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ADHS ADS Selbsthilfe
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vor 14 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 10 Monaten
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ClaudiaW, Angelika (TanteGela), Margot F., Braun,Regina, Hannelore4, Martin Winkler, Sonja Bellmann

Ich glaub' ich steh im Wald :-(

Startbeitrag von ClaudiaW am 28.07.2003 20:37

Hallo allerseits,

mir quillt mal wieder das Herz über und ich muss einfach jetzt mal in die Tasten hauen, weil ich sonst hier überschäume.

Also: Heute war der angekündigte Sprechtermin in der Schule. Ich bin (gottseidank) nicht dabeigewesen, sondern mein Mann war dort.

Also, wir bekommen 3 Fünfen im Zeugnis. Eine in Deutsch (wussten wir), eine in Englisch (Klassenarbeiten 3,4,5. Vokabeltests: 6 (hat er uns verheimlicht),2) und eine in Kunst (????). Wieso Kunst?

Großer Termin: Der Schuldirektor war mit dabei. Warum auch immer uns war das nicht angekündigt. Auf jeden Fall großes Tribunal :-(

Es hat nur so gehagelt. Er wäre immer noch so chaotisch. Die Lehrer würden sich weiterhin beschweren. Er hätte des öfteren keine Hausaufgaben, oder es würde Material fehlen (Geodreieck) Es wäre in seiner (des Direktors) Laufbahn noch nie vorgekommen, dass jemand im 5. Schuljahr schon in Englisch eine 5 hätte. Nochmal so ein Zeugnis und er würde von der Schule fliegen, ohne eine Chance, die Klasse zu wiederholen. Außerdem hätte sich die Kunstlehrerin beschwert, dass er im letzten Halbjahr KEINE einzige Arbeit abgegeben hätte. Die 5 wäre nur eine goodwill-Aktion, weil eigentlich müsste er eine 6 bekommen.


Wie Bitte?????

Also, nochmal. Er nimmt seit den Osterferien Medis. Nach ca. 6 Wochen hatten wir den ersten Termin. Rundfrage der Klassenlehrerin an alle Lehrer. Signale positiv. Es wird deutlich besser. Unterlagen beisammen. Leistungen steigern sich. Die Kunstlehrerin hat sich nur beschwert, weil noch 2 € Materialkosten abzugeben wären und Ph. sie noch nicht abgegeben hätte. KEIN WORT über fehlende Arbeiten. Fällt so etwas bis dahin noch nicht auf??? Weitere 4 Wochen später. Wieder Nachfrage. Signale positiv. Deutschaufsatz versiebt. Nachfrage von uns, warum? Ja, eigentlich ist das ein sehr guter Aufsatz, sprachlich und inhaltlich, aber er hat sich nicht genau an die Aufgabenstellung gehalten. Thema verfehlt! 5! Naja. Hätte man wenigstens drunterschreiben können, aber auch ok. Englischtest 2. Englischarbeit 5. Jetzt Endnote 5. Warum? Rechnerisch ergibt das alles eigentlich eine 4. Antwort des Lehrers: Soll ja auch nur ein Warnschuss sein!

Was ist das hier? Die Verschwörung der Idioten? Ich meine, warum veranstalte ich das hier. Was ist das mit den Kunstarbeiten? Warum in aller Welt veranstalte ich dieses ganze Frage-Antwort Spiel, wenn mir dann, 2 Tage vor den Zeugnissen, so ein Ergebnis präsentiert wird?


Die Deutschlehrerin: Sie hatte mir von Anfang an gesagt, ich wäre zu stark eingebunden. Das hätte zur Folge, dass unser Kleiner nur auf mich hören würde, und die Lehrer nicht akzeptierte. Sie würde das gern in die Hand nehmen und ihm regelmäßig Arbeitsblätter geben, damit er seine Defizite in Rechtschreibung aufholt. Ganze 2 Mal ist das passiert und das 2. Mal auch nur aufgrund meiner Nachfrage. Es funktioniert doch nicht, wenn ich mich nicht einschalte. Ich meine, wir haben das jetzt anders gelöst, und lassen ihm die Nachhilfe im Studienkreis geben.

Apropos Studienkreis. Auch das wurde erwähnt. Dass nämlich seine Defizite gar nicht so groß sind, sondern sich eigentlich recht schnell beheben lassen und dass seine schlechten Leistungen eher von Prüfungsangst und seiner ständigen Unsicherheit herkommen. Kommentar: Damit müssen andere auch fertig werden. Außerdem sind wir für die Bewertung maßgebend und nicht der Studienkreis Klar doch. Weiß ich auch. Ich will auch keine Sonderrechte. Ich möchte einfach nur, dass man sich auch mal in die Lage des Kindes versetzt und vor allem, dass man auch unsere Bemühungen unterstützt. Aber davon war heute irgendwie keine Rede mehr. Ich habe vielmehr den Eindruck gewonnen, dass man eigentlich gar nicht daran interessiert ist, sondern dass man uns eigentlich loswerden will.

