Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
19
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lilly., Kathy, dariana, Inge1, Britta F., frechdachs 0210, fabianne, Nicole Z., Chaotentruppe, columbia, Katzenbaer

Diagnose: ADS - was tun?

Startbeitrag von Kathy am 30.01.2006 12:49

Hallo ihr Lieben,

bin neu hier, habe auch erst letzten Freitag nach einer jahrelangen "Odysee" erfahren, daß unser Sohn 6 3/4 Jarhre ADS hat, bzw. daß Verdacht auf ADS besteht. Den Bericht haben wir noch nicht.

Zum genauen "Herausfinden" schlug uns der Psychologe vor, ihm Medikamtente zu geben, was mein Mann und ich ablehnten. Er soll jetzt zu einem Heilpädagogen gehen, was wir auch sehr sinnvoll finden.

Da ich bis jetzt noch mit keinen Freunden, meinen Geschwistern oder sonst jemanden darüber geredet habe (finde, daß geht nur unsere eigene Familie etwas an), würde ich mich freuen, von Euch ein Feedback zu bekommen
Was sind eure Erfahrungen? Wirkt das sogen. Zappelin bei euren Kindern? Könnte ihr mir Tipps geben?
Es hat mich ehrlich gesagt wie ein Schlag ins Gesicht getroffen, zumal alle Beteiligten (Kinderarzt (angehender Kinderpsychologe), Ergotheraupheut und Lehrerin gesagt haben, er hätte im Leben nie ADS.
Ich muß das Ganze erst mal verdauen und mir Bücher holen und darüber informieren.

Danke im Voraus

Antworten:

hallo kathy,

erstmal herzlich willkommen..ich bin selbst erst kurz hier aber zu deiner frage :

du fragst...was tun ?

das ist ganz einfach..lesen , lesen , lesen

bücher und lies alleine mal hier im forum die letzten 4 - 5 seiten mit allen beiträgen

diskussionsforum sowie selbsthilfegruppeforum...einige deiner ansichten wirst du vermutlich nochmal überdenken und ich mich würde auch interessieren ob die diagnose ads lautet

einen verdacht äussert man vor einer diagnostik , aber ich habe bisher noch nicht erlebt , dass nach einer ausführlichen und genauen diagnostik am ende ein " verdacht " auf ads herauskommt

die diagnostik meiner töchter dauerte ein 3 / 4 jahr und dann kam eine sichere diagnose

viele grüsse und beruhige dich erstmal

dariana

von dariana - am 30.01.2006 13:22
Hallo Kathy,

ich kann meiner Vorgängerin nur beipflichten: informiere Dich ausführlichst! Auch über die Medikamente. Zum Thema Zappelin brauchst Du nur oben in der Leiste diesen Begriff einzugeben und Du findest genug Lesestoff!

Bei uns kam die Diagnose vor drei Jahren. Sohni ist jetzt fast neun und in der dritten Klasse. Ein cleveres Bürschchen, das jetzt (nicht zuletzt AUCH mithilfe des Medikaments) endlich in der Lage ist, seine Gefühle auszudrücken und seine Kompetenzen zu nutzen. Vorher stand er nur sich selbst im Weg.

Ansonsten: berichte ruhig ausführlich und frag Dich schwindelig, hier bist Du richtig!

Herzlich Willkommen!

Britta F.

von Britta F. - am 30.01.2006 15:17
Hallo Britta,

hälts Du es wirklich für notwendig, ein Kind mit Medikamenten zu behandeln? Ich bin absolut dagegen! Jedes Medikament mit Wirkung hat auch Nebenwirkungen und diese können Langzeitfolgen bei kindlichen Organismus auslösen.

Was meinst Du?

von Kathy - am 30.01.2006 16:46
Hallo darina,

meinst Du mit Überdenken meine Ansicht zu Medikamenten bei Kindern?
Für mich muß es eine andere Lösung geben.
Scheinbar bin ich die einzigste in diesem Forum, die diese Ansicht vertritt!!!!!!

So schnell gebe ich nicht auf!!!!

Zur Diagnose: Auf der Rechnung stand Diagnose ADS, im Abschlußgespräch hieß es Verdacht auf ADS, bestätigen könne es der Psychologe erst, wenn mein Sohn eben Medikamente 3 -4 Wochen nimmt. Falls diese dann "anschlagen" würden, wäre es ADS.

Etwas komische Diagnose-Stellung! Habe auch keine Lust, mein Kind Versuchskaninchen spielen zu lassen.

Gruß Kathy

von Kathy - am 30.01.2006 16:51
Hallo Kathy,
herzlich Willkommen hier.

