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ADHS ADS Selbsthilfe
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34
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren
Beteiligte Autoren:
Sabine (hinky), gipsy, Simone, lydia, Susi 34, Gaby, Angelika (TanteGela), Tine*, Dagmar D., Michaela#, Chris Moore

WDR Link zum TV-Beitrag

Startbeitrag von Chris Moore am 18.06.2002 21:25

Hallo ihr lieben!!


Hier ist der Link zum WDR -Beitrag


www.hobbythek.de

Und dann auf : Hobbytip Nr. 330

Da kann man alles über Ritalin und Co nachlesen.....


Liebe Grüße

Chris

Antworten:

Und folgendes störte mich ungemein.

Doch das eigentlich Paradoxe an dieser Geschichte ist: Experten schätzen, dass nur 5 bis 20% der Kinder, denen Ritalin verschrieben wird, tatsächlich von einer echten hyperaktiven Erkrankung betroffen sind - bei allen anderen stimmt die Diagnose nicht. Der Großteil der Kinder ist zwar unruhig, leidet aber nicht unter der Krankheit ADS. Ihre Unruhe hat ganz andere Ursachen. Ein klares Zeichen dafür, dass für die Diagnose viel zu wenig Zeit verwendet wird und die Ärzte auf diesem Gebiet miserabel ausgebildet sind. Kein Wunder übrigens, wenn man weiß, wer diese Medikamente verschreibt: Neben den geschulten Ärzten, die spezielle Fortbildungen besucht haben wie Kinderärzte oder Kinderpsychologen, sind es nämlich vor allem auch fachfremde Ärzte wie HNO-Ärzte, Radiologen, ja sogar Zahnärzte, die diese Medikamente verordnen. Und das, obwohl sich alle Fachleute einig sind, dass die Diagnose des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms äußerst schwierig ist und sehr umfangreicher Untersuchungen bedarf



Da versuchst du mir klar zu machen,dass wäre gut für unsere Kinder.



Was die Aussage von fast 700kg betrifft,welche Frau Fricke machte diese ist auch mit 150kg übertrieben.

Gaby

von Gaby - am 19.06.2002 05:05
Zitat

Experten schätzen, dass nur 5 bis 20% der Kinder, denen
Ritalin verschrieben wird, tatsächlich von einer echten
hyperaktiven Erkrankung betroffen sind - bei allen anderen
stimmt die Diagnose nicht.


Also bevor es da nicht wirklich richtige und gute Statistiken gibt, kann man auch nicht das Gegenteil beweisen....

Es ist leider nicht so selten, dass die Diag nicht stimmt und es gibt nun mal ne ganze Reihe von anderen Krankheiten/ Problemen, wo die Symptome von ADS sehr sehr ähnlich sind......

Aber das Prob wäre wahrscheinlich kleiner, wenn sich mehr Ärzte damit auskennen würden....



von Susi 34 - am 19.06.2002 06:14
Genau Susi ,dass ist der Punkt.



Wir wissen um was es geht und warum.


Aber die Kritiker sehen nur das negative und was dann passiert ,darüber brauchen wir uns wohl nicht austauschen.


Gaby

von Gaby - am 19.06.2002 06:19

Re: WDR @ Gaby

sorry Gaby, aber sehe das schon anders herum....

es ist leider so, dass es viele falschdiagnostizierte gibt- keine Ahnung im welchem Zahlenbereich- aber es gibt schon ne Menge davon.... und diese Seite dürfen wir auch nicht übersehen!!

Es gibt auch bei ADS nicht nur schwarz oder weiss..... in manchen Dingen haben sogar die Kritiker recht (auch wenn es sehr darauf ankommt, WIE sie es rüberbringen *g*)... und was wäre los, wenn es keine Kritiker gäbe und nichts in Frage gestellt würde?.... dann käme auch kein Mensch weiter.....

Susi



von Susi 34 - am 19.06.2002 06:27

Re: WDR @ Gaby

Von mir auch ein sorry, liebe Susi, ABER:

Es heißt "Experten schätzen"

Welche EXPERTEN sind das?
Döpfner, Krause, Stollhoff oder H.R.Schmidt, Simonsohn, Kaeding?

Wenn wir wissen, welche Experten es waren, dann können wir sehen, ob AD/HD ihr Fachgebiet ist und ob sie überhaupt kompetent sind.

Weiterhin ist von SCHÄTZEN die Rede.
Also liegen keine genauen Zahlen vor!


Schätzen kann jeder, ich auch. Ich schätze jetzt mal, dass es kaum Fehldiagnosen gibt. Und aufgrund der langen Zeit, in der ich mich intensiv mit AD/HS beschäftigt habe, bin ich auch ein Experte dafür *fffg* Ich könnte jetzt auch noch mit Zahlenmaterial aufwarten, aus meinem persönlichen Umfeld und betroffenen Familien, mit denen ich Kontakt habe. Da hätten wir dann schon handfestere Argumente, als Pütz sie gebracht hat.


Die Aussage "Experten schätzen ... " hat also bestenfalls einen manipulativen Wert, aber leider so gut wie keinen Wahrheitsgehalt.

Das ist der Instant-Journalismus, denn ich so "liebe" *hmpf*. Jeder schreibt vom anderen ab, ohne dessen Quellen tatsächlich nachzuvollziehen und zu prüfen.

Liebe Grüße,
Sabine

von Sabine (hinky) - am 19.06.2002 07:47

Re: WDR @ Sabine

Hallo Sabine,
Zitat

Weiterhin ist von SCHÄTZEN die Rede.
Also liegen keine genauen Zahlen vor!