Oder was meint ihr dazu? Sehe ich das so falsch? Im Moment habe ich das Gefühl, ich bin im falschen Film.

Ach ja, noch zur Kunst. Unser Kleiner meinte, dass er mindestens 2 Arbeiten abgegeben hätte und bei einer Arbeit hätte er eine 3- bekommen. Aber Kunst ist auch sehr oft ausgefallen in diesem Halbjahr.

Also, wenn nicht unsere Lebenspläne so ganz anders aussehen würden, würde ich am liebsten beide Kinder sofort von dieser Schule nehmen.

Vielen Dank fürs Mitlesen.

Liebe Grüße

Claudia

Antworten:

Ich antworte mal völlig unfachlich und subjektiv...

Beim Lesen ist mir so durch den Kopf geschossen, ob man nicht die Frauen und Herren Pädagogen an ihrem beruflichen Ehrgeiz packen sollte und sich von Ihnen eine gewisse kreative Mitarbeit und Förderung des Schülers erwünschen könnte. Es ist natürlich schwer zu beurteilen, was sie schon tun.
Statt zu Jammern sollten sie aber zumindest beschreiben, was denn am Verhalten so schlimm ist. Verhaltensnah und mit direkten Rückmeldungen. Rückmeldekarten für den Unterricht, Aufschreiben bzw. Abzeichnen von wichtigen Anweisungen. Rückmeldungen bei Disziplinarproblemen.

Aber eine Kunstlehrerin, die sich über nicht abgegebene Arbeiten bei einem ADHS-Kind beschwert hat vielleicht eher ihre eigene verflossene Karriere als einen Unterricht vor Augen. Die Welt kann ja so ungerecht zu Kunstlehrerinnen sein! Jetzt sollen die auch noch nachfragen, ob eine Arbeit fertig gestellt ist? Unmöglich ;-)))))


Ausserdem müssen Lehrer und sogar Direktoren auch den Verlauf und die Besserungen mit berücksichtigen. Wenn dann so eine Hammerdrohung kommt, das Kind von der Schule zu schmeissen, stellen die sich ein verdammt schlechtes Zeugnis aus. Vielleicht geht es auch darum, dass sie ihn los werden oder selber in den Vorruhestand wollen.

von Martin Winkler - am 29.07.2003 05:56
Hallo Claudia!

ADS-ler (jedenfalls einige) und Kunst, da prallen 2 Welten aufeinander!!!
Unser Fuzzi hat(te) auch immer Mega-Stress mit seinem Kunstlehrer, die Hausaufgaben fehlten, die Arbeiten wurden nicht abgegeben oder nicht wiedergefunden, oder, oder, oder!

Mein Tipp: bei Elternsprechtagen immer zu ALLEN Fachlehrern gehen, angefangen bei Sport und aufgehört bei Musik.

Zwischendrin kurze (!!) telefonische Nachfragen, die aber regelmäßig, und am besten nachmittags ca. von 17.00 bis 19.00
Zugegeben, man muss schon ein bisschen mehr als höflich sein, und für manchen mag es sich nach Schleimen anhören.
Ausserdem habe ich es mir zur Regel gemacht, immer als Erstes zu fragen "störe ich Sie, oder können wir kurz miteinander sprechen?".
Natürlich sehen wir nur immer unser Kind, vergessen dabei leicht, dass ein Lehrer pro Klasse mit ca. 30 Schülern zu tun hat.

Zu Deinem Gefühl, dass man Euch loswerden möchte, kann ich nicht viel sagen. Die Erlebnisse lassen es befürchten, aber dann würde ich auch konkret danach fragen!

Und zum Thema Material vergessen usw. hilft nur eine Sache.
Mit dem Kind gemeinsam die Tasche packen!
Die Geometriesachen haben wir in einer Tupperdose, so reicht ein Griff.

Gute Nerven!

Angelika(TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 29.07.2003 06:14
Hi ClaudiaW,

was auch sehr hilfreich ist, unser Sohn
hat von unserer Ärztin einen Tagesbericht für die Schule bekommen.

