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ADHS ADS Selbsthilfe
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
HeidiS, ClaudiaW, Angelika (TanteGela), marion3, Inge1, Doris Schmitt, Winterkind, FrankR

Bundeswehr

Startbeitrag von HeidiS am 04.01.2006 08:59

Hallo,

müssen unsere betroffene Söhne zum Bund?

Nach meine Erfahrungen werden sie nach Bekanntwerden von ADS und Einnahme von Methylphenidate sofort ausgemustert.

Selbst wenn sie den Termin zur Musterung erhalten, reicht ein Attest des behandelten Arztes und sie werden sofort für untauglich erkärt!

Dieses muss beim Kreiswehrersatzamt vor dem Musterungstermin schriftlich eingereicht werden.

Die Ausmusterung war eines der schönsten Weihnachtsgeschenke für meinen Sohn.

Gruß

Heidis

Antworten:

Hallo Heidi!

Stimmt, wir haben genau die selbe Erfahrung gemacht.

Als die Wehrerfassungs-Unterlagen kamen, haben wir umgehend alle vorhandenen Facharzt-Befunde hingeschickt, kurz drauf kam die Ausmusterung nach Aktenlage.

Und nur für den Fall, dass hier irgendwelche stillen Mitleser meinen, man könne mal eben durch diese Hintertür ein "tauglich 5" hinzaubern, so einfach ist das nicht!

In den Befunden steht nämlich, dass Fuzzi seit 1993 mit MPH behandelt wird...............

Angelika (TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 04.01.2006 13:31
Hallo,

ich las an anderer Stelle, daß dies in der amerikanischen Armee wohl ebenso gehandhabt wird. Aber warum eigentlich?

Ich selbst habe zwar nicht "gedient" und habe daher keine einschlägigen Erfahrungen als unbrauchbarer ADHS-Soldat. Aber ich kann mir gar nicht recht vorstellen, wo denn bei dieser Kombination die speziellen Risiken liegen sollen. Widersetzlichkeit ? Dem könnte man ja dort wahrscheinlich effektiver abhelfen als in anderen Bereichen.... ;). Oder schießen "wir" immer daneben? An Rummelplatz-Schießbuden habe ich jedenfalls bisher jede Rose mit dem ersten Schuß abgestaubt. Aber das könnte vielleicht daran gelegen haben, daß einem on dit zufolge die Betreiber dazu neigen, das Visier absichtlich zu verstellen....

LG Frank



von FrankR - am 05.01.2006 07:25
Und was ist, wenn ich bei den Wehrerfassungsunterlagen noch nicht darauf reagiert habe?
Ist es dann zu spät??

Also habt ihr die Sachen schon vor der Musterung eingereicht??

Die Idee kam mir ja nun noch überhaupt nicht.

Danke von Inge,
die sonst eh nur für Zivi wäre.

von Inge1 - am 05.01.2006 07:43
Hallo Inge,

nachdem mein Sohn den Termin zur Musterung erhielt, telefonierten wir erst mit dem Kreiswehrersatzamt und ließen uns mit dem medizinischen Dienst verbinden.

Die Begründung war die Information über ADS und Medikamente und stellten die Frage, was dazu benötigt wird.

Darauf schickten wir ein Attest des Arztes mit Diagnose, wann diagostiziert und welche Therapien. Der Arzt schrieb bereits, dass er ihn für "wehrdienstuntauglich" beurteilt. Das konnte er auch mit gutem Gwissen schreiben, da mein Sohn wirklich nicht für den Wehrdienst geeignet wäre.

Nach etwa zwei Wochen und eine Woche vor dem Musterungstermin erhielt er die Ausmusterung.

Also es reicht sofort bei Bekanntwerden des Musterungstermins zu reagieren.

Wird dieser Termin auch verpasst, können diese Unterlagen auch bei der Musterung vorgelegt werden.

Will ein ADSler mit pharmakotherapeutischer Behandlung zum Bund, muss er beweisen, dass er psychisch stabil ist und auch ohne Medikamente belastbar ist.

Aus ziemlich sicherer Hand ist mir bekannt, dass der Bund keine ADSler nimmt. Das Risiko ist ihnen zu hoch. Dazu kommt, dass genügend Kandidaten vorhanden sind.

Die Ausnahmen bestätigen die Regel!

Gruß

HeidiS

von HeidiS - am 05.01.2006 07:56
Hallo Frank!

Bei unserem Fuzzi kommen die bekannten, schon viele Jahre anhaltenden motorischen Probleme hinzu.

Ich denke, die Bundeswehr hat schon genügend Fußkranke, die sie bestenfalls in die Schreibstube stecken kann!

Und was ist, wenn ein medikamentös behandelter ADS-ler im Manöver seine Medikamente im Gepäck hat?

Bestünde da nicht - rein theoretisch - die Gefahr, dass sich jemand Fremdes daran bedienen könnte?

Zudem, meine ganz persönliche Ansicht, ich finde unsere ADS-ler haben sonst überall so viele Nachteile, dass sie dieses kleine Bonbon mal *verdient* haben.

Angelika (TanteGela)

@ Inge: Du kannst jederzeit die ärztlichen Atteste an die Wehrerfassungsstelle oder Musterungs-Kommission schicken.
Im Sinne der Kostenminimierung ist die BW froh, wenn sie nicht Fahrtkosten etc. zahlen muss für junge Männer, die mit einem Blick auf´s Attest ausgemustert werden!



von Angelika (TanteGela) - am 05.01.2006 09:14
Das ist ja interessant ,dann sollten wir das wohl verschweigen ,denn Sohnemann will unbedingt zur Bundeswehr und ich finde das muß Mann schon mal mitmachen *g*
Zumindest können sie dann Hemden zusammenlegen ,was auch von Vorteil ist...

von marion3 - am 05.01.2006 10:49
Hallo Marion!

