Wann setzt die Wirkung der Medis ein??

Startbeitrag von maxima am 24.02.2004 19:45

Hallo Ihr alle,

ich habe immer noch Probleme mit meinem Junior.
Nach drei Wochen Einstellungszeit ist er jetzt auf 10-10-10 und ich finde, es ist keine gravierende Veränderung.
Mal ist er gut drauf, und heute war er wieder voll daneben, ca 1Stunde nach Einnahme.
Wir waren heute beim Psy, und er sagte weiter erhöhen auf
20-20-20.
Kann es sein, dass Equsym nicht wirkt bei ihm??
Aber müßte man nicht schon eine Verbesserung merken?
Am Sonntag hat er sich mit meinem Mann gezofft, sie standen kurz vor einem Handgemenge, trotz Medis.
Er ist übrigens fast 15, wiegt ca. 68kg bei 178cm Größe.
Er geht nicht mehr zur Schule, sondern ist in einem Projekt für schulmüde Kinder bei einer Organisation.
Aber dort wollen sie ihn auch nicht mehr haben, mangels Arbeitsinteresse. Er macht nur was er will.
Seit 3 Wochen routiert er in verschiedenen Werkstätten und ist aus seiner "verhaßten" raus.

jetzt meint er, er könne sich wohl etwas besser konzentrieren,
was natürlich auch Interesse sein kann.

Tja, was nun....

Keine INI, keine Schule, oder muss die Hauptschule ihn wieder nehmen?
Er hätte noch ein Jahr vor sich.
Am Montag haben wir ein Hilfeplangespräch, welches schon 5x mal verschoben wurde vom JA.
Bis jetzt ist von da noch nichts gekommen.

Was soll ich bloß machen.
Wir warten allerdings immer noch auf einen Termin in der stationären KJPsy.
Wirds danach besser?? Oder noch schlechter??

Hat jemand einen Ratschlag für mich??
Hat jemand Erfahrung mit einem stationären Aufenthalt??

Ich würde mich über viele Antworten freuen.

Vielen Dank um voraus

und liebe Grüße an alle
Angelika

Antworten:

Hallo Angelika!

Hab Dir ne Mail geschickt.;O))

Mit dem Medi hab ich leider keine Erfahrung.Aber gleich auf 20 würde ich nicht machen,erst 15 und dann sehen,ob es veränderungen gibt,dann vielleicht höher oder eben ein anderes Medi.Jedes Kind verstoffwechselt die Medis anders.



Das kann man so im vorraus nicht sagen denke ich,aber wichtig ist doch erstmal,herauszufinden,was mit ihm los ist.
Danach wird weiter entschieden,welche Therapien/Medis notwendig sind.

Beim JA würde ich ständig nachfragen,was jetzt mit dem Termin ist,oder sonst den Vorgesetzten verlangen.

Aber ich kenn das ja auch,daß ständige warten macht einen raschelig.Keine kann mal eine Entscheidung treffen.

Hoffe,konnte helfen!

Gruß von Sternenkind***

von Sternenkind - am 24.02.2004 21:59
Ich kann natürlich keine Fernempfehlungen geben. Aber dennoch einige Anmerkungen :

1. Was sind die Zielsymptome, die sich verändern sollen ? Gerade bei einem Jugendlichen wird man (bei wirklich gesicherter ADHS-Diagnose) vielleicht nicht so deutlich Veränderungen "sehen" können. Diese müssten sich auch weniger in "Wohlbenehmen", sondern eher im Bereich Ablenkbarkeit und Konzentration zeigen. Genau dies gibt er ja auch wohl an. Damit sind aber noch längst nicht alle anderen Probleme bzw. die Wiedereingliederung in die Schule bzw. Ausbildung erreicht. Ihr könnt Euch dumm und dusselig dosieren, dass ist KEIN medikamentöses Problem.
2. Die Dosierung erscheint mir "merkwürdig" bzw. reichlich stereotyp. Es müsste schon ein riesen Zufall sein, wenn eine 3 mal tägliche Gabe in der gleichen Dosierung zielführend wäre. Es ist schlicht ungewöhnlich, dann die Dosis zu verdoppeln.

