Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Cathy, Annette B., Veronika Ehrenberg, Moni23, Nys

Eine erfreuliche Geschichte

Startbeitrag von Nys am 07.12.2003 06:30

Eine erfreuliche Geschichte.

Bei meinen beiden Jungs 6 und 8 Jahre wird ADHS vermutet, beim großen schon mal Diagnostiziert.

Beide haben vor ein paar Monaten die Mutter meines Partners kennen gelernt. Sie sind dort sehr herzlich aufgenommen worden.

Die erste Zeit war wunderschön, sie haben sich dort vorbildlich benommen, nicht getobt keine Streiterein. Doch dann..... nur noch Toben, starke Wutanfälle, heftiges Ausrasten....

Jetzt wo wir (fast) wissen warum, habe ich es der „Oma“ erklärt.

Sie hat von ADHS schon gehört, möchte mehr darüber erfahren, wissen damit umzugehen. Der Einstieg, das Buch von Frau Neuhaus: Das Hyperaktive Kind

Seit langem der erste Schritt in die richtige Richtung, dass erste mal Verständnis, nicht das übliche abschieben, dass man nicht mehr Willkommen ist mit „solchen Kindern“.

Ich freue mich sehr für meine Söhne, denn sie mögen die „Oma“ sehr und heute hat mein Großer bei ihr übernachtet.

Mit ein wenig Hintergrundwissen und ein paar Regeln mehr und immer nur jedes Kind einzeln, klappt es auch mit der neuen Oma!´:-)

Viele Grüße
Tanja

Realname auf Wunsch der Autorin geändert. Die Moderation.

Antworten:

Hallo Tanja,

schön für Euch. Es ist so gut, wenn das Umfeld mit an einem Strang zieht und einen selbst und die Kinder nicht nur in Schubladen stecken.

Toll, wünsch Euch alles Gute!

Moni



von Moni23 - am 07.12.2003 09:09

hallo tanja....,


freu dich an deinem glück.....

denn leider ist es nicht immer so, dass die familie des neuen partners unsere kleine ads'ler so akzeptieren, wie sie nun mal sind.

es ist ein schöner schritt in eine harmonische und zufriedene weihnachtszeit.
auch ich habe dieses glück, dass unser stopper zwei liebe omis und einen lieben opa durch meinen partner vor sieben jahren bekommen hat.
sie zeigen viel verständnis und geduld und ich bin sehr dankbar dafür.

halt dein glück fest tanja und habt eien schöne, glückliche weihnachtszeit.

liebe grüsse von

vero



von Veronika Ehrenberg - am 07.12.2003 11:00

Re: Verwandte

Hallo Vero,

dieses Problem gibts nicht nur bei den "neuen" Großeltern. Da haben auch die eigenen Verwandten Schwierigkeiten die Kinder zu akzeptieren, zu verstehen und anzunehmen.

Meine eigene Mutter ist schon mit meinem ADHS nicht zurecht gekommen und klagt mich deswegen immer noch an. Ich hab schon viel dazu erklärt, vorallem auf meinen Sohn bezogen, aber das schiebt sie immer alles weg. Für sie ist das Kind unerzogen, frech, vorlaut. Das "Wildsein" hat sie allerdings nie gestört, sie ist dann halt viel rausgegangen mit ihnen. Aber sie kritisiert ganz heftig, dass sich Marcel überhaupt nicht an Regeln halten könnte. Sie hatte die Kinder aber auch noch nie alleine bei sich - das macht sicher auch einiges aus, ich konnte ja immer alles "auffangen". Sie wohnt 400 km entfernt von uns (was sicher ganz gut ist bei unserem Verhältnis) und wenn sie mal zu Besuch war, war jeder der Beteiligte incl. der Kids froh, dass sie wieder weg war. Das letzte Mal war vor knapp einem Jahr - da hat sie sich mit Marcel dermaßen in die Haare gekriegt, dass sie ihm auch nicht gerade höfliche Wörter an den Kopf warf. Das griff er natürlich auf und beleidigte sie genauso, woraufhin sie stocksauer und beleidigt war - nicht gerade toll....

