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ADHS ADS Selbsthilfe
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vor 11 Jahren, 9 Monaten
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vor 11 Jahren, 9 Monaten
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Andrea U., Karenina, HeidiS, Sternchen*, Britta, Dunstkreis, Inge1, Marylou

15 Jahre alt - und nur noch Streß

Startbeitrag von Andrea U. am 16.01.2006 11:59

Ihr Lieben,
ich hatte ja bereits früher einmal über unseren 15-Jährigen geschrieben, was das Chaos in seinem Zimmer betrifft. Aber es ist nicht nur das. Ich weiß, daß er pubertiert, aber ich komme immer weniger mit ihm klar. Ich komme natürlich bestens mit ihm aus, wenn ich immer JA und AMEN sage. Sobald ich etwas anordne, kommt entweder NEIN oder GLEICH. Das GLEICH passiert aber auch nie, sondern ich muß ihm ständig auf den Füßen stehen. Hinzu kommt sein fehlendes Unrechtsbewußtsein oder Schuldgefühl, wie immer man dazu sagen sollte. Er hat unseren Rechner vom Computer kaputt gekriegt und seinen eigenen auch. Irgendwie hat er es geschafft, daß er unseren wieder einsatzfähig kriegte. Kurz darauf pusselte er an seinem eigenen Rechner herum, sagte: Gleich hab ich den auch wieder fertig. Ich stolz zu meinem Mann: Ist ja Klasse, wie gut er sich mit Computern auskennt. Darauf mein Mann: "Wollen wir wetten, daß er die Festplatte aus unserem Rechner genommen hat, damit sein eigener wieder geht?" Ich darauf: "Das glaube ich nicht, das kriegt er nicht fertig." Und, was soll ich euch sagen: Mein Mann hatte Recht! Ich sprach meinen Sohn sofort darauf an. Seine lapidare Antwort: Na und, das Ding hab ich doch in 5 Minuten wieder umgebaut, und ihr braucht ihn doch im Moment eh nicht.
So geht das mit vielen Dingen, mopst meinem Mann die Batterien aus dem MP3-Player usw., usw. Er sieht nicht ein, daß er nachts nicht bis um 4 Uhr mit seinen Freunden am Wochenende durch die Gegend ziehen soll, er sieht nicht ein, daß er nicht bis in die Nacht telefonieren soll, wenn morgens Schule ist usw. usw. Soll ich denn einem 15-Jährigen wirklich abends das Telefon wegnehmen? Wie bestraft man einen 15-Jährigen? Ich bin mit meinen Nerven und meinem Latein mal wieder am Ende. Ich bin teilweise so fertig mit den Nerven, daß ich zu Hause ständig losheule. Wie geht ihr mit Pubertierenden um? Ich bin sicher zu inkonsequent, aber ich bin diesen ständigen Streit so leid, wenn er mich anbrüllt und meint, ich hätte zuerst gebrüllt (was nicht stimmt, darauf achte ich). Liebe Grüße

Antworten:

Hallo Andrea

Ich habe dir einen (schwachen) Trost: Es hat auch Vorteile, wenn sich die Pubertätsprobleme so äussern. Bei meinem ebenfalls 15-Jährigen Sohn ist es so, dass er zuviele Schuld- und Versagensgefühle hat, was bei ihm nun psychosomatische Beschwerden (Reizdarm) zur Folge hat.

Er leidet zunehmend unter seiner starken Zerstreutheit, gibt sich Mühe und rasselt trotzdem immer wieder in Schwierigkeiten. Die Schulleistungen sind auch im Keller.

Ich beneide dich zwar nicht um deine Situation, aber deinem Jungen geht's wahrscheinlich besser als meinem...

Zum Strafen: Computer- oder Fernsehverbot sind die einzigen Dinge, die mir einfallen, evtl. noch Hausarrest (aber vielleicht würdet ihr da mehr leiden als er...;-)

Zudem: wenn er sich nicht an die Telefonzeiten hält, fände ich es absolut in Ordnung, wenn du ihm das Telefon wegnimmst(entweder ab der "Sperrzeit" oder - wenn er sich wiederholt nicht an die Regeln hält - für längere Zeit)!