Spätestens bei der Musterungs-Untersuchung kommt die Frage nach Medikamenten, und dann muss Dein Sohn Farbe bekennen.

Zudem - wenn er das nicht macht, aber bei der Bundeswehr seine Medikamente benötigt - wer bitteschön soll sie ihm dann verordnen?

Ich finde es nicht okay, wenn man versucht zu tricksen.

Dann lieber vorab die Unterlagen hinschicken und einen Begleitbrief dazulegen, dass man (Sohn) sehr gerne den Wehrdienst oder mehr ableisten möchte.

Angelika (TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 05.01.2006 14:34
Hallo Marion,

in den Tauglichkeitsrichtlinien des Bundesministeriums für Verteidigung - der Zentralen Dienstvorschrift (ZDv 46/1) - führt die ADHS zur Vergabe der Gradation VI, was eine Wehrdienstunfähigkeit bedingt.

Es ist den Störungen des ZNS zugeordnet und unter den Gesundheitsstörungen, die zur Vergabe des Gradation VI führen, direkt zugeordnet.

Danach führt das Vollbild mit oder ohne Medikamenteneinnahme grundsätzlich zu einer Ausmusterung.

Zu lesen bei den Fachbeiträgen vom BV-AH e.V.

Infos auch unter: www.bmvg.de

Ansonsten schließe ich mich den Ausführungen von Angelika an.

Gruß

HeidiS

von HeidiS - am 05.01.2006 15:16
Hallo ihrs :-),

wieso muss Mann das mitmachen?

Abgesehen davon, dass ich meine, dass man auch so lernen kann, Hemden zu falten - meiner trägt sowieso nur T-Shirts ;-), halte ich den Wehrdienst in seiner jetzigen Form für reine Zeitverschwendung.

In 9 Monaten wird man nie so fit, dass es im Ernstfall etwas bringen könnte. Abgesehen davon liegen zwischen Wehrausbildung und einem evtl. Ernstfall auch noch ein paar Jahre und somit ist eh alles wieder vergessen.

Ich wäre ohnehin für eine reine Freiwilligen-Armee. Da könnten dann die hin, die sowieso gern Soldat wären und die wären dann auch vernünftig ausgebildet.

Manchmal hab ich so den Eindruck, dass man den Wehrdienst deshalb nicht ganz abschafft, weil man dann auch den Zivildienst abschaffen müsste und dann viele öffentliche Institutionen plötzlich arbeitskräftemäßig völlig unterversorgt wären. Das Geld, um jemanden statt dessen einzustellen, haben sie nämlich nicht.

Nur meine Meinung

Liebe Grüße

Claudia

*aus einer überzeugten Zivi-Familie :-)



von ClaudiaW - am 05.01.2006 19:47
Hallo !

Naja ich hoffe doch ,daß Sohnemann bis dahin keine Medis mehr braucht. Außerdem ist er ja wie schon beschrieben ,kein Kind ,der den ganzen Tag Medis braucht um über die Runden zu kommen .
Ne ,aber ich finde schon das Mann das mal mitmachen sollten .Mir gehts da hauptsächlich drum ,daß den Jungs (gerade von den Müttern und danach den Frauen) doch eh viel geschenkt wird.
Hach der kleine war ja schon immer ein Problemkind*hätschel hätschel* und unweigerlich verhätschelt man dann seine Söhne und macht um es krass zu sagen "Weicheier "aus ihnen .

Man will sie vor allem und jedem beschützen ,überlegt mal (ehrlich ) wie ihr mit euren Töchtern umgeht und wie ihr mit euren Söhnen umgeht ,ich wette da ist ein riesen Unterschied. Warum?
Weil die Jungs meistens die Problemkinder sind und man dann als Mutter natürlich sich unweigerlich (auch wenn man es nicht will ein bisschen mehr um sie kümmert)
Die meisten Jungs verweigern ja die Bundeswehr nur aus "null Bock" ,das geht dann so weiter ..null Bock auf dies ,null Bock auf das...na und dann wundern wir uns wenn sie keine Verantwortung übernehmen usw.?
Dann landen sie im Krankenhaus ,aber Hintern ausputzen wollen sie auch nicht und am Schluss wälzen sie Akten und machen sich mal wieder nen schönen Tag..
Immer schön den leichten Weg nehmen ..

Ich finde die Bundeswehr ist eine Institution ,wo sie hin MÜSSEN ,sich unterordnen müssen und eingliedern müssen.
Und da müssen sie halt mal durch ob sie wollen oder nicht. Von mir aus könnte die Bundeswehr länger dauern.

Die meisten Männer die ich kenne ,fanden ihre Bundeswehrzeit übrigens als tolle Zeit und unvergesslich.
Naja ,also ich sehe das halt so (will hier keine persönlich ansprechen und auch keine anwesenden Mann beleidigen ..nicht das das wieder falsch verstanden wird)
grüße von marion

von marion3 - am 06.01.2006 11:05
Hallo Marion :-)

Zitat

Hach der kleine war ja schon immer ein Problemkind*hätschel hätschel* und unweigerlich verhätschelt man dann seine Söhne und macht um es krass zu sagen "Weicheier "aus ihnen .


Was willste denn haben? Nen echten Kerl, der so richtig nach drei Tage altem Männerschweiß stinkt?

*lol*

Wenn du deinen Lütten verhätschelst, nützt auch die Bundeswehr nix. Auch da gibt es Schreibstuben.

