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ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Gaby, Stephanie Lange, Chaotentruppe, ClaudiaW, taks, Andi M., Marylou

Mal allen neuen Muttis ein bischen die Angst nehmen will

Startbeitrag von Gaby am 01.02.2006 13:23

Hallo,
ich will mal versuchen Euch ein bissel die Angst zu nehmen ,vor diesem ja so schrecklichem Medikament.

Bei uns fing alles im Jahr 1997 an,zweite Klasse Grundschule.
Die Lehrein sprach mich an und meinte das mit unserem Sohn etwas nicht ganz ok sei, er wäre immer so ,zerstreut,unaufmerksan und in keinster Weise bei der Sache.Ebenso motorisch würde etwas nicht stimmen.
Na gut,dachte ich ,wir werden mal schauen was der Kinderarzt dazu sagt,denn er kennt das Kind ja schon etwas länger.

Ich hatte mich im Vorfeld auch etwas schlau gemacht(meine Anfänge im Internet) und stieß irgendwie auf das Wort ADHS.
Da dachte ich mir past ja alles ,ausser das Sohnemann nicht rumhibbelt,sondern eher träumt .

Ich auf zum Kinderarzt ,ihn mit meinen Nöten und Sorgen bombadiert.
Dieser meinte nur ganz lapidar,die einzige die hier ein Problem hat,dass sind Sie und wenn sie meinen sie bekommen jetzt von mir Ritalin ,dann sind sie an der falschen Adresse.
Es gibt auch andere Möglichkeiten mit solchen Kindern umzugehen,z.B. Zappelin,AfraAlgen ,oder Johanniskrautoel.

Na gut dachte ich ,er wird es wissen und ich bin los und habe Zappelin gekauft.
Mit dem Erfolg,dass Sohnemann immer schwieriger wurde auch zu Hause.
Dann halt eben Afra Algen,mit dem Erfolg,dass er so komische Flecken bekam.Darauf hin wurden seine Leberwerte getestet diese waren grottenschlecht,also auch wieder abgesetzt.

Dann haben wir die Ernährung umgestellt,Zuckerfrei,Glutenfrei sowie Phosphatfrei.
Stress auf der ganzen Linie die Familie litt und besser wurde nix.

Dann kamen ab und zu mal Anrufe aus der Schule,dass es so nicht weiter ginge und Sohnemann ,wenn er sich nicht grundlegend ändert auf eine Sonderschule müsste,die Schulpsychologin sei schon informiert .
Wenn ich an das Drama der Hausaufgaben denke ,kann ich die Lehrer verstehen.
Da bekam ich im wahrsten Sinne des Wortes Muffensausen.
Mittlerweile war es Oktober 1999

Ich hatte mich schon Monate vorher bei einem Kinderpsychologen angemeldet,aber wartete immer noch auf einen Termin.
Nun war es aber an der Zeit ,dass dieser sich unseren Sohn mal anschaute.
Dann lief alles paraleel ,Kinderpsychologe und Schulpsycholgin ,beide kamen zu dem Ergebniss ,dass Sohnemann irgendwie unterfordert sei bei einem IQ von 128.
Nur was nutzte und das ,nämlich nix.

War ja immer noch massiv gegen Medikamente.
Der Kinderpsychologe bat mich beim letzten Gespräch ,als wir die Diagnose ADS bekamen mir folgendes Buch zu kaufen.
Das hyperaktive Kind und seine Probleme
von Cordula Neuhaus.
Ich in die nächste Buchhandlung ,und es gekauft.
Auf dem Weg nach Hause,war mit der U-Bahn in der Stadt ,blätterte ich darin rum und ich fing an zu weinen.

Mein Gott was muß mein Kind gelitten haben.

Als mein mann und ich dieses Buch gelesen haben ,da meinte mein Mann ,sollen wir es nicht doch mal versuchen mit diesem Medikament?.

Nach langer Überlegung haben wir uns dann im Dezember 1999 dazu entschieden unserem Sohn Medis zu geben. Er war zu diesem Zeitpunkt 9 3/4 alt Jahre alt.