15 ist zwar nicht mehr klein, aber doch noch zu klein/unreif, um über alles selbst "der Boss" zu sein...

Gruss und gute Nerven!!

Karin

von Karenina - am 16.01.2006 15:51
Liebe Karin,
vielen Dank für deine Antwort. Leider sind die Schulnoten meines Sohnes auch im Keller, und zwar seit Jahren. Er "rettet" sich bislang immer in letzter Sekunde, hatte im letzten Jahr 5 (!) Fünfen im Halbjahreszeugnis. Er ist stinkefaul, tut absolut nichts und sagt nur immer, er habe gelernt. Er tut nur das Allernötigste, wenn richtiger Zwang dahinter steht. Die Lehrer sagen, bei 10% Mitarbeit könnte er zu den Besten gehören (132 IQ). Aber das nutzt gar nix. Er macht nichts oder "rotzt" die Arbeit herunter, so kurz es geht, möglichst ohne nachdenken zu müssen. Sage ich, denk an deine Zukunft, sagt er: dann schlaf ich eben unter der Brücke... Ihn interessiert nichts außer seiner Musik (Gitarre). Damit kann er aber später auch nicht überleben.... :( Liebe Grüße und alles Liebe für deinen Sohn. Wenn er unter Versagensängsten so leidet: Hat er ein Hobby, das ihn wirklich interessiert? Darüber könnte er sich doch wenigstens etwas Selbstbestätigung holen.

von Andrea U. - am 16.01.2006 16:06
Sorry, Karenina, habe aus Versehen "Karin" geschrieben. LG

von Andrea U. - am 16.01.2006 16:08
Liebe Andrea

Ich heisse auch Karin, habe mir hier nur so angemeldet, weil Karin schon vergeben war - also: Karin ist ok ;-)

Da haben wir ja zwei ziemlich ähnlich Typen... Mein Sohn ist auch im IQ-Bereich von deinem. Hobby - im Moment leider Fehlanzeige :-( ausser PC-Spiele und TV... Da entwickelte er in den letzten Monaten eine richtiggehendes Suchtverhalten mit einem dieser neuen Online- Games ("World of Warcraft"). Betr. Hausaufgaben usw lief es gleich wie bei euch: "Klar, habe ich gemacht!" oder "Gleich..." oder "Wir haben nichts auf." Das alles mit dem Ziel, möglichst schnell an den PC zu kommen.

Nun mussten wir die Notbremse ziehen: seit den Sommerferien hatten wir die Regel, dass er eine Stunde an den PC darf pro Tag. Nun darf er nur noch am Wochenende Gamen, dafür etwas länger.

Das war weniger eine Strafaktion sondern eher ein Präventionsprogramm wegen seinem Suchtverhalten. Er akzeptiert es auch als das.

Ich tue mich am schwersten mit seiner Antriebslosigkeit und zunehmenden Freudlosigkeit. Und natürlich mit seinen Reizdarm-Beschwerden. Und mit seinem Hass auf die Schule... schwierige Zeit für uns alle...

Karin

von Karenina - am 16.01.2006 16:58
Liebe Karin,
hast du mit dem Doc darüber gesprochen? Ich denke, es ist wirklich sehr wichtig, hier intensiv nachzuhaken. Sicher haben die kids massive Schwankungen in dem Alter, aber wenn dieser Zustand länger anhält, muß man etwas tun. Meiner könnte Tag und Nacht im Internet surfen, surft gleichzeitig in mindestens 3 Chats. Ich habe da auch die Notbremse gezogen und ihm das Internetkabel jetzt in der Woche weggenommen. Dann spielt er zwar auch noch Spiele am PC, was ich nicht kontrollieren kann, da ich ganztags arbeiten muß - aber zumindest weiß ich, daß er abends und nachts nicht ins Internet kann. Bocklos ist meiner auch, was Schule angeht, und zwar vom Feinsten. Er wird nicht müde, seine eigenen Kompositionen und Texte zu verfassen, übt stundenlang Gitarre und singt - aber ein Minütchen für die Schule abzweigen - oh bewahre! Vor einem Jahr sagte er: Laß mich Eigenverantwortung übernehmen, ich kümmere mich allein um Hausaufgaben etc. Ist voll daneben gegangen. Schwups kamen die Anrufe der Lehrer mit Beschwerden, es häuften sich Briefe (3 x Hausaufgaben nicht erledigt). Es ist zum Auswachsen - aber ich sehe, es geht dir ähnlich. Ich bin einerseits sehr froh, daß meiner vor zwei Jahren das Hobby Musik für sich entdeckt hat, allerdings muß ich ihn da auch etwas bremsen - sonst würde er täglich Stunden üben. Er soll auch der beste Musikschüler sein (kriegt Privatunterricht). Aber es gibt viele gute Musiker - das predige ich ständig - und deshalb ist die Schule so wichtig. Gerade in unserer heutigen Zeit. Hast du einmal mit dem Schulpsychologen gesprochen? Fühl dich umarmt. LG Andrea