Wir waren viel, viel zu lange auf der Suche und ich war damals froh, dass "ES" endlich einen Namen hatte und ich nicht mehr in sämtliche Richtungen suchen musste.
Ich beneide jedes Kind und Familie, die die Diagnose früh erhalten.

Jetzt zu den Medis:
Ich war der größte Schreier gegen die Medis und immer, wenn das Thema darauf kam, dann gingen meine Ohren vollautomatisch zu.

Dann kam der Tag der Diagnose und die Ärztin schlug uns eine Probezeit (ich erinnere nicht mehr, 4 Wochen oder so??) vor.
An dem WE davor hatte ich an einem gr. Seminar teilgenommen, wo ich eine Selbsthilfegruppe kennenlernte.

An dem Abend besuchte ich das erste Mal die SHG und traf auf ein sichtlich älteres Ehepaar, welches einen unbehandelten, 18 jähr. Sohn hatte, der keinen Schulabschluss, keine Ausbildung, keinen Job und außer den Eltern niemanden hatte, von dem er geliebt wurde.
Der Abend hat mich derartig geschockt, dass mir klar war, dass ich unserem Sohn diese Probezeit nicht verwehren darf.

Das hört sich jetzt vielleicht leicht an, die Entscheidung habe ich mir aber lange und reichlich überlegt und ist mir auch total schwer gefallen und ich kann dich gut verstehen.

Jedenfalls kam er am zweiten Tag aus der (damals) Grundschule und erzählte, dass er an dem Tag 2 oder 3 x gelobt worden sei.
Das war noch nie vorgekommen.

Ich will dich hier nun nicht so zutexten und auch nicht überzeugen, dass muss jeder für sich entscheiden.
Jedenfalls wäre es nach der Probezeit schlimm gewesen, wenn ich ihm diese Chance wieder genommen hätte.

Es gab auch Phasen, wo er meinte, dass es besser wäre, wenn er mit seinen Problemen nicht mehr da wäre und viel mehr schlimme Dinge.
War schon eine harte Zeit.

Auf alle Fälle rate ich dir den Besuch einer SHG, die hilft zusätzlich zu diesem Superforum jeden Monat ganz toll und es gibt immer guten Austausch, Rat und Hilfe.

Frag gerne nach, ich fand den Satz von Britta Klasse.

Lieben Gruß
Inge

von Inge1 - am 30.01.2006 17:01
Liebe Kathy,

auch ich habe lange versucht, die Probleme meines Sohnes in den Griff zu bekommen. Wir waren bei mehreren Stellen, die mir versicherten, dass mein Sohn ganz in Ordnung ist, nur die Erziehung sei nicht konsequent genug. Manche Probleme kämen auch von seiner Hochbegabung.

Dann kam mein zweiter Sohn in das Alter, das beim Großen schon auffällig war - kein Vergleich. Und beide "genießen" absolut dieselbe Erziehung. Auch der Einwand, der Große wurde "vom Thron" geschubst - Quatsch. Dann müsste ja jeder Erstgeborene ein solches Verhalten zeigen.

Hartnäckig bestand ich auf weiteren Tests, habe eine Psychiaterin gefunden, die sich mit Hochbegabung und ADHS auskennt. Nach ausführlichen Tests hat sich mein Verdacht (und der der Kinderärtzin) bestätigt.

Da unsere Familie schon seit Jahren bei "normalen" Krankheiten sehr erfolgreich homöopathisch behandelt wird (aber die Probleme meines Sohnes, die wir auch mehrfach behandeln ließen, nicht ein Fünkchen besser geworden sind) haben wir uns nach langem Überlegen, Beratung mit der Kinderärztin und der Psychiaterin dazu entschieden, Methylphenidat zu geben. Das war vor 2 Monaten.

Beim Elternsprechtag letzte Woche hörten wir: er ist viel aufmerksamer, kippt nicht mehr ständig mit dem Stuhl um, er beginnt endlich, sich in die Klassengemeinschaft zu integrieren, ist nicht mehr der völlige Aussenseiter, kann endlich sein Potenzial ausschöpfen, ist HILFSBEREIT!!!!

Früher hörte ich immer: er kann sich nicht benehmen, er ist teilweise gemein zu den anderen, er lehnt jedes Angebot mitzumachen ab.

Unsere Kinderärztin (schon älter) konnte mir von einigen jetzt erwachsenen Patienten berichten, die jahrelang mph bekamen, die alle völlig gesund sind. In den USA wird es seit Jahren schon viel häufiger verschrieben - es ist nichts bekannt von Schadensersatzforderungen......

Ich hatte anfangs im Hinterkopf: wir probieren das jetzt mal und wenn es nicht gut wirkt, können wir es jederzeit wieder absetzen. 4 - 8 Wochen Einnahme können wirklich nichts langfristig schlimmes bewirken.