Dort müßen die Lehrer(vorausgesetzt sie arbeiten mit) folgenden Punkte benoten.
1. war organisiert und bereit für den Tag
(Weg-legen der Jacke,Bücher herausgenommen,Schreibarbeiten erledigt)
2.beteiligt sich am Unterricht
3.vollendet die Arbeit in der Zeit und akkurat(80%)
4.folgt dem Unterricht konzentriet
5.Sozialverhalten
Es können noch einige Punkte dazukommen,wenn man mag.

Dann steht dort 1.Std--bis ?.Std.

Punkteskala:
1=Kein Problem;ausgezeichnet
2=Gelegentlich ein Problem;gut gemacht
3=Häufiger ein Problem;okay
4=Sehr häufig oder immer ein Problem;muß besser werden

So hat jeder einen Überblick, ob Ärztin zwecks Dosierung, aber auch du und kannst sofort nachfragen, was gewesen ist.

Schöne Grüße

Hannelore

von Hannelore4 - am 29.07.2003 08:41
Hallo Angelika,

wir fragen ja bei allen Lehrern nach, das ist ja das Problem. Es hat nur seit den letzten Osterferien keinen Elternsprechtag mehr gegeben. Es war auch mit der Klassenlehrerin abgesprochen, dass wir in engem Kontakt bleiben und in jedem Fall eine Rückmeldung an uns kommt. Deshalb hat sie ja auch alle beteiligten Lehrer gefragt, bevor wir die Gesprächstermine hatten. Bei ihr habe ich übrigens den Eindruck, dass sie uns auch wirklich helfen will. Sie hat auch ganz klar bestätigt, dass seine Leistung und sein Wissensstand wesentlich besser sind, als seine Noten.

Ich versuche sehr, beide Seiten zu sehen. Da gebe ich mir wirklich Mühe, denn ich bin mir schon darüber im klaren, dass wir gemeinsam unsere Kinder großziehen und somit an einem Strang ziehen sollten. Ich ackere mit meinem Kind und versuche auch ihm beide Seiten zu erklären. Wie ich schon sagte, ich will keine Sonderbehandlung sondern lediglich solange Hilfestellung, bis er die gleichen Voraussetzungen hat, wie seine Mitschüler, sprich, bis er richtig medikamentös eingestellt ist. Das geht aber nicht ohne Rückmeldung und ich finde auch nicht, dass es zuviel verlangt ist.

Mir geht es auch gar nicht so sehr um das Fach Kunst. (Interessanterweise kann er sehr gut zeichnen, da hat er eigentlich sogar wirklich Talent). Mir geht es darum, das hier offensichtlich erst am Ende eines Schulhalbjahres auffällt, wenn ein Schüler keine Arbeiten abgegeben hat (oder besser gesagt haben soll). An die fehlenden 2 Euro kann man sich erinnern, aber wir haben ja den Gesamteindruck abgefragt. Da kam nichts. Wie geht so etwas, frage ich mich. Ich muss doch bei meinem Arbeitsplatz auch jederzeit Auskunft über den Stand der Dinge geben können. Ich habe übrigens mal meine Tochter nach dieser Lehrerin gefragt. Sie hatte sie auch schon mal in Kunst. O-Ton: Ach die, bei der herrscht immer völliges Chaos. Bei der ist in den Kunsträumen immer ein ständiges Durcheinander und man findet nichts mehr wieder. Bei der muss man immer die Sachen mit nach Hause nehmen, weil sie sonst einfach verschwinden.

Ach. Haben wir es hier vielleicht mit einem erwachsenen ADSler zu tun, der jetzt auf kleine "einschlägt"? Der Gedanke kam mir ganz spontan ;-).

Letzte Nacht habe ich kein Auge zubekommen. Meine Gedanken kreisten ständig nur noch um die Schule und darum, wie es jetzt weitergehen soll. Für mich ist ganz klar. Ich werde mich auf keinen Fall zurückziehen, sonst geht er völlig die Bachgasse runter. Was die ganzen "Formalismen" wie Ranzenpacken, Materialien und und und.. angeht, so werde ich mich wieder stärker dahinterklemmen. Das klappt offensichtlich nicht ohne Hilfe. Ich wollte ihm eigentlich nur mal ein bisschen Luft verschaffen, damit er nicht immer das Gefühl hat, ständig unter Kontrolle zu sein.

Vielleicht wird es auch leichter, wenn er ein retard bekommt. Dann gibts zumindest keine rebounds mehr in der Schule.

Mal sehen. Einfach die Hoffnung nicht aufgeben und stark sein.