von Andrea U. - am 16.01.2006 17:17

Re: Nachsatz für Karin: 15 Jahre alt - und nur noch Streß

Was ich dich noch fragen möchte: Wie ist seine Beziehung zu seinen Mitschülern, den Lehrern? Hat er private Kontakte zu seinen Mitschülern? Der Reizdarm hat doch sicher seelische Ursachen - fühlt er sich vielleicht auf der Schule unglücklich, weil das Umfeld nicht stimmt? Sind alles Fragen, die du deinem Sohn sicher längst gestellt hast. Ich hatte das Problem früher mit meiner ältesten Tochter, die todunglücklich in ihrer Klasse war. Deshalb frage ich. LG Andrea

von Andrea U. - am 16.01.2006 17:20
Hallo Andrea!

Tja,da gehts Euch nicht besser als mir,kann Dich gut verstehen.

Mein Knirps ist 16J. und verhält sich ähnlich.Er ist auch das Liebste Kind,wenn man ihn alles machen lassen würde,was er will.

Das "Nein+Gleich" kennen wir auch,aber ich mache soviel Streß,daß ers dann freiwillig (immer öfter)macht,ansonsten werden TV+PC abgestellt o.1Euro pro nicht gemachter Arbeit vom Taschengeld abgezogen,hinterher sein müssen wir auch,sonst machen sie es nicht.

Bei dem Rechner/MP3 Player würde unserer sofort 1Woche VERBOT bekommen+müßte die Batterien ect.ersetzen,ansonsten vom Tascheng.abzug.Ich glaub,mein Göga würde ausrasten.
Unser Sohn hatte auch seit Nov.kein PC,durfte manchmal bei uns mal 1Spiel spielen und mußte sich um eine neue Platte bemühen.
Weihnachten wars sehr langweilig und anstrengend mit ihm.

Naja,seit 1,5Wochen hat er wieder einen.

Telefonieren N8t`s gibs bei uns auch nicht,da hier meistens um 23Uhr Schluß ist.Allerdings nur Ortsgespräche,Händy muß er bezahlen o.in die Telefonzelle gehen.Wir haben eine Sperre drin.
Ist es denn sein eigenes Telefon,welches er zahlt??

Ja,N8t`s bis 4Uhr unterwegs sein ist bei uns auch Thema,aber auch Alkohol.
Wir wissen,daß wir ihn nicht mehr halten können,außer es ihm ab+an immer wieder klarzumachen.
Wenn er erwischt wird,kann er gerne mal auf der Wache übernachten.

Was die Schule+Faulheit betrifft,so haben wir ihn einfach hängen lassen und die Lehrer haben ihn voll genervt,bis er selbst in die Füße gekommen ist.

So,daß wars fürs erste,hoffe,konnte helfen.

Liebe Grüße
von Sternchen*

von Sternchen* - am 16.01.2006 18:17
Hallo Sternchen

In Sachen Ausgang und Alkohol hat er uns kürzlich positiv überrascht. Er hat bei einem Kollegen übernachtet und sie gingen an einen Anlass. Sein Kumpel und noch ein Dritter soffen so viel, dass beide im Spital landeten.

Mein Sohn wartet am vereinbarten Ort auf die Mutter des Freundes, den die beiden dann im Spital abholten. Er selber habe nur ein bisschen Bier getrunken und sagte dazu: "Ich weiss wo meine Grenzen sind." *staun*

Ausserdem ist ihm das Erlebnis wohl dermassen eingefahren, wie die zwei "Alkoholleichen" abtransportiert wurden, dass das wohl in jedem Fall noch eine Weile nachwirken wird.

