brauche mal wissenschaftliche hilfe

Startbeitrag von küken am 07.08.2004 08:01

hallo zusammen,

ich habe etwas gelesen, von dem ich weiss es gelesen zu haben, weiss aber nichts genaues mehr, und auch nicht mehr wo...typisch addy halt ;-)

ich meine gelesen zu haben, das man ads im ct mit zur hilfe von radioaktiven substanzen, oder waren es röntgenkontrastmittel, sichtbar darstellen, sprich beweisen kann.
dieses verfahren soll an einer deutschen uniklinik wohl auch praktiziert werden, bei erwachsenen.

wer kann mit meinen gedächtnisbrocken etwas anfangen und mir etwas dazu sagen?
ein link wäre auch klasse...

lg von tüddelbritta, grins

Antworten:

Hallo Britta,

etwas in der Art kannst Du in den Links in diesem Thread finden, die ich schon mal rausgesucht hatte.

[forum.myphorum.de]


Es wird tatsächlich so dargestellt, als sei das Spect-Verfahren eine gängige Anwendung in der Diagnostik, tatsächlich habe ich aber hier noch von keinem gehört, bei dem es angewendet wurde.


VG
Anna

von AnnaS - am 07.08.2004 08:29
Hallo zusammen!
Ich finde es schade, dass küken keine ehrliche Antwort erhält. Wie viele, so scheint auch sie zu glauben, dass ADHS eine medizinische Krankheit sei, die man medizinisch irgendwie eindeutig belegen könnte.
Liebes küken und all ihr anderen: So ist es aber nun mal wirklich nicht! Mit keinerlei der üblichen und von dir teils bereits genannten Methoden kann man ADHS medizinisch nachweisen. Wenn das ginge, gäb´s ja die ganze strittige, jahrzehntelange Diskussion überhaupt nicht.

Es gibt keinerlei medizinischen Nachweis. Manche leiten daraus ja auch die Behauptung ab, dass es ADHS also als medizinische Störung auch gar nicht gäbe. Und das ist aus meiner Sicht der Dinge auch so. Alles was diagnostisch gemessen wird, ist psychosoziales Verhalten, was ja bekanntermaßen sehr sehr vieldeutig ist.

Ob sich hinter der Bezeichnung ADHS viele unterschiedliche andere Störungen versammeln, ist eine interessante Frage, die ich hier schon mal mit Ja beantworten möchte.

Und schon mal vorab, weil ich den Betrieb mittlerweile ein wenig kennengelernt habe: Ich kenne Herrn Schmidt nicht persönlich, schätze aber seine hier ja bekannte website sehr. Darf man das hier bei euch sagen?


Zu diesem Selbsthilfeforum haben keine Leute Zutritt, die die Existenz von ADS ablehnen.

von BTucher - am 09.08.2004 19:42
Hallo küken,

die von dir gemeinte Methode erbringt nur den Nachweis, dass manche Menschen anders sind als andere, keinesfalls erbringt sie einen Beweis für irgendetwas.

Ich halte einen Beweis auch gar nicht für nötig, denn die Hinweise, die sich durch eine normale Diagnostik erreichen lassen, sind durchaus ausreichend und praktikabel, um Therapien mit dem Ziel eines verbesserten Lebens durchführen zu können.

Das Streben nach Beweisen ist zwar verständlich, repräsentiert allerdings das Denken des 19. Jahrhunderts. Seither hat sich in der Wissenschaft ein anderes Prinzip durchgesetzt. Theorien müssen nicht bewiesen werden, sondern sich der Falsifikation aussetzen, d.h. sie müssen möglichst "immun" gegen den Nachweis von Fehlern (z.B. Widersprüche, Erklärungslücken) sein.

Eine angemessene Theorie erklärt also möglichst umfassend und widerspruchsfrei den Gegenstand ihres Interesses.

Ein Spect-Verfahren erklärt im Grunde gar nichts. Es kann ggf. nur festgestellt werden, dass Leute mit bestimmten Verhaltensweisen, unter denen sie selbst oder andere leiden, auffällig oft irgendein Spect-Ergebnis liefern. Unglücklicherweise könnte aber die Gruppe der Kakaotrinker ebenfalls aus welchen Gründen auch immer die gleichen Abweichungen zeigen und schon wäre die Theorie im Eimer ;-).

Ein gewisses Elend besteht übrigens tatsächlich darin, ADS als "medizinische Krankheit" anzusehen, wie BTucher durchaus richtig anmerkt. Wobei allerdings als kleine Zwischenfrage erlaubt sein muss, was denn eigentlich eine nichtmedizinische Krankheit ist, die es dann ja auch geben muss.

Der Stand der wissenschaftlichen Forschung gibt die Einstufung als Krankheit nicht her, sondern legt nahe von einer Eigenschaft (bzw. einem Eigenschaftenbündel) zu sprechen, das sich so stark auf die Lebensführung auswirkt, dass es krank machen kann, also Krankheitswert bekommt.

Wer bei ADS stets von Krankheit spricht, schließt ja auch alle typschen ADSler aus, die unauffällig oder gar erfolgreich im Leben sind, was ich für eine eine große Dummheit halte. Wer ADS allerdings leugnet und die Probleme mit allerlei psychologischen Blabla zu erklären müssen meint, ist entwerder aus standespolitischem Interesse (sprich Kohle machen) motiviert und daher bereit zu lügen - oder schlicht zu blöd, den Stand wissenschaftlicher Forschung zu rezipieren und geistig zu verarbeiten. Und mit solchen Leuten geben wir uns gar nicht ab (diese Attitüde hat mir mal ein Arzt beigebracht *ggg*).

FG Erich

von ErichW - am 09.08.2004 20:31
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