Leibe Grüße

Claudia

von ClaudiaW - am 29.07.2003 08:47

Ach - und noch etwas ;-)

ich hatte ja schon öfter davon erzählt, dass unsere Kinder diesen Erdkundelehrer haben, der nach 5 Jahren Unterricht immer noch nicht den Namen unserer Tochter kennt.

Im letzten Zeugnis sollte sie eine 4 bekommen, mit der Begründung, sie würde sich nicht am Unterricht beteiligen. Antwort unserer Großen: Ich beteilige mich, aber Sie nehmen mich nicht dran. Naja Diskussion hin und her. Test war 3 - die Gesamtnote wurde dann doch auch 3.

Daraufhin hat Sie (von sich aus) im letzten Halbjahr eine Strichliste darüber geführt, wann und wie oft sie sich gemeldet hat, drangekommen, richtig oder falsch. Im Test hat sie eine 2+ geschrieben. Gesamtnote 3. Jetzt wieder die Diskussion. Sie wollte gern eine 2 haben, weil sie ab jetzt kein Erdkunde mehr hat und hat sich auch extra angestrengt. Ja, liebe (falscher Name), da musst du dich mehr beteiligen. Unsere Große. Ich habe mich beteiligt. Hier sind die Auswertungen. Ja, liebe (anderer falscher Name) aber in den letzten beiden Stunden hast du weniger gesagt. Antwort: Dafür habe ich in den Stunden davor mich so oft gemeldet, dass Sie gesagt haben, dass Sie mich nicht mehr dran nehmen können, sondern andere nehmen müssen. Und meine Antworten waren richtig. Kurzum Endnote 3. Unumstösslich.

Anschließend Diskussion mit dem Klassenlehrer über dieses Problem (das schon seit Jahr und Tag mit diesem Erdkundelehrer an der Schule besteht)

O-Ton: Tja, so ein Lehrer ist eben doch eine gute Vorbereitung auf euer späteres Leben. Da könnt ihr euch euren Vorgesetzten auch nicht aussuchen, sondern müsst alles so nehmen, wie es kommt.

Pisa lässt grüßen

Liebe Grüße

Claudia

von ClaudiaW - am 29.07.2003 09:26

Hallo Martin ,

von mir aus kannst du ruhig öfter unfachlich und subjektiv sein,
dein obiges Post hat mir jedenfalls sehr gefallen !

Gruß Sonscha

von Sonja Bellmann - am 29.07.2003 09:27
Hallo Martin,

ich sehe das ganz genauso und habe aber das Gefühl der völligen Ohnmacht. Wenn von der anderen Seite nicht mitgezogen wird, was bleibt dann noch?

Manchmal drängt sich mir der Eindruck auf, dass bei einigen Lehrern (nicht bei allen) engagierte Eltern ebenso wenig erwünscht sind, wie die nicht engagierten, wobei letztere dann immer praktischerweise für das schlechte Abschneiden bei der Pisa-Studie herhalten können.

Aber die engagierten, die können vielleicht auch einen (unerwünschten) Blick hinter die Kulissen bekommen, oder?

Liebe Grüße

Claudia

von ClaudiaW - am 29.07.2003 09:33
Hallo Claudia!

Eines verstehe ich nicht.
Wenn ein regelmäßiger Austausch stattfindet, warum hat die Kunstlehrerin bei diesen Gesprächen nichts von fehlenden Bildern bzw. dem fehlenden Geld gesagt?

Wäre es eine Möglichkeit, ein Heftchen anzulegen und dort mit Datum einzutragen, wann und was mit dem jeweiligen Fachlehrer besprochen wurde?

Ich halte es für problematisch, wenn die Abfragen auch für andere Fächer alle über den Klassenlehrer laufen. Mir ist der direkte Weg lieber, denn dann gibt es keine "stille Post", wo etwas weggelassen oder hinzugedichtet wird.
Ein Blick in den Lehrerkalender reicht doch, um konkret und jedereit sagen zu können, wann Hausaufgaben fehlten, wann die Mitarbeit lausig bzw. gut gewesen ist.
Und eigentlich soll der Lehrer sich nach einer Stunde Notizen zu
den Leistungen seiner Schüler machen. (??)

Wir hatten auch mal mit unserem Kunstlehrer das Problem, dass angefertigte Bilder (die um Trocknen irgendwo zwischengelagert wurden) verschwanden und als "nicht angefertigt" galten.
Erst nach einer Umräumaktion fanden sie sich wieder an, und es wurde nur gesucht, weil es mehrere Kinder der Klasse betraf, die sich gegen den Lehrer zu Recht wehrten.