Und nun denken wir: der soziale Aspekt, dass unser Sohn endlich mal merkt, dass er ein liebenswertes Kind ist, ist so wahnsinnig wichtig für seine Zukunft. Er kann JETZT lernen, sich zu integrieren, er kann JETZT positive Rückmeldungen spüren, sowohl von den Lehrern als auch von den Mitschülern (er wird plötzlich angerufen und sogar eingeladen!!!!!!) aber auch von uns und seinem Bruder.

Dafür nehmen wir auch die Nebenwirkung (Einschlafprobleme) in Kauf, hoffen aber auf Verbesserung nach einer Veränderung der Dosis ab morgen.

Viele Grüße von einer immer sehr kritischen
columbia

von columbia - am 30.01.2006 17:39

Re: Diagnose: ADS - was tun?(uuups, da hatte jemand Sprechdurchfall!)

Hallo Kathy,

ich finde es gut und absolut verständlich, daß Du den Medis so kritisch gegenüber stehst! Mir ging es nicht anders, erst recht, als mein Kleiner sechs Jahre alt war und noch nicht in die Schule ging! Ist Dein Sohn schon eingeschult worden? Aufgrund welcher Schwierigkeiten habt Ihr als Eltern beschlossen, Euer Kind testen zu lassen? Probleme muß es ja gegeben haben.

Unser Sohn war von Geburt an auffällig zappelig, unruhig, ein richtiges Schreibaby, ganz klassisch. Er hat tagsüber so gut wie gar nicht geschlafen und getrunken hat er an der Brust gar nicht und an der Flasche mehr als schlecht. Bis heute ist Essen so ziemlich das Überflüssigste, das er sich vorstellen kann.

Dabei ist er, was durchaus nicht üblich ist für einen Hypie, als Kleinkind sehr introvertiert gewesen. Er hat immer lieber allein gespielt und körperlichen Auseinandersetzungen ging er stets aus dem Weg.

Im Kindergarten konnte er nicht stillsitzen und zuhören, Tätigkeiten wie Ausschneiden oder Malen waren ihm zuwider und er hat sie daher weitestgehend gemieden.

In der Schule war er immer der Letzte. Hat ständig was liegenlassen, wußte nicht, was er an Hausaufgaben machen mußte...die Liste läßt sich beliebig erweitern. Aggressiv war er aber nie und mit Elterntraining unsererseits und Ergotherapie für ihn war für mich das Thema Medis erst mal vom Tisch.

Trotzdem habe ich mich immer informiert, wenn es was Neues auf dem Medikamentenmarkt gab, einfach, weil ich die Möglichkeit nicht ganz ausschließen wollte. Aber da mein Kind kein Schläger war und die Lehrerin gut mit ihm klar kam, konnten wir die ersten zwei Jahre auf Medis verzichten. Die Lehrerin war auch kein Freund von Medikamenten.

Nach dem zweiten Schuljahr hatten wir auch noch mal ein Gespräch mit ihr. Da meinte sie dann, unser Sohn sei sehr intelligent, stünde sich aber durch sein extrem geringes Tempo sowie seine Unfähigkeit, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren, selbst im Weg. In Mathe beispielsweise schrieb er mal einen Test, es war kurz vor Weihnachten und er kam weinend heim und meinte, er habe nur die Hälfte geschafft, weil in der Nachbarklasse die Kinder so laut gesungen hätten.
Wenn Du mein posting von unten (Freitag, "...und sie wirken doch!") gelesen hast, da habe ich vom tollen Zeugnis berichtet (Eins in Mathe). Jedenfalls sprach mich diese Medi-Gegnerin von Lehrerin von sich aus auf die Möglichkeit einer Medikamententherapie an! Unser Sohn wisse so viel, es täte ihr leid, daß er es nicht verwerten könne.

Aber ausschlaggebend FÜR unsere Entscheidung, es mit den Medis zu versuchen, war sein extrem schlechtes Selbstwertgefühl. Er hatte solche Minderwertigkeitskomplexe, weil er nie was fertig bekam und immer der Letzte überall war, daß er mehrfach meinte, er wäre am liebsten gar nicht mehr da.

Das zerreißt Dir als Mutter das Herz, ich habe stundenlamg heulend im Bett gelegen und gedacht, daß ich alles falsch gemacht habe.
Schließlich haben mein Mann und ich beschlossen, daß uns die seelische Unversehrtheit unseres Kindes wichtiger ist als eventuell harmlose Nebenwirkungen wie Einschlafstörungen.