Also Problemkind hin oder her. Bei uns gibt es für alle einen Putztag, Junior lernt übrigens gerade freiwillig kochen, beim Einkaufen ist immer eines der Kinder dabei. Als ich neulich krank war, ist Junior allein losgeradelt und hat für's ganze Wochenende eingekauft - ganz nach meinem Sinn. Er wusste genau, was geholt werden muss.

Du kannst doch nicht für die Bundeswehr plädieren, nur damit dann dort deine Erziehungsfehler ausradiert werden.

*kringelmich*

Das ist ja ne tolle Argumentation.

VG

Claudia

*mein Mann hat übrigens Zivildienst in einem Altenheim absolvert, mein Bruder in einem Krankenhaus. Nix Schreibstube.



von ClaudiaW - am 06.01.2006 11:19
Wenn jemand schon immer strikt gegen die Bundeswehr war und seinen beiden Söhnen die Teilnahme von klein auf an sehr deutlich ausgeredet ( an der Grenze zum Verbot )hat, dann ICH!!
Mein ältester Sohn hat in einer Behindertenwerkstatt seine Zivi-Zeit absolviert und da könnte ich dir mal schreiben, was es dort auch für Probleme und Stress gab.

Wenn du ehrlich bist, dann weisst du sicher auch, dass die wenigsten Zivis Akten sortieren!!!

Zivi für Jungs und FSJ für Mädchen finde ich sehr gut.

Gerade gestern hat mir eine Bekannte von der ersten Wohnung ihres Sohnes erzählt - nicht ordentlich - und der war beim Bund.

Gruß von Inge,
der dieses Thema seit gestern immer durch den Kopf geistert, da Arne nächste Woche sowieso Arzttermin hat.

von Inge1 - am 06.01.2006 12:27
Hallo Inge,

also bei der Wahl Bundeswehr oder Zivildienst plädiere ich auch in jedem Fall für den Zivildienst. Ich sehe in der BW, so wie sie im Moment gestrickt ist, keinen Nutzen und sie gehört m. E. dringend reformiert.

Wenn der Wehrdienst abgeschafft würde, wird auch der Zivi abgeschafft, was vielen öffentlichen und sozialen Institutionen echt weh tun würde.

Auf der anderen Seite müsste man sich aber dann endlich mal Gedanken über eine ordentliche Neustruktur und vor allem Finanzierung machen. Da hapert es nämlich.

Was das FSJ angeht, so bin ich - ganz ehrlich - strikt dagegen.

Unsere Kinder sind im internationalen Vergleich sowieso schon viel zu alt, wenn sie mit der Schule fertig sind. Ein Abiturient ist in der Regel 19-20 Jahre alt und hat nichts weiter als seine Schule. Von Ausbildung keine Rede.

In Osteuropa machen die Jugendlichen mit 16 ihr Abi und sind mit 21 ausgebildete Ingenieure, Wirtschaftswissenschaftler, Naturwissenschaftler. Fertig für den Beruf! Und weißt du, wohin sie streben? Auf unseren Arbeitsmarkt! Da fangen unsere erst einmal an. Wie alt sollen die denn noch werden?

Zum anderen bin ich da jetzt mal egoistisch. Für meine Kinder werden mir 10 und 12 Monate auf meine Rente angerechnet. Rechne ich jetzt noch meinen finanziellen Verlust dazu, der mir durch die Kindererziehungszeiten tatsächlich entstanden ist, weil ich meine Kinder selbst großgezogen habe und keinen Hort in Anspruch genommen habe (es gab auch keinen) zuzüglich der massiven Renteneinbußen, dann finde ich, ist das genug Sozialdienst an der Allgemeinheit.

Man kann sicherlich mal über einen - evtl. finanziellen - Ausgleich der Kinderlosen nachdenken, das ist eine andere Charge.

Ich würde mich mit Händen und Füßen dagegen wehren, wenn meine Tochter unter den ganzen Gegebenheiten auch noch ein soziales Jahr absolvieren müsste.

Nur meine Meinung :-)

Viele Grüße

Claudia



von ClaudiaW - am 06.01.2006 12:47
Hallo Claudia!

Vollste Zustimmung!!!!!!

Mein Sohn ist von klein auf der personifizierte Pazifist, und schon lange vor dem Thema Musterung und Bundeswehr stand für ihn fest, dass er auf gar keinen Fall zur kämpfenden Truppe gehen würde.

Er muss hier zuhause genauso das Klo putzen wie jeder andere auch, gebügelte Hemden zum Zusammenlegen gibt es bei uns ohnehin (fast) nicht, und diese Theorie von wegen "das müssen alle mal mitgemacht haben", kann ich nicht teilen.

Das, was alle beim Bund lernen, die es bis dahin noch nicht konnten, ist saufen.

Saufen bis zum Abwinken, 3 Tage später Saufen bis zum Umfallen, die Woche drauf Saufen bis der Sani kommt, dann Kampfsaufen, Stiefelsaufen etc. etc. etc.

Nee, ich glaube, das muss heutzutage wirklich nicht mehr sein.

Wenn´s nach mir ginge, hätten wir eine Berufsarmee.
Dort wären nur motivierte Leute, und die sollten auch anständig bezahlt werden.

Sollte ein soziales Jahr für ALLE stattfinden, hätte ich nichts dagegen, aber dann bitte nur in Bereichen wie Altersheim etc.

Angelika (TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 06.01.2006 15:18
Hallo,

ist ja interessant- die Fremd- und Selbstgefährdung bei einem *un*diagnostizierten ADS-Betroffenen dürfte erheblich größer sein als bei einem medikamentös behandelten, aber das interessiert wohl niemand.