DA gegen sage ich ja auch gar nichts :-)

Aber ich habe selber schon etwas Erfahrung.... denke mal 4 Jahre sehr intensives beschäftigen mit ADS und Psychologie ist auch nicht wenig..... und ich habe eben leider auch die Erfahrung machen müssen, dass Fehldiagnosen vorkommen.....

Ich hatte Kontakte zu Leuten und hier im Forum gibt es doch (bzw. gab?!) auch welche, wo es sich später herausstellte, dass die Diag nicht richtig war.... allerdings waren es da auch immer welche, wo keine "vernünftige" Diag gemacht wurde...

VG
Susi



von Susi 34 - am 19.06.2002 08:12

Re: WDR @ Sabine

Hallo Susi,

was in Internetforen geschrieben wird, ist anonym und m.E. deswegen mit Vorsicht zu genießen. Da kann jeder schnell mal das Blaue vom Himmel herunterschwindeln, vor allem, wenn er/sie Irritationen hervorrufen WILL.

In meinem persönlichen Umfeld ist das schon was anderes. Da sehe ich die Kinder, kenne die Eltern und kann mir so ein rundes Bild machen. Und da habe ich es noch nicht erlebt, dass eine Fehldiagnose vorlag (im Sinne von ADS diagnostiziert, aber nicht vorhanden). Fehldiagnosen umgekehrt erlebe ich durchaus (ADS vorhanden aber nicht so erkannt)

Manchmal kommt es vor, dass ich denke, man hätte auch die Eltern behandeln sollen, damit sie ihr eigenes ADS besser in den Griff bekommen, um auf diesem Weg für die Kindererziehung bessere Voraussetzungen zu schaffen.

Liebe Grüße,
Sabine

von Sabine (hinky) - am 19.06.2002 08:39

Re: WDR @ Sabine

Hallo,
ich denke, die Zahlen von wegen die meisten ADS-Diagnosen sind falsch, kommen so zusammen:
1000 Kinder werden ADS-diagnostiziert. 100 Eltern kümmern sich sowieso nicht weiter. 800 Eltern informieren sich weiter, lesen Foren etc und kommen zu dem Schluss, dass ihr Kind ganz gewiss ADS hat. 100 Eltern waren entweder von vorneherein nicht mit der Diagnose zufrieden oder haben bei weiteren Nachforschungen Zweifel (z.T. berechtigt) gekriegt.
Diese 100 Eltern stellen ihr Kind jetzt in der Uni-Klinik vor, und siehe da, die Diagnose wird nicht bestätigt.
Oder ein Arzt ist sich selbst nicht sicher und überweist die Kinder an die Kliniken.
Ich denke mir, dass dort hauptsächlich zweifelhafte Fälle vorgestellt werden, und daher auch die Quote hoch, wo sich die ADS-Diagnose oder der Verdacht nicht bestätigt. Die vielen Fälle, wo der Fall auch nach längerem Beschäftigen immer noch eindeutig ist, kriegen die gar nicht zu Gesicht, und insofern verzerrt sich die Statistik.
Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
oder so:
Steigerung von Lüge:
Notlüge
Lüge
Statistik.

Viele Grüße
Michaela

von Michaela# - am 19.06.2002 09:30

Re: WDR @ Sabine

Hallo Sabine,

habe eben die Beiträge gelesen und muß mich da auch mal einklinken.

Du schreibst:
Sabine (hinky) schrieb:
Zitat

In meinem persönlichen Umfeld ist das schon was anderes. Da
sehe ich die Kinder, kenne die Eltern und kann mir so ein
rundes Bild machen. Und da habe ich es noch nicht erlebt,
dass eine Fehldiagnose vorlag (im Sinne von ADS
diagnostiziert, aber nicht vorhanden). Fehldiagnosen
umgekehrt erlebe ich durchaus (ADS vorhanden aber nicht so
erkannt)


Sowas sehe ich aber gerade in der letzten Zeit verstärkt. Auf Anhieb fallen mir zwei ein.

Erster Fall: Das Kind ist lebhabft hat aber keinerlei Probleme in der Schule oder im Sozialverhalten. Es nervt die Mutter einfach das das Kind sich viel bewegt. Sie sucht einen sogenannten Fachmann auf, der sieht sich das Kind an, keine Amnamesebögen, keine sonstigen Beurteilungen durch Schule oder Umfeld, keine Zeugnisse...rein garnichts...nur die Aussage der Mutter. Kein einziger Test wurde gemacht das weiß ich ganz sicher....das Kind erhält Methylphenidat.
Das Kind wird NICHT ruhiger, im Gegenteil es dreht auf. Die Mutter sucht wieder diesen sogenannten Fachmann auf und dieser verschreibt ohne sich das Kind nochmal anzusehen ein Retardpräparat. Gebessert hat sich bei dem Kind NICHTs. Kunstück: Dem Kind fehlt NICHTS! Und doch wird es mit Methylphenidat behandelt. Der Mutter ist es recht und so kann sie jeglichen "Ungehorsam" (eklig dieses Wort aber mir fällt jetzt nichts besseres ein) mit einem ADHS entschuldigen was sie auch tut. Anderseits ist sie nichtmal bereit ein Buch zu lesen oder gar eine SHG aufzusuchen. Das Kind bekommt Medis und gut ist *hmpf*


