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ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
bine, Cornelia, Coni, Dagmar D., silvia meyer, Margot F., Heike Diehl

Warum sind die Lehrer so???

Startbeitrag von Heike Diehl am 13.03.2004 15:06

Hallo da bin ich mal wieder......
Ich hätte gerne mal die Meinung "betroffener" gehört....
Als ich vor einigen Wochen mal wieder in der Schule antanzen mußte weil es mit meine Tochter Lisa nicht auszuhalten war habe ich der Lehrerin gesagt das ich den Verdacht habe das Lisa ein ADS Kind ist.... sie meinte nur lapidar könnte ich ja machen aber sie meint das Lisa das nicht wäre.... nun ja seit 3 Wochen haben wir ja nun Gewissheit.... Lisa ist ein ADS Kind und nimmt seit 14 Tagen Equasym und wir alle (Oma, Tante mein Lebensgefährte und Freunde ) alle meinen Lisa wäre ruhiger "verträglicher" geworden und sie hat letzte woche das erste mal in einem Diktat ein "gut" bekommen das Schriftbild ist klarer und das schreiben geht flüssiger von der Hand ...... also wirklich viele gute positive veränderungen...... Jetzt habe ich Montag wieder einen Termin beim Doc und sollte nach 14 Tagen mal Rücksprache mit der Schule halten ob das was "aufgefallen" ist.....
Die Lehrerin meinte ...."Ach eigentlich nicht Lisa ist so wie immer und ist weder schlechter noch besser geworden".....
*grübel* bin ich jetzt blöd oder bilden wir uns alle das jetzt nur ein?????? Ich habe doch die alten Schulhefte und die Arbeiten der letzten 14 Tage und ich sehe doch die Verbesserung des Schriftbildes vor mir..... da frag ich mich.... leide ich unter Wahrnvorstellungen oder will die Lehrerin einfach keine positiven veränderung bei der Lisa sehen ....weil für sie ist Lisa ja auf keinen Fall ein ADS Kind.........
Tja was soll man dazu sagen??????
Gruß Heike

Antworten:

hallo heike

das gleiche war auch bei uns.

mein sohn 8Jahre alt geht in die zweite klasse und ich hab mich immer gewundert warum er nicht richtig lesen und kaum schreiben kann. mir sind beim hausaufgaben die haare zu berge gestanden.
eine kommunikation mit seiner lehrerin war kaum möglich.

als bei unserem sohn anfang februar ads diagnostiziert wurde, nahm ich nochmal ein gespräch mit der lehrerin auf.
diese war der meinung, daß matze keine störung aufwiese, nur halt hat sie daß in einem bericht für den psychologen ganz anders beschrieben. er sei zappelig, gibt unqualifizierte antworten und macht sich zum klassenclown.

er nimmt seit knappt 5 wochen medikinet und was soll ich sagen. sein schriftbild hat sich etwas gebessert er hat gestern zum ersten mal eine 2 im diktat geschrieben, worauf er mächtig stolz war und von uns natürlich gebührend gelobt wurde.

auf das gebabbel der lehrerin höre ich nicht mehr, meinem sohn geht es besser, nur mit den sozialen kontakten hat er noch schwierigkeiten.

gruß silvia

von silvia meyer - am 13.03.2004 15:48
Hallo Heike,
es sind nicht alle Lehrer so. Bei unserem Sohn hat es von den Tests bis zur Diagnose ein halbes Jahr gedauert (Test Anf. Feb., Diagnosegespräch Ende Juni). Die Klassenlehrerin war von Anfang an informiert, leider hat sie sämtliche Bitten meinerseits nach einem festen Platz vorne (wurde uns von der Psychologin für die Zeit bis zur Diagnose so geraten) abgebügelt. Obwohl die Versetzung massiv gefährdet war und die Lehrerin selber gemerkt hat, dass er weiter hinten sitzend praktisch nicht mehr anwesend ist. Die Klasse hat er grad noch so geschafft. Jetzt bekommt er Concerta, VT u. hat neue Lehrer. Für den neuen Klassenlehrer war es gar kein Problem mit dem Sitzplatz. Und auch die Mathelehrerin, die die Klasse zum 2. Halbjahr übernommen hat, weil der Kollege krankheitshalber ausgeschieden ist, hat volles Verständnis.
Du siehst also, "die" Lehrer gibt es nicht. Lass dir nicht bange machen, ihr habt die positiven Veränderungen bemerkt und die Lehrerin sicher auch. Vielleicht traut sie sich nicht, ihren Irrtum zuzugeben. Oder sie hat grundsätzlich zu ADS u. Medis eine negative Einstellung.
LG
Margot