Tja. Das war ja ziemlich viel auf einmal jetzt. Und auch Ritalin (oder auch andere Medis, alle haben ja denselben Wirkstoff, außer Strattera) ist keine Wunderpille, die die Kinder "lieb macht". Aber das ist ja auch gar nicht Sinn und Zweck der Sache! Ich will auch nicht "dem Lehrer die Arbeit erleichtern" oder "zuhause meine Ruhe haben", so wie die Medi-Gegner es oft anprangern. Ich will nur, verdammt noch mal, ein GLÜCKLICHES Kind! Eins, daß aus eigener Kraft Erfolge erzielt, eins, daß nicht dauernd nur Druck und Ärger bekommt, eins, daß endlich seine Gefühle ausdrücken kann und nicht durch seine schlechte Wahrnehmung ständig total verunsichert ist!

Natürlich habe ich jetzt kein anderes Kind! Aber mein Sohn ist jetzt mehr er selbst als je zuvor. So ist er gedacht, nur sein Hirnstoffwechsel hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das ist nachgewiesenermaßen so und daher ist die Idee Deines Arztes gar nicht sooo ungewöhnlich, denn WENN Dein Sohn wirklich ADHS hat, dann wirst Du schon nach kurzer Zeit eine Veränderung bemerken.

Von Versuchskaninchen kann nicht die Rede sein, denn diese Medikamente sind länger und besser erforscht als Aspirin.

Inzwischen denke ich, daß es meine Pflicht als Mutter war, ALLE Möglichkeiten für mein Kind auszuschöpfen, um nicht irgendwann mal da zu stehen wie die Eltern des Achtzehnjährigen, von dem Inge berichtet hat. Solche Beispiele kenne ich nämlich auch. Und es ist nachgewiesenermaßen so, daß unbehandelte ADHSler eher zu Drogen greifen als behandelte, zig Studien beweisen es.

Bei uns sind kaum Nebenwirkungen aufgetreten. Er schläft später ein und am Anfang gab es ab und zu Bauchweh, aber das war alles. Toi, toi, toi.
Appetitlosigkeit empfinden viele als ziemliches Problem. Aber meistens "verschiebt" der Hunger sich nur. Die Kinder hauen dann abends richtig rein.
Meiner ißt nicht schlechter als vorher. Untergewicht hatte er vorher auch schon. Seine Migräne, unter der er sehr litt, ist nahezu verschwunden (hallo Psyche!). Das Bettnässen hat sich nicht verschlimmert, aber auch nicht verbessert.

Was sich Positives unter den Medis getan hat, wird so hoffentlich deutlich. Und die Verhaltenstherapie läuft gut, denn endlich ist er in der Lage, Gelerntes zu behalten und anzuwenden.

Die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen und ich weiß, es ist tausendmal leichter, selber eine Tablette zu nehmen als seinem Kind etwas zu geben. Aber ich bereue die Entscheidung nicht. Es hat aber auch zwei Jahre gedauert, bis ich sie treffen konnte. Und ein Jahr Forum, um mir die Angst zu nehmen (DANKE!!).

Laß es langsam angehen. Schreib mal mehr von Euch und lies Dich hier durch, macht Spaß und ist lehrreich und tröstlich zugleich.

Jetzt habe ich getextet ohne Ende und habe Deine Frage nicht beantwortet: ob ich meine, daß es nötig sei, Kinder mit Medikamenten zu behandeln.
Antwort: Wenn es anders geht, nein.
Ansonsten: sowenig wie möglich, soviel wie nötig.

Hoffe, ich konnte Dir helfen.

Einen schönen Abend wünscht

Britta F.

von Britta F. - am 30.01.2006 17:58
Hallo Kathy,
ich kann deine Bedenken verstehen, aber scheinbar ist bei euch das Leid dann doch nicht sooo groß dass du sie so total ablehnst. Auch wir haben vor den Medis alternativen gesucht....mit mangelndem ERfolg.
Was ich komisch finde dass du nur ein Verdacht hast?? Ist schon komisch ehrlich gesagt. Medikamente zu geben wenns erforderlich bitte nur nach gesicherter Diagnose. Versuchsweise kann man dann die Medis geben um zu sehen ob sie ihm helfen. Aber ohne Diagnose würde ich auch nichts geben.

Du beschreibst eine Odysee....aber wir hatten diese Odysee hinter uns samt selbstmordversuch, da die Kids selbst merken dass sie ihr Möglichkeiten nicht nutzen können und selbst wenn sie es versuchen immer nur mißerfolg ernten. Wir waren damal an einem Punkt, dankbar zu sein dass es die Medis gibt. Sonst wäre er heute entweder nicht mehr da oder in einer Psychatrie.
Mein Sohn sagt zu mir: Ich kann nicht mehr.....

