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ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
13
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ela500, Lilly., ROMERA, Chaotentruppe, Monkele

Wirklich betroffen?????

Startbeitrag von Ela500 am 03.02.2006 10:19

Hab die letzten Tage hier viel gelesen und bekomme Zweifel, ob mein Sohn (fast 12) wirklich ADHS hat.

Klar, er ist in der Schule unkonzentriert, stört, macht nicht mit, bekommt den Stoff nicht mit, redet mit den Nachbarn, hält sich nicht an Regeln, kasperlt rum, usw.
Bekommt daher seit der ersten Klasse ständig Ärger und wir natürlich auch. Lernen und Hausix sind immer ein Kampf. Am liebsten würde er eben nur machen was ihm Spaß macht und alles andere ist ihm lästig.
Pünktlichkeit - Fremdwort. Begegnet ihm auf dem Heimweg etwas interessantes, ist alles andere vergessen.
Geht es nicht nach seinem Kopf, wird er zornig und flippt aus oder heult.
Kinderzimmer - ein einziges Chaos. Und wenn, nach heftigen Druck, mal wieder aufgeräumt wird, hält es nicht lange an.
Sein bester/einziger Freund in der Schule ist aus der Parallel-Klasse und nimmt seit längeren Medikinet.
Manchmal, ist er auch niedergeschlagen, sagt, dass er dumm ist, dass er keine Freunde hat, dass alle so gemein sind, dass er nur anerkannt wird, wenn er Quatsch macht, usw.

Aber........
So massiv wie in euren Schilderungen ist es nicht. Ok, ich leide unter den ständigen Anrufen aus der Schule, den Verweisen und sonstigen Ärgern. Aber ihm scheint es nicht besonders viel auszumachen. Er hat keine Selbstmordgedanken (Gott sei Dank) und ist eigentlich ein fröhliches Kind. Klar leidet er unter dem Ärger in der Schule, aber er kommt immer schnell drüber hinweg und findet es dann nicht mehr so schlimm. Ausserdem sind ja eh die Lehrer die bösen, die sind immer unfair zu ihm. Er findet sein Verhalten im großen und ganzen recht OK.

Vielleicht liegt es eben doch an unserer Erziehung! Wir haben nicht so den total geregelten Tagesablauf. Gegessen wird, wenn alle da sind. Und je nachdem wie der Tag verläuft wird weiter geplant, aber immer spontan.
Da kann es doch auch sein, dass er sich daher so benimmt. Dass es eben doch an uns liegt.
Oder ist es vielleicht nur eine Überreaktion von mir? Sind es in Wahrheit ganz normale Probleme und ich bewerte sie über?
Hat nicht er das Problem, sondern ich?

Oh, sorry, schon wieder so viel, aber mir gehen eben sooooooooo viele Gedanken durch den Kopf.

LG Ela

Antworten:

Hallo Ela,

mach dir keine Sorgen. Denn es gibt viele Familien die nicht soooooooo einen strukturierten Ablauf haben und trotzdem keine Probleme haben. Was hat das mit der KOnzentration zu tun??

Zu Deiner Beruhigung: ich erzählte hier von meinem Sohn, er ist sehr extrem betroffen. Aber ich habe auch noch eine Tochter. Sie ist das ADS-Träumerchen. Eben kein extrem Fall. Keine Selbstmordgedanken, keine Anrufe aus der Schule, für außenstehende ein ganz liebes und ruhiges Mädchen. Nur, sie bekam fast nichts mit. KOnzentration und Aufmerksamkeit gleich null......eben nicht so extrem betroffen wie Sohnemann.
Wir geben ihr Concerta 36mg da es in der Schule schlimm war. Sie konnte dem Unterricht nicht folgen. Auch jetzt ist sie mittlerweile ein fröhliches Kind, was auch bei den Hobbies wieder Spaß und Erfolg hat. Was sich an ihrem Selbstbewußtsein bemerkbar macht. Heute kommt das Zeugnis, bin mal gespannt.
Ein Lehrer hat mich mal gefragt ob sie Valium bekommt...er wollte mir nur damit zeigen, wie sie in der Schule ist.....der eine Satz sprach für sich....