Der zweite Fall ist noch kurioser:
Die Mutter hat erhebliche Probleme mit ihren Kindern (ich kenne sie schon viele Jahre und konnte somit die entwicklung mitverfolgen). Die große Tochter hat erhebliche Probleme mit der Scheidung der Eltern und wird auffällig. Das Kind kommt in eine Heilpädagogische Tagesgruppe wo es sich nicht integrieren kann. Niemand kommt an das Kind ran auch nicht der Psychologe des Hauses. Das Ende vom Lied: Das Kind wird in ein Heim eingewiesen.
Das zweite Kind (Nacht der Scheidung geboren unregelmäßiger Kontakt zum Vater) genießt absolute Narrenfreiheit, erst recht nachdem die schwester nicht mehr da ist.
Das ganze geht gut solange das Kind noch nicht in der Schule ist.
Hier werdem dem Kind plötzlich Grenzen gesetzt mit denen er nicht klar kommt. Er beginnt seine Mitschüler und auch die Lehrer zu tyrannisieren. Die Mutter wird aufgefordert aktiv zu werden. Nun beginnnt auch sie Zuhause regeln aufzustellen gegen die der Junge sich logischerweise zur Wehr setzt. Er rebelliert massiv dagegen. Die Mutter verzweifelt, spielt aber die Probleme in der Schule runter.
Folge: Die Schule informiert das Jugendamt...die Mutter erhält die Auflage das Kind unverzüglich einem Kinder und Jugendpsychiater vorzustellen. Das tut sie: Das Kind ist bei dem Gespräch NICHT dabei. Alleine die Aussagen der Mutter und die Beurteilung durch die Schule reichem um den "Fachmann" erkennen zu lassen das es sich um ein ADS handelt. Keine Tests, keine Amnamesebögen...NICHTS!
Die Einstellung der Mutter: Auch sie will weder von Büchern noch von einer SHG was wissen. Das Kind erhält keine Medis weil sie diese ablehnt (der "Fachmann" schlug das vor) es erhält aber auch keinerlei Therapie.

Meine ureigenste Meinung:
In beiden Fällen handelt es sich um eine eindeutige Fehldiagnose!!

Fälle dieser Art gibt es mit Sicherheit noch eine ganze Menge und damit stimme ich Susi zu.

VLG Simone **die sich lange überlegt hat sich zu dem Thema zu äußern**



von Simone - am 19.06.2002 10:00

Re: WDR -Fehldignosen

Hallo Simone,

ich kenne auch mehrere hundert Familien mit ADS-Kindern. Dabei ist kein einziges fehldiagnostiziertes Kind.

Ich kenne aber auch sehr viele Kinder, wo ADS-Diagnosen erst nach mehreren (!) Fehldiagnosen anderer Art gestellt wurden.

Du beschreibst nun 2 Beispiele. Im ersten Fall handelt es sich entweder um eines der 20% Kinder, die nicht auf Ritalin ansprechen, obwohl es ADS hat, oder es ist tatsächlich eine Fehldiagnose. (Wissen kann man das erst, wenn ein Fachmann tatsächlich ADS ausgeschlossen hat).

In jedem Krankheitsbild gibt es Fehldiagnosen. Denn Diagnosen werden von Menschen gestellt und Ärzte sind Menschen, keine Roboter. Warum aber nur werden die wenigen Fehldiagnosen so aufgebauscht? Warum werden andererseits die vielen Fehldiagnosen, die fälschlicher Weise ADS ausschließen, in der Diskussion so sträflich vernachlässigt, obwohl sie so unendliches Leid über das Kind bringen?

Das ganze hat System und Methode, denn bestimmt Leute wollen die ADS-Diagnostik kippen, einerseits aus ideologischen Gründen andererseits aus finanziellen Gründen.

Die Rechnung geht anscheinend auf. Denn wenn nun schon die ADS'ler die Argumentation der ADS-Kritiker/Gegener zu übernehmen beginnen, dann beginnen die "Argumente" in die Köpfe der Menschen einzusickern. Und mit welcher Berechtigung macht man dann einem Lehrer, einer Erzieherin oder dem nachbarn Vorwürfe, dass er ADS nicht akzeptieren will, wenn man als ADS'ler doch selbst zu dieser Stimmung beiträgt.

Der zweite Fall, den du beschreibst, ist noch weniger eindeutig. Hier gibt es eine Diagnose, keine Behandlung und keine Gegendiagnose. Wieso soll die Diagnose falsch sein?

Woher weißt du, dass keine Tests oder Untersuchungen stattfanden, wenn die Mutter nicht in die SHG geht.

Wir hatten gestern einen ähnlichen Fall in der Gruppe. Diagnose mit 8 Jahren. Die Mutter tut nichts. Jetzt ist der Junge fast 17 und muss die Schule nach mehreren Klassenwiederholungen nach der 9. Klasse ohne Schulabschluss verlasen.

Zu ihrer Rechtfertigung sagt die Mutter, es hätten überhaupt keine Tests stattgefunden, deshalb akzeptiere sie die Diagnose nicht. Nun kamen natürlich die Nachfragen. Es folgeten Beschwerden über die Wartezeiten auf die Folgetermine, über die Tests, die durchgeführt wurden, über die Gespräche.

Es stellt sich heraus, dass eine ganz umfangreiche Diagnostik über ca. ein halbes Jahr hinweg stattgefunden hat. Da die Mutter bis heute die Diagnose nicht akzeptieren kann, tut sie die Diagnostik ab, als Gelaber und da war doch nichts.