Die erste halbe Tablette bekam er mit Bauchschmerzen meinerseits.
Die größte Freude für mich,war allerdings,dass er an diesem Vormittag ganz allein in sein Zimmer ging und mit Lego spielte,daran war im Vorfeld nicht zu denken.

Montags ging er dann mit einer halben Tablette in die Schule und er bekam das allererste Mal einen lachenden Smiley
man war das Kind stolz.

Dann haben wir langsam gesteigert bis wir auf 15mg Tagesdosis waren . Eines Tages sagte mein Kind zu mir ,es war kurz bevor er auf die weiterführende Schule kam,Mama ,warum hast du mir nicht sofort die Tabletten gegeben ,du merkst doch selber,dass ich jetzt erst ich sein kann.


Heute ist der Lappes fast 16 Jahre alt,nimmt immer noch Medis ist kerngesund und unser ganzer Stolz.

Wenn ich mich damals nicht schweren Herzens für die Medis entschieden hätte,ich weiß nicht,wo er heute wär.
Vielleicht als Drogenabhäniger irgendwo ,oder er würde nicht mehr leben,denn suizidgefährdet war er schon im Alter von 9 Jahren.Das Teppichmesser hatte schon seine Pulsadern gestriffen.

Ich hoffe ,dass ich Euch nicht zu sehr vollgelabert hab.

Gaby

Antworten:

Hallo Gaby,

das ermutigt total. Die Geschichte klingt ja ähnlich wie bei uns. Ein Chaot 10J (IQ121), ein Träumerchen(8J). Darf ich mal nachfragen, wie es mit der Schule weitergegangen ist? In welcher Klasse/Schule ist er und gab´es zwischendurch immer mal wieder Probleme? Wie haben sich seine Leistungen entwickelt mit der Medikamentengabe?

Ich Frage deshalb, weil wir unseren Ältesten gegen den Willen der Lehrerin am Gymnasium anmelden wollen und doch immernoch bedenken haben. Er bekommt seit letzten Dienstag Medikinet retard und scheint damit gut zurechtzukommen.

Liebe Grüße
Anja

von Chaotentruppe - am 01.02.2006 14:24
Hallo Anja,
er besucht die 10.te Klasse einer Gesamtschule.
Leider hat er seinen IQ nie so richtig in den letzten Jahren umsetzen können.
Er hat jetzt im Sommer seinen Hauptschulabschluß mit Quali und er wird im Anschluß an die Ferien sein Fachabi (Metalltechnik) auf dem Berufskolleg machen.
Oder falls es klappt eine Lehre als Mechatroniker,auch da stehen ihm alle Wege offen.

Ein IQ ist nämlich nicht auschlaggebend für die schulischen Leistungen.

Die Fähigkeiten von Sohnemann liegen in anderen Bereichen und so richtig Klick gemacht hat es erst im letzten Jahr.

Probleme gab es zwischendurch immermal,wen die Dosierung nicht passte,was ja auch völlig ok ist,dann kam noch eine etwas schwierige Pupertätsphase,aber diese haben wir mit Bravour bis jetzt durchstanden.


Auch ich dachte ,man mit einem IQ von 128 kann das Kind locker aufs Gymnasium,bin aber heute froh,dass ich es nicht getan habe,gegen den Willen der Lehrer.