Nach derselben Logik brauche ich mich nicht um eine Berufsunfähigkeitsversicherung bemühen, sagte mir der Vermittler. (Und Blutspenden darf ich auch nicht mehr- nicht mal, wenn ich 24 Stunden MPH aussetze.)

Ich möchte die Erfahrung meines Zivildienstes im Altenpflegeheim nicht missen. Für viele junge Menschen sind Zivildienst oder FSJ ein gute Einstimmung in die Lebensrealität zwischen Schule und Studium.

Durch meine Unorganisiertheit habe ich zwar einige meiner Kolleginnen/-en ziemlich geärgert und habe nicht gerade viel "geschafft" im Vergleich zu anderen. Aber der Kontakt zu den alten Menschen machte mir Freude.

(Mein Zivildienst war 1985ff, die ADS-Diagnose bekam ich 2003.)

Viele Grüße
Winterkind

von Winterkind - am 07.01.2006 14:08
Da haste wohl was falsch verstanden . Von Erziehungsfehlern reden wir hier nicht.
Einkaufen ,putzen usw. kann ich meinem Sohn auch beibringen,die typischen Dinge eben ,die Mama ihnen beibringt (bin mal gespannt wer im Erwachsenenalter noch clo`s putzt von unseren Söhnen)

Erstens finde ich es gut wenn sie mal von zuhause weg MÜSSEN (tut jedem mal gut und Jungs brauchen da ja eh etwas länger um sich von Mama zu lösen)
Zweitens müssen sie sich unterordnen (eine Krankenschwester ist kein General ;wenn der Zivi sich schon in die Hose macht wenn er nur Fäkalie riecht ,kann ich ihn zu nichts zwingen und glaub mir ich sprech aus Erfahrung sie wissen wie man sich drückt . Natürlich nicht alle ,aber ein großer Teil macht keine "Drecksarbeit")
Außerdem kommt man bei der Bundeswehr oft an seine Grenzen oder lässt du deinen Sohn kilometerweit laufen mit kiloweise Gepäck?
Das klingt brutal aber ist bestimmt ein gutes Feeling hinterher.*g*
Sie müssen sich mit den anderen engagieren und sich eingliedern .
Sie lernen Dinge ,die ihnen ja auch Spaß machen (Waffen auseinander legen ,Panzer fahren ,Laster reparieren,im Dreck robben yeah nichts geileres für jeden Mann *lach* )
Das sind doch Dinge ,die eigentlich jedem Mann gefallen .
Betonung auf Mann (nicht uns!!!)
Entscheiden muss es natürlich jeder selber ,aber was spricht denn wirklich gegen Bundeswehr ,sie hat noch keinem geschadet.

von marion3 - am 07.01.2006 21:15
Hallo Marion,

in unserer augenblicklichen Lebensplanung gehe ich davon aus, dass unser Sohn weder das eine noch das andere macht.

Aber!

Wenn es denn so sein sollte, würde ich im Stillen von ihm erwarten, dass er sich für den Zivildienst entscheidet, wobei ich mir 100 prozentig sicher bin, dass er sich auch dafür entscheiden würde. So gut kenne ich ihn doch.

Sei mir nicht böse, aber das was du da sagst, klingt für mich wie ein schlechter amerikanischer Patriotenfilm, wo man noch einen victory-tower braucht, damit der Mann noch als Mann zählt.

Angelika hat schon recht. Was man bei der Bundeswehr als Wehrpflichtiger lernt, ist in erster Linie saufen. Dann kommt lange nix, dann noch mal saufen und dann kommt endlich das Maßband für täglich einen drauf kippen, dass man bald fertig ist.

(boah ey, was für'n Deutsch *ggg*)

Ich wäre auch für eine qualifizierte Berufsarmee, damit diese bezahlte Zeitverschwendung endlich aufhört.

Und mit der Krankenschwester liegst du falsch. Mein Bruder hatte im Zivildienst eine Oberschwester, die die Jungs sehr gut im Griff hatte - und dabei noch sympatisch war.

Ein netter Drachen sozusagen :-)))

Ich kann deine Meinung da absolut nicht teilen und sehe auch keinen erzieherischen Nährwert darin, einen fast Erwachsenen mit Marschgepäck kilometerweit laufen zu lassen. Wie kann man als Mutter seinen Sohn als Weichei oder angehendes Weichei bezeichnen. Das käme mir nie in den Sinn.

Aber, offensichtlich ist wie immer alles Meinungssache.

VG

Claudia



von ClaudiaW - am 07.01.2006 22:29
Hallo Angelika,

vom Prinzip her gebe ich Dir Recht.

Ich habe selbst als Frau immer verkündet, dass ich verweigern würde, wenn ich ein Kerl wäre.

Die genannten Tätigkeiten wie Putzen, Schrank einräumen, Wäsche zusammenlegen sollten wirklich alle, sei es Junge oder Mädchen bei Muttern zu Hause lernen.

Schließlich ist es die Aufgabe der Eltern, Kinder für das Leben fit zu machen. Dazu gehört es auch, dass man einen Haushalt mehr oder weniger schmeißen kann.

Nur ist die Realität anders. Vielen Kindern und Jugendlichen wird heute von Mami und/oder Papi der Ar... nachgetragen. Die müssen oft gar nichts tun und leben wirklich wie im Hotel Mama.

Da ist zumindest für viele Kerle z.B. die BW ein richtiger Kulturschock.

Aber auch der Zivildienst ist nicht ohne. Ich kenne genug, die machen ihren Zivi im Rettungsdienst oder Altersheim ect... Die Arbeiten die man da machen muss, dagegen ist die Stube fegen bei BW ein Spaziergang.