Und das ist genau das, was ich immer wieder erlebe. Es sind die Eltern, die die Diagnose nicht akzetieren können, die dann andere "Fach"leute aufsuchen, die ihnen erzählen, ihr Kind sei hochbegabt, wahrnehmungsgestört, hätte nur eine Legasthenie und die die ADS-Diagnose damit aufheben. Die Eltern sind erleichtert, dass ihr Kind kein ADS hat und behaupten nun, dass ihr Kind fehldiagnostiziert sei.

Aber ist es das wirklich? Wir alle wissen, alles dieses mit ADS assoziiert sein kann und es sich hierbei um Teildiagnosen handelt, die keineswegs die umfassende Diagnose in Frage stellen.

Caspers-Merk wurde von den Verbänden mehrfach aufgefordert, Zahlen zu den Fehldiagnosen vorzulegen. Sie weigert sich dies zu tun. Sicher nicht, weil ihre Zahlen so beeindruckend sind. Eher, weil es keine Zahlen gibt und es sich um eine Falschbehauptung handelt oder weil die Zahlen eine Aussage treffen, die diese Behauptung zum Einsturz bringen.

Ich denke, wir sollten uns um die vielen vielen Kinder Sorgen machen, die Fehldiagnosen bekommen, die in Richtung Begabungseinschränkung, falsche Erziehung etc. gehen und denen die Hilfe verwehrt bleibt. Die wenigen Fehldiagnosen in Sachen ADS sind ärgerlich, aber menschlich normal, denn Ärzte sind wie gesagt auch nur Menschen.



von Dagmar D. - am 19.06.2002 11:39

Re: WDR -Fehldignosen

Hallo Dagmar,

du hast natürlich Recht wenn du sagst



von Simone - am 19.06.2002 16:03

Re: WDR -Fehldignosen @Simone

Simone schrieb:

Manchmal habe ich ja schon richtiggehende Angst meine Meinung überhaupt noch zu äußern weil ich das Gefühl habe gleich in der Luft zerrissen zu werden aber kann es denn sein das ich NUR in Fettnäpfchen trete?

Nein Simone, es sind keine Fettnäpfchen sondern Unebenheiten im Boden die, sobald jemand darauf hinweist, immer schnell mit Fett aufgefüllt werden damit der Boden wieder glatt aussieht und man den echten Boden darunter nicht mehr sehen kann. (Außerdem werden die Füße so schmierig.) Es ist mühsam dieses Fett wieder zu entfernen so dass der Boden wieder sichtbar wird.

Dann sollte ich mich lieber zurückziehen in mein Eckchen.

Das kommt darauf an, wieviel Energie du mit der Fettbeseitigung verschwenden möchtest...

(und ich sehe schon die nächste Fettpfütze...)



von gipsy - am 19.06.2002 17:11

Re: WDR -Fehldignosen

hallo,

ich muss feststellen, das es tatsächlich nur ein entweder oder gibt.

die eine seite sagt so..................
die andere so.............................

der eine verteufelt den anderen, die fronten verhärten sich und gespräche in denen beide seiten einfliessen und zwar gleichberechtigt sind sehr sehr selten.............habe ich eigentlich nie gelesen oder gehört......

jeder beschuldigt den anderen nicht einsichtig und blind für die argumente des anderen zu sein.......................

mh.....................so wird das nix.................

lg
lydia *die dadurch auch sehr verunsichert ist*

von lydia - am 19.06.2002 20:47

Re: WDR @ Sabine

Hallo Simone,

o.k. du kennst zwei Fälle, hinter denen du eine Fehldiagnose (ADS) vermutest. Und wieviel Fälle kennst du, wo eine Fehldiagnose (kein ADS) vorliegt/vorlag? Mich würde das Zahlenverhältnis brennend interessieren!

Liebe Grüße,
Sabine

PS: (ohne dass mich jetzt jemand wegen Ferndiagnosen lyncht)
Der ersten Mutter, die so leicht abgenervt ist, würde vielleicht ein Elterntraining (THOP, TripleP oder ähnliches) guttun!
Bei der zweiten Mutter würde ich mal genauer hinsehen, ob sie selbst womöglich ADS haben könnte und damit die Schwierigkeiten ihrer Kinder verstärkt.

von Sabine (hinky) - am 19.06.2002 23:40

Re: WDR @ Sabine

Sabine (hinky) schrieb:

Zitat

Hallo Simone,

o.k. du kennst zwei Fälle, hinter denen du eine Fehldiagnose
(ADS) vermutest. Und wieviel Fälle kennst du, wo eine
Fehldiagnose (kein ADS) vorliegt/vorlag? Mich würde das
Zahlenverhältnis brennend interessieren!

Liebe Grüße,
Sabine

PS: (ohne dass mich jetzt jemand wegen Ferndiagnosen lyncht)
Der ersten Mutter, die so leicht abgenervt ist, würde
vielleicht ein Elterntraining (THOP, TripleP oder ähnliches)
guttun!
Bei der zweiten Mutter würde ich mal genauer hinsehen, ob sie
selbst womöglich ADS haben könnte und damit die
Schwierigkeiten ihrer Kinder verstärkt.


Hallo Sabine,

mir ging es nicht darum Zahlen zu sehen oder nennen, sondern das es durchaus auch Fehldiagnosen gibt.

Genauer hinsehen sollte man bei beiden Mütter allerdings. Ein wenig Hilfestellung könnten sie beide gut gebrauchen sofern sie sie denn zuließen.