Zur Belohnung, weil er das wirklich toll gemacht hat, durfte er dann ausnahmeweise an einem Schultag am Abend eine Stunde gamen.

Karin

von Karenina - am 16.01.2006 22:18

Re: Nachsatz für Karin: 15 Jahre alt - und nur noch Streß

Hallo Barbara

Die Beziehungen zu den Mitschülern sind recht gut, mit den Lehrern ist es so so la la, mit gewissen gut, mit anderen schlecht.

Auch im Quartier ist er gut integriert, hat auch Freunde. Darüber bin ich natürlich froh.

Karin

von Karenina - am 17.01.2006 06:31

sorry...

... Andrea, entschuldige... ich weiss beim besten Willen nicht, warum ich dich Barbara genannt habe...
K.

von Karenina - am 17.01.2006 06:34

Re: Nachsatz für Karin: 15 Jahre alt - und nur noch Streß

Liebe Andrea

Wir sind im Diagnoseprozess erst gerade drin. Bisher ging es immer noch gerade so haarscharf. Durch seine Intelligenz hat er viel kompensiert und wir gaben ihm viel Unterstützung, aber nun können wir nicht mehr so weiterwursteln.

Zu deinem Sohn eine Frage: warum soll er denn nicht Musiker werden? Heutzutage kannst du lernen oder studieren, was du willst, und hast doch keine Garantie dafür, dass du einen Job bekommen wirst. Also sollen die Kids doch am besten das lernen, worin sie gut sind und was ihnen Spass macht, oder nicht?

Und wenn er dieses Feuer in sich hat, dann wird er es wahrscheinlich eh machen, ob du Freude daran hast oder nicht... Zudem wäre das vielleicht sogar eine Ebene, auf der du ihn ein bisschen beim Ehrgeiz packen könntest, oder nicht?

Ich kenne viele Junge, die Musik studieren (mein Mann ist Musiker und Musiklehrer). Sicher ist es heute nicht so leicht, dann beruflich Fuss zu fassen, aber eben: lieber ein begeisterter Musiker als ein abgelöschter XY (was auch immer der Vernunftsberuf dann wäre).

Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, dass ich das so direkt sage, aber ich habe es eben bei den Jungen oft erlebt, dass die Eltern zuerst ganz geschockt waren, dass der Sohn/die Tochter nun "brotloser Künstler" werden wollte ;)

Wenn du über dieses Thema dich austauschen möchtest, kannst du mich gerne anmailen: karin25 at gmx.ch

Herzlichen Gruss

Karin

von Karenina - am 17.01.2006 06:44
Hallo,

als Mutter von nun jungen, erwachsenen Kindern kann ich euch nur empfehlen konsequent zu sein.

Wenige Regeln aufstellen, aber diese müssen eingehalten werden.

Keine Regel ohne Konsequenz, sonst könnt ihr alles vergessen.

Was Ausgehzeiten angeht, sich einfach an die Gesetzesvorgaben halten. Bei Privatfeiern doch mal bei den Gastgebern nachfragen.

PC - Passwort einrichten.

Es wird natürlich harte Auseinandersetzungen mit den Kids geben, aber es lohnt sich.

Ein Hobby oder auch ein Verein ist in diesem Alter sehr wichtig.

Zur Musik, wie wäre es mit einer Band. Mein Sohn (20 Jahre) spielt seit 5 Jahren in einer Rockband. Das förderte sehr sein Selbstbewusstsein.

Zum Reizdarm: Durch die Medikamentengabe verschwanden diese Symptome bei meinem Sohn.

Aber ich wünsche euch allen wirklich viel Kraft und starke Nerven zum Durchhalten. Die Pubertät wird noch einige Jährchen in Anspruch nehmen.

Aber keine Bange, auch wir Eltern werden mit der Zeit etwas gelassener.

