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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
15
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Anna Bastian, Chris G, Sarah Ebeling, andrea gotha, Monkele, Tomxxx, Herta Wurst, Gaby, Angelika (TanteGela)

Verweigert Therapie,was tun?

Startbeitrag von Anna Bastian am 28.09.2004 13:30

Hallo zusammen,

wer kann mir einen Rat geben,mein Sohn fast 15 Jahre alt,geht seid ca. ein und halb Jahren zur Therapie.
Anfangs zwei Mal die Woche,als die ganzen Tests gemacht worden sind, und etwas später dann wöchentlich.
Das hat alles gut geklappt und diese wöchentliche Sitzung hat ihm auch sehr gut getan.

Er machte sich die Termine selber und wir haben dann gemeinsam die Zeit so geplant,daß es paßt (-:

Kurz vor den Sommerferien fing er dann an seine Zeit selber zu planen,hat auch den einen oder anderen Therapietermin vergessen oder ist nur mit viel zureden dort hin gegangen.
Dann kam die Sommerpause und jetzt will er gar nicht mehr gehen.
Er meint er bräuchte das nicht mehr und andere Dinge ,Sport und Aktivitäten mit Freunden, seinen wichtiger.

Ich habe ihn des öffteren gefragt ob was vorgefallen sei was er verneinte und auch die Therapeutin bestätigte dies.

Wir hatten auch abgesprochen,daß er zur Ergo geht um die Konzentration zu stärken,anfangs war es o.k. und als er dann mit bekam,daß es eine Art von Therapie ist,war er gleich dagegen.

Keiner seiner Freunde geht zu einer Therapie und vielleicht möchte er es deswegen nicht,um nicht wieder anders zu sein.

Ich hab nun einen Termin zu einem Elterngespräch gemacht,der aber erst Anfang November ist um mit der Ärztin zu beraten.
Das ist aber noch so lange hin und vielleicht weiß jemand Rat.


Danke und viele Grüße

Antworten:

Rat habe ich keinen parat,aber dein Sohn ist einfach Therapiemüde.Was ich auch voll und ganz verstehen kann.
Überlege mal 1 1/2 Jahre Therapie ,ich kann verstehen,dass er sich mit Freunden treffen will und andere Aktivitäten machen möchte wo er doch drauf hat verzichten müssen.

Wir haben nur noch alle 4 Wochen Therapie und das reicht voll und ganz aus.
Wenn mein Sohn er ist 14,5 Jahre mir sagt,du mir bringt das nichts mehr höre ich sofort auf ihn zur Therapie zu schicken ,denn Erfolge haben wir täglich.

Man kann Kinder auch durchaus übertherapieren.


Gaby



von Gaby - am 28.09.2004 14:47
Hallo Gaby

danke für die Antwort (-:

Ich kann ihn ja auch verstehen,nur weiß ich,daß die Therapie wichtig für ihn ist,er sieht seine Veränderung,meint aber sie käme von ihm.
Klar,der größte Teil kommt auch von Ihm aber die Therapie hilft ihm dabei,auch wenn er es nicht so warnimmt.

Die Erfahrung hat gezeigt,daß ich den weiteren Blickwinkel habe (klar (-:)und ich möchte daher,daß er weiterhin die Therapie besucht,natürlich soll das ganze ohne Zwang ablaufen so das er auch was davon hat und daher bin ich ja so ratlos.

Außerdem denke ich das unser Weg,zu einem einigermaßen gergelten leben,wie man es hier erwartet, noch lang ist.

Ich helfe und unterstütze ihn ,stehe auch voll und ganz hinter ihm.

Um dieser Therapiemüdigkeit etwas aus dem Weg zu gehen,haben wir uns beim letzten Elterngespräch überlegt,die Ergo zu starten,hier gibt es einen guten,erfahrenen Ergotherapeuten,der auf ältere Jugendliche bzw.Jungs spezialisiert ist aber er scheint ja generell ein Problem mit Therapie zu haben,in welcher Form auch immer.

Viele Grüße

Anna

von Anna Bastian - am 28.09.2004 15:56
Hallo Anna!

