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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
littlefoot, sternenblitz, Britta F., Angelika (TanteGela)

Kinderarzt gibt mir kein Rezept mehr

Startbeitrag von littlefoot am 11.11.2004 15:01

Hallo,
ich wende mich heute an euch weil mein Sohn kein Rezept

mehr für das psychomotorische Turnen bekommt.

Er meint ein Sportverein würde es auch tun.

Wer von euch hat vielleicht noch gute Argumente wie ich den

Kinderarzt doch noch überzeugen kann.

Mein Sohn ist 8 Jahre alt und geht seit letzten Sommer dort

hin.

Hilfesuchende Grüße
Littlefoot

Antworten:

Hallo littlefoot,

was sagt denn der Heilpädagoge oder Krankengymnast oder wer auch immer die psychomotorische Gruppe leitet dazu? Kann er/sie mal mit dem Arzt sprechen? Ich hatte das Problem auch, als mein Sohn Frühförderung bekam, diese wurde nur einmal vom KA bewilligt; ich habe dann protestiert, nur leider waren die Tanten von der Frühförderstelle der Meinung, mein Sohn habe kein ADHS, er sei ihnen einfach nicth "extrem" genug; was immer das heißen mag...
Bei der Ergotherapie läuft es aber gut; wir machen das jetzt seit einem Jahr und ich kümmere mich um nichts. Die Ergotherapeutin ruft den KA sofort an, wenn er "mal Zicken" macht und legt ihm regelmäßig Berichte vor.
Psychomotorik (ich habe Heilerziehungspflege gelernt; da war das Schulfach) ist etwas völlig anderes als "Turnen" im normalen Sportverein, sicher ist ein Verein auch eine gute Sache, aber mehr als Ergänzung zur Therapie. Da können die Kinder sich noch mal zusätzlich auspowern. Aber Psychomotorik kann keinesfalls durch einen Sportverein ersetzt werden.
Versuch noch mal, dem KA das klar zu machen oder vielleicht kann der Therapeut doch noch ein gutes Wort einlegen!?
Viel Glück und schöne Grüße von Britta

von Britta F. - am 11.11.2004 15:22
Hallo littlefoot!

Manche Psychomotorik- oder Motopädiegruppen sind an einen Turnverein angeschlossen, einige Krankenkassen haben sogar eigene Gruppen.

Dazu können Dir z.B. Behindertensportvereine mehr sagen.

Unser Fuzzi bekam längere Zeit ebenfalls Psychomotorik. Dazu mussten wir lediglich Mitglied in dem Sportverein werden, der Kinderarzt bekam ein Formular zum Ausfüllen, und der Sportverein rechnete das mit der gesetzlichen Krankenkasse ab.

Vielleicht wäre das ein Weg für Euch?

Angelika (TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 11.11.2004 21:02
Hallo Britta,
die Leiterin hat schon mit dem Kinderarzt gesprochen.Es

wirklich ein guter Kinderarzt nur hier stellt er sich ziemlich stur.

Er hat seine eigene Einstellung dazu. Deshalb brauche ich

einfach nochmal gute Argumente, um ihn zu überzeugen.

Aber vielen Dank für deinen Beitrag.

Gruss
Littlefoot

von littlefoot - am 12.11.2004 11:07
Hallo Angelika,
mein Sohn ist gerade dort sehr gut aufgehoben und du müßtest

doch auch am besten wissen ,das ADSLER sich schwer tun mit

neuen Dingen.Mein Sohn hat fast ein halbes Jahr gebraucht um

sich dort wohl zu fühlen und etwas an sich heran zu lassen.

Ich möchte ihn natürlich wenn es geht dort nicht rausnehmen.

Es ist eine sehr kleine Gruppe und die Leiterin und die Ergoth.

gehen auf in ihrem Beruf und machen es total super mit den

Kindern.Argumente brauche ich um den Arzt zu überzeugen.

Vielleicht hast du ja noch eins für mich.

Gruss
Littlefoot

von littlefoot - am 12.11.2004 11:15
Hallo Littlefoot,

folgendes wird kein Trost für Dich sein, aber als ich Deinen Beitrag las, erinnerte mich das an eine Radio- oder Fernsehbericht, den ich vor ein paar Tagen hörte oder sah (kann mich nicht mehr genau erinnern): Da wurde berichtet, dass auf Grund geänderter Krankenkassenregelungen auch Kinder nun zwischen zwei Rezepten für z.B. eine wichtige Krankengymnastik ein dreimonatige Wartepause einlegen müssen! Kinderärzte stellen deswegen teilweise auch wichtige krankengymnastische (und ähnliche) Rezepte nicht mehr aus! Hintergrund: Sie laufen sonst Gefahr, selbst von der Krankenkasse in Regress genommen zu werden. Es wurde in der Sendung auch von einem konkreten Fall berichtet, wo ein Junge dauerhaft eine bestimmte körperliche Therapie benötigte, dafür von der Kinderärztin aber kein Rezept mehr ausgestellt wurde.

Wenn das alles so stimmt, wie es dort berichtet wurde, ist das natürlich eine unerträgliche Situation für die Betroffenen.

Mach Dich also darauf gefasst, dass der Kinderarzt evtl. sehr schwer zu überzeugen sein wird! Mache ihn z.B. auf die Mehrkosten aufmerksam, die entstehen werden, wenn Dein Sohn diese Behandlung jetzt nicht mehr bekommt, dafür später aber die teurere Behandlung xy braucht. Plädiere an den Eid, den er mal geschworen hat: Zum Wohle der Patienten zu handeln. Und... und...

Zur Not: Welchsel den Kinderarzt!

von sternenblitz - am 16.11.2004 18:50
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