Um eines mal klazustellen: Ich will diese beiden Mütter hier keinesfalls als schlecht hinstellen das sind sie nicht, sie wissen es halt nur nicht besser.
Ich möchte hier nicht näher ins Detail gehen aber mit deiner Vermutung zu Mutter zwei könntest du durchaus Recht haben.

Und immer noch bleibt es mir ein Rätsel wie eine Diagnose gestellt werden kann wenn der Arzt den Patienten nicht mal zu Gesicht bekommen hat.
Habe ich eine Mandelentzündung reicht auch nicht wenn ich jemanden beauftrage dem Arzt das Mitzuteilen und er verschreibt mir dann Antibiotika...oder irre ich mich da?

Du fragst mich wieviele Fälle ich kenne wo eine Fehldiagnose bei einem bestendem ADS vorliegt aber nicht diagnostiziert wurde?
Eine ganze Reihe muß ich leider gestehen...allein in unserer Familie (die ist sehr groß hab in irgendeinem Posting mal was darüber geschrieben )...eine meiner Nichten besucht eine L Schule bei normaler Intelligenz. Bei ihr wurde nachgeschaut ob sie eine LRS hat, aber hat sie nicht, genausowenig liegt eine Rechenschwäche vor und sie macht keinerlei Fortschritte in der Schule. Ihrer Schwester droht auch die L Schule aufgrund der selben Schwierigkeiten. Meine Schwester will allerdings nichts von ADS wissen (sagt schon bei mir sei es Quatsch) und läßt sie folglich auch nicht testen.

Auch auf die Gefahr hin mich sehr weit aus dem Fenster zu lehnen...ich bleibe dabei: Es gibt/gab und wird immer wieder Fehldiagnosen geben gleich welcher Richtung.
Egal in welchem medizinischem Bereich man kann doch nicht die Augen verschließen das es sowas gibt.
Ginge es zB. nach meiner alten Hausärztin hätte ich seit Jahren schon ein Schilddrüsenproblem. Neuere Untersuchungen (sehr viel ausführlich und gründlicher) haben ergeben das ich rein garnichts an den Schilddrüsen habe. Auch hier im ersteren Fall eindeutig eine Fehldiagnose.

Was die beiden Mütter oben betrifft so habe ich zur zweiteren eine erfreuliche Mitteilung zu machen. Sie hat nochmal nachgedacht und wird einen weiteren Kinderpsychiater aufsuchen (der ADS nicht nur kennt sondern auch eine ausführliche Diagnostik durchführt) und zwar MIT Kind weil sie selbst die Diagnose (besser WIE sie gestellt wurde) anzweifelt.
Wer weiß: Vielleicht ist sie ja dann auch bereit Hilfe anzunehmen und möglicherweise ein Elterntraining zu machen!?
Man wird sehen....

VLG Simone



von Simone - am 20.06.2002 06:32

Re: WDR @ Sabine

das verhältnis der fehldiagnosen in die eine oder andere richtung ist doch vollkommen irrelevant. das macht eine fehldiagnose nicht besser ob ihr nun eine oder zehn fehldiagnosen in der anderen richtung gegenüberstehen.

die frage ist auch, ob jede fehldiagnose als solche erkannt wird. rein theoretisch ist es doch so, dass ich schon leute kennen könnte, die eine fehldiagnose haben, aber nichts davon wissen.... weil die diagnose halt nicht gründlich genug war. und dass das durchaus der fall ist, daran habe ich keinen zweifel. wenn ich eine fehldiagnose als normalsterblicher erkennen würde... wozu bräuchte ich dann noch einen arzt zur diagnose?



von gipsy - am 20.06.2002 08:24

Re: WDR -Fehldignosen

was ich eben zu sabine sagte gilt natürlich auch für jeden anderen...

wie kann man beurteilen, ob die diagnostierzieren adsler, die man so kennt tatsächlich auch ads haben und es nicht doch eine andere ursache gibt.

Die Rechnung geht anscheinend auf. Denn wenn nun schon die ADS'ler die Argumentation der ADS-Kritiker/Gegener zu übernehmen beginnen, dann beginnen die "Argumente" in die Köpfe der Menschen einzusickern.

es sind übrigens nicht nur die ads-kritiker/gegner, die sich gedanken über die heutige diagnosepraxis machen.



von gipsy - am 20.06.2002 08:32

Re: WDR -Fehldignosen

ja, so sehe auch ich das.

und ich glaube wenn mann sich gedanken um mögliche fehldiagnosen macht (egal welcher richtung) läuft man nicht so schnell gefahr, sich einer sache blind hinzugeben.

lg
lydia

von lydia - am 20.06.2002 08:58

Re: WDR @ Sabine

Liebe gipsy,

jetzt wird es theoretisch, da hast du Recht. Niemand weiß, wie viele Fehldiagnosen es tatsächlich gibt, welche davon überhaupt als solche erkannt sind, ob bei widersprüchlichen Diagnosen nun die eine oder die andere richtig ist oder es womöglich sogar eine Mischung aus beiden Möglichkeiten gibt.

Aber genau darauf wollte ich hinaus!

Ich kann es nicht ab, wenn immer wieder einseitig auf den vielen falsch mit ADS diagnostizierten Kindern "herumgeritten" wird, ohne die Gesamtheit aller Fehldiagnosen zu betrachten. So entsteht ein schiefes Abbild der Realität!

Das ist genauso, als würde ich nur das Geld in meinem Portemonnaie zählen und dann sagen, ich besitze kaum Geld. Richtig ist, dass ich wenig Bargeld bei mir habe, aber über mein Guthaben auf meinen Konten ist damit gar nichts ausgesagt.