Mir wurde es mal so erklärt: du hast eine ganz schwere und komplizierte Matheaufgabe zu lösen. Dabei läuft der Fernseher und es kommt da etwas was die wahnsinnig interessiert und du nie wieder die gelegenheit hast das zu sehen.
So, und das machen die Kids 24 Stunden. Sämtliche Eindrücke, Gefühle, Geräusche, was sie sehen kommen bei ihnen ungefiltert an. Das heißt das Gehirn ist bei den ADS´ler nicht in der Lage wichtig mit unwichtigen auseinanderzuhalten und sagt es ist ALLES gleich wichtig!!!

Du schreibst nicht viel, aber ich würde nicht die Medis so derartig ablehnen. Wir alle haben schon ALLES an alternativen ausprobiert.Wir sind nicht blauäugig hin und haben gleich Medis gegeben....


Wie gesagt, ich weiß nicht wie schwer euer Kind leidet. Aber ihr solltet die Medis nicht ganz aus dem Auge lassen. Die Kinder halten je nach Schweregrad den Druck einfach nicht durch.

Was mir aber wirklich komisch vorkommt und da würde ich nachhaken:einen Verdacht??

Auch ich würde bei einem Verdacht die Medis ablehnen. Denn es heißt nicht wenn die Medis nicht helfen kein ADS vorliegt. DAs sagt garnichts aus. Es muss einfach eine gesicherte Diagnose dasein, dann kann man sich überlegen es mit Medis versuchen. Vielleicht ist bei euch das Leid dann doch nicht so groß dass es auch anders geht. Ihr habt eine odysee durch, was habt ihr schon alles gemacht?? Wo wart ihr denn schon??
Bevor wir die Diagnose hatten waren wir keine Ahnung bei wievielen Therapien, Ärzten und sonstigen.....

LG Lilly

von Lilly. - am 30.01.2006 18:02

Re: Diagnose: ADS - was tun?(uuups, da hatte jemand Sprechdurchfall!)

Hallo Kathy!

Ich kann Britta nur zustimmen. Ihr Beitrag könnte von mir geschrieben worden sein. Der Leidensdruck von unseren Kindern war soo groß, dass ihr Selbstwertgefühl darunter litt. Deshalb hat die Lehrerin uns informiert.

Wir haben der Ärztin den Brief gezeigt und dank langjähriger Erfahrung haben wir die Diagnose relativ schnell bekommen. Durch das ADS-Buch bin ich dann ganz schnell darauf gekommen, das der Älteste anderes- aber auch betroffen ist. Und gelitten hat er schon länger.

Und was habe ich nach der Medikamentengabe (Natürlich lange überlegt und informiert!)? Zwei sehr fröhliche, vor Stolz platzende Jungs, die endlich das zeigen können, was in Ihnen steckt.

Der Älteste ist in Schönschrift von heute auf morgen von 4- auf eine 2+ geklettert. Viele Fehler im Diktat-Fehlanzeige, denn er kann sich konzentrierten. Die Medikamente sind sicher keine Wunderpille, aber die wahren Möglichkeiten, die diese Kinder haben, können endlich umgesetzt und gezeigt werden.

Ist doch toll, wenn man nicht mehr das Träumerchen ist , welches 20x in der Stunde ermahnt werden muss. Sondern Leistungen bringt wie alle anderen Kinder. Oder der Chaot, der alles vergisst und der Mal ´ne Eins und mal eine vier schreibt. Und sich deshalb gar nicht einschätzen kann und beginnt an sich zu zweifeln.

Plötzlich macht die Schule Spaß und die Noten stimmen dann auch wieder. Meine Jungs haben ADS ohne Hyperaktivität und die Ärztin sagte mir, dass man besonders diese Form sehr gut behandeln kann. Bis jetzt gibt uns der Erfolg recht. Zusätzlich machen meine Jungs Ergotherapie.

Ich bin stolz diesen Weg für meine Kinder gewählt zu haben und würde ihn immer wieder gehen! Herzlichen Dank nochmal an dieses Forum.

Ich wünsche viel Glück.....

Anja

von Chaotentruppe - am 30.01.2006 19:12
hallo kathy :-)

wie gesagt...ich denke eine gesicherte diagnose ist das a und o

wir haben alles durchgetestet bis hin zum Qb - test...


ich möchte noch ergänzen warum ich ÜBERHAUPT einen kinderpsychologen aufsuchte...es waren NICHT die schlechten leistungen in der schule...es waren nicht die probleme bei den sozialkontakten...es waren nicht meine nerven oder der gedanke dass ich unfähig zur erziehung bin..

es war folgendes :
meine kleine wurde eingeschult und nach 6 wochen etwa kam ich in ihr zimmer und sie sass auf ihrer bettkante...sie starrte ausdruckslos vor sich hin ...so kannte ich sie gar nicht.. ich fragte von der tür aus behutsam was oder ob ihr etwas fehlen würde und ob es ihr nicht gut gehen würde..

