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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Petra aus NRW, schabuhama

ADS bei Erwachsenen?

Startbeitrag von schabuhama am 23.01.2006 09:45

Hallo,

wie schon mal geschrieben teste ich grad meine beiden Kids auf ADS. Ein Neurologe äußerte den Verdacht.

Nun ja, durch den Verdacht bei meinen Kids habe ich mich natürlich mit dem Thema beschäftigt. Beschäftigen heißt bei mir, ich seh kein anderes Thema mehr, will alles ganz genau wissen und ich denke tagelang darüber nach und komm da überhaupt nicht mehr raus. Steiger mich also richtig rein. Schlafe dann auch schlecht und träume mehr als sonst. Das mache ich mit jedem Thema oder Problem so. Das mache ich immer so, bis ich es durch bin oder das nächste ansteht.

Das erzählte ich letztens einer Bekannten. Sie fragte dann, ob das nicht auch ein Teil von ADS sein kann?
Keine Ahnung. Naja, genug gelesen hatte ich ja schon und machte mich nun auf die Suche nach ADS bei Erwachsenen. Es passt schon etliches.

So, nun stehe ich da mit meinem Talent.

Was bringt mir eine Diagnose? Bin nun 30 Jahre und hab so meine Macken (wer hat die nicht) und bin ja bis hierher doch gekommen. Was ändert eine Diagnose? Was würden Medis bringen?

Nun habe ich auch gelesen, dass man wenn dann immer schon ADS hatte. Als Kind war ich eher unauffällig. Ging gar nicht anders. Ich wuchs in einer Alkoholikerfamilie auf, in der die Eltern sich auf Teufel komm raus zofften und das ganze in einer Scheidungshölle endete. Da kann man nur angepasst sein, sonst ist man weg vom Fenster. Zumal meine Mutter sehr hysterisch sein kann und es da wirklich besser ist man ist ruhig um nicht ins Zielfeld zu gelangen.

Heute, nach jahrelangem arbeiten an mir, kann ich auch nach außen endlich mein ICH zeigen. Meine Gefühle, meine Meinung, meine Ansichten. Was es mir einbrachte ist eine riesen Portion Impulsivität. Kann es sein, dass das eine, das andere unterdrückte?

Lerntyp: Keine Ahnung. Ich weiß nur eins, hätte ich was getan, könnte ich Abi haben. Ich lerne leicht, ... wenn es mich denn interessiert.

Was bringt mir nun also eine Diagnose? Wann und warum sollte ich eine Diagnose machen lassen? Wer diagnostiziert Erwachsene?

Lieben Gruß
schabu

Antworten:

Hi,
willkommen im Club!
Ich vermute, du bist ein weiblicher (vermutlich) ADHS´ler oder ?
Klingt alles so bekannt. Falls du betroffen sein solltest, helfen die Medis evtl., deine Gedanken zu bremsen. Ich kenne das, mit Problemen so lange rumzulaufen, bis sie irgendwie gelöst sind oder man Gegenstände wiedergefunden hat ( wie ein Terrier, die lassen auch nicht so schnell los) .
Ich hab`auch immer wild geträumt oder std.lang nachts meine Probleme gewälzt, mit den Medis schlafe ich jetzt endlich durch! Dieses Gedankenrasen ist weg!
Ich bin mittlerweile 45 J., habe zwar Abi, aber nur durch eine gewisse Kampfkraft/Hartnäckigkeit(s.o.) und den richtigen Fächern.
Hatte auch Glück mit dem konservativen / strukturierten Elternhaus ( trotz Hypie-Mutter) und Klosterschule und dass ich als Mädchen recht unnauffällig war.
Guck`doch bei dir mal nach einer SHG, es ist interessant, sich dort auszutauschen, oder mail mich an, falls du "reden " möchtest!
LG
Petra

von Petra aus NRW - am 26.01.2006 08:00
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