Verstehst du, was ich will? Mehr Präzision bei gewissen Behauptungen, mehr Überblick, nicht nur publicityträchtige Schlagworte, sondern die volle Wahrheit, auch den etwas langweiligen Teil.

Ich möchte die Verhältnismäßigkeit wahren. Es wird viel über Fehldiagnosen geschrieben, wo ein angebliches ADS keins ist. Aber kein Journalist nimmt sich der Fälle an, wo ein ADS viel zu spät, wenn überhaupt, erkannt wird. Und die letzteren Fälle treten um ein Vielfaches häufiger auf.

Darum bin ich dagegen, die paar vereinzelten Fehldiagnosen, wo ein angebliches ADS keins ist, so in der Öffentlichkeit breitzutreten, als ob es die größte Katastrophe in der ADS-Diagnostik und -Behandlung sei.

Das ist die Augenwischerei, mit der wir manipuliert werden sollen. Und es tut mir immer wieder weh, wenn sogar kritische Geister, die eigentlich ihren Verstand beisammen haben, geneigt sind, darauf reinzufallen, weil sie es oft genug gehört und gelesen haben und irgendwann der Wiedererkennungswert so hoch ist, dass die Zweifel an der Richtigkeit der Behauptung in den Hintergrund gedrängt werden.

Sogar ich muss höllisch aufpassen und manchmal falle auch ich darauf herein :-((

Liebe Grüße,
Sabine

von Sabine (hinky) - am 20.06.2002 09:37

Re: WDR @ Sabine

hallo sabine,

tja, leider ist mit dem blick in MEIN Portemonnaie tatsächlich alles gesagt.

:-)

glg
lydia

von lydia - am 20.06.2002 09:54

Re: WDR @ Sabine

Liebe Simone,

auch wenn dich das Zahlenverhältnis nicht so sehr interessiert, mich durchaus. Daher danke ich dir für deine Antwort: auf zwei Fehldiagnosen der einen Richtung kommen erheblich mehr, wo ein vorliegendes ADS nach deinem Dafürhalten nicht erkannt bzw. akzeptiert wird.

Irgendjemand schrieb schon weiter oben, dass die angeblichen ADS-Fehldiagnosen auch davon herrühren könnten, dass die Akzkeptanz einer ADS-Diagnose nicht sehr hoch ist in der Bevölkerung. Das kann ich so aus meinem eigenen Umfeld klar bestätigen. Logisch, dass man diese unangenehme Tatsache schönzureden versucht, das geht am einfachsten, wenn ein Außenstehender die Schuld/den Fehler zugewiesen bekommt, also Lehrer und/Ioder Ärzte, denen man sowieso gerne Fehler und Pfusch nachsagt.

Geht diese Familie jetzt mit ihrer Meinung hausieren, dann bleibt denjenigen, die sich das anhören müssen, wenig Gelegenheit, den Wahrheitsgehalt zu prüfen. Und schon ist ein Gerücht entstanden.

Jeder sollte jeder Diagnose kritisch gegenüberstehen und, wenn er Zweifel hat, sich eine zweite Meinung holen.

Was wurde denn gegen den Arzt unternommen, der angeblich die ADS-Diagnose macht, ohne seinen Patienten überhaupt zu Gesicht bekommen zu haben? Als Leiterin einer SHG bist du doch sicherlich darüber informiert bzw. hast das selbst überprüft und ggf. Schritte in die Wege geleitet.

Liebe Grüße,
Sabine

von Sabine (hinky) - am 20.06.2002 10:40

Re: WDR @ Sabine

Ich bin geneigt, das zu glauben, wenn ich auch noch einen Blick auf deine Kontoauszüge tun dürfte *g*
Ich bin auch diskret und verschwiegen *smile*

Liebe Grüße,
Sabine

PS: glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast

von Sabine (hinky) - am 20.06.2002 10:42

Re: WDR @ Sabine

du kannst herzlich gerne gucken, leider siehst du da gar nix!!*ggg*

lg
lydia

von lydia - am 20.06.2002 11:20

Re: WDR @ Sabine

Hallo Sabine,

Zitat

Was wurde denn gegen den Arzt unternommen, der angeblich die ADS-Diagnose macht, ohne seinen Patienten überhaupt zu Gesicht bekommen zu haben? Als Leiterin einer SHG bist du doch sicherlich darüber informiert bzw. hast das selbst überprüft und ggf. Schritte in die Wege geleitet.


Ich muß dich berichtigen...ich bin KEINE Gruppenleiterin "nur" Mitglied einer SHG was aber nichts daran ändert das ich dabei bin Material (und zwar schwarz auf weiß) über diesen Arzt zusammenzutragen. Im Zweifelsfall werde ich ihn selber aufsuchen um mir ein klares Bild zu machen.

Letztenendes ging es mir von nornherein lediglich darum klazustellen DAS es Fehldiagnosen gibt...so undeutlich kann ich mich doch nicht ausgedrückt haben.

Warum bloß werde ich das Gefühl nicht los das man mir das ausreden will? Da gibt es nichts dran auszureden...das ist meine Meinung!!

LG Simone



von Simone - am 20.06.2002 11:51

Re:

Hallo Ihr Lieben!

Wenn ein Arzt einem Patienten etwas verordnet OHNE ihn gesehen zu haben, macht er sich strafbar.

ALLERDINGS brennt mir noch etwas unter den Nägeln.

