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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Katrin K, Dagmar D.

Erhöhter Leberwert

Startbeitrag von Katrin K am 05.12.2003 15:56

Hallo Ihr da,
ich hatte letzte Woche gepostet, weil meine Tochter einen leicht erhöhten Leberwert hat. Ich wurde gebeten, zwischendurch mal zu berichten wie es weiter geht.
Der neue Bluttest sagt das gleiche. Die Ärztin sagt, dass der Wert seit längerem ganz leicht aber stetig ansteigt. Jetzt hat er eben die Normalwertgrenze überschritten. Sie glaubt nicht, dass das etwas mit dem Medikinet zu tun hat. Aber in den Ferien sollen wir das Medikament absetzten und dann will sie noch mal Blut abnehmen zur Absicherung. Sie kann sich den stetigen geringen Anstieg nicht erklären. Danach will sie evt. eine Leberbiopsie machen lassen. Ich bin ziemlich beunruhigt, auch wenn die Ärztin sagt, bisher sei der Wert selber nicht so hoch, dass er Schaden anrichten würde, nur der Verlauf erscheint ihr nicht in Ordnung. Blöderweise habe ich vergessen, welchen Wert es überhaupt betrifft. Ich werde noch mal nachfragen.

Gruß Katrin

Antworten:

Hallo Katrin,

ich kann mich an deine Anfrage vor zwei Wochen erinnern. Du klangst sehr ängstlich, obwohl deine Ärztin dir versicherte, es könne nicht am Methylphenidat liegen.

Nun fällt mir auf, dass der Wert die ganze Zeit, gerade auch zum Zeitpunkt deiner letzten Anfrage noch im Normalbereich gelegen hat. Denn du schreibst nun: >Jetzt hat er eben die Normalwertgrenze überschritten.>

Schwankungen im Normalbereich sind aber -wie der Name sagt- normal. Kann es sein, dass du eventuelle Bedenken gegen die Medikation hast und nun hyperfocussierst?

Gerade weil du immer noch nicht weißt, welchen Wert es betrifft, hier noch einmal die Antwort von Martin:

Autor: Martin Winkler
Datum: 26.11.2003 09:50

Einen Zusammenhang zwischen Ritalin bzw. Methylphenidat und erhöhten Leberwerten gibt es so nicht. Das hat allein schon damit zu tun, wie das Medikament im Körper verstoffwechselt (also abgebaut wird). Es gibt zahlreiche Gründe für leicht erhöhte Leberwerte. Meistens sind es völlig harmlose Sachen wie ein kurzzeitiger Infekt. Also keine Panik, mit dem Medikament hat das sicher nichts zu tun...

____

Schreibe doch mal ein bisschen über deine Tochter :-) Denn außer zwei Dosierungsanfragen, auf deren Antworten du nicht mehr reagiert hast, haben wir außer deinen Postings zu den Leberwerten von dir noch nichts zu lesen bekommen.



von Dagmar D. - am 05.12.2003 17:06
Hallöchen,
nein, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich kein Problem mit der Gabe von Medikinet habe. Es ist eher andersherum. Für meine Tochter Carlotta wäre es eine ganz schöne Katastrophe, wenn es nicht mehr bekommen würde. Da liegt eher meine Angst. Ich werde am Montag noch mal bei der Ärztin anrufen und nachfragen, welchen Wert es betrifft. Ich weiß ja, dass ich gepennt habe, aber am Donnerstag war einfach zu viel los bei uns, dann bekomme ich auch schon mal kleine Aussetzer.

Der Wert schwankt aber nicht, er steigt langsam aber kontinuierlich. Das beunruhig ja auch die Ärztin. Was auch immer dahinter steckt, es ist nicht ganz in Ordnung, dann bei einem Virusinfekt, müsste er ja auch wieder sinken.

Ein anderes Probem dabei ist mein Ex. Ich habe vor 1 1/2 Jahren mit sehr viel Druck durchgesetzt, dass Carlotta überhaupt die Medis bekommt. Er war und ist dagegen. Wenn er davon erfährt, heißt es gleich, "na siehste, ich habe es doch gleich gewußt!" Er spielt zwar jetzt mit, aber nur weil ihm nichts anderes übrig bleibt. Das heißt wahrscheinlich, dass die ganze Diskussion von vorne los geht.

