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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Winterkind, Nicole Z., Ena, Yosemite

MPH schon mit knapp 5 ?!?

Startbeitrag von Yosemite am 02.02.2006 13:21

Hallihallo,
so langsam bin ich wirklich verzweifelt , weil mein Sohn sich mit seinem agressivem Verhalten (das er manchmal einfach nicht kontrollieren kann) ins Abseits bringt ! Jetzt habe ich durch Zufall erfahren (von einer Kiga-Mutter) daß Robin andere Kinder mit der Faust ins Gesicht schlägt, wenn sie ihn stören. Ich hab sofort die Integrationserzieherin angesprochen und die sagte nur wie sauer sie reagiert hätte und daß Robin als Konsequenz an Ihrer Hand hätte bleiben müssen (Tolle Konsequenz: der Sache als solche nicht nachgegangen, das Kind aber quasi in der Abholsituation vorgeführt, mir dann aber nichts gesagt).
Meine ganze Hoffnung liegt darin, daß er MPH bekommen soll, denn in vielen Beiträgen lese ich daß das auch hilft, daß die Kinder ihre "Agressivität" im Griff haben. Allerdings soll er MPH "erst" mit fünfeinhalb bekommen damit er bei Schuleintritt eingestellt ist. Ich glaube, so lange halte ich das nicht mehr aus ständig die Vorwürfe usw. Und wieviel schlimmer muß es dann für Robin sein, der oft sehr erschrocken über sich selbst ist ! Am 14.2. haben wir Gerspräch beim Psychiater und ich wollte ihn fragen, ob er MPH auch schon früher verschreiben würde. Andererseits - MPH früher, nur weil die Erzieherinnen unfähig sind richtig mit ihm umzugehen ? Bei mir benimmt er sich nämlich nicht so (auch in größerer Kindergruppe in meinem Kindergarten) weil er ganz andere Konsequenzen kennt, und aber auch weiß, daß Taten auch nach Ursachen beleuchtet werden, die Konsequenzen also gerecht sind.
Was haltet ihr davon MPH noch vor oder zumindest um seinen 5. Geburtstag herum zu geben ?
Liebe Grüße, Iris

Antworten:

Unser SOhn hat zwar nicht geschlagen aber er war auch sehr nervig und unbändig. Er war 5 1/2 Jahre alt als wir dann unser okay gaben... Heutefast 2 jahre später denke ich das wir es ihm besser eher hätten gebn lasen. Das Kind leidet doch auch... seit Cedric Ritalin bekommt haben wir wieder einen ZUgang zu ihm und er kommt besser klar mit sich und der Umwelt



von Ena - am 02.02.2006 13:29
Hallo

Mein Sohn bekam Ritalin, 2 Monate bevor er 5 wurde.
Es war genau wie bei Dir. Er war sehr aggressiv, auch mir gegenüber.
Überwiegend hat er aber Konzentrationsprobleme und ist wahnsinnig impulsiv. Das rumgezappel und die ständige Unruhe war den anderen Kindern zuviel, er ist mitten in die Spiele reingestürmt und war nur glücklich, wenn sie raus konnten, daher ist er in der Kita zum absoluten Außenseiter gewurden.

Auch zu Hause war es nicht leicht mit ihm. Seine Großeltern wollten ihn nie haben, da er "zuviel" Arbeit gemacht hat.

Leider hat er das Ritalin nicht vertragen. Nach 2 Monaten war alles noch schlimmer. Wir haben danach auf Dipiperon umgestellt, und seit ca. 4 Wochen bekommt er nun 3mal tgl. Equasym.
Die Dosis reicht leider nur 2 Stunden und der Rebound ist auch sehr stark.
Nächste Woche soll abgeklärt werden, ob er bei Equasym bleibt, oder ob er auf Strattera umgestellt werden soll.

Ich hab es mir auch nicht gerade leicht gemacht, da er ja noch so jung ist, aber ohne geht rein gar nichts.


LG Nicole

von Nicole Z. - am 02.02.2006 17:25
Liebe Iris,

mein Sohn bekommt MPH seit November 2000, und da war er fünfeinviertel. Spätestens seit Sommer 1999 war er so unruhig, dass es ihm sicher schon damals genutzt hätte. Aber es dauerte eine Weile, bis wir uns informiert hatten und zu dem Entschluss kamen, es damit zu probieren.

Das war damals ein großer Fortschritt. Unser Junge wurde nicht nur ruhiger, er konnte sich plötzlich auch auf ein Puzzle konzentrieren.

Die Kinderpsychiaterin wollte Dipiperon verschreiben, aber gab uns dann Ritalin, weil wir sehr bestimmt eben danach fragten. Und wir mussten mit der Dosis und der Wirkdauer etwas herumprobieren.

Die Kitaleiterin war strikt dagegen und weigerte sich, ihm das Mittel zu geben. Gott sei dank waren die Lehrerinnen in der Schule (einer Förderschule für Kinder mit geistiger Behinderung) von Anfang an sehr kooperativ.

Alles Gute euch!

von Winterkind - am 03.02.2006 14:16
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