Seit 1975 bin ich im medizinischen Bereich tätig. Habe in unterschiedlichen Einrichtungen gearbeitet.
Und Ihr könnt es mir glauben (oder auch nicht), WAS für einen Schwachsinn manche Patienten erzählen. Also erstmal glaube ich eher selten, was ich erzählt bekomme.
Bei konkreten Nachfragen kommen nämlich mitunter die kuriosesten Sachen ans Tageslicht!!

Als Beispiel: mir hat ein Patient erklären wollen, bei seiner Augen-OP (bei der ich assistiert habe) sei das Auge herausgenommen worden. WOHER er diese Weisheit hatte?? Keine Ahnung.
Wir haben ihn vorher gründlich darüber aufgeklärt, was, wie, warum gemacht wird.

Also meine ich dass es gefährlich sein kann, diesen Schilderungen zu vertrauen.
Es werden kleine Details weggelassen, durch Halbwahrheiten ergänzt, und zum Schluss kommt die "Fehldiagnose" heraus.

Da Menschen keine Autos oder Maschinen sind, wird es zwangsläufig (leider) immer wieder zu relativ wenigen Fehldiagnosen kommen.

Aber wievielen anderen wurde eine korrekte Diagnose gestellt?

ADS ist nunmal kein akuter Blinddarm, den man mittels Bauchabtasten, Blutuntersuchung usw. diagnostizieren kann!!

(Noch nicht? Denn das würde vieles vereinfachen)

Angelika (TanteGela)

von Angelika (TanteGela) - am 20.06.2002 13:00

Re: WDR @ Sabine

Liebe Simone,

es _gibt_ Fehldiagnosen, ohne Zweifel, weil diese Diagnosen von fehlbaren Menschen erstellt werden.

Mir stinkt nur, dass genau auf einer Sorte Fehldiagnosen herumgeritten wird, nämlich die, wo ein angeblich diagnostiziertes ADS sich später als keins herausstellt. Diese Sorte Fehldiagnosen sind meiner Ansicht nach verschwindend gering gegenüber denen, wo ADS GAR NICHT oder VIEL ZU SPÄT erkannt wird. Aber davon wird nicht nichts in der Öffentlichkeit berichtet.

Es ist die Verzerrung, die mich stört. Hier wird ein falsches Bild suggeriert. Darum versuche ich, genauer zu ergründen, wie sich dir die Lage darstellt. Und, wie ich sehe, gibt es auch in deinem Umfeld viel mehr unerkanntes ADS als falsch diagnostiziertes.

Das wollte ich nur herausstellen.

Ich finde es übrigens gut, dass du bei dem zweifelhaften Arzt am Ball bist und wünsche dir viel Erfolg bei deinen Bemühungen.

Liebe Grüße,
Sabine

von Sabine (hinky) - am 20.06.2002 13:10

Re:

Hallo alle zusammen,

also ich meine nicht, das hier jemand dem anderen die Meinung ausreden möchte, ich fand für mich, das sich hier eine Meinung doch ganz klar herauskristallisiert hat, nämlich das es schon Fehldiagnosen gibt, sowohl in die eine Richtung (kein ADS, aber eine postive Diagnose) und in die andere (ADS, aber keine positive Diagnose oder überhaupt keine).

Nur was die meisten daran stört, ist das die Presse, lieber die eine Richtung (kein ADS, aber positive Diag) anführt und die andere etwas unter den Teppich kehrt.

Und wenn sich jemand nicht so sehr damit befaßt, sieht er so natürlich nur die eine Seite, und denkt sich, "ups, da bekommen Kinder Medikamente, die sie garnicht brauchen, das ist ja eine Sauerei!"

Also sehe ich, das wir doch alle in die gleiche Richtung fahren, nur bis jetzt nebeneinander und nicht auf einer Spur ;-), obwohl, wie vorher schon gesagt, eigentlich alle ungefähr das Gleiche meinen.
Ich sage ungefähr, weil das andere drumherum, nur noch Ansichtsache ist, sprich wenn jemand mit Erbsen spielen als gute Sache sieht, ist das Ansichtsache, der andere findet das halt nicht, basta. Man könnte sich nun darüber streiten, aber das bringt es nun auch nicht.

So, ich hoffe ich habe so neutral geschrieben, wie ich das wollte, den ich seh´ hier keine Seite, auf die ich mich stellen könnte, weil es keine verschiedenen Seiten gibt ;-)



von Tine* - am 20.06.2002 13:17

Re:

Angelika (TanteGela) schrieb:

Also meine ich dass es gefährlich sein kann, diesen
Schilderungen zu vertrauen. Es werden kleine Details weggelassen, durch Halbwahrheiten ergänzt, und zum Schluss kommt die "Fehldiagnose" heraus.


Also gehen wir davon aus, das diejenigen, die etwas von Fehldiagnose erzählen nur die Hälfte erzählen, die anderen, die eine Diagnose haben alles erzählen und bei der Wahrheit bleiben?

Da Menschen keine Autos oder Maschinen sind, wird es zwangsläufig (leider) immer wieder zu relativ wenigen
Fehldiagnosen kommen.