sie antworte mir mit einem satz, der mir das herz zerrissen hat..

sie hob ihren kopf , sie sah so traurig aus und sagte :
" mama , ich möchte nicht mehr leben. "

ich dachte ich ersticke als mir bewusst wurde was sie gerade gesagt hatte...sie hatte sich vorher schon versucht selbst zu verletzen indem sie oft ohne vorwarnung mit dem kopf vor schränke und türen knallte und immer wiederholte " ich bin doof , ich bin doof , keiner hat mich lieb , keiner hat mich lieb " aber ich dachte sie wolle mich erpressen und unter druck setzen ihr ihren willen zu lassen

aber das alles was nicht vergleichbar mit dem satz , mama , ich möchte nicht mehr leben...und das mit 6 jahren !

wie gesagt..die diagnostik dauerte ein 3 / 4 jahr und auch ich wurde vor die entscheidung gestellt , die ich mir nicht leicht machte medikamente zu verabreichen , aber mein kinderpsychologe , der ein sehr erfahrener arzt ist meinte er wäre fast sicher , dass eine einzige tablette reichen würde um die diagnose noch einmal abzusichern und er hatte recht !

meine tochter bekam mitten in der woche ohne dass ich die lehrerin vom versuch unterrichtet hätte morgens nach dem frühstück 1 tablette concerta 18 mg...als sie aus der schule kam setzte sie sich ohne aufforderung an den tisch und erledigte OHNE unterbrechung ihre hausaufgaben...sie aß zu mittag und beschäftigte sich dann in ihrem zimmer...zwischendurch kam sie zu mir und erzählte mir , dass der schultag ihr richtig gut gefallen habe...sie sei wie immer provoziert worden aber sie hatte gar keine lust zurückzuschlagen und ihre lehrerin hätte sie heute kein einziges mal ermahnen müssen...

...am frühen nachmittag rief mich ihre lehrerin an und fragte ob mit meiner tochter " etwas sei " ...sie hätte sie heute kein einziges mal ermahnen müssen , sie hätte den unterricht nicht gestört , sie hätte nicht pausenlos gequatscht und ohne dran zu sein in die klasse gerufen...ihr wäre selbst aufgefallen , dass sich ihr schriftbild wie von zauberhand von heute auf morgen geändert hätte...

... gegen 17.00 uhr wurde meine tochter wieder so " wie sie vorher war " ..sie schlug wieder mit dem kopf vor den türrahmen ...sie wurde wieder aggressiv ...sie war gewohnt laut und aufgedreht usw. usw.

fakt ist mph wirkt SOFORT ...es gibt nicht wie bei antidepressiva eine karenzzeit wo sich die wirkung erst aufbauen muss

stimmig muss nur die dosis und die art des medikaments sein

vorausgesetzt ist natürlich immer noch die diagnose...soweit ich weiss wirkt mph nicht bei " gesunden " menschen ...es sei denn es wird mengenmässig missbraucht ..beispiel...hab kein ads und werfe dir 4 pillen ein , trink ein glas wodka dazu und du tanzt 3 nächte durch ..mal platt gesagt ...dann hat es die wirkung wie speed oder kokain

zum weiteren vergleich...meine mutter ist schmerzpatientin und bekommt seit jahren morphium ...sie nimmt täglich 800 mg morphium und wenn sie keine schmerzpatientin wäre wäre sie psychisch abhängig und dauerstoned..sie ist aber schmerzpatientin und sie braucht 800 mg morphium um so zu sein wie jeder andere " normale " mensch , der keine dauerschmerzen hat

und das habe ich und auch viele andere erlebt ....mit mph sind meine kinder so wie sie wirklich sind...und nicht so wie eine krankheit sie erscheinen lässt


tut mir leid , wenn ich soviel gequatscht habe , aber ich laufe mich langsam warm *g*

viele grüsse
dariana

von dariana - am 30.01.2006 20:04
Wir haben nach 10-jähriger Leidenszeit einen viertägigen
"Blindversuch"( 2 Ritalin, 2 Placebos) gemacht.

Es war unglaublich: jeder merkte den Unterschied...

... und wir haben es nicht bereut!!

Sabine

von Katzenbaer - am 30.01.2006 20:04
vor dem Selbstmordversuch meines Sohnes (mit 9 Jahren) habe ich diese Sätze oft gehört. Auch unter heulen...total fertig. Sogar mal auf einer Weihnachtsfeier finger unvermittelt an und konnte ihn nicht beruhigen: "Mama, warum habt ihr mich auf die WElt gesetzt" und er war damals 7;8 Jahre alt.Diese Sätze kamen in regelmäßigen abständen und sehr oft für so junge Kids. Leider habe ich es auch irgendwann nicht mehr ernst genommen....man kann ja da die Mama mit erpressen.... Ja es ist schockierend. Selbst da hat man uns leider nicht ernst genommen, die Diagnose kam erst viel später.....

