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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
14
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Dagmar D., Gaby, Sammy2804, Rubin Melanie, LeonieLöwenherz, Hannelore4, Michaela#, sherita, Rhoa

Wer kann Tipps geben?

Startbeitrag von Gaby am 10.05.2004 17:23

Ich brauche mal wieder nach langer Zeit einen Rat.


Welche Kriterien müssen erfüllt sein,um den § 35a zu beantragen?

Reichen eine Diagnose ,eine therapeutische Behandlung und eine medikamentöse Behandlung aus?



Grüße
Gaby

Antworten:

Hallo Gaby,
wahrscheinlich nicht, da sowohl eine Behinderung als auch eine Beeinträchtigung der Teilhabe an der Gesellschaft vorhanden sein müssen, und da wollen die Jugendämter meistens lieber ein Gutachten haben. Du hast aber ein Recht darauf, dass sie dir 3 Gutachter nennen, unter denen du auswählen darfst.
Wir haben gerade durchgesetzt, dass unser Sohn (geht Richtung Asperger) einen Schulbegleiter kriegt)
Viele Grüße
Michaela

von Michaela# - am 10.05.2004 17:29
Gaby, Du kannst Dir ein Gutachten bei Ki-Pysch erstellen lassen. Aber so ein Gutachten brauchst Du auf jeden Fall.

Liebe Grüße (in Eile)
sherita



von sherita - am 10.05.2004 19:18
Hallo Gaby,

ein solches Gutachten wird oft vom Jungendamt verlangt. Falls das Jugendamt deine freie Arztwahl einschränkt, was rechtlich zulässig ist, muss es dir drei Ärzte nennen, wovon du einen auswählen musst, sonst wird es als mangelnde Kooperation ausgelegt. Manchmal schickt das JA zum Amtsarzt, das ist zar nicht zulässig, weil hier die Elternrechte zu stark eingeschränkt werden, jedoch gibt es noch kein rechtlich verbindliches Urteil dazu soweit ich weiß.

Wichtig ist auch nicht der §35a. Wichtig ist die Hilfe, die deinem Kind gut tut. Es können geneu die gleichen Hilfen über den §27ff gewährt werden.



von Dagmar D. - am 10.05.2004 20:32

Re: Wer kann Tipps geben?@Dagmar

Hi Dagmar,

welcher § ist denn das §27ff ???

Da bei uns der §35a abgelehnt wurde.

Gruß

Hannelore

von Hannelore4 - am 10.05.2004 20:37

Re: Wer kann Tipps geben?@Dagmar



Hallo Gaby und @ll,

vielleicht hilft euch zum einlesen mal die gelinkte Auflistung

vorsicht trockener lesestoff *lach*

[www.datenschutz-berlin.de]

ansonsten googeln unter §27 Kinder und Jugendhilfe

Gruß

Rhoa

von Rhoa - am 10.05.2004 20:47

Re: Wer kann Tipps geben?@Dagmar

Ich danke Euch.

Auf in den Kampf heißt es jetzt.

Werden dann mal alles in Angriff nehmen,hoffentlich habe ich genug Kraft.


Es ist schlimm mit 14j. Pupis

:-(

Gaby



von Gaby - am 11.05.2004 05:35

Re: Wer kann Tipps geben?@Dagmar

Hallo Hannelore,

§27 bedeutet, jemand benötigt Hilfe zur Erziehung. Aus welchen Gründen auch immer. Der §27 sieht das ganz wertfrei.

Nun kommt es darauf an, welche Art der Hilfe notwendig ist. Deshalb wir der §27 meist in Verbindung mit einem der folgenden Paragraphen genehmigt, der dann genauer auführt, welche Art der Hilfe geleistet wird.

Man braucht den §35a nur, wenn es um ambulante Legasthenie- oder Dyskakulietherapie im Speziellen geht. Alle anderen Formen der Hilfe können auch mit dem § 27 eingeleitet werden.

Unter dem Link von Rhoa kann der Gesetzestext nachgelesen werden.

Bei Hilfen nach § 27 als auch §35a gelten die gleichen Zuzahlungsregelungen.