von Margot F. - am 13.03.2004 15:54
Hallo Heike,

es gibt mehrere Möglichkeiten.

Möglicherweise sieht die Lehrerin wirklich keine Verbesserung, das wäre für den Arzt ein wichtiger Hinweis, dass die Dosierung für Einzelsituationen reicht, nicht aber, wenn all die Reize einer Schulklasse zu bewältigen sind.

Es kann auch sein, dass die Lehrerin leichte Verbesserungen sieht. Da Kinder aber alle Schwankungen unterliegen, könnte es sein, dass die Verbesserung in der Schule so gering ist, dass sie für die Lehrerin in der normalen Schwankungsbreite liegt.

Drittens könnte es sein, dass die Lehrerin Verbesserungen sieht, aber eben die Medikation verhindern will und deshalb bewusst nicht zutreffende Angaben macht.

Es ist wichtig, mit dem Arzt alle diese Optionen zu besprechen. Dabei ist zu bedenken, dass die Anforderungen an die Kinder in der Schule wesentlich höher sind, wenn sie die gleiche Aufgabe erledigen sollen, als dies zu Hause der Fall ist, da die Geräuschkulisse und die Ablenkreize höher sind und die Betreuung weniger individuell und nicht so intensiv.



von Dagmar D. - am 13.03.2004 21:59
Hallo Heike!

Hab zwar schon mal heftige Kritik erhalten, als ich hier gegen die Lehrer gewettert habe, trotzdem geb ich nochmal meinen Senf dazu.
Für viele (nicht alle), sehr viele Lehrer, gibt es ADS nicht.
Es ist eine Erfindung der Eltern, Psychiater etc.
Sie haben keine Ahnung und wollen auch nicht informiert werden.
Ich arbeite aktiv in einer Selbsthilfegruppe mit, und kann deshalb von der Erfahrung vieler Eltern reden.
Die Lehrerin muss dir glauben, du bist die Mutter und du hast eine Diagnose. Der Lehrer ist eben ein Pädagoge und kein Mediziner.
Ich wünsche euch alles Gute.

Viele Grüße
Coni

von Coni - am 14.03.2004 22:54
Hallo Heike,

es gibt von der BzGA eine "Handreichung für Lehrer der Klassen 1-10". Da geht es um Chronische Krankheiten bei Kindern und wie man ihnen im Unterricht begegnen soll. Unter anderem wird dort das Thema ADSH behandelt. Hab jetzt leider nicht mehr den Link dazu aber wenn Du bei denen mal auf die Homepage surfst wirst Du sie sicher finden. Jedenfalls habe ich diese der Klassenlehrerin meines Sohnes zukommen lassen und sie konnte sich mit dem Thema einmal auseinandersetzen. Mittlerweile liegt das Ding im Lehrerzimmer aus ( genauso wie das Buch von Felix Dietz ) und SÄMTLICHE Lehrer der Schule befassen sich mit der Thematik um besser mit den Schülern klarzukommen.

Ich weiss diese Verhältnisse sind für viele hier ein Traum aber ich hab es damals auch in die Hand nehmen und versuchen müssen. Bei mir hat es geklappt - und ich wünsche allen hier. dass sie auch auf solche Lehrer stossen.

lg

bine

P.S.:Wenn ich beim surfen auf interessante Neuigkeiten stosse gebe ich sie auch immer gleich an die Lehrer weiter.



von bine - am 16.03.2004 00:53

hier ist ein Link zur Bestelladresse

[www.laekh.de]

Gruß
Cornelia

von Cornelia - am 17.03.2004 19:54
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