Angelika (TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 29.07.2003 10:55
Hallo Angelika,

und genau das verstehe ich eben auch nicht. Mir ist das ganze völlig schleierhaft, zumal unser Kleiner offensichtlich mittlerweile zum Thema im Lehrerzimmer geworden ist. Wir sind offensichtlich der erste "bekennende ADS-Fall" an dieser Schule, obwohl ich über Dritte weiß, dass es auch andere Kinder dort gibt, die Ritalin bekommen. Aber das läuft alles inoffiziell und ich glaube auch nicht, dass die Lehrerschaft überhaupt über Informationen über die medizinischen Hintergründe verfügt.

Ich weiß nicht, ob es eine Bereitschaft gibt, solche Hefte zu führen, wenn es auf der anderen Seite offensichtlich unmöglich ist, darüber zu informieren, dass Arbeiten fehlen. Ein Anruf hätte genügt. Es wird doch sonst auch wegen allen möglichen Dingen angerufen.

Mir ist das ganze rätselhaft, zumal unser Kleiner sagt, dass das nicht stimmt.

Was soll man davon halten???

Liebe Grüße

Claudia

von ClaudiaW - am 29.07.2003 11:01
Hallo Claudia,
ich hab ähnliche erfahrungen leider auch schon machen müßen. Mittlerweile bin ich so weit, daß ich der Lehrerin meiner Tochter das Ergebnis aus dem ADS Test vorgelegt habe, ihr geschildert habe, wie meine Tochter weiter behandelt wird (Medis und Therapie) und das der Rest jetzt in ihrer Hand liegt.
Ich habe ihr auch nicht verschwiegen, dass ich ein sehr gutes ergebnis von ihr und ihren Kolegen erwarte.
Es ist die Aufgabe der Schule unsere Kinder so gut wie möglich zu fördern.
Solten sie sich nicht imstande sehen, dies umzusetzen sollten sie mir das mitteilen und ich werde mir eine andere Einrichtung suchen.
Das alles natürlich sehr höflich, versteht sich.
Aber es klappt.
Nach den Ferien wird auch gleich ein Antrag auf Überprüfung ihrer Fähigkeiten gestellt.
Das gleiche wird auch bei meinem Sohn gemacht und dann wird man sehen.

Die Lehrer sollten wissen, dass sie für uns arbeiten und das es Möglichkeiten gibt, ihnen das Leben schwer zu machen.
Ich habe mir so viel sagen lassen müßen und oft dachte ich, ich steh im Wald, bin unfähig auch nur irgendetwas richtig zu machen, dass ich langsam keine Skrupel mehr habe, ihnen das Schulgesetz "um die Ohren zu hauen".
Gruß Regina



von Braun,Regina - am 29.07.2003 11:24
Hallo Claudia,
das kommt mir alles so bekannt vor :-(((. Sohnmann bekam
am Ende der 5. Klasse einen Schulverweis, wg. nicht gemachter Hausaufgaben vom Mathelehrer. Obwohl mir am
Elternsprechtag zugesagt würde, dass man mich rechtzeitig
informiert, sowohl im Schulheft als auch übers Hausaufgaben-
heft. Als ich mit 4 Matheheften u. Hausaufgabenheft in denen
keine einzige Mitteilung drinstand den Lehrer aufsuchte, redete
sich der plötzlich raus, Michi hätte gesagt er hätte die Hausaufgaben vergessen und eine Stunde später wär er zu ihm
gekommen, er hätte sie jetzt doch. Für ihn sei das Betrug und
deshalb der Verweis. In Wirklichkeit hat er die Hausaufgaben
nicht gefunden und später, als er im Ranzen nach was anderem
gesucht hat, hat er sie dann doch gefunden und wollte sie ihm
zeigen. Damals wussten wir noch nichts von ADS.
Nach der Diagnose wurde es aber auch nicht besser. "ADS darf
keine Entschuldigung sein für nicht gemachte (o. gefundene)
Hausaufgaben!". Solls ja auch nicht, bloss eine Erklärung meinerseits, warum es mit den Hausis nicht immer so klappt wie bei andern. Verständnis wär wohl zuviel verlangt :-(
Da wir jetzt in den Ferien mit Medis anfangen und danach mit
Therapie, hab ich die Hoffnung, mal ein halbwegs normales
Schuljahr mit unserem Sohn zu erleben.

So einfach geht das doch aber nicht, ein Kind von der Schule
zu schmeißen, nur weil die Lehrer keinen Bock haben. So was
ist doch im Schulgesetz geregelt. Sie können ihm doch nicht
einfach ne Wiederholung verweigern. Ich wünsch dir erholsame
Ferien.
LG
Margot

von Margot F. - am 29.07.2003 12:48
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