Zu uns: Ich habe zwei Töchter Carlotta ist 8 Jahre alt, ADS mit hyperaktiven Zügen (Mischtyp), sie ist im dritten Schuljahr und bekommt morgens um 7.15 Uhr 1 1/4 Tablette und um 10:45 Uhr noch mal 3/4. Hat bisher super geklappt. Die Schulprobleme waren wie weg gebasen, nur dass sie immer ziemlich langsam arbeitet. Die letzte Zeit meint die Klassenlehrerin, sie würde wieder verwirrter und unselbständiger. Den anderen Kindern würde es auch wieder auffallen. Ich vermute, sie ist etwas unterdosiert. Aber bevor ich anfange die Dosierung zu ändern, möchte ich wissen, was bei ihr los ist. Sie hat seit Monaten ständig viel Luft im Bauch und auch ihre Neigung zu Ekzemen an Händen und Füßen ist stärker geworden. Ständig hat sie irgendwo eins, es geht gar nicht mehr weg. Wenn ein Körper an vielen Stellen auffällig reagiert, hängt es oft miteinander zusammen, nur wie?

Meine andere Tocher Antonia ist 5 Jahre. Sie ist auch ziemlich unruhig, aber ADS ist das nicht. Ich glaube, sie hat in ihrer großen Schwester das falsche Beispiel, denn ansonsten bekommt das Kind immer alles mit. Sie lernt blitzschnell, kann sofort jedes Lied auswendig und beschäftigt sich oft stundenlang alleine.

Das war jetzt erstmal lang genug.

Tschüß Katrin

von Katrin K - am 06.12.2003 15:31

@ Dagmar

Hallo Dagmar,
jetzt habe ich den Leberwert:
SGO-Transaminase
(Serum-Glutamat-Oxalacetat-Transaminase),
Normalwert zwischen 10-50,
Carlottas Wert stieg von 20 auf 30, dann 50, jetzt 71.
Ich kann damit nichts anfangen. Habe im Pschyrembel (Medizinisches Wörterbuch) nachgeschaut, aber auch das bleibt mir ein Buch mit sieben Siegeln.
Falls Du oder irgendjemand etwas damit anfangen kann, erwarte ich gerne etwas zur Aufklärung.

Danke schon mal.

Katrin

von Katrin K - am 08.12.2003 19:22

Re: @ Dagmar

Hallo Katrin,

die Infos, die im Netz zu beiden Begriffen zu finden sind, passen nicht zusammen.

Gibt man die von dir angegebene Abkürzung >SGO-Transaminase> ein, stößt man auf ausschließlich auf Hinweise von AloeVera-Produkten, die damit werben, dass eben genau dieses Enzym darin gesundheitsfördernd enthalten sei.

Gibt man die von dir ausgeschriebene Bezeichnung >Serum-Glutamat-Oxalacetat-Transaminase> ein, so stößt man auf ein Enzym, das dann in der Leber erhöht auftritt, wenn ein Myokardinfarkt oder eine Skelettmuskelerkrankung vorliegt.

Beide Infos passen so gar nicht zueinander. Du solltest noch einmal genau bei der Ärztin nachfragen, welcher Wert gemeint ist. Sollte die Ärztin wirklich beunruhigt sein, dann müsste eben diese Skelettmuskelerkrankung abgeklärt werden, denn einen Infakt hat deine Tochter sicher nicht. Es hilft aber in diesem Falle nichts, das Medikament abzusetzen.



von Dagmar D. - am 08.12.2003 21:15

Re: @ Dagmar

Hallo,
ich habe einiges im Google unter Transaminasen gefunden, aber wirklich verstehen kann ich es nicht.
Erhöhter Transaminasen-Wert deutet meist auf eine Hepatitis-Form, Muskelerkrankung auch Herzmuskelschädigung hin. Die Ärztin hat schon einen Hepatitis-Test mitmachen lassen. Danach kann es keine Virus-Hepatits (A, B, C) sein. Den Begriff, den die Sprechstundenhilfe mir genannt hat, habe ich ja auch im med.Lexikon so gefunden. Es passt auch mit dem zusammen, was die Ärztin gesagt hat. Nur ist es mir unerklärlich, wie das mit meiner Tochter zusammenhängen soll bzw. woher das kommen soll. Ich habe am ehesten die Cortison-Salbe gegen ihre Ekzeme in Verdacht, aber da meint die Ärztin, das sei unwahrscheinlich.
Aber dass erhöhte Transaminase-Werte gesundheitsfördernd sein sollen, habe ich nicht gefunden. Scheint ein Thema für Mediziner zu sein, jedenfalls. Alle Artikel sind sehr speziell biochemisch.
Danke erstmal!
Nächsten Montag haben wir wieder einen Termin bei der Ärztin. Zumindest weis ich jetzt ansatzweise worum es sich handelt und warum sie sich Sorgen macht. Es gibt wohl auch eine Autoimmun-Hepatitis, die sie ja auch erwähnt hatte.

Tschüß und gute Nacht
Katrin

von Katrin K - am 08.12.2003 22:03
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