Kopf hoch...es müssen ja nicht immer solche extrem Fälle geben...aber die Ursache ist die gleiche.
LG Lilly

von Lilly. - am 03.02.2006 10:30
Hallo Lilly,

der Vergleich mit Valium ist wirklich richtig. Mein Träumerchen machte auch den Anschein, als hätte man ihm Beruhigungsmittel gegeben. Der Blick ist auf Fotos auch schon sehr auffällig, als wenn er durch etwas durchstarrt. Er machte immer einen kränkelnden Eindruck.

Kleine Geschichte: Als er drei war sagte er zu meinem Mann: Papa spielst Du mit mir. Wie das Spielen aussah? Papa bekam einen LKW in die Hand gedrückt und sollte spielen und er legte sich in die Hängematte und schaute zu. Fand ich damals ganz witztig, habe mir aber nichts dabei gedacht.

Im Kindergarten wurde ich angesprochen, ob es zuhause nichts zu essen gibt, da er den halben morgen am Tisch sitzt und den anderen beim Spielen zuschaut.

In der Schule ist es dann der Lehererin aufgefallen, da sie ihn ständig ermahnen musste zu arbeiten.

Er ist seit der Medigabe auch wesentlich glücklicher!

Liebe Grüße
Anja

von Chaotentruppe - am 03.02.2006 10:54
Hallo Ela,

also nach Deiner Schilderung frage ich mich schon, warum Du der Meinung bist, dass Dein Sohn kein ADHS hat ... :)

Es klingt nämlich schon sehr extrem. Dauernd Anrufe aus der Schule... Hausis immer ein Kampf... Pünktlichkeit Fremdwort ... Chaos ... niedergeschlagen (manchmal, aber doch auch vorhanden !!!)... Außerdem sind die Leherer eh die Bösen (Kein Unrechtsbewusstsein, oder ein falsches Verständnis davon?)

und und und ...

Und dann versuchst Du Dir den Schuh anzuziehen, indem Du an Deiner Erziehung zweifelst, an der mangelnden Tagesstruktur ...
- oh wie ich das kenne ;)

Meine Meinung: vergiss es. Ich bin kein Diagnostiker, aber Deine Schilderungen würden hier viele zum Verzweifeln bringen. Du versuchst abzuschwächen, indem Du meinst, so schlimm ist es ja doch nicht. Du kannst damit umgehen und Sohnemann hat keine Selbstmordgedanken. Aber alles andere, was Du schilderst ist doch schlimm genug.

Die ewigen Anrufe, das ewige Geschimpftwerden für Deinen Sohn, Lernen/Hausis nur mit Ärger ... glaubst Du, dass das spurlos an Euch vorbeigeht? Du kannst sicher durch liebevolle Art, durch gemeinsame Unternehmungen, durch das Dasein für Deinen Sohn manches abschwächen, ihm helfen, sein Selbstbewusstsein aufbauen, aber ob das ganze auf lange Sicht gesehen reicht?

Hat Dein Sohn denn eine Diagnose? Bekommt er Medis?

Für mich wirkt Dein Beitrag so, als ob Du am Überlegen bist, ob es so schlimm ist, dass Du ihm Medikamente gibst, oder ob es für alle noch erträglich ist. Es wirkt für mich so, als ob Du das Gefühl hast "versagt zu haben" oder "einfache Hilfe zu suchen", wenn Du Dich für Medis entscheidest.

Doch halte Dir vor Augen, dass viele hier die Erfahrung gemacht haben, dass die Medis dem Kind eine Hilfe sind, endlich so zu leben, wie es eigentlich möchte. Eine Art Sehhilfe um endlich einmal klar sehen zu können und seine Gefühle zu steuern.

Und glaube nicht, dass mit Medis auf einmal alles einfach ist. Auch da gibt es noch genug zu tun, genug zu arbeiten, genug noch nachzulernen im Bezug auf zwischenmenschliche Interaktion genauso wie im schulischen Bereich. Vieles geht einfacher, aber vieles muss auch noch geübt werden.

Hoffentlich habe ich Dich nun nicht verschreckt, aber diese Sachen kamen mir einfach so in den Sinn, als ich Deinen Bericht gelesen habe. Du kannst mich ja gerne berichtigen, wenn ich etwas falsch gedeutet habe;) Bin ja auch nur ein Mensch.


Und im Übrigen finde ich es gut, wenn die Medis als "letzte Möglichkeit" gesehen werden und man es sich gut überlegt. Entscheidend sollte der "Leidensdruck" und die Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes sein.