Die andere Oma kommt mit der Hibbeligkeit der beiden nicht zurecht, sie sind ihr einfach zu anstrengend - als Marcel dann eine Vase zerbrach, war es ganz aus, seitdem durfte er überhaupt nicht mehr über Nacht kommen. Ich hab es schon versucht, dass sie mal nur einen nimmt, aber da sagt sie auch ab, auch wenn es wichtige Termine von uns Eltern sind (wir fragen ja schon gar nicht mehr, weil wir uns "vergnügen" wollen). Das Schlimme daran ist, dass sie aber immer, wenn sie die Kinder mal sieht oder mit ihnen am Telefon spricht, Versprechungen macht, dass die Jungs bald mal bei ihr schlafen dürfen. Die Enttäuschung kannst Du Dir sicher vorstellen, da es ja nie zustande kommt. Dann soll sie doch erst gar nichts sagen, ich ärgere mich sehr darüber. Ich kann es gerade noch akzeptieren - nein, das eigentlich nicht, aber ich nehme es halt hin - dass meine Kinder nie zu ihr dürfen (der Cousin, der genauso alt ist wie Marcel aber jede Ferien täglich betreut wird und bald jedes Wochenende bei ihr ist, achja, der Hund von ihm wird auch mitbetreut...), aber dann davon zu sprechen, finde ich frech. Zusätzlich heißt es dann zu den Kindern, "ihr wollt ja nicht kommen oder dürft ja nicht". Das kommt daher, weil sie einmal im Jahr auf die Idee kommt die Kinder zu nehmen und gerade an diesem Tag hat einer der Jungs selbst aber schon einen Termin (Kindergeburtstag, Turnier, was auch immer). Das hat sie natürlich gleich persönlich genommen.....naja, was solls....

Wenn die Kids mal dort waren, wurde der Fernseher angemacht, damit sie still sind und nicht toben. Darauf hat mein Großer aber keine Lust, der guckt schon mal, aber eben nicht so lange, er kann ja nicht stillsitzen. Sie möchten halt mal was mit Oma unternehmen, rausgehen, in den Wald, an den Rhein, ins Schwimmbad usw., aber sie schickt sie höchstens auf den Spielplatz und das langweilt Marcel natürlich nach 10 min. schon wieder.

Ich kann mich schon irgendwie arrangieren, dass ich die Jungs nie abgeben kann - sie werden ja auch immer älter und sie sind ans Alleinbleiben ja schon gewöhnt, dadurch dass ich arbeiten gehe. Aber ich finde es einfach schade, dass sie so gar keinen richtigen Bezug zur Oma haben (Opas gibts gar keine). Sie werden nicht verwöhnt, ich fand das so schön als Kind mit Oma mal zu backen und bummeln zu gehen, eisessen zu gehen oder mit Opa durch die Gegend zu wandern und Rad zu fahren - war auch selten, weil wir weiter weg wohnten, aber ich durfte viele Ferien bei ihnen verbringen (und dann mindestens zwei Wochen am Stück) und ich war auch sehr anstrengend und forderte viel Aufmerksamkeit.
Bei Marcel ist es inzwischen so, dass er zu einem Freund geht, wenn Oma sich mal zum Kaffee ankündigt. Er meinte, dass sie ja sowieso nur mit uns reden will und nur ein Taschengeld mitbringt. Das will er nicht, also geht er.

Naja, das Thema "Oma" bringt mich immer etwas in Rage :-)
Ich wünsche Euch einen schönen Adventssonntag.
Liebe Grüße
Annette

von Annette B. - am 07.12.2003 13:09

Re: Verwandte

Hallo Annette,
ich verstehe Dich sehr gut mich bringt es auch in Rage.Ich habe jetzt mit einer Verhaltenstheraphie bekonnen und da ich als
Kind sehr krank war ist vieles gelöscht gewesen oder auch verträngt jetzt erst kommen immer mehr kleine Puzzelteile
meines Lebens wider und ich muß erkennen das ich nur der
Mülleimer meiner Familie war!Es ist trauchig und man stehlt sich immer die Frage warum?

Ich habe bald Geburtstag und auch Weihnachten steht vor der Tür aber Oma und Opa werden mit uns nicht Feiern.Ich glaube
aber das meine Kinder trotzdem ein schönes Fest verleben
werden.Ich habe mir geschworen das ich meine Kinder nie in stich lassen werde so lange ich lebe.

Mir ist es wichtig das die Kinderaugen leuchten unter dem Weihnachtsbaum und das können wir auch mit meiner Schwiegermami die so toll zu uns hält und mit viel Verständnis
dem ADHS meines Sohnes und mir begegnet.Mich in jeder hinsicht Unterstützt und mir zu hört auch mal die Kinder mit
viel Liebe zu sich nimmt.Für was brauche ich dann noch meine
Familie?

Eine schöne gesegnete Vorweihnachtszeit wünsche ich Euch allen.

Grüsse Cathy

von Cathy - am 07.12.2003 15:55
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.