Gruß

HeidiS

von HeidiS - am 17.01.2006 07:22

Danke an euch: 15 Jahre alt - und nur noch Streß

Vielen Dank für eure lieben Antworten! Da wir eine Flatrate haben, zahlen wir für beide Telefone und Internet nur einen bestimmten Betrag - egal, wie lange wir telefonieren oder surfen. Die Handy-Gespräche werden meinem Sohn vom Taschengeld abgezogen, das klappt auch. Heute nacht war er wieder bis 1.30 nachts auf - ich gehe gegen 22 Uhr ins Bett, weil ich um 6 Uhr wieder hoch muß. Morgens ist er natürlich todmüde, obwohl er sich aufrafft. Aber ich denke, daß die Konzentration in der Schule auf jeden Fall darunter leidet. Nur - ich kann doch nicht extra spät ins Bett gehen, um ihn unter Kontrolle zu haben! Ich weiß wirklich nicht, wie ich das in den Griff kriegen soll. Er sagt natürlich immer, er ginge GLEICH ins Bett, aber das GLEICH kennt man ja. Verbote nutzen einfach nichts. Das Verbot, nicht im Zimmer zu essen, klappt natürlich auch nie. Da stapeln sich dann zig Flaschen und Teller, weil er für alles einen neuen holt usw. Essensreste knallt er auch ständig in den Papierkorb. Ich muß mit allem ständig hinter ihm stehen - und das ist sooooo anstrengend. Ich war früher auch unordentlich, aber so ein Ferkel bestimmt nicht. Tausendmal habe ich gesagt, Stereoanlage abends ausstellen. Sie läuft die ganze Nacht hindurch. Zeitschaltuhr - da lacht er sich doch weg, die stellt er aus, wenn wir im Bett sind. Auch wenn ich ihm dann zur Strafe mit Verboten belege - dann bleibt er eben zu Hause, dann spielt er mal nicht am PC - aber das Ganze geht dann wieder von vorn los. Er sit uneinsichtig und unbelehrbar. Er findet, ich dramatisiere alles. Boah - lieber drei Hunde.... :))) Oder 10 Mädchen.... Meine beiden hatten auch ihre Macken, aber die zwei waren Engel dagegen. Erschöpfte Grüße

von Andrea U. - am 17.01.2006 12:44

Re: Danke an euch: 15 Jahre alt - und nur noch Streß

Hallo Andrea,

wenn er sich nicht an die Absprachen hält, tut's zur Not ein Vorhängeschloss am Sicherungskasten und um 22.00 Uhr die Sicherung von seinem Zimmer raus...

Marianne

von Marylou - am 17.01.2006 14:13

Re: Danke an euch: 15 Jahre alt - und nur noch Streß

Hallo Marianne,
ich schrecke immer so vor drastischen Strafen zurück. :((( Ich habe Angst vor diesen endlosen Diskussionen und dem angreiferischen lauten Ton. Ich bin wirklich nicht auf den Mund gefallen, aber Herr Sohn schlägt mich um Längen. Aber so geht es auch nicht weiter. Das Internetkabel nehme ich ja schon in der Woche mit zur Arbeit, weil er mir sonst alle Schränke durchwühlt. Liebe Grüße

von Andrea U. - am 17.01.2006 14:58

Re: @Andrea

Hallo Andrea,
bitte, bitte schreibe doch mit Absätzen.
Die Texte sind für ADSler sonst eine reine Qual und nur mit viel Anstrengung zu lesen.

Lieben Gruß von
Inge, die das Thema gerade mal wieder oberpassend findet, da Sohni auch nicht einfach

von Inge1 - am 17.01.2006 16:11

Re: Danke an euch: 15 Jahre alt - und nur noch Streß

Hallo Andrea,

ich kann dir auch nur empfehlen --> Strom abschalten.

Es wird die nächsten Jahre nicht einfacher und dein Sohn sollte mit 15 schon noch wissen, wer der "Chef" im Hause ist.

Gerade ADsler benötigen Grenzen. Du machst es ihm damit für die Zukunft leichter.

Wird es mir zu bunt, diskutiere ich nicht mehr!

Es geht auch schriftlich, klare deutliche Anweisungen. Lieber weniger als mehr.

Weiter viel Erfolg!