Gaby



von Gaby - am 01.02.2006 14:55
Halloo zusammen,
ich möchte mich da auch anschließen. Ohne die richtigen Medikamente wäre mein Hypie nicht da wo er jetzt ist!!! Und er wird als HardCoreFall eingestuft, wir haben zwei ADSler, einen hyperaktiven und einen "ruhigen" das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.....der Große ist in Behandlung seitdem er 20 Monate alt ist, jetzt ist er 12 und besucht die Realschule. Es war / und ist manchmal noch / ein schwerer Weg mit stationären Aufenthalten, Therapien und und und..ihr kennt das ja...*ggg*...Aber bitte gebt nicht auf!!! Es wird besser, je länger man es behandelt und am Ball bleibt wird es besser!!!Nach wie vor sind wir 1 mal im Monat bei unserem ADS Arzt ( immer fast 90 Min.) und alle 2 Wochen geht er zu Einzelsitzungen zur Psychologin....und wir als Familie stehen hinter ihm, ich hab meinen Job komplett aufgegeben und bin halt nur noch für die Kids da ( insgesamt 3 ein "Gesundes")
Ohne die Hilfe der Medikamente hätten wir das alles nicht geschafft und wenn ein Kind richtig diagnostiziert ist und die Medis braucht dann sollte man es auch geben, sicherlich..es gibt immer noch ADS Kids die ohne auskommen, das ist von Fall zu Fall unterschiedlich...Unser ADS Arzt sagte mal ADS und seine Erscheinungsformen sind so komplex das man es sich wie eine Grippe mit immer wieder neuen "Formen" vorstellen sollte um zu verstehen das ADS Kinder individuell behandelt werden müssen!! Und das immer wieder...was bei dem einem hilft , hilft bei einem anderen noch lange nicht. Wir fahren super mit Concerta 54mg, plus Homöopathische Mittelchen ( individuell was gerade ansteht...schlechte schlafen, erschöpfung, völlige Aufgedrehtheit). Ich drücke Euch alle so sehr die Daumen mit Euren Hypies!!!!! Auch wenn es manchmal soo schwer ist, gebt nicht auf!

Liebe Grüße Steph

von Stephanie Lange - am 01.02.2006 15:01
Hallo Gaby,
mich würde auch interessieren wie sich das Medikament auf die Schule ausgewirkt hat - ich bin nämlich nun nach fast der gleichen Odysee wie du mit allen altenativen Medikamenten und Therapien : Homöopathie, Algen, Orthomolikulare Nahrungsergänzung, Zucker Reduzierung .... am Ende und nun fast soweit , mich für Ritalin oder ähnliches zu entscheiden.

Seit mein Sohn auf die weiterführende Schule gekommen ist ist unser "Kartenhaus" das ursprünglich die letzten Monate ganz gut gehalten hat, entgültig zusammengebrochen. Ohne intensivste Unterstützung läuft gar nichts mehr - er kann sich nicht mal mehr Sachen merken, die wir morgens besprochen haben, ist total zerstreut und das schlimmste er ist tod unglücklich - und hatte seit die Schule nach den Ferien wieder angefangen hat sogar richtige Depressionsschübe - fühlt sich einsam, verlassen, ausgegrenzt, minderwertig - sowas hatte er früher nie - unglücklich war er eigentlich nie!!! Aber jetzt habe ich den Eindruck das er wirklich anfängt unter den ganzen Umständen zu leiden - und jetzt weiß ich wirklich nichtmehr was richtig oder falsch ist.

Zumal sich seit ein paar Tagen die Lage wieder etwas entspannt
hat - er ist wieder besser drauf und fröhlicher - der stress der letzten zwei Wochen mit 6 Klassenarbeiteten ist vorbei. Aber ich habe Angst, daß es bei der nächsten Stressphase wieder eskaliert !!! Was soll ich tun !!!

Habe im Moment allerdings das Problem, daß ich hier bei uns in der Region keinen vertrauenserweckenden Therapeuten finden kann - Wartelisten bis zum Sommer, daher habe ich ja auch im Forum gestern schon nach Therapeuten gefragt. Die einzigen Therapeuten die noch Termine hätten, sind die die eh schon einen miesen Ruf haben, soll heißen das sind die die ohne gründliche Diagnose gleich mal Medis geben !!!
Grüße Andi

von Andi M. - am 01.02.2006 15:03
Hallo Steph,

ich habe drei hypoaktive Jungs. Mich würde mal interessieren ob sich die Medikamentengabe bei deinen Kindern unterschiedlich auswirkt. Ich kenne ja "nur" die Veränderung bei meinen beiden Jungs