Und komischerweise hat hier keiner (außer den Medien die mit ADS ihre Schlagzeilen füllen wollen) damit ein Problem zu behaupten, es gibt reichlich Fehldiagnosen, wo ein ADS nicht erkannt wurde... DA sind es keine relativ wenigen.... es wird ja immer wieder betont wie viele es davon gibt. Aber bei ADS kann das nicht passieren?



von gipsy - am 20.06.2002 13:42

@Tine...du hast es erfasst ;-)..n.T

.

von Simone - am 20.06.2002 13:48

Re: WDR @ Sabine

Sabine (hinky) schrieb:

Mir stinkt nur, dass genau auf einer Sorte Fehldiagnosen herumgeritten wird, nämlich die, wo ein angeblich diagnostiziertes ADS sich später als keins herausstellt.

und ich find es immer wieder ärgerlich dass diese sorte fehldiagnose versucht wird totzuschweigen bzw. das vorhandensein dieser (außer in einer verschwindend geringen zahl) vehemment abgestritten wird und immer mit dem finger auf ein anderes (durchaus vorhandenes) problem gezeigt wird, um von diesem abzulenken.

Diese Sorte Fehldiagnosen sind meiner Ansicht nach verschwindend gering gegenüber denen, wo ADS GAR NICHT oder VIEL ZU SPÄT erkannt wird. Aber davon wird nicht nichts in der Öffentlichkeit berichtet.

verschwindend gering ... das ist deine ansicht, und das ist genau der knackpunkt. jeder ist da offensichtlich anderer ansicht. es gibt keine zahlen und jeder legt das für sich aus. ich bin z. b. der auffassung, dass es durchaus fehldiagnosen gibt, die z. t. daraus entstehen, dass die diagnose nicht gründlich durchgeführt wird. es gibt sogar anerkannte fachleute die eine zu schnelle diagnose und medikamentöse behandlung kritisch gegenüber stehen.

oft genug geht aus nicht nur um fehldiagnosen, sondern vorschnelle diagnosen, die sich natürlich im nachhinein als richtig oder falsch erweisen könnten... wenn denn mal richtig nachgeschaut würde. wird aber nicht immer. und das ist genauso ärgerlich.



von gipsy - am 20.06.2002 16:06

Re: WDR @ Sabine

Hallo gipsy,

du schreibst bzgl. Fehldiagnosen ADS, die keine sind:
"und ich find es immer wieder ärgerlich dass diese sorte fehldiagnose versucht wird totzuschweigen bzw. das vorhandensein dieser (außer in einer verschwindend geringen zahl) vehemment abgestritten wird und immer mit dem finger auf ein anderes (durchaus vorhandenes) problem gezeigt wird, um von diesem abzulenken. "

Wo werden diese Fehldiagnosen totgeschwiegen bzw. vehement abgestritten? In Presse und Fernsehen keinesfalls! Aber wo denn dann?

du schreibst:
"ich bin z. b. der auffassung, dass es durchaus fehldiagnosen gibt, die z. t. daraus entstehen, dass die diagnose nicht gründlich durchgeführt wird. es gibt sogar anerkannte fachleute die eine zu schnelle diagnose und medikamentöse behandlung kritisch gegenüber stehen."

Auch das ist Ansichtssache, wieviele schwarze Schafe es gibt und wieviele Ärzte korrekt arbeiten. Zahlen und Studien liegen hier nicht vor. Aber auch hier wird in der Presse nur die Instant-Diagnose kritisiert, die vielen sorgfältigen Ärzte werden nicht erwähnt.

Ich persönlich kenne keine Praxis, die bei der Diagnose zu wenig Sorgfalt walten lässt. Wieviele Ärzte kennst du, die deiner Ansicht nach zu schnell und flüchtig diagnostizieren? Und was unternimmst du dagegen?

Liebe Grüße,
Sabine

von Sabine (hinky) - am 20.06.2002 17:40

Re: WDR @ Sabine

Sabine (hinky) schrieb:

Wo werden diese Fehldiagnosen totgeschwiegen bzw. vehement abgestritten? In Presse und Fernsehen keinesfalls! Aber wo denn dann?

na hier, in den foren, der "ADS-gemeinde"
sobald das wort fehldiagnose fällt, heißt es... die gibt es äußerst selten, die presse reitet immer auf den wenigen fehldiagnosen rum, wo ads fälschlicherweise diagnositziert wurde und dabei ist das eigentlich gar nicht so...ABER fehldiagnosen wo ads nicht erkannt wurde... die gibt es reichlich. usw. usf.

Ich persönlich kenne keine Praxis, die bei der Diagnose zu wenig Sorgfalt walten lässt.

ich schon

Und was unternimmst du dagegen?

wenn ich ehrlich bin... nichts. es sind nicht meine kämpfe... wenn ich einen arzt für nicht gut halte gehe ich zu einem anderen und anderen würde ich das gleiche empfehlen. ich kämpfe nicht an allen fronten. ich habe genügend eigene fronten zum kämpfen.



von gipsy - am 20.06.2002 22:49

Re: WDR @ Sabine

Hallo gipsy,

du meinst also, ich würde Fehldiagnosen totschweigen. Das ist falsch, sonst würde ich hier nicht mit dir darüber diskutieren. Auch werden in diesem Forum Fehldiagnosen nicht totgeschwiegen, denn sonst würden entsprechende Beiträge einfach entfernt. Das ist aber nicht der Fall.

Richtig ist anscheinend nur, dass wir verschiedener Ansicht sind über das Zahlenverhältnis von sorgfältigen, richtigen und flüchtigen, falschen Diagnosen. Wir beide werden das wohl auch nicht klären können, sondern müssen darauf warten, dass mal irgendjemand das genauer untersucht. Bis dahin sollten wir diesen Disput ruhen lassen.

Ich bitte dich aber, nie wieder falsche Behauptungen wie oben, öffentlich zu verbreiten.

Liebe Grüße,
Sabine

von Sabine (hinky) - am 21.06.2002 12:56
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