztin erklärt, dass sie für die Diagnose von ADHS lediglich ca. 3 Minuten benötige.
· Schulleiter berichten davon, dass das Mittel auf Schulhöfen verkauft wird und eine gewisse Hilflosigkeit da sei, was die pädagogische Einschätzung der Risiken angeht.

Diese Entwicklungen müssen wir ernst nehmen und prüfen, ob die Gefahr einer missbräuchlichen Anwendung von Methylphenidat besteht und dagegen erforderlichenfalls geeignete Maßnahmen eingeleitet werden müssen.

Die Therapie von Kindern mit ADHS ist komplexer Natur, weshalb an dem heutigen Expertengespräch Vertreterinnen und Vertreter der verschiedensten Professionen beteiligt waren, so der Kinderärzte und -psychiater, der Eltern, der Arzneimittelkommission der Ärzte und Apotheker, der Wissenschaft und nicht zuletzt des schulischen Bereichs. Die mit dem Einsatz von Methylphenidat einhergehenden Probleme und Herausforderungen sind interdisziplinär anzugehen.

Der Einsatz von Methylphenidat für ADHS ist zuerst ein fachliches Problem. Es geht darum, zu erkennen, ob ein Kind tatsächlich an ADHS erkrankt ist. Wenn dies der Fall ist, dann muss ihm mit dem bestmöglichen Mittel geholfen werden, welches auch Methylphenidat einschließen kann. Es geht um eine fachliche und sachliche Debatte, die frei sein sollte von Polemik, unnötigen Ängsten und Überspitzungen.

Die heutige Besprechung war ein gutes Beispiel für einen sachorientierten Umgang mit dieser Thematik. Es ist gelungen, eine objektive Einschätzung der Situation vorzunehmen und davon ausgehend konstruktive Schritte für die weitere Arbeit abzuleiten. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass

· wir mehr Daten über die Verbreitung und Ursachen von ADHS brauchen;
· die Arzneimitteltherapie Einstieg und möglicher Bestandteil für die Therapie von ADHS ist;
· die verfügbaren Verordnungsdaten gezielter auszuwerten sind (Hierzu wurde eine AG gebildet);
· die Diagnose und Therapie einer spezifischen ärztlichen Qualifikation erfordert, um Fehlbehandlung zu vermeiden."

___________________________________

DA wird ihr erklärt WAS ADHS ist und WIE es behandelt wird oder werden soll ( te ) [ wenn es denn genügent Plätze gäbe ] und was macht sie im gleichen Augenblick- - - MÜLL aus der grauen Vorzeit [ 3 min Diagnose , Rezept vom Zahnarzt ] verbreiten .....

Es ist zu lachen ... aber die ist wie ein Fähnchen im Wind ... immer schön in die richtige Richtung wehen :-( dass ja nur kein Gegenwind aufkommt.

Hat denn keiner von Euch eine Idee was wir machen können ???

Gruß
Beate

Antworten:

Das hab ich mich auch schon gefragt



Gaby

von Gaby - am 22.04.2002 13:01
mor geht es genauso

kan meine wut kaum mehr zügeln. vor allem steht es wieder mal in allen zeitungungen. d. h. mehr und mehr leute werden von falschen idiotischen meldungen verunsichert, noch mehr gegen ritalin wettern, lesen tun es alle, kapieren nur leider die, die sich damit auskennen, eine meinung haben aber alle...

ich kireg echt die krise, werde nun erst mal im kiga und in der schule eine mitteilung hinhängen, weil wir diejenigen sind, die nun wieder verurteilt werden.
wenn ich schon den mist von dem beruhigungsmittel lese geht mir echt die galle hoch.

bitte, lasst uns endlich was konstruktives tun, damit die sich endlich mal richtig informieren lassen und nicht nur wahlkampf und heztkampagne betreiben....

doch mit adshsler vor den bundestag ziehen. aber bitte ohne *beruhigungsmittel*...

mom mit riesen hals

von momfor4 - am 22.04.2002 13:28
Hallo Beate ,

Wie wäre es denn , wenn wir unsere ads-ler für 2 wochen zu Frau CM bringen !!

Allerdings OHNE Medi´s !




Ina die auch nen Dicken Hals hat !

von Ina wittelmeyer - am 22.04.2002 14:01

Keine Panik!Die Kinder werden weiterhin gut behandelt.

Kurze Info :
Der Spiegelartikel ist sehr kurz.Nur 2spaltig auf einer halben Seite.Ausgabe Nr.17 von heute auf Seite 22.
Online nicht zu finden,da zu unbedeutend.

Der Text der Ministerin C.-M.vom Oktober 2001,den Beate Mahr hier gepostet hat, wurde in verschiedenen Expertenmeetings bereits positiv aufgearbeitet und ist so nicht mehr aktuell.Es ist angestrebt, allen bisher aktiven ADHS-Ärzten die Möglichkeit zu geben,eine offizielle ,standardisierte Qualifizierungsmaßnahme zu absolvieren und dann ohne Probleme Stimulanzien weiter verordnen können.Es wird in der Übergangszeit keine Versorgungsengpässe geben.
Sehr eingesetzt hat sich in dieser Fragestellung und in der Diskussion mit dem Ministerium u.a.Herr Dr.Skrodzki,Kinderarzt aus Forchheim bei Erlangen und Gründer der AG-ADHS.Im Internet zu finden unter www.ag-adhs.de
Die Sache mit der Verordnung unter 6 Jahren ist auch nicht neu.In verschiedenen KV-Bereichen werden seit einiger Zeit schon die Methylphenidat-Verordnungen für Kinder

von Apotheker Oliver - am 22.04.2002 17:52

Ergänzung zur letzten Info

Es gibt keine neue Pressemitteilung von Frau Caspers-Merck oder sonst wem zum Thema Methylphenidat oder ADHS.
Ich habe eben auf www.bmgesundheit.de unter der
Rubrik "Themen"-Sucht und Drogen-nachgesehen.
Dort findet man immer die ganz aktuellen Verlautbarungen zu ADHS und Methylphenidat,die dann in Zeitung und TV ausgeschlachtet werden.
Der ganze Wirbel,der jetzt veranstaltet wird basiert auf bereits aufgearbeiteten Daten von vor Monaten.
Übrigens:
falls es in meinem Text von vorhin nicht richtig klar geworden ist:
Die Kinderärzte sind neben Kinder-und Jugendpsychiatern und Sozialpädiatern auch in Zukunft befugt,ADHS-Kinder zu betreuen und zu verordnen.
Es werden Standards festgelegt,nach denen sich die Qualifizierungsmaßnahmen richten.In der Übergangszeit werden die Kinder keinen Versorgungsengpaß haben.

Oliver

von Apotheker Oliver - am 22.04.2002 18:24

Re: Ergänzung zur letzten Info

Hallo Oliver!

Wenn das alles so kommt, wie du geschrieben hast, dann bin ich schon viel beruhigter. Hoffen wir es.

Danke, Claudia

von Claudia H. - am 23.04.2002 05:30
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