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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
ClaudiaW, Angelika (TanteGela), HeidiS, ulmi205, Inge1

SuperNanny

Startbeitrag von ClaudiaW am 11.01.2006 10:52

Hallo allerseits,

ich weiß, das Thema ist mittlerweile eigentlich schon längst verglüht, aber trotzdem möchte ich euch diesen Artikel vom Deutschen Institut für Medienpädagogik nicht vorenthalten, weil er wirklich alle Aspekte und Kritikpunkte sehr gut beleuchtet.

"Erziehungsberatung via Fernsehen - Warum "Super-Nanny" kein Weg ist"

[cgi.dji.de]

Er ist sehr lang - also eigentlich nichts für schlechte online-Leser ;-) - aber sehr informativ. Ganz besonders eben aus der pädagogischen Sicht.

VG

Claudia

Antworten:

Hallo Claudia,
wir hatten in der Familie gerade am WE das Thema uns stell dir mal vor, heute um 6.45:
Ich sagte etwas vor der Schule zu Arne und da kam er auf mich zu und sagte:

"So geht das hier nun nicht - ich komme mal auf Augenhöhe zu Dir und dann setzt du dich auf die stille Treppe!" *ggggg*

Ich war total erstaunt, dass er die Sendung doch wohl häufiger aufmerksam gesehen haben muss.

Lieben Gruß
Inge,
die den Text ja auch echt lang findet, sich aber Mühe geben wird.

von Inge1 - am 11.01.2006 12:05
Der Text ist nicht nur lang, er war auch oftmals ziemlich schwer verständlich.

Zitat

Angesichts der Auswahl der Fälle, die von bildungsmäßig und sozial weniger privilegierten Milieus dominiert ist, ist nicht ohne Weiteres davon auszugehen, dass die Eltern sich mit solchen Fragen ausreichend auseinander gesetzt haben. Es gehört überdies insgesamt nicht den Alltagskompetenzen abzuschätzen, was es heißt, sich in einem Massenmedium zu prostituieren.


Wir reden hier also davon, dass sozial Benachteiligte und bildungsmäßig nicht so hochstehende Leute diese Sendungen sehen und in diesen Sendungen vorgeführt werden.
Das Problem ist leider, dass genau diese Leute, mangels Bildung, überhaupt nicht verstehen werden wovon Frau Dr. Helga Theunert überhaupt redet. Und da beisst sich der Hund in den Schwanz. Was sollen die Leute denn machen?
Und da finde ich es schon besser, wenn ihnen wenigstens mal jemand sagt, dass sie mit ihrem Kind auf gleicher Höhe reden sollen, wenn ihnen jemand sagt, dass sie klare Anweisungen geben sollen, kosequent sein müssen, Kinder auch mal aus einer Situation rausnehmen...
Die Erziehungskonzepte der Nannys sind ja nicht wirklich falsch, nur die Umsetzung, mit voller und ständiger Kontrolle durch die Kamera, effekthascherisch und unmenschlich.

Means: Obwohl ich die Sendung noch nie vollständig gesehen hab, versteh ich den Bedarf daran und sehe auch eine gewisse Notwendigkeit. Denn Menschen mit einen "Supernanny-Niveau" schauen halt nur Effektfernsehen und verstehen Beiträge bei arte/Phönix und 3sat eher nicht. Dann doch besser Erziehungsberatung auf deren Niveau.

Jetz bin ich ja mal gespannt, ob ich hier einen Stein ins Rollen gebracht hab... *fg*



von ulmi205 - am 11.01.2006 14:40
Hallo Claudia,

vielen Dank für den Link. Ich werde ihn gleich an meine Mitglieder verschicken.

Der Bericht ist wirklich etwas lang, aber verständlich.

Gruß

HeidiS

von HeidiS - am 11.01.2006 14:48
Hallo ulmi,

ich persönlich hätte keine Probleme mit einer solchen Sendung, wenn sie wie dieser nachmittägliche Gerichtsblödsinn mit Schauspielern gestaltet würde.

Da könnten sie schreien, treten, spucken, heulen ohne dass jemand ohne seine Einwilligung oder sein Wissen der ganzen Fernsehnation zum Zeitvertreib vorgeführt wird.

VG

Claudia



von ClaudiaW - am 11.01.2006 14:55
Die ganze Seite ist übrigens voll mit interessanten Links. Lohnt sich wirklich, mal durchzusehen

Hier gehts um die institutionelle Beratung in D

[cgi.dji.de]

Ganz aufschlussreich

VG

Claudia



von ClaudiaW - am 11.01.2006 15:01
Hallo zusammen!

Also ich finde den link klasse, und die Texte von Dr. Theunert sehr gut durchdacht.

Beim Lesen ging mir so durch den Kopf, dass das genau MEINE Argumente GEGEN diese Sendung waren!

Dass Bedarf besteht in Sachen Erziehungsfragen, ganz klar, *ja*

Aber das Vorführen von Kindern (und Eltern) die für mich mitunter schon - gelinde gesagt - etwas unterbelichtet rüberkamen, das finde ich ganz und gar nicht in Ordnung!!!

Mich würde ehrlich gesagt auch mal interessieren, was die 4 Kinder von Frau Saalfrank, die mit ihren 32 Jahren über eine "Unmenge" an praktischer Erziehungs-Erfahrung verfügen muss, zu dem Spektakel sagen.

Oder vielleicht sind sie noch zu klein, um in der Schule angegriffen zu werden, weil sie eine "Super-Nanny" zur Mutter haben?

Angelika (TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 11.01.2006 19:16
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