Jungs in dem Alter lassen sich halt ungern ihre Freizeit verplanen, so wichtig wie die Therapie auch sein mag.
Irgendwann wollen sie genauso ihre Nachmittage gestalten wie die Kumpels auch.

Wäre es möglich, die Termine zu strecken?

Wenn er nur noch alle 2-3 Wochen einen Termin hat, wird er sich evtl. wieder besser darauf einlassen.
Oder aber, dass die Ergo sofort nach der Schule stattfindet, und Du ihn - falls möglich von der Schule abholst und zur Ergo hinbringst.
Das fällt dann nicht so in den Freizeitbereich, und bei Ergo hat man normalerweise immer nach einer Behandlungseinheit mehrere Wochen Pause.

Binde Deinen Sohn aber UNBEDINGT in die Planung mit ein und frag ihn, wie er sich das vorstellt!

Angelika (TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 28.09.2004 18:22
Hallo Angelika,

ich denke schon,daß man die Therapie strecken kann,vielleicht einmal im Monat oder einmal Therapie und ein mal Ergo.
Diesbezüglich finden wir bestimmt Möglichkeiten.

Das Problem ist daß er meint,wie zu Anfang geschrieben,daß er sie nicht bräuchte,auch nicht ein Mal im Monat.

Ich binde ihn immer in die Planung mit ein,er stellt sich aber den Plan meistens anders vor als ich (-:

Ich bin ja froh,daß es nun mit anderen Jugendlichen gut klappt und das er sich anschließt und nicht immer abgrenzt,möchte da auch nichts dran ändern.Das ist sicherlich genau so gut für ihn wie die Therapie (-:

Aber wie kann ich ihm vermittelt,daß die Therapie gut für ihn ist und das er wenigsten monatlich dort hin geht?

Gruß

Anna

von Anna Bastian - am 28.09.2004 19:04

Hausverbot

von Herta Wurst - am 28.09.2004 21:44
Hallo Anna,

ach Du liebes bisschen, Herta ist noch immer unterwegs..., aber hilft wie immer nicht wirklich mit ihren Ratschlägen, denn manchmal braucht es den Weitblick von uns Eltern...!Wenn ich meinem Sohn oder meiner Tochter die lange Leine gelassen hätte, wären sie heute in irgendwelchen düsteren Kreisen...!

Anna, ich habe hier ja auch eine Tochter und einen Sohn, die durchaus immer mal wieder theraphiemüde waren, meinten, sie können es nun aus eigener Kraft, nur weil die Theraphiestunden eben mühsam die Freizeit unterbrachen!

Wenn Du sie so wie Tante Angelika beschrieb umlegen kannst, ist schon mal die Hälfte fast gewonnen, die andere Hälfte besteht darin, dass Du immer wieder mal mit dem betreffenden Kind im Zweifelsfalle eine positiv-negativ-Bilanz machst..., also abklärst, inwieweit es sich für selbstverantwortlich hält, Selbstvertrauen hat und dieses auch über einen gewissen Zeitraum beweisen kann!

Pausen können insofern auch ganz sinnvoll sein, um die Kinder erfahren zu lassen, es geht manchmal doch noch nicht ohne Theraphie, aber auch für uns Eltern ist es interessant zu sehen, was tatsächlich schon ohne Theraphie geht...;-)
Also schlimmstenfalls gehe durchaus mal auf eine Pause ein, aber mit vorherigen klaren Abmachungen.
Wenn die nicht erfüllt werden (können), wird die Theraphie wieder aufgenommen.

Worum geht es denn bei der Theraphie? Denn das ist natürlich auch noch ein Aspekt, der beachtet werden sollte und dementsprechend auch die Kriterien angesetzt werden sollten, falls es zu einer Auszeit kommen sollte.

Viele grüsse, Chris G

von Chris G - am 28.09.2004 22:32

Die Beiträge entsprechen nicht den Regeln der Selbsthilgeruppe.
Rückfragen an forumsmoderation@gmx.de, nicht über das Forum.


von Tomxxx - am 29.09.2004 04:41
Hallo Tomexxx,

weiso entsprechen die Beiträge nicht der Forumsrichtlinien?