Richtiger wäre es, zunächst die notwendige Einzeldosis zu bestimmen (wenn ADHS vorliegt irgendwas zwischen wahrscheinlich 2,5 und vielleicht 15 mg) und dann die Wirkdauer zu bestimmen.
3. Ich würde auch genauer analysieren, ob der Junior die Tabletten nimmt (nur dann würden sie auch wirken :-) bzw. ob noch andere Faktoren im Spiel sind (z.B. Alkohol, Drogen).
4. Bei dieser Konstellation würde ich mir mehr von Verhaltenstherapie bzw. pädagogischen Massnahmen erwarten und weniger von der Medikation.

von Martin Winkler - am 25.02.2004 10:56
Hallo Martin,

vielen Dank für deine Tipps.

1. die Zielsetzung der Medis ist, dass er erst mal ein wenig aufnahmefähig für ein vernünftiges Gespräch zugänglich wird, welches normal in einer endlosen Diskussion seinerseits beginnt und auch endet, man hat keine Chance, überhaupt etwas zu erklären. Das Ganze endet in Geschrei und Beleidigungen seinerseits.
Er wirft uns alles an den Kopf, wir sind an allem Schuld.

Im Moment warte ich auf einen Termin eines stationären Aufenthalts.
Ob das wirklich noch was bringt, weiss ich nicht, ich habe eben nochmal versucht, mit ihm zu sprechen, aber er blockte ab, er will da nicht hin.
Zudem hat er gesagt, wir sollen es lassen, ihn zu allen Psy's zu schicken, das bringt sowieso nichts. Die Situation ist sehr verfahren, ich kenne keinen, der nur annähernd an ihn rankommt, bei dem er sich öffnet.

Er sagt, er könne sich etwas besser konzentrieren, was aber auch daran liegen könnte, dass er aus der verhaßten Werkstatt raus ist, und andere neue Dinge ihn besser beschäftigen.

Er sagt, er würd gern wieder zur Schule gehen, aber mit diesem Verhalten, einfach unmöglich.

Zudem weiss ich nicht, auf welche Schule er gehen könnte, er hat diese nach der 7.Klasse (2xgemacht) verlassen.

Hauptschule? Erziehungsschule?
Wir wohnen hier in einem Notstandsgebiet, was dies anbelangt, auch keine Privatschule ist hier, nur Gymnasium.

So wie ich dich verstanden habe, soll er also nur eine Tab am Tag nehmen, mit verschiedenen Dosen, um so festzustellen, wieviel mg für ihn passen, richtig?
Das könnten wir aber nur am Wochenende machen, da er ja sonst den ganzen Tag nicht da ist. Hier steht er aber oft erst sehr spät auf.

Was könntest du mir da empfehlen?

Alkohol ist im Spiel, nicht jeden Abend, aber doch öfter (als mir lieb ist).
Drogen verneint er vehement, aber ich kann ihm nicht mehr alles glauben.

Zu diesem Psy, bei dem wir jetzt sind, hat er auch gleich zu Anfang gesagt, den mag ich nicht.
Der wievielte schon!!!

Mir gehen langsam die Ideen aus, ich bin ziemlich fertig, nie eine Pause, jeden Tag neue Einlagen.
Auch deshalb wäre eine stationäre Unterbringung eine Hilfe.
Aber vordergründig suche ich die für Junior.

Nochmal vielen Dank für deine Hilfe, wenn du nicht so weit weg wärst, wärst du eine Hoffnung :o)))

Vielen Dank

Angelika

@ Sternchen, mail kommt auch noch, danke für die Hoffnung.

von maxima - am 25.02.2004 19:31
Auch auf die Gefahr hin, Hoffnung zu rauben oder es zu pessimistisch zu sehen...

Ritalin erhöht nicht die Bereitschaft ein gutes Gespräch zu führen. Allenfalls die Fähigkeit, einem Gespräch zu folgen.
Nun ist aber die Motivation bzw. Wille bei Jugendlichen mit ADHS so eine Sache. Ist es schon in der "normalen" Pubertät nahezu aussichtslos mit seinem Gör vernünftig zu reden, ist es bei ADHSlern völlig vergebliche Liebesmüh. Wir hatten ihr gerade von Erich die Klassifikation "partikeller Schwachsinn", die mir sehr gut gefällt, aber noch eine Schönschreibung ist.