Soziales Jahr für alle wäre gar nicht so schlecht, würde auch manche eingebildete Möchtegernzicke mal auf den Boden der Tatsachen holen. Denn das reale Leben besteht nicht aus Party, Klamotten und Co.

Ich bin mir sogar sicher, dass damit viele Jugendliche, die nicht so wie unsere Kinder oft leiden mussten, nicht fertig würden.

Denn so ein Altersheim ist schon bedrückend, besonders wenn man sieht, wie vergänglich die Kraft, Schönheit und Stärke ist.

Würde einigen guttun.

Doris

von Doris Schmitt - am 08.01.2006 08:35
Hallo,

eines ist sicher. Viele junge ADSler haben aufgrund ihrer oft schlechten Erfahrungen während der Schulzeit ein mangelndes Selbstbewusstsein.

Das wird sich auch beim Bund nicht ändern. Gerade diese Menschengruppe würde voraussichtlich während dieser Zeit sehr negative Erfahrungen machen. Wenn jemand nicht gefestigt ist und Außenseiter in so einer Gruppe ist hat nichts zu lachen!!!

Es gibt bestimmt einige unseren ADSlern, die sich auf ein Leben in der Bundeswehr freuen und wenn jemand will, kann er dort auch einiges lernen. Das muss wirklich jeder für sich alleine entscheiden. Nur verherrlichen würde ich den Bund nicht und die Hoffnung, der Bund macht aus meinem Sohn einen Mann, würde ich auch nicht.

Selbständig kann auch jeder werden, der nicht beim Bund war. Das liegt in den meisten Fällen auch bei uns, wie wir unsere Söhne behandeln und was wir ihnen alles abnehmen.

Ebenso finde ich für jeden jungen Menschen ein freiwilliges soziales Jahr sehr gut. Auch wenn sie ein Jahr später mit der Ausbildung beginnen. Und ein freiwilliges soziales Jahr im Altersheim oder ökologisches Jahr in der Landwirtschaft kann sehr hart und lehrreich werden.

Man darf auch nicht vergessen, dass unsere Kinder oft entwicklungsverzögert sind und einfach noch ein wenig mehr Zeit zum Reifen benötigen.

Eine Berufsausbildung verlangt heute viel von den jungen Menschen. Sie sollen reif sein, sehr selbständig arbeiten, teamfähig sein u.s.w.

Damit will ich auf keinen Fall ausdrücken, wir sollen unsere Töchter und Söhne wie Prinzen und Prinzessinnen behandeln.

Nur nach meinen Erfahrungen müssen wir oft mit anderen Maßstäben messen und ein kleinschrittigeres "Vorankommen" akzeptieren.

Übrigens, wer ADS hat und unbedingt zum Bund will, der benötigt psychologische Gutachten um zu beweisen, dass er allem und jeder Situation gewachsen ist.

Und ein Tipp: Eine ADS verschweigen, würde ich keinem anraten. Denn die daraus resultierenden Probleme könnten enorm werden.

Gruß

HeidiS

von HeidiS - am 08.01.2006 08:50
Liebe Claudia!

Erstens bin ich Krankenschwester und habe in mehreren Einrichtungen schon oh gott hundert Zivis mindestens erlebt .
Also das es sicher auch mal Ausnahmen gibt ,glaube ich schon . Von seiten der Zivis und auch von Seiten der Schwester bzw. Altenpfleger .
Doch es ist so wie ich sagte ,man kann keinen zwingen und das nicht jeder junge Mann der in eine soziale Einrichtung kommt weiß was auf ihn zu kommt ist auch klar .
Doch mittlerweile ist es so ,daß die Meisten diesen Weg doch nur wählen um sich vorm Bund zu drücken .
Dann stehen sie bei mir und können nichts und wollen nichts.
Nach mehrmaligen Versuchen den jungen Mann dann zu integrieren und in die Pflege zu bringen ,gebe ich dann auf ,weil ich keine Zeit habe mich dauernd nur um sein Seelenleben zu kümmern .
Also glaub mir ,da fällt mir immer wieder auf was da für "kerle" kommen . Denn im Gegenzug habe ich gleichaltrige Praktikantinnen ,Schülerinnen und ehrlich die sind motivierter ,einfühlsamer und wenns ums körperliche geht teilweise stärker als die Jungs.
Am Schluss wird der Zivi zum Hol und Bringedienst ,zum Essen austeilen und als Springer eingeteilt .
Hilft mir auch ,aber Sinn der Sache ist das nicht.

Ach so und das mit dem Weichei möchte ich auch nochmal richtig stellen .
Immerhin ist es erwiesen ,das das männliche Geschlecht das Schwächere ist .
Schon mal nen kranken Mann zuhause gehabt?
Also man muss es ja nicht nocht unterstützen oder?

Gruß marion

von marion3 - am 08.01.2006 16:51
Hallo Marion,

du machst es dir einfach, die Zivis alle in einen Sack zu stecken.

Mädchen sind nun mal in diesem Alter öfters etwas aufgeweckter als Jungs und gerade in der Pflege macht sich das bemerkbar.

Das liegt auch in der Natur der Frauen!

Oft werden gerade männliche Praktikanten / Zivis vom weiblichen Pflegepersonal als die "Nichtkönner" u.s.w. hingestellt und sogar schikaniert!!!! Bedenke immer, es sind Anfänger! Leider stelle ich seit Jahren fest, dass gerade Personal im sozialen Bereich alles andere als sozial empfinden und reagieren!