LG LIlly

von Lilly. - am 30.01.2006 21:05
Hallo Kathy

Ich habe auch lange überlegt, ob ich meinem Sohn Medi´s gebe, aber ich bereue es bis heute nicht.

Bei Dir habe ich das Gefühl, du bist eine absolute Gegnerin. Ich würde dir raten, dich erst mal kundig zu machen, wie welche Medi´s wirken und was sie für Nebenwirkungen haben.

Wie die anderen schon schrieben, für viele war es eine letzte Rettung.
Man kann doch nicht von vornherein etwas ablehnen, wenn man nicht weiß, ob es hilft.
Ich habe bei meinen Jungen Zappelin probiert, genutzt hat es nichts.
Dies kann bei jedem Kind anders sein, aber das musst du dann schon selbst probieren.

Und was das Versuchskaninchen betrifft, keiner von den Leuten hier benutzt sein Kind als Versuchskaninchen.
Klar muss man erstmal testen, welche Dosis die richtige ist, aber hat man sie erstmal gefunden, geht es um vieles besser.

Denke an dein Kind, was für ihm das richtige ist. Später bereut man es vielleicht, das man ihm nicht richtig geholfen hat.

Ich will Dich hier nicht angreifen, aber ich habe mir genug anhören müssen,warum ich ihm Medi´s gebe, bis Sie dann gemerkt haben, wie gut es meinen Jungen jetzt geht.

Benutzt die Suchfunktion und Du wirst vieles finden, was dir bei Deiner Entscheidung (welche auch immer) hilft.

LG Nicole

von Nicole Z. - am 30.01.2006 22:25
Kathy, du gibst deinen Kind dann bestimmt auch kein Paracetamol wie ben u ron???
Ist ja auch pures Gift und kann zu schwersten Leberschäden führen woran schon Kinder gestorben sind????

Ich wäre froh gewesen, wenn mein ADS als Kind schon erkannt und behandelt worden. Mir wäre einiges erspart geblieben.

Du bist nicht die einzigste die den Medikamente skeptisch gegenübersteht. Nur sind wir schon ein Schritt weiter. Es ist aber nciht fair von Dir uns, die sich aus welchen Gründen auch immer, dafür entschieden.

Du kannst nicht dich hierher stellen, hilfe fordern und gleichzeitig den großen Zeigefinger heben obwohl du keinen von uns und unsere Geschichte kennst.

Wir helfen hier gern, wir waren alle wie du am Anfang voller Angst und Skepsis. Auf der Suche nach Alternativen in der Hoffnung doch keine Medis zu geben. Am Anfang greift man nach jeden Strohhalm. Wenn ihr einen anderen WEg findet kann ich euch gratulieren. Wenn nicht hoffe ich nicht, dass die Angst vor Medikamenten euch nicht blind macht vor dem Leid was euer KInd durchmacht.

Mein Sohn hat ADHS+Tourette und ich habe mich geweigert und habe gekämpft dass er eine Regelschule besuchen kann (recht hoher IQ), denn diese Kinder werde gerne aus bequemlichkeit auf eine Sonderschule abgeschoben. Für mich ist es auch wichtig, dass er ein normales Leben führen kann mit allen Chancen. Das bin ich meinem Sohn schuldig. Spöter eine vernünftige Ausbildung machen kann, eine Familie gründen und ernähren kann. Das Leid dass sich das ganze Leben hinziehen kann, kann schlimmer sein als die Medis jetzt. Und der Vorwurf "Mama warum hast du mir nicht geholfen??".

Bedenke auch, dass Kinder bzw. Jugendliche bei unbehandeltem ADS sich selbst behandeln....du wirst mich vielleicht jetzt blöd anschauen und denken die spinnt. Aber darüber steht auch sehr viel geschrieben:
Sie neigen dazu später Drogen zu nehmen, da es ihnen damit gut geht. Weil mit Drogen das Chaos im Kopf weg ist.

Da gibt es noch ganz viele Aspekte die du bedenken solltest, und im Versuch einen anderen Weg zu gehen auch nicht aus den Augen lassen sollltest.

Ich wünsche Dir, dass ihr es auch ohne schafft.

Wir wollen hier dich nicht dazu überreden Medis zu geben. Es geht uns nur darum, wenn wirklich nichts hilft ihm diese Hilfe nicht zu verwehren.

Bedenke, wir sind den gleichen Weg gegangen wie du auch. Verurteile uns bitte nicht. Denn dann bist hier falsch.