Liebe Grüße

Anja

von Chaotentruppe - am 01.02.2006 15:30
Hallo Andi,

die Auswirkungen der Medikamente auf die Schule bei unserem Sohn (11, hb, jetzt Gymn. 6. Klasse, Medis seit er 6 ist, die Erfahrungen ohne Medis stammen aus der Zeit mit Kurzzeitmedis, wenn er vergessen hat, sie in der ersten großen Pause zu nehmen):

Ohne Medikament:
- Schrift fast unleserlich, oben und unten über Zeile hinaus, über den Rand hinausgeschrieben
- Auslassen von Buchstaben und Teilwörtern
- beliebige Groß- und Kleinschreibung
- Sätze werden nicht zu Ende geführt
- unbewertbare Diktate und Aufsätze (bleibt bei Punkten hängen und macht sie riesengroß, während die anderen Kinder weiterschreiben, dadurch Aufsatzlänge bei 45 Minuten Zeit ca. 2 Sätze :-(
- Flüchtigkeitsfehler beim Rechnen
- falsches Ausrechnen bei Textaufgaben (der Text wird nicht zu Ende gelesen und das falsche ausgerechnet)
- keinerlei Mitschrift im Unterricht
- keine Erinnerung an das, was im Unterricht gemacht wurde

Mit Medikament:
- keine schöne Schrift, passt aber in die Zeile und ist lesbar
- relativ langsam, reicht aber so gerade vom Tempo
- praktisch ohne Rechtschreibfehler: Groß- Kleinschreibung stimmt, Wörter sind vollständig. Gelegentlich Zeichensetzungsfehler, können die anderen aber auch nicht richtig
- Diktate sehr gut
- Aufsätze knapp, aber mit akzeptabler Länge, bei Sachaufsätzen Note 2 (Erzählungen eher 4, Gefühle ausdrücken ist nicht sein Ding...)
- kaum Flüchtigkeitsfehler im Rechnen
- Textaufgaben richtig analysiert und meist richtig gerechnet.
- Mitschriften immer noch sehr lückenhaft
- kann halbwegs sagen, was im Unterricht besprochen wurde (passt also einigermaßen auf)

Auf dem Gymnasium (Bayern, G8) mit einem Schnitt um die 2,x. Ohne Medikamente wäre er auf der Sonderschule.

Viele Grüße,

Marianne

von Marylou - am 01.02.2006 21:34
Hallo Anja,

meine beiden ADSler sind fast gleichalt, nur 10 Monate auseinander, der Große ist 12, 150 cm groß und 33 kg schwer----hochgradig hyperaktiv, ein echter Hardcore Hypie . Der andere 11 Jahre 162cm 45 kg schwer...beide bekommen morgens 54 mg Concerta + 5 mg Rita zum "anschubsen" Beide vertragen diese Medikamente sehr gut. Wir haben keine Nebenwirkungen, unter "nur" Ritalingabe im Krankenhaus ( im Rahmen der Diagnostik) hatte unser Hypo ADSler Rebounds, aber unter Concerta gar nicht. Ich selber nehme Concerta 36mg und mir gehts echt sehr gut damit, kein Rebound oder Appetitlosigkeit.

Hoffe ich konnte Dir weiterhelfen Liebe Grüße Steph

von Stephanie Lange - am 02.02.2006 07:38
Hallo Gaby,

ich finde es sehr interessant zu lesen, dass Dein großer Sohn auch auf eine Gesamtschule geht.

Auch bei unserem Sohn (6.Klasse,IGS) war die Entscheidung gegen das Gymnasium richtig.
Die 5. Klasse hat ihm gut getan, denn er wurde dort abgeholt, wo er auch stand.

Jetzt in der 6. Klasse entwickelt er sich aber langsam aber sicher nach unten.
Die C-Kurse sind ja auch Kurse und Lernen soooo anstrengend!

So langsam kommt bei mir die Angst hoch, dass er sich seinen Schulweg verbaut und auch die Abschlüsse nicht ernst genug nimmt.
Sein Kinderwunsch ist Pilot oder Mechaniker und genauso kindlich denkt er weiter.

Zensuren waren ihm schon immer egal und unwichtig.

Wie war der Weg Deines Sohnes bis zur 10. Klasse? Welche Höhen und Tiefen hattet Ihr dabei?