Übrigens arbeitete ich früher ebenfalls als Krankenschwester, betreute Zivis und Praktikanten. Sie waren oft etwas verlangsamt in den Reaktionen und umständlich. Aber trotzdem, irgendwo ein netter Ausgleich zum vermehrten weiblichen Personal. Und dass sie es dabei leichter als beim Bund haben, mag ich bezweifeln.

Einer von meinen damaligen "Schützlingen" ist inzwischen längst ein guter Arzt geworden und ein anderer leitet seit Jahren eine Sozialstation. Andere widerum machten ihr Studium oder Ausbildung und sind in ihren Berufen integriert und dabei, - stell dir vor - sie sind auch Männer geworden und haben zum Teil bereits eigene Familien.

Das waren meine Gedanken zu deiner Pauschalisierung der Zivis!!!

Gruß

HeidiS

von HeidiS - am 09.01.2006 08:01
Hallo zusammen!

Der Mann meiner Freundin ist Pflegedienstleiter in einem Altenheim.

Ohne Zivis wäre ein halbwegs normaler Ablauf dort gar nicht möglich, und viele alte Menschen schätzen die manchmal etwas ausgeflippten Zivis sehr.

Ich denke, es gibt überall "sone" und *solche*, und nach wie vor bin ich nicht der Ansicht, dass alle Zivis sich vor dem Bund drücken wollen, weil sie nicht arbeiten wollen.

Gewiss haben es viele Zivis schwerer, als die Jungs beim Bund. Stichwort "Oberschwester Rabiata!" ;-) die vergisst, dass jeder mal angefangen hat.

BTW, ich komme auch aus der medizinischen Ecke.

Wer möchte, der kann doch zum Bund gehen!
Warum nicht?

Wenn es ihn glücklich macht, mit Sturmgepäck kilometerweit zu marschieren, in einem Zelt mit anderen ungewaschenen Jungs zu übernachten, Dosenfutter auf einem kleinen Kocher warmzumachen und Krieg zu "spielen". (Furchtbare Formulierung, aber mir fällt keine bessere ein)

Mir sind Einrichtungen wie Katastrophenschutz (soziales Jahr dort FÜR ALLE!!) etc. wesentlich lieber, ich sehe allerdings auch durchaus den Sinn einer Armee ein.

Aber bitte auf freiwilliger Basis.

Angelika (TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 09.01.2006 08:42
Liebe Heidi!

von Pauschalisieren kann ja wohl nicht die Rede sein ,vielleicht ließt du dir mein Posting nochmal durch?

Netter Ausgleich ja geb ich dir Recht ,wir haben uns alle toll verstanden ,wir hatten lustige Tage mit den Zivis ,sind miteinander fortgegangen,hatten tolle Weihnachtsfeiern usw.
Also wie du siehst hab ich mich mit den Jungs schon immer gut verstanden und das nicht jeder gleich ist ,ist auch klar.

Nur haben wir hier ja das Thema Bundeswehr oder Sozialdienst und wie gesagt wenn man als Mutter meint mit Zivildienst würde Sohnemann hinterher vielleicht die Oma pflegen dann kann ich nur sagen : Kannste vergessen!

Und wie du selber sagtest : Es liegt in der Natur!
Genau das meinte ich auch damit wenn ich für BW plädieren ,immerhin ist der Pflegeberuf immer noch in Frauenhand .
Männer streben meist in höhere Posten :
Arzt (ist nicht gleich Pfelge!) ,Stationsleiter (macht auch fast keine Pflege mehr) ,OP -Pfleger (hat nur mit schlafenden zu tun) und Intensivpfleger (sind hauptsächlich mit Apparaten beschäftigt)
Die wenigsten Männer bleiben da wo gepflegt wird ...(es gibt immer Ausnahmen )

Naja ich glaube da können wir diskutieren bis wir schwarz werden ,ich denke es muß eh jeder Mann für sich selber entscheiden .

von marion3 - am 09.01.2006 08:48
Hallo Listies,

dieser thread zeigt mir mal wieder, was mir schon lange auffällt.

Ich möchte in unserer Gesellschaft kein Junge/Mann sein.

Wenn sie klein sind, sind sie aufgrund ihres Temperamentes und ihres zumeist höheren Bewegungsdrangs und ihrer oftmals eher stressigen Verhaltensweise vorzugsweise die Bösen. Da hat es auch genug kleine, süße Mädchen gegeben, die das sofort ganz klar für sich erkannt und auch ausgenutzt haben. Die Jungs waren immer die Deppen.

In der Grundschule gibt es keine Lehrer sondern nur Lehrerinnen, die mit den Rabauken oft nichts anfangen können und sie daher lieber beiseite drängen, als sich ihnen angemessen zu widmen.

Von den 90.000 Schulabgängern ohne Abschluss sind 2/3 Jungs.

Wie schon so oft gesagt, es gibt nur einen einzigen namhaften Forscher in Deutschland, der sich mit Jungenpädagogik befasst. Mädchenpädagogen gibt es wie Sand am Meer.

Jetzt hört man auch schon Mütter, die in ihren eigenen Söhnen potentielle Weicheier sehen und nur die Bundeswehr als Ausweg aus eigenen Erziehungsfehlern sehen, um den Mann zum Mann zu machen.

Das ist doch krank.

Liebe Marion, vielleicht solltest du mal dein Verhältnis zu deinem Sohn überdenken. Außerdem - mal rein medizinisch ;-) - sollte dein Sohn evtl. nicht genug Testosteron haben, um deinem Männlichkeitsanspruch zu genügen, so musst du dir das selbst an die Weste heften. Wie "männlich" Gehirnstrukturen sich entwickeln wird durch den Testosteronausstoß der Mutter in der 16. Schwangerschaftswoche festgelegt. Es war also schlichtweg deine eigene Biologie, die das verursacht hat.