Ich habe gerade ein Gespräch mit einem sehr motivierten Vater (selber Therapeut) wegen seinem Sohn hinter mir, weil ich letzte Woche die Therapie abgebrochen habe. Es hatte schlicht keinen Sinn mit dem Kerl, weil er völlig andere Vorstellungen hatte. Er ist auch ein gutes (schlechtes) Beispiel, wie Drogen und ADHS sowie Probleme in der Schule (bei sicher vorhandener hoher Intelligenz) auch bei einem guten Elternhaus mit besten Kenntnissen der Erziehungsprinzipien völlig verfahrene Situationen hervorrufen können.

Ich kann schlicht nicht beurteilen, ob dein Junior Methylphenidat benötigt bzw. davon profitiert. Die geschilderte Problematik ist jedoch aus meiner Sicht nicht wirklich durch Methylphenidat zu beeinflussen. Das soll nicht heissen, dass es nicht möglicherweise eine Indikation für die medikamentöse Therapie gibt. Aber hier stehen aus meiner Sicht doch pädagogische bzw. verhaltenstherapeutische Massnahmen an. Wobei ich auch sagen muss, dass ich die Erfolgsaussichten als gering einschätze. Im wesentlichen geht es dabei also darum, den Schaden so gering wie möglich zu halten und Eure Nerven möglichst nur wenig dauerhaft angreifen zu lassen. Therapie im Sinne auf Verbesserung oder gar "Heilung" halte ich für utopisch.

Aber wenn Medikamente , sollte man die richtige Dosierung durch die Titrationsmethode bestimmen. Also schauen, bei welcher Dosis ein Effekt eintritt und wie lange er anhält. Da ihr (bzw. der behandelnde Arzt) aber aus meiner Sicht nur eine recht unklare Vorstellung vom Wirkeffekt habt (eher das Gesamtziel vor Augen, dass "es" sich bessern sollte)

Ich kann das gut verstehen. Ich habe nur auch keine Lösung parat. Eine stationäre Behandlung wird da wenig bringen. Vielleicht wäre eine kinder- und jugendpsychiatrische Tagesklinik eine Lösung (die es aber selten gibt und wenn, dann ohne wirkliche ADHS-Kenntnis). Oder aber eine Unterstützung durch das Jugendamt (wobei ich mir da noch weniger Illusionen auf wirkliche Hilfe mache).

Nur soviel : Wenn ein Projekt für schulmüde Kinder ihn verstösst, dann sollte die zunächst einmal eine bessere Alternative aufzeigen können. Mir geht es tierisch auf die Nerven, wenn Einrichtungen für "Problemkinder" mit Problemkindern nach der Abschiebemethode verfahren. Das Dir und mir nichts an Lösungen einfällt ist die eine Sache. Aber eine pädagogische Fördereinrichtung sollte mehr als nur ein Rauswurf parat haben...

von Martin Winkler - am 25.02.2004 20:05
Hallo Martin,

du raubst mir wirklich jede Hoffnung, was sollen wir denn sonst noch machen???

Es muss doch irgendwie weitergehen.

Bei wem eine Therapie, ich wüßte keinen mehr, und so wie er sich jetzt benimmt, können wir nicht mit ihm umgehen und auch nicht so weiterleben in einer Familie.

Die Hoffnung mit dem JA habe ich auch schon fast aufgegeben, aber ich weiss mir echt keine Hilfe mehr.

Wir haben hier in Gütersloh eine SHG, geleitet von einer Frau Gatzen, die auch supernett ist.
Sie hat mir auch die stationäre empfohlen, sowie die INI, das JA macht da natürlich gleich mit, dann sind die ja aus dem Schneider erst mal.
Im November waren wir in der ambulanten KJP in Paderborn, da hat mich der Psy doch glatt gefragt, was ich denn hier wollte, diese Probleme hätten doch 90% der Eltern.
Er wüßte nicht, wie er helfen könnte, ich brauchte nicht mehr kommen, das alles im Beisein des Juniors.
Ich war geschockt, das hängt mir heute noch richtig nach.
Ich habe alle Sachen die ich hatte, über die Diagnostik von ADS mitgenommen, und dann das...
Ich war richtig fertig, dann dauert es erst eine Weile, bis ich aus diesem Loch wieder rauskomme, und weiterkämpfen kann.