Ambulante Maßnahmen sind zuzahlungsfrei, wenn auch das JA in Ffm sich hier rechtwidrig verhält und den Eltern Zuzahlungen abverlangt. Da die meisten Eltern froh sind, wenn überhaupt etwas genehmigt wird, klagt halt niemand und so lange niemand klagt und das Jugendamt zurückpfeift, wird diese rechtswidrige Praxis fortgesetzt werden.

Bei allen vollstationären Maßnahmen (Heim/Internat) werden die Eltern finanziell herangezogen, auch wenn das in der Presse gerne anders dargestellt wird.
Es wird hier die häusliche Ersparnis berechnet und von den Eltern eingefordert. Berechnet wird nach der Düsseldorfer Tabelle, wobei der Betrag der von Jugendämtern einbehalten wird, um ca. 20% über diesem Betrag liegt. Das heißt, je besser die Leute verdienen, desto höher die Eigenbeteiligung.

Nur mal so als Info, da die Presse sich entschlossen hat, hier zu Lasten aller Kinder sehr unsachlich zu berichten.



von Dagmar D. - am 11.05.2004 10:18

Re: Wer kann Tipps geben?@Dagmar

Hallo Dagmar,

heißt das, dass wir rechtlich keinerlei Zuzahlung zu der Dyskalkulietherapie unserer Tochter leisten müssten?

Das Jugendamt hat nach §35a übernommen, trägt aber nur einen Anteil der Kosten der Therapiestunde. Eine monatliche Zuzahlung für uns bleibt also bestehen.

viele Grüsse, claudia



von LeonieLöwenherz - am 11.05.2004 12:31
Hallo,

SGB 8 § 35a Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche

SGB 8 § 27 Hilfe zur Erziehung

Vielleicht hilft es weiter.

Gruß
Sammy



von Sammy2804 - am 11.05.2004 19:45

Re: ups...sorry Rhoa

Hab nicht gesehen dass Du die Texte schon reingesetzt hattest.

Gruß
Sammy
PS: Das kommt davon wenn man zwei Dinge gleichzeitig macht *grins*



von Sammy2804 - am 11.05.2004 19:49

Re: Wer kann Tipps geben?@Dagmar

Hallo Claudia,

ja, das heißt es. Ambulante Hilfen sind grundsätzlich zuzahlungsfrei. Leider halten sich die wenigsten Jugendämter an diese Regelung.

Grundlage ist §91 KJHG.



von Dagmar D. - am 11.05.2004 21:13

Re: Wer kann Tipps geben?@Dagmar

Hallo
Ich bin erst sehr kurz im Forum,aber es ist sehr wichtig für mich das ich Hilfe von Euch da draussen bekomme.Habe immer gedacht ich schaffev es alleine,ein grosser Irrtum muss ich jetzt feststellen.Bitte könnt Ihr mir sagen wo ich mich erkundigen muss,wenn ich meinen Sohn Stationäre Hilfe zusagen kann.Ausser Ergotherapie und Ritalin SR+Ritalin ist noch nicht viel passiert.
Meine Nerven
liegen auf dem
Meeresgrund und noch viel tiefer.

Lieben Gruss
Meli

von Rubin Melanie - am 12.05.2004 20:58

Re: Wer kann Tipps geben?@Dagmar

Hallo Melanie,

ich habe gerade deinen anderen Beitrag beantwortet.

[forum.myphorum.de]

Du schreibst:
>Ihr mir sagen wo ich mich erkundigen muss,wenn ich meinen Sohn Stationäre Hilfe zusagen kann.>

Das Wichtige ist, du kannst deinem Kind keine stationäre Hilfe zusagen, das kann nur der Arzt oder das Jugendamt.

Bevor du über ein Internat nachdenkst, was eine sehr langfristige Unterbringung ist, solltest du bei einem Kind im Alter von 7 Jahren an andere Hilfeformen denken.

Sprich doch mal mit deinem Arzt, ob euch eine Mutter-Kind-Kur mit integriertem Elterntraining und Verhaltenstraining für das Kind helfen wird. Eine weitere Möglichkeit ist, dass dein Kind für einige Wochen stationär aufgenommen wird und dort eine VT mit ihm durchgeführt wird.

Das wichtigste ist jetzt das Gepräch mit dem Arzt.



von Dagmar D. - am 13.05.2004 06:07
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