Das geht sogar so weit, wie englische Wissenschaftler jetzt herausgefunden haben, dass Autismus aller Wahrscheinlichkeit nach eine extreme Form von männlichen Gehirnstrukturen sind, ausgelöst in der Schwangerschaft.

Ansonsten kann ich über diese ganze Argumentation nur den Kopf schütteln. Jungs haben ohnehin genug Identitätsprobleme und wie sie es auch immer anstellen, immer ist es falsch.

Und wer kritisiert: Immer die Frauen, die alten "Meckertanten", denen man nie etwas recht machen kann.

Waren sie früher "Macker" - so sollen sie jetzt keine mehr sein. Der einfühlsame Mann ohne Aggressionen ist gefragt.

Jetzt soll auf einmal wieder der Macker her, spätestens geschaffen durch einen Gepäckmarsch bei der Bundeswehr.

Sorry, da kann ich nicht mehr folgen.

Du solltest vielleicht einfach mal dein Mutter-Sohn-Verhältnis überprüfen. Da gibt's vielleicht auch von deiner Seite aus auch was zu tun.

VG

Claudia



von ClaudiaW - am 09.01.2006 09:14
Hallo Claudia und Angelika,

ihr sprecht mir aus dem Herzen! Vielen Dank für die Unterstützung!

Ich kann nur noch beifügen, dasss mein Sohn während eines Praktikums im Altenheim durch Mobbing durch Schwestern "Rabiatas" sehr litt und psychisch am Ende war.

Er konnte machen was er wollte, sie hatten immer etwas an ihm auszusetzen.

Wer nicht spurte und den Bewohnern schnell genug Essen "reichte", hatte schon verloren.

Wer sah, wie liebvoll er mit den Bewohnern umging und sie im Alter und ihrer Würde respektierte, hätte eigentlich den Hut vor ihm ziehen müssen.

Auch das stellte ich früher fest, Männer waren oft einfühlsamer als wir Frauen!!!

Ich bin als Mutter froh, dass mein Sohn nicht zum Bund muss!!!

Und ich hoffe sehr, seine sensible Fürsorge und Engagement für Hilfsbedürftige und für die Mitmenschen bleiben ihm erhalten.

Gruß

HeidiS

von HeidiS - am 09.01.2006 11:44
Hallo Marion,

ich las mir deine Postings schon durch und so langsam geht mir die Hutschnur hoch!

Nur zur Information, mit meinen Zivis und Praktikanten, meine ich nicht "miteinander fortgehen und gemeinsamen Weihnachtsfeiern", sondern dachte da schon eher ans Arbeiten.

Gruß

HeidiS

von HeidiS - am 09.01.2006 11:50
Ich betreue nebenbei ein wenig eine Tante auf einer Pflegestation.
Ich sage Euch:
Wer wirklich nett und lieb mit ihnen umgeht, das sind die männlichen Pfleger.
Sie sind die einzige Freude, die es dort noch gibt.

Arne hat ja auch sein Sozialpraktikum in einem sehr kleinen, privaten Altenheim gemacht.
Dort hat er die Bewohner und Mitarbeiter nett behandelt und er mit ihm wurde auch sehr nett umgegangen.
Die erste Woche war etwas schwierig, da sich beide Seiten nicht so recht aneinander trauten.

@ Heidi.
ich habe mich riesig gefreut, bekommst noch Antwort, kann ich von hier aus der Fa. nicht zugreifen.

Gruß
Inge

von Inge1 - am 09.01.2006 12:40
Also erstens liebe Claudia ,glaube ich nicht ,daß du dir eine Meinung über mein Mutter - Sohn -Verhältnis bilden darfst und kannst .
Zweitens finde ich deinen Ton von Anfang an schon als sehr unverschämt .
Drittens solltest du vielleicht lernen etwas toleranter gegenüber anderen und ihren Meinungen zu sein.

Tsja ,da sind wir wohl wieder wo wir schon mal waren .
Beim Umgangston dieses tollen Forums .
Als ich das hier gefunden habe,war ich echt froh mich mal austauschen zu können ,doch wisst ihr man hat ja genug andere Probleme (gerade mit Ads Kindern) daß man sich in seiner Freizeit nicht auch noch so anpöpeln lassen muß.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil ,vielleicht haben hier auch gewisse Mütter eine Leseschwäche?
Von Anfang an ,habe ich hier freundlich meine eigene Meinung vertreten ,was ja auch Sinn eines Forums sein sollte.
Von Anfang an wurden mir meine Aussagen in aggressiver und unverschämter Weise verdreht .
Aber ich bin ja ruhig ,ich beleidige hier keinen ,denn dazu habe ich kein Recht . Wir haben immer noch Meinungsfreiheit oder wie?

Ich sagte von Anfang an ,das ich eine Befürworterin der Bw bin (nicht um einen Mann aus ihm zu machen ) sondern weil er da mehr davon hat als aus dem Zivijahr .
Wer Erfahrung mit Zivis hat ,bin ja wohl ich oder?
Aus meiner langjährigen Erfahrung habe ich euch versucht zu erklären ,daß dieses Zivijahr nicht so aussieht wie man es sich vielleicht als Mutter wünscht .
Wer `s mir nicht glaubt soll`s sein lassen ,aber diese Unverschämtheiten die hier dem anderen entgegengebracht werden sind ja wohl der Oberknaller.
Sowas will eine Selbsthilfegruppe sein ?
Ne ,also die meiste Hilfe braucht ihr ja wohl wirklich selber .