LG
taks

von taks - am 02.02.2006 08:09
Auch bei uns waren die Tiefs ganz akut in der sechsten und siebten Klasse.


Dann kam in der acht der Aufschwung,der hielt sich bis zum Halbjahreszeugniss der neun.
Das Versetzungszeugniss war im wahrsten Sinne des Wortes unter aller Sau,so dass ich ihn eigentlich zurückstellen lassen wollte.
Orginalton des Abteilungsleiter: Lernschwachen Kindern ermöglichen wir das gerne ,aber keinen Faulen.

Da stand ich da mit meinen sauberen Hemd und hab blöd aus der Wäsche geschaut.

Irgendwie muß es jetzt klick gemacht haben ,denn er hat sich jetzt im Halbjahreszeugniss total gebessert.
Aus den fünfern sind dreier geworden sowie aus den vierern zweier,ausser in Chemie da hat er eine fünf.


Lass den Kopf nicht hängen,bei unseren Kindern dauert es halt etwas länger bis es schnackelt,denn man sagt bestimmt nicht umsonst,dass sie rein entwickelungstechnisch(nicht körperlich) ein bis zwei Jahre hinterher hinken.


Gaby



von Gaby - am 02.02.2006 09:43
Hallo Gaby,

das hört sich ja wirklich toll an. :-) *freu* Herzlichen Glückwunsch!!!!!

Ich kann das nur bestätigen. Man ist so froh, wenn wieder mal eine Hürde genommen und eine Etappe abgeschlossen ist.

Die Pubertät ist ja sowieso eine offene Größe in der Gesamtrechnung. Man weiß nie, wie sie sich entwickeln. U. U. können sie sich um 180 ° drehen.

Das Problem bei unseren AD-lern ist nicht, eine Schule passend zum IQ zu finden, sondern eine Schule zu finden, die bereit und in der Lage ist, sich den Baustellen des Kindes zu widmen, damit der IQ überhaupt erst einmal zum tragen kommt.

Wir haben jetzt auch so eine Schule gefunden, wo die jungen Wilden an ganz knappen Zügeln gehalten werden, wo man auf die soliden Basisarbeiten setzt, die eigentlich überhaupt nichts mit der Intelligenz zu tun haben, die man aber so dringend braucht. Und siehe da?!? Unser Junior hält sich seitdem auf einem Notenschnitt von 2,1 und braucht noch nicht mal viel dafür zu tun. Schule wird zum Spaziergang.

Ich denke heute noch an die Bauchschmerzen zurück, als unser Sohn von der Grundschule abging. Die Intelligenz war da. Noten und Empfehlung für's Gymnasium hatte er locker bekommen.

Aaaabeer.....

Ich wusste damals schon, dass das schiefgeht. Es wäre aber auf anderen Schulen hier bei uns auch schief gegangen. Unser Schulangebot hier ist so dünn, da ist von Auswahl praktisch keine Rede.

Was unsere brauchen ist ein pädagogisches Gesamtkonzept, hinter dem alle Lehrer stehen. Sie brauchen Lehrer, die willens und in der Lage sind, sich unseren Chaoten zu widmen und sie auch mit zu erziehen, so dass Elternhaus und Schule Hand in Hand arbeiten. Gerade dieses Hand-in-Hand funktioniert in der Regel nicht, soweit zumindest meine Beobachtung. Wenn ich der Klassenlehrerin unseres Sohnes etwas erzählt habe, bekam ich immer das Versprechen, dass auch die anderen Lehrer darüber informiert wurden. Wenn ich dann mal nachgefragt habe, war das nie passiert. Niemand wusste etwas und ich habe immer wieder von vorne anfangen müssen.

Soviel zum Thema Gesamtkonzept und Zusammenarbeit.

Man kann sich einfach nur über jeden freuen, der es geschafft hat.

Ich drücke mal ganz fest die Daumen, dass es weiter so bergauf geht.

Liebe Grüße

Claudia



von ClaudiaW - am 02.02.2006 09:59
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