Ich wäre dir für einen Tipp wirklich sehr dankbar, so gehen wir alle kaputt dadran.
Bei uns liegen die Nerven echt blank, bei meinem Mann und Junior fangen die Streitereien so an, dass sie langsam eskalieren, wie am Sonntag. Sie haben sich angeschrieen, und gingen fast aufeinander los, es war schrecklich.
Wir brauchen Hilfe, aber woher??

Nochmal vielen Dank für deine mail

Liebe Grüße
Angelika

von maxima - am 25.02.2004 21:45
Hallo Angelika,

ich fürchte, Martin ist kaum zu widersprechen.

Es ist sehr schwer dir einen Rat zu geben. Ich will dir mal einen Eindruck widergeben, den ich hatte, als ich die Beiträge von dir und Martin gelesen habe.

Ich sah eine kämpfende Mutter und ich sah einen grinsenden 14-jährigen vor meinem inneren Auge. Und ich dachte, der wird nichts machen, solange seine Mutter für ihn rotiert. Und ich sah eine Mutter im Hamsterrad (ich denke halt sehr visuell), und der Junge hatte die Hand an der Käfigtür.

Ich kann mit meinen Eindrücken absolut daneben liegen. Aber vielleicht kannst du ja auch mit meinen Bildern etwas anfangen.

FG Erich

von EWitte - am 25.02.2004 23:33
Zunächst kann ich die Worte von Erich nur unterstreichen...

Ich gebe ja offen zu, dass ich auch keine Lösung weiss. Vielleicht wäre es dann besser, den Mund zu halten.

Nur :
1. Ich habe den Eindruck, dass die ärztliche Betreuung nicht optimal ist bzw. auch schon durch Hilflosigkeit gekennzeichnet ist. Das kriegt Junior doch auch mit. Es geht doch um die Frage, ob der Weg mit der Medikation derzeit zielführend ist bzw. welche Erfolge er denn bringt. Und ich kann dies schlicht so nicht beurteilen, da ich den Knaben nicht kenne. Mich wundert nur, welche Verzweifelungstaten der Arzt da an den Tag legt...
2. Psychologen oder Sozialarbeiter, die sich so unprofessionell verhalten brauchen dringend eine Supervision bzw. eine fundierterte Ausbildung mit Selbsterfahrungsanteilen.
3. Ihr solltet derzeit weniger den Junior als vielmehr Eurer Wohlergehen im Auge behalten. Was ist schon so schlimm, wenn er jetzt die Schule nicht packt? Wenn er ein oder zwei Jahre verlieren sollte bzw. Umwege macht? Ideal wäre, wenn er jetzt irgendwie etwas praktisch orientiertes machen könnte. Ein Praktikum, soziales Jahr oder andere Aktivitäten. Eine Mutter hat ihren Knaben nach Dänemark zu einer Jugendhilfemassnahme verschickt (allerdings hatte der noch andere Probleme). Ich denke, es geht derzeit weniger um DIE Lösung, als vielmehr um die Vermeidung von weiterem Schaden. In der Psychiatrie hat man solche Situationen häufig. Man weiss, dass es keine wirklich gute Lösung gibt. Also muss man sich für irgendeinen Weg entscheiden und schauen, was passiert.
4. Ich würde nach Stärken und Ressourcen von dem Jungen schauen. Irgendwas, was er gut kann oder was ihn intereressiert. Das sollte er erstmal für ein halbes Jahr oder länger machen.
5. Es geht praktisch sehr vielen Eltern von Jugendlichen mit ADHS so. Das ist kein Trost, aber eine Feststellung
6. Ich würde mich an einen Experten in Sachen Kinder- und Jugendpsychiatrie wenden. Und wenn ihr dafür weit fahren oder viel zahlen müsstet. Nicht weil der dann eine Lösung wüsste, aber er oder sie könnte dann eher abschätzen, was daran ADHS und was nachfolgende oder alternative Problematiken sind. Ich denke z.B. an Prof. Trott in Aschaffenburg, der sich ausgezeichnet mit "schwierigigen Jugendlichen" auskennt.

von Martin Winkler - am 26.02.2004 07:55
Hallo ihr alle,

vielen Dank für eure Hilfe.

