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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Marisa, momfor4, Hypie Mama, Angelika (TanteGela), Jörg Dreier

Forschung

Startbeitrag von Jörg Dreier am 10.06.2003 11:21

Hallo - ich habe folgendes Anliegen:

Da ich als Nachhilfelehrer oft mit Leuten zusammenkomme, die vermutlich oder schon erweisen ADS haben - bzw. ich selber mir es zuordne, wollte ich dem Thema etwas näher kommen, indem ich

* hier kontakte knüpfe (Erfahrungsaustausch - Tips - Tricks für den Alltag)

* in die Grundlagenforschung gehe (entweder von der biochemischen, neurologischen oder aber von der pädagogisch-psychologischen Seite) - Sind Unis bekannt, die in die Richutung forschen (Dopamin - D4-Rezeptor - allgemein Neurotransmitter, Methylphenidat [bzw. evt. Alternativen]) - gute ergotherapoldischen Ansätze, ...)

* suche auch dafür Kontakte zum Quatschen - Erfahrungsaustausch - neue Forschungsimpulse ...

Vielen Dank, - Jörg aus Freiberg

Antworten:

Hallo Jörg!

Erstmal herzlich willkommen.

Wenn Du Dich hier schon ein bisschen durchgelesen hast, wirst Du sicher eines festgestellt haben.
Es gibt leider oftmals Probleme zwischen Eltern-Schülern-Pädagogen.
Um so besser, dass Du den Weg hergefunden hast und Dich informieren möchtest.
(Von diesen Lehrern hätten wir gerne meeeeeeeehr*g*!)

Aus unserer Erfahrung kann ich Dir sagen, dass für unseren Sohn (jetzt 15) der wohlstrukturierte, streng-liebevolle Frontalunterricht in der Grundschule das Optimum war.
Gemeinschafts- und Freiarbeiten hingegen sind immer noch ein Horror, sprich sie werden vergessen.

Hausaufgaben müssen unbedingt kontrolliert werden, sonst sieht der Schüler meist keine Notwendigkeit, sie anzufertigen.
Kontrollen des Hausaufgabenheftes und ab und zu ein Telefonat ausser der Reihe (nicht nur Tadel, auch mal ein Lob) sollten nicht fehlen.

Insgesamt wichtig scheint mir die positive Verstärkung.
Jedes kleine Bemühen, jede noch so kleine Verbesserung bewirkt bei ADS-lern wahre Wunder.
Ausrutscher sollten hingegen großzügig gehandhabt werden, und wenn ein Tadel erforderlich ist, NIE vor Publikum.

Angelika (TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 10.06.2003 13:17
Hi Jörg
Herzlicn Wilkommen und klasse das du dich da auch beruflich betroffen den Weg zu uns gefundne hast.
Gruß Barbara

von Hypie Mama - am 10.06.2003 16:50
hallo jörg

auch von hier ein herzliches willkommen

kann mich tante gela nur anschliessen- solche lehrer braucht das land.

die bereit sind, sich *freiwillig* zu informieren und diese dinge dann bei unseren kindern auch anzuwenden und umzusetzen!

gutes gelingen!

gruss

mom

von momfor4 - am 11.06.2003 05:32
Hallo Jörg,

mein Sohn ist 8, hat schwere Legasthenie und wahrscheinlich ADS (letzteres noch nicht ausgetestet).

Er ist in seiner 3. Schule, wiederholt das 2. Schuljahr, in dem er allerdings weitaus mehr lernt als in seinem vorangegangenen 2. Schuljahr. In seinem neuen 2. Schuljahr ist - wie oben schon gesagt - der streng-liebevolle Frontal-Unterricht das beste. Im Jahr zuvor scheiterte er an dem lockeren freien Unterrichtsstil, in dem er keine Orientierung fand.

Die jetzige Lehrerin will von ADS und Legasthenie nichts wissen, liebt meinen Sohn aber sehr und stellt sich so auf ihn ein, wie sie persönlich es kann. Ihr Unterrichts-Stil ist auf viel Bewegung ausgerichtet, die Unterrichts-Themen haben kurze, überschaubare Sequenzen und Abwechslungen im Zuhören und selber machen.

Als Hausaufgaben gibt es immer genau 2(!) Sachen zu erledigen. Das kann ein Kind im Kopf merken und keiner schreibt es sich auf. Diese feste Struktur wird konsequent eingehalten. Die HA dauern in der Regel zw. 20 und 40 Min. ALLE (!!!) Hausaufgaben werden nachgesehen, und die Kids schätzen das außerordentlich. Matheaufgaben in der Regel am nächsten Tag. An jedem Freitag werden die Deutschhefte von der L. mit nach Hause genommen und am Montag wieder mitgebracht. Klassenarbeiten werden immer am Di geschreiben und NIE am darauf folgenden Tag zurückgegeben. Die Kids sollen 2x geschlafen haben, dan sehen sie den Noten entspannter entgegen.

Beim Vermitteln von Unterrichts-Themen steht das handelnde Lernen im Vordergrund. Das Zuhören und akustisch-visuel-kognitive Lernen wird als Thema-Einleitung und als Zusammenfassung des handelnden Lernens eingesetzt.

Insgesamt ist mein Sohn gut aufgehoben und fühlt sich ebenso wie alle Kinder dieser Klasse sehr sehr wohl.

Weiterhin viel Erfolg bei der Info-Suche.
Und auch viel Spaß. Denn da kommt ja so einiges sehr Interessantes zusammen, zumal man ja seine Menschenkenntnis sehr schult .... ;-))

Marisa

von Marisa - am 12.06.2003 00:28
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