HeidiS

von HeidiS - am 17.01.2006 16:54

Re: @Andrea

Mach ich, sorry. :)

von Andrea U. - am 17.01.2006 17:16

Re: Danke an euch: 15 Jahre alt - und nur noch Streß

Liebe Heidi,
ja, du hast natürlich Recht. Man diskutiert und diskutiert - und es ändert sich dadurch nichts. Ich tue mich nur immer so schwer damit, streng zu sein. Aber es stimmt: reicht man ihm den kleinen Finger, reißt er mir den Arm ab. Ein bißchen erlauben wird zum alles erlauben: Schließlich bin ich ja schon 15! Ich sag dann oft: Aber noch nicht 25. :)) Er ist reichlich verwöhnt als Nachzügler, das sagen mir seine Schwestern auch oft. LG

von Andrea U. - am 17.01.2006 17:18

Re: Danke an euch: 15 Jahre alt - und nur noch Streß

Hi,

Ich bin Informatiker, und möcht mal sagen, dass ich früher genug Erfindungsreichtum hatte um solche Maßnahmen zu umgehen.

z.B. hatte ich ne Lichtschranke in der Einfahrt montiert, um zu merken wenn die Ellis mitm Auto wieder kommen. :)
Bis die im Haus waren, waren alle Spuren beseitigt.

Ich weiß zwar nun nicht, was du mit "Internetkabel" meinst, aber wenn der 15 ist, braucht der bestimmt nicht lange um heraus zu finden, dass solche Kabel sowohl bei eBay als auch beim Händler um die Ecke nur n paar Cent kosten.

Falls er also nicht mehr danach verlangt hat er vieleicht schon n eigenens anderes.

Wenn du weitere Möglichkeiten suchst, den PC wirlich und komplett zu sperren (ich fand n PC ohne Internet war wenigstens n PC...) dann kann ich dir z.B. n Wechselrahmen empfehlen.

Das ist so n Teil wie ne Schublade für die Festplatte.
So ne Art Schublade, wo die Festplatte eingebaut ist. Steckt man die Schublade rein, und dreht den Schlüssel um hat der PC ne Festplatte und geht an.
Festplatte raus, geht gar nix mehr. (Es sei denn er besorgt sich ne weitere Platte und installiert sich nochmal Windows...)
Vorsicht abschließen reicht nicht, ich konnte die Schlösser immer mit ner Büroklammer kürzschließen, bzw knacken...

Gruß,

Andreas.

von Dunstkreis - am 18.01.2006 00:45

Re: Danke an euch: 15 Jahre alt - und nur noch Streß

:))) Hallo Andreas,
jetzt mußte ich doch grinsen. Nee, habe auch das Teil mit, wo er das Kabel anschließen muß (frag mich jetzt nicht, wie das heißt, bin blond). Ich weiß, dem Erfindungsreichtum sind keine Grenzen gesetzt - er spielt dann eben Spiele am PC. Aber ich kann den PC nicht auch noch mit Paßwort belegen, weil es immer sein kann, daß er von der Schule her etwas am PC arbeiten muß - und dann wäre er bis abends blockiert, da ich dann erst nach Hause komme. Das nutzt er natürlich weidlich aus. LG Andrea

von Andrea U. - am 18.01.2006 11:09

Re: Danke an euch: 15 Jahre alt - und nur noch Streß

Hallo!

Das mit der rausnehmbaren Festplatte kann ich empfehlen,wir haben das Teil auch.

Wenig reden und rausnehmen,Schlüssel haben wir auch.Kabel haben wir auch schon einkassiert,ist dann immer die Vorderstufe bevor die Platte rauskommt.

Aufs kurzschließen ist mein Sohn auch schon gekommen,daher die Platte gleich ganz raus.Er hatte ähnliche Einfälle,aber fürs Neukaufen einer Platte hat er nicht genug Mücken.

Aber auf Dauer bringt es was,mußten gestern auch wieder Kabel einkassieren,damit er seinen Miststall saubermacht,als ich vorhin von der Arbeit kam,war er fertig.geht doch!

In dem Sinne einen schönen und glattfreien Tag
wünscht Sternchen*

von Sternchen* - am 18.01.2006 14:11

Re: Danke an euch: 15 Jahre alt - und nur noch Streß

Hallo Andrea,

die Strafen sollten aber sein denn sonst wird es nur noch schlimmer,er wird sonst irgendwann keine Grenzen mehr kennen.