Auch wir hatten große Zweifel- damals. Unser Sohnemann (wird morgen stolze 15 Jahre alt), bekommt seit der 3. Klasse Medis und seine Entwicklung wäre sicher nicht so verlaufen, wenn er diese Unterstützung nicht gehabt hätte. Ich bereue unsere Entscheidung nicht.

Ups, ganz schön lang geworden.

Alles Gute für Euch

Monkele

von Monkele - am 03.02.2006 11:10
Fällt mir noch ein: Ela, denke nicht daran ob du das nicht irgendwie schaffst, sondern wie dein Sohn es schafft. Du suchst ja keine Hilfe für Dich, sondern Hilfe für Dein Sohn. Wir wollen doch dass es unseren Kids gut geht. Und nur das zählt. Und die Kinder leiden wirklich, denn sie merken auch dass sie anders sind...das macht die Sache in meinen Augen noch schlimmer.

LG Lilly

von Lilly. - am 03.02.2006 11:23
Hallo Monkele,

DANKE, DANKE, DANKE !!!!!!!!
Dein Beitrag hat meine Gefühle und Gedanken so richtig auf den Punkt gebracht.
Genau so wie du es schilderst ist es.

Ist es wirklich so schlimm...... hab ich versagt.... übertreibe ich.... ??????????

Wir haben kommende Woche noch zwei Tests, aber der Arzt meinte schon, dass wir es danach mit Medis versuchen sollten.

Alle Angehörigen, einschließlich meines Mannes sind dagegen!
Wie soll ich denn die alle überzeugen, wenn ich doch selber zweifle?

von Ela500 - am 03.02.2006 13:12
Schlepp ihn mit zum Doc. Er soll ihm erklären was in dem Jungen vorgeht und wie er leidet mit was er sich quält. Er soll ihm erklären was die Medis bewirken und sie ungefährlich sind.....


sch....Medien...solche Bedenken kommen doch nur dadurch.

Frag ihn mal, ob er Insulin seinem Sohn verweigern würde wenn er Diabetis hätte??? Ist doch auch eine Stoffwechselstörung wie ADS..

LG Lilly

von Lilly. - am 03.02.2006 13:54
Hallo Ela,

Ich habe auch meinen Mann mitgeschleppt. Deshalb waren wir uns schnell einig mit der Medikamentengabe.

Andere Leute solltest Du nicht fragen. Gibt nur Theater-glaub es mir. Die Leute, die am wenigsten Ahnung haben, haben die grösste Klappe. Ich habe letztens dreist gefragt ob sie Ahnung hat. Schon war das Gespräch beendet.

Als meine Schwiegermutter meinte, es gäbe doch so tolle Algen....
Gedacht habe ich-dann hol sie dir doch. Gesagt habe ich, dass sie nicht gefragt wurde, sondern dass wir die Eltern sind und eine Entscheidung treffen müssen. Sie war kurz beleidigt aber dann gesagt ich hätte recht. Entschuldigt hat sie sich sogar für ihre Negativhaltung, als sie gesehen hat, wie sich unser Sohn zum positiven Verändert hat.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Freunde etc. in der Regel Verständnis haben, denn sie kennen ja den ganzen Leidensweg.

Den Meisten sage ich zwar, dass wir Probleme haben, sage wir gehen zur Ergotherapie und lasse je nach Situation einfach die Medikamente in meiner Ausführung weg.

Ich wünsch Euch, dass ihr die richtige Entscheidung für Eure Kinder trefft.

Ein schönes erholsames WE an alle

Anja

von Chaotentruppe - am 03.02.2006 15:28
Ja, mitkommen muss/will er sowieso.
Aber mein GöGa ist ein echter Sturschädel. Bin gespannt, ob ihn der Arzt überzeugen kann.

von Ela500 - am 03.02.2006 16:33
Hallo Ela,

lass doch Deinen Mann mal hier im Forum lesen. Vielleicht kann ihn das etwas überzeugen. Es gibt auch von Männern hier viele tolle Beiträge, z. B. von Erich :)

Zweifel hatten wir alle. Keiner ist hingegangen und hat gleich gejubelt:"Klasse, mein Kind muss nun Medis nehmen und das auch noch für länger" sondern wir waren alle skeptisch.