LG LIlly

von Lilly. - am 31.01.2006 03:54
Hallo Kathy,
ich überlege die ganze Zeit, was mich an deinem Eingangsposting stört. Ich denke ich weiß es jetzt.
1. du erzählst nichts über euch, was ihr denn für ein Leidensweg (wenns einer war?) hattet, damit wir es verstehen und dir Tips geben könnten.
2. erzählst du vom Schlag ins Gesicht. Und das ist was mich am meisten stört. Als wir die Diagnose erhielten waren wir froh und dankbar unserem Kind endlich die richtige Hilfe zuteil werden lassen können. Du sprichst als hätte man für deinem Kind ein Todesurteil abgegeben.
3. das Thema lautet ADS-was tun?
du hast aber scheinbar ein Problem damit, dass wir von unseren Erfahrungen berichten. Aber was für dich das beste ist können wir ja nicht beurteilen da du nichts von euch erzählst.

Was erwartest Du von uns??
Was erwartest du von einem ADS Forum??

Zu dem Zappelin. Ich habe schon öfters gehört, auch ein Apotheker hat es schon gesagt, dass Zappelin bei ADS nicht hilft.
Du kannst es mit sicherheit probieren. Mehr als nicht wirken kann es ja nicht.
Leider haben sehr viele die Erfahrung gemacht dass Zappelin nicht hilft.
Habe auch von vielen gehört dass es hilft. Allerdings sind das keine ADS Kinder gewesen, sondern hatten einfach Konzentrationsprobleme.

LG Lilly

von Lilly. - am 31.01.2006 05:56

Ads was tun : - ) kämpfen

Hallo Kathy,

ich habe das ganze Thema erst letztes Jahr mit meiner 8 jährigen Tochter durch und hatte vor einigen Tagen selber gefragt Medi´s ja nein weil ich unsicher bin.

ABER ich denke da an den Druck meiner kleinen Maus die nach der Schule hier sitzt weint und traurig ist weil es wieder mal nicht richtig hingehauen hat und die Hausaufgaben ein elendiges nerven aufreibendes Thema. Auch mit den Freundinnen ist es sehr schwierig.

Wir wollten anfangs davon nichts wissen Medi´s ach das klappt schon so, aber mittlerweile sage ICH nicht mehr ausschließlich nein sondern wir werden es testen, auch wenn mein Lebensgefährte dagegen ist. ABER das wohl von der kleinen zählt und nichts anderes.

Und wie alle andern auch berichtet haben mach dich schlau über das Thema. Es gibt hier viele viele liebe Menschen die einem hier unglaublich helfen ; einfach weil sie da sind und antworten oder aber ihre eigenen Erfahrungen schreiben.

Mir hat es hier schon sehr geholfen und ich denke wenn du bereit bist dich darauf einzulassen wird es dir auch so gehen.
Viel Erfolg
frechdachs

von frechdachs 0210 - am 31.01.2006 06:15

Re: Ads was tun : - ) kämpfen

Danke, Lilly, das hast du gut geschrieben.

@ Kathy,

Ich störe mich auch an dem Satz, dass du gleich das ganze Forum sozusagen als "medikamentenfreudig" verurteilst.
Wenn wir dir alle unsere Leidenswege aufschreiben würden, dann müsstest du mindestens ein Jahr Urlaub nehmen um alles zu verarbeiten.

Wie haben es uns ALLE wirklich nicht leicht gemacht.

Es ist aber doch auch total in Ordnung, wenn du einen anderen Weg gehst - aber Vorsicht mit Verurteilungen, da sind wir sehr empfindlich.

Lieben Gruß
Inge

von Inge1 - am 31.01.2006 08:59
Hallo Lilly,

finde deine Meinung super! Ja, auch wir werden für 3 Monate mit Medis beginnen, obwohl der neurologische Test noch fehlt, sind aber in der Warteschleife. alle andern tests waren positiv und sein Verhalten auch. ausserdem herrschen zur zeit zustände, wo wir nur noch "hilfe" schreien! Wir haben so viel probiert, Osteopathie, Kinesiologie, Lasertherapie, Diät, Bachblüten etc. - wir sind fast arm geworden dabei! Und es hat leider nichts gebracht. Inzwischen sind wir (aufgrund aller probleme) auf dem Standpunkt, dass wir Medis geben. Bücher und Therapeuten helfen uns: ein kurzsichtiges Kind erhält selbstverständlich eine Brille, ein zuckerkrankes Kind erhält selbstverständlich Hilfe.... aber ein Kind mit ADS???? Natürlich sollten wir auch hier mit Medikamenten helfen!
Soll deine Entscheidung nicht beeinflussen, aber ein Denkanstoß sein! Lg, Fabianne



von fabianne - am 31.01.2006 22:49
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.