Meine Tochter ist 17 Jahre alt und ich habe auch immer wieder vor
drastischen Strafen zurückgeschreckt war auch sehr inkonsequent die Folge war sie hat gemacht was sie wollte.

Mein Mann hat sie dann irgendwann rausgeschmissen,3 Wochen lebte sie dann bei einem Kumpel sie nahm Drogen,ging nicht zur Schule u.s.w.

Es ging dann soweit das sie mich geschlagen hat und ich nur noch rot gesehen habe und ganz ehrlich wäre niemand dazwischen
gegangen ich weiss nicht wielange ich noch auf sie eingeprügelt hätte.

Habe zum Schluss ihren leiblichen Vater angerufen er sollte sie sofort abholen er kam auch und hat lange mit ihr gesprochen und nahm sie dann mit zu sich nach Hause.


Mein Ex und ich haben ein super Verhältnis nebenbei ist er auch mein Chef er hat ein Taxiunternehmen wo ich für ihn fahre.

Sie lebt jetzt seit November 2005 bei ihm und seiner Frau die auch noch 3 Kinder hat und es läuft fantastisch wir wohnen auch nur 10 Min.Fussweg voneinander entfernt.

Sie kommt fast jeden Tag vorbei und wir verstehen uns super.
wir können nur leider nicht zusammen unter einen Dach wohnen da wir beide sehr impulsiv sind uns im Wesen sehr ähnlich sind.

Wir beide haben Ads mit den gleichen Zügen von Agressivität.
Habe auch noch ein 15jährige Tochter und einen 13 Jahre alten Sohn.Mein Sohn hat auch Ads.

Meine 15jährige Tochter ist Weltmeister im Dauertelefonieren
ab 22 Uhr muss ihr Handy aus sein sonst verschwindet es für eine Woche in meiner >Schublade.

om Festnetz darf sie zur Zeit gar nicht anrufen da sie uns 2 sehr hohe Telefonrechnungen beschert hat.
Handynummern sind gesperrt.sie hatte 2 Monate Stubenarrest und darf zur Zeit nur bis 18 Uhr raus und muss ihre Schulden bezahlen.

So das wars von der Front:-)
Sei konsequenter es lohnt sich.

L.G.
Britta

von Britta - am 18.01.2006 17:01

Britta: Danke an euch: 15 Jahre alt - und nur noch Streß

Liebe Britta,
vielen Dank für deine Antwort. Du hast sicher Recht - ich war auch schon an Punkten, wo ich nur noch ROT gesehen habe, von Jugendwohnung etc. gesprochen habe und auch noch spreche! Wir sind uns auch recht ähnlich, und ich bin bei ihm weicher als ich bei meinen Töchtern war (die waren allerdings bis auf die Pubertät recht pflegeleicht). Vielleicht kommt "erschwerend" hinzu, daß ich mich eben in ihm teils wiedererkenne, was Impulsivität und himmelhochjauchzend - zu Tode betrübt angeht. Meine Töchter waren immer sehr kontrolliert, haben so gut wie nie etwas von sich preisgegeben, völlig introvertiert. Mein Sohn erzählt von seinen Freundinnen, zeigt mir Liebesbriefe, etwas, das ich vorher nicht kannte, mit meiner Mutter aber trotz all des Stresses, den wir damals hatten, aber auch so gehandhabt habe. Ist alles kein Grund für meine Inkonsequenz, ich weiß. Er ist ein Spätnachzügler und sozusagen Einzelkind. Ich denke, am besten ist, ich stelle wirklich einen Muß-Katalog zusammen, was er an Pflichten zu tun hat künftig und die festen Punkte wie Zubettgehen etc. beinhaltet. Ich kann aber sehr gut nachvollziehen, wie es dir ergangen ist. Es gibt Menschen, die trotz aller Zuneigung einfach nicht miteinander leben können auf Dauer. Es ist fantastisch, daß dein Ex-Mann und du so gut miteinander auskommt, davon profitiert natürlich euer Kind. Es gibt, denke ich, auch bei Eltern eine Schmerzgrenze, wo es einfach nicht mehr geht. Liebe Grüße Andrea

von Andrea U. - am 18.01.2006 17:29
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