Gruß

Anna

von Anna Bastian - am 29.09.2004 05:09
Hallo Anna,

nicht Tomxxx hat den roten Text geschrieben, sondern die Forumsmoderation. Wahrscheinlich hat er oder sie einen Text geschrieben der gegen die Regeln verstößt und deshalb wurde der Text von der Moderation gelöscht.

Viele Grüße

Monkele

von Monkele - am 29.09.2004 14:05
Hallo Monkele,

danke für die Information.
Bin hier nicht so firm,dachte schon ich habe was falsch gemacht ))-:

Sorry (-:

Viele Grüße

Anna

von Anna Bastian - am 29.09.2004 15:57
Hallo Chris G,

schön wieder von Dir zu lesen (-:

In der Therapie geht es im Großen und Ganzen um Integration und Verhaltensmuster.

Wie ich ja schon mal gepostet habe ist mein Kind in einer anderen Kultur groß geworden und hat auch daher Probleme in unserer Gesellschaft.

Viele Grüße

Anna

von Anna Bastian - am 29.09.2004 16:32
Hallo Anna,

hilft es was, wenn Du zusammen mit Deinem Sohn versuchst zu klären, worin aus Deiner Sicht noch Integrationsprobleme oder Schwierigkeiten bestehen? Und warum Deiner Meinung nach eine Theraphie noch weiter sinnvoll wäre? Du ihn damit nicht plagen, sondern stärken willst?

Viele Grüsse, Chris G

von Chris G - am 30.09.2004 06:21
Hi, ich bin 20 Jahre alt, ich habe ads, leider hat man das erst sehr spät festgestellt. Ich kenne das Gefühl, wenn man einfach keine Lust hat zur Therapie zu gehen.
Ich bin seit 10 Jahren in Therapie. Ich kann nur für mich sprechen, aber vielleicht geht es Ihrem Sohn ähnlich. An manchen Therapietagen, sieht man einfach den Sinn nicht, man weiss total viele Sachen, die man lieber machen würde, auch wenn es kein Problem wäre diese Sachen aufzuschieben. Und es ist kein gutes Gefühl als einziger im Freundeskreis zur Therapie zu gehen. Vielleicht sollte er für einige Zeit nur eine Therapie machen, lassen sie ihn doch wählen, wenn er auf beide keine Lust hat und zu beiden nicht hingeht ist das ja auch nicht gut. Aber wenn er die Wahl hat, hätten sie vielleicht einen Kompromiss.

von Sarah Ebeling - am 02.10.2004 10:36

Anfrage zu Ritalin SR

An alle, die mit sich mit Verschreibung und Gesetzen auskennen!Bei mir in der Elterngruppe ist eine Mutti, deren Tochter das normale Ritalin in der Grundschule vergaß zu nehmen bzw verspätet nahm. Daraufhin bekam sie Ritalin SR, worauf sich die Einstellung verbesserte. Anfang der Klasse 4 (jetzt Kl.5) bekam sie Concerta, was keine Wirkung zeigte, Noten und verhalten änderten sich sehr negativ, besonders die Schullleistungen. Daraufhin zurück zu Ritalin SR. Nun darf die Ärztin das Ritalin SR nicht mehr verschreiben, weil es aus der Schweiz, sprich Ausland kommt. Ein Antrag bei der AOK erfolgte. Daraufhin die Antwort, dass aufgrund des Bundesmantelvertrages der Ärzte §29, Abs.1 nicht verschrieben werden darf. Es wurde aber auch auf die noch fehlenden Durchführungsbestimmungen verwiesen.
Die Ikk hat einer anderen Mutti geschrieben, dass sie solange bezahlen, bis das in Deutschland angekündigte neue Langzeitpräparat kommt, was ich zumindest fair finde. Ansonsten reihenweise Ablehnungen. Weiß jemand Rat??



von andrea gotha - am 03.10.2004 07:41
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