Da frag ich mich mal wieder wo die Zuständigen dieses Forums sind ? Wenn man sowas aufzieht und man sieht ja das es sowas dringend braucht ,dann aber richtig.
Also ich bin hier verkehrt ,adios !

von marion3 - am 09.01.2006 13:23
Liebe Marion,

wenn ich denn mal zitieren dürfte:

"Hach der kleine war ja schon immer ein Problemkind*hätschel hätschel* und unweigerlich verhätschelt man dann seine Söhne und macht um es krass zu sagen "Weicheier "aus ihnen ."

"Die meisten Jungs verweigern ja die Bundeswehr nur aus "null Bock" ,das geht dann so weiter ..null Bock auf dies ,null Bock auf das...na und dann wundern wir uns wenn sie keine Verantwortung übernehmen usw.?
Dann landen sie im Krankenhaus ,aber Hintern ausputzen wollen sie auch nicht und am Schluss wälzen sie Akten und machen sich mal wieder nen schönen Tag..
Immer schön den leichten Weg nehmen .."

"Zweitens müssen sie sich unterordnen (eine Krankenschwester ist kein General ;wenn der Zivi sich schon in die Hose macht wenn er nur Fäkalie riecht ,kann ich ihn zu nichts zwingen und glaub mir ich sprech aus Erfahrung sie wissen wie man sich drückt . Natürlich nicht alle ,aber ein großer Teil macht keine "Drecksarbeit")"

"Sie lernen Dinge ,die ihnen ja auch Spaß machen (Waffen auseinander legen ,Panzer fahren ,Laster reparieren,im Dreck robben yeah nichts geileres für jeden Mann *lach*"

"Nach mehrmaligen Versuchen den jungen Mann dann zu integrieren und in die Pflege zu bringen ,gebe ich dann auf ,weil ich keine Zeit habe mich dauernd nur um sein Seelenleben zu kümmern ."

Das waren alles deine Worte.

Abgesehen davon, dass du genügend Gegenstimmen und Gegenbeispiele bekommen hast, wo das eben nicht der Fall war, hast du hier ganz schön auf "die Jungs" eingedroschen.

Da musst du es dir schon gefallen lassen, wenn die Mütter von Jungs dir da Paroli bieten. Und da ich nunmal auch einen Sohn habe, halte ich meinen Mund dabei eben nicht.

Mir persönlich ist deine Einstellung zu deinem Sohn völlig wurscht, nur wenn du mit so platten Parolen hier auffährst, musst du mit Gegenwind rechnen.

Weder mein Mann war so (und der hatte noch 22 Monate Zivildienst im Altenheim - übrigens so richtig mit Schmutzwindeln und co.) noch mein Bruder im Krankenhaus und unser Sohn ist auch nicht so.

Gerade unsere ADS-ler haben sehr oft in Bezug auf andere Menschen eine enorme Sensibilität und ein ausgeprägtes soziales Denken. Unser Sohn kann z. B. viele Dinge bei anderen sehen und "erfühlen", wie es ihnen geht, bevor sie überhaupt etwas gesagt haben.

Aber du würdest ihn dann auch unter "W wie Weichei" ablegen, nachdem, was du hier so von dir gegeben hast.

VG

Claudia



von ClaudiaW - am 09.01.2006 14:14
ich frage mich jetzt, - wer sich hier im Ton vergreift ?????

HeidiS

von HeidiS - am 09.01.2006 15:15
Hallo zusammen!

Mir gefällt nicht, wie sich der thread entwickelt.

@ Marion: mir persönlich ist der Ton von Claudia schon lange vertraut, und ich finde nicht, dass er verletzend ist.

Im Gegenteil.
Mir gefällt es sehr gut, wie treffend Claudia häufig Themen beleuchtet und Beiträge schreibt.

Wenn ich Deine Aussagen so lese, dann habe ich eher das Gefühl, dass Du Dich hier aus verschiedenen Gründen schon länger nicht wohl fühlst.

Ich sage es jetzt deutlich, selbst auf die Gefahr hin, dass Du Dich angegriffen fühlst.

Wenn es mir irgendwo nicht gefällt, es offensichtlich immer wieder in Deinen Augen Kritikpunkte gibt , dann frage ich mich was Dich hier hält.

Angelika (TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 09.01.2006 16:14
Hallo Angelika,

Nagel auf den Kopf getroffen!!!!

Gruß

Heidi

von HeidiS - am 09.01.2006 16:36
Hallo Gela :-),

vielen Dank für die Unterstützung *freu*.

Mir tut es wirklich oft in der Seele leid, wie auf den Jungs und den Männern herumgehackt wird. Dabei haben sie es - meistens jedenfalls - wesentlich schwerer als Mädchen, eine Identität zu entwickeln.

Ich denke so, wenn doch überhaupt jemand wirklich Einfluss nehmen kann, dann stehen doch die Mütter an erster Stelle. Natürlich lässt das mit der Zeit nach, aber trotzdem sind wir doch in vielen Dingen prägend. Und dann kommt sowas :-(.

Aber gerade in letzter Zeit nimmt das z. T. richtig absurde Formen an, wie z. B. in diesem Emma-Artikel, wonach am Geburtenrückgang nicht die emanzipierten Frauen ihren Anteil haben, nein, es sind wieder mal die Männer, die jetzt im Zeugungsstreik sind und das zu vertreten haben.

Irgendwann sind sie bestimmt auch mal für das Wetter verantwortlich.

Ja genau *ggg*. Dann heißt es: Der Kachelmann, der ist schuld am Wetter, denn der hat es ja vorausgesagt.

Ach ja, ist schon schwierig :-))))

VG

Claudia



von ClaudiaW - am 09.01.2006 16:53
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