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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Salome, Evy, Libby

Lehrergespräch - weiss nicht mehr weiter

Startbeitrag von Salome am 19.03.2003 14:45

Hallo!

Heute hatte ich wieder mal ein Gespräch mit Felix´Klassenlehrerin.
Er geht ja in die dritte Klasse, und seit der ersten Klasse hat er massivste Schulschwierigkeiten.
Er ist vielfach untersucht und getestet worden, und niemand (!!!) hat diese Ergebnisse akzeptiert :-(
Ich habe seit letztem Frühjahr alles versucht, um ihm eine bessere Schullaufbahn zu ermöglichen. Lt. Kinderpsychiaterin wird er die Grundschule nicht schaffen.
Es ist alles gescheitert: Sowohl die Umschulung auf eine L-Schule als auch die Rückstufung in die zweite Klasse als auch die Einstufung als Integrationskind. Es scheiterte v.a. am Widerstand der Klassenlehrerin.
Heute sagt sie mir glatt ins Gesicht, dass er die dritte Klasse auf keinen Fall schaffen wird.
Und der absolute Hammer: So wie er ist, würde er keinen einzigen Schulabschluss schaffen :-((( noch nicht einmal an einen Hauptschulabschluss sei im entferntesten zu denken!!!

Ich war so vor den Kopf gestossen, das ich gar nichts mehr sagen konnte :-(((

Wir ziehen jetzt bald um, und die neue Grundschule will ihn auch in die dritte Klasse aufnehmen.
Aber er schafft es einfach nicht!!! Und er hat Verhaltensstörungen entwickelt, die ich nicht mehr mit ansehen kann!

Wie kann ich meinem Kind noch helfen?

Wenn alles formal korrekt läuft, kommt er jetzt wieder in die dritte Klasse. Dort wird er wahrscheinlich wiederholen müssen. Dann erst könnte ein Überprüfungsverfahren auf Sonderbeschulung eingeleitet werden, aber erst für das darauf folgende Schuljahr! Das würde für uns noch 1,5 Jahre sinnloses Warten bedeuten. Und so viel wertvolle Zeit vertan! Ich werde noch verrückt!!!

Ach ja, noch was: Uns wurde von der hiesigen L-Schule abgeraten (wg. des sozialen Spektrums *seufz*). In unserem Landkreis gibt es aber auch eine Sonder-Waldorfschule, die sich eines sehr guten Rufes erfreut. Hat einer von Euch Erfahrung mit dieser Schulform?

Und zu allem Überfluss muss er wahrscheinlich noch ins Krankenhaus; er leidet an Minderwuchs, der jetzt diagnostiziert wurde. Die Ursachen sind noch völlig unklar :-( , ebenso eine mögliche Behandlung. Dann soll außerdem eine erneute organische Abklärung seiner neurologischen Probleme laufen. Ich hab´total Angst, dass die Ergebnisse ungünstig ausfallen könnten!

Was kommt denn noch alles?

traurige Grüße von Salome

Antworten:

Hallo, Du arme Socke,

Dir bleibt ja auch nichts erspart. Mal abgesehen davon, was ich von den Aussagen dieser Lehrerin halte - kotz-brech - wäre es vielleicht am sinnvollsten, den Jungen mal einem Kinder-und Jugendtherapeuten vorzustellen. Eventuell kann man mit ihm im Rahmen einer VT arbeiten, zumal er Verhaltensauffälligkeiten an den Tag legt. Vielleicht erfährst Du ja auch bald schon mehr, wenn er untersucht wird wegen der anderen Geschichte.

Muss er vielleicht grundsätzlich anders behandelt werden? Mit etwas Glück bekommst Du bald Antwort auf diese Fragen.

Halt die Ohren steif! Ich wünsche Dir Kraft um alles durch zu stehen. Und ganz viel Glück, dass bessere Maßnahmen ergriffen werden können.

Gruß, Annette

von Libby - am 19.03.2003 15:19
Hi Anette,

ja, vielleicht ist das mit der VT eine gute Idee.
Seine KiJu-Psychiaterin (zu der ich großes Vertrauen habe), meint aber, dass sie nicht wüsste, wie sie ihn therapieren solle, da so viele Störungen gleichzeitig vorliegen :-(
Da ist nicht nur ein erheblicher Entwicklungsrückstand, sondern auch Wahrnehmungsstörungen und autistische Züge.
Wir hatten schon Glück, innerhalb kurzer Zeit einen Termin für die somatische Diagnostik zu bekommen. Die anderen Institutionen (SozPäd, Autismus-Ambulanz) haben Wartelisten von über sechs Monaten! Und in der KiJu-Psychiatrie liegen Kinder schon im Flur, weil nicht genügend Betten da sind :-(((

Trotzdem hoffe ich, dass endlich nach so vielen Jahren eine endgültige Diagnose gefunden werden kann. Dann wissen wir wenigstens, warum er so ist, wie er ist - und wie wir ihm am besten helfen können.

liebe Grüße, Salome

von Salome - am 19.03.2003 15:46
Hallo Salome,

mir fällt spontan das Jugendamt ein. Dort kann man Einzelfallhilfen beantragen, die eine 1:1 Betreuung des Kindes gewährleisten. Die brauchen auch keine Diagnosen, wenn es einigermaßen flexible Köpfe sind, helfen sie ohne so ein riesen Theater.

Viel Erfolg und nicht die Ohren hängen lassen!
Gruß
Evy

von Evy - am 19.03.2003 19:38
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