@Erich,

ja, so sehe ich mich auch manchmal, kann mir deine Bilder sehr gut vorstellen.
Ich werde für mich (uns) auch Hilfe suchen, dass ich mit der Situation besser umzugehen lerne.
Aber ich kann auch nicht anders als kämpfen.

Nach seiner Aussage, wir sollen ihn in Ruhe lassen, kein Psy mehr, die können mir sowieso alle nicht helfen, ich will, wenn ich nach Hause komme, länger raus, mit seinen Freunden abhängen, (falsche Gesellschaft), dann bin ich auch bereit Pflichten zu übernehmen.

Frag mich bloß wann?
Er kommt um 17.00 nach Hause, ißt was, dampft ab bis um 21.00 (oder später mit Ausreden)
Am Wochenende lange schlafen bis 12 oder später, sich schminken, laute Musik hören (Marylen Manson), dann raus, um 22.00 wieder da.

Eigentlich ist er selten da, denkt ihr jetzt alle, was beschwer ich mich???
Aber wenn er da ist, ist nur Krach, Motzerei, Ärger, Provokation, dass uns fast der Kragen platzt.

@Martin,
Aschaffenburg ist sehr weit weg, ca 360km. Wir werden es uns überlegen, Frage ist nur, ob Junior da mitmacht.
So wie bei diesem Psy, ist es uns bei allen anderen auch gegangen, und das waren einige.
Er hat da keinen Bock mehr drauf.

Schule:
da hat er ja nun schon 1 Jahr verloren. Er ist jetzt auf der INI (Iniative für arbeitslose Jugendliche). Hier muß er den ganzen Tag arbeiten, hat 1x in der Woche Schule, und kann nach 3 Jahren seinen Hauptschulabschluß machen.
Hier hat er sich für Metall entschieden, Berufstraum war dann (ortopädischer) Hufschmied, aber die Zeiten sind auch schon wieder vorbei.

Dort wollen sie ihn ja auch nicht mehr haben, jedenfalls in der Metallwerkstatt nicht, zu der sich Junior entschieden hat.
Er meint zwar, das liegt nur an der Werkstatt, aber ich kann das nicht recht glauben, da die Aussagen die gleichen waren wie in der Schule:
eben mangelnde Konzentration, macht keine Arbeit zu Ende, lenkt andere ab, läßt sich selber schnell ablenken, verläßt einfach seinen Arbeitsplatz, geht raus eine rauchen. Er macht also was er will.
Jetzt routiert er, jede Woche woanders, um die Zeit bis zur Psychiatrie zu überbrücken.

Im November hat er mir schon gesagt, er würde gern wieder zur Schule gehen, Realschulabluß, Abi machen und Geschichte studieren, gute Pläne, find ich auch, doch leider mangelnd es an Ausdauer und Ehrgeiz.
Hierbei hatte ich gehofft, die Medis würden helfen, ihn klarer sehen zu lassen.

Was er gut kann:
er kann gut und einfühlsam mit Tieren umgehen, er hat ein sehr gutes Allgemeinwissen, interessiert sich hauptsächlich für Geschichte, Religion und liest sehr viel.
Was könnte er damit anfangen?

Was war das für eine Jugendhilfemassnahme in Dänemark? Was kann ich mir darunter vorstellen?

Junior war mal auf dem Tripp Thema Wikkinger, Nordmänner usw. ich kenn mich da nicht so aus.
Die nördliche Richtung wäre gut, aber wo kann man sich erkundigen?

So, jetzt ist es schon wieder so lang geworden, sorry.

Nochmal danke für eure Hilfe,

liebe Grüße
Angelika

von maxima - am 26.02.2004 20:57
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