Aber wenn man dann sieht, wie es dem Kind und dadurch auch den anderen besser geht - welch eine Erleichterung. Und wie gesagt, auch das ist kein Allheilmittel. Schwierigkeiten gibt es noch genug. Aber es reicht doch schon, wenn es nur ein paar mehr sind als bei "Normalos". Es muss ja nicht gleich die geballte Kanonenladung sein.

Zum Überzeugen Deines Mannes täte evtl. eine Woche Urlaub gut. Eine Woche, in der er ans Telefon geht und mit der Schule spricht. Eine Woche der Hausaufgabenstress. Eine Woche dafür sorgen, dass Sohnemann pünktlich aus dem Haus geht ...

Die Männer sehen viele Schwierigkeiten nicht - eben, weíl sie nicht die ganze Zeit da sind. Und man kann ja auch schließlich einen zeitlichen Kompromiss schließen, indem man sagt, lass es uns ein halbes oder ein Jahr versuchen und dann sehen wir, was es bringt und danach beleuchten wir das Ganze nochmals von allen Seiten.

Und nochmals was zu den lieben, alles besserwissenden Mitmenschen, die Dir einreden wollen, dass er doch so ein liebes Kind ist. Natürlich ist er das und Du liebst ihn sicherlich sehr. Doch wie erklären diese sich dann die ganzen Anrufe von der Schule? Nur mit blöden Lehrern?

Lass diese Menschen einfach in ihrer Unwissenheit. Erkläre Deinem Sohn, dass bei ihm gewisse Botenstoffe (im Gehirn) zu wenig produziert werden und ihr versuchen wollt, diesen Mangel auszugleichen. Damit er sich besser konzentrieren kann, damit er andere besser verstehen kann, oder wo auch immer seine speziellen Probleme liegen. Und lass die anderen außen vor. Das betrifft erst mal nur Euren kleinsten Familienkreis und geht die anderen nichts an.

Und wenn sich dann Erfolge einstellen, freut Euch und überlegt trotzdem gut, wen ihr ins Vertrauen zieht. Denn es gibt immer wieder blöde Antworten von "Gutinformierten".

Wobei ich denke, dass es für Menschen die unser "tolles" Gefühlschaos und die Panik beim Telefonklingeln nicht kennen eine Bewertung wirklich schwer ist. Sie wissen es einfach nicht besser und deswegen öffne ich mich in der Beziehung auch wirklich nur den engsten Vertrauten. Schon alleine um ihm nicht einen Stempel aufzudrücken. Sollen doch die anderen ganz normal mit ihm umgehen. Das ist sowieso das Beste.

Daumendrückende Grüße

Monkele

von Monkele - am 03.02.2006 17:22
Hallo Ela,

Wir sind als unser Sohn 10 war nach Spanien gegangen, weil
ich diesen ganzen Zirkus in Deutschland nicht mehr aushalten konnte.

Ich war sehr verzweifelt!!!
Wir haben ein Unmenge Geld fuer Therapien und eine Privatschule fuer Erziehungsschwierige ausgegeben.

So viele qualvolle, ungluecklich verbrachte Stunden.

Wir wollten unser
Kind doch nicht mit Medikamenten vollpumpen!!!

Mit fast zehn Jahren konnte er weder lesen noch schreiben,
trotz der teueren Privatschule.

In den 3-monatigen Sommerferien hab ich ihm das beigebracht.
Sehr gemuetlich in der langen Siesta.

Jedenfalls dann Einschulung - Dorfschule 20 Kinder - spanisch hat er ganz schnell gelernt.

Aber ansonsten ging die Schulkatastrophe von neuem los.

Nach 8 Wochen wurden wir in die Schule bestellt, fuer einen ganzen Vormittag, ein Paedagoge war da, der unseren Sohn schon etliche Stunden beobachtet und die Lehrer befragt hatte.

Uns wurden viele Fragen gestellt und der Paedagoge fuellte die Fragebogen aus.

Nach 2 Wochen wurden wir zu einem weiteren Gepraech bestellt und erhielten die Adresse von dem fuer uns zustaendigen Psychiater.

Dort bekamen wir dann nach einigen
Tests ein Rezept fuer Ritalin, einen festen woechentlichen Termin fuer Gespraech und Therapie und die Adresse einer Selbsthilfegruppe.

Danach begann ein neues Leben. Wir brauchten nicht in die Berge zufliehen.

Unser Sohn konnte fast normal zur Schule gehen.
Probleme gab es nur noch in Sport oder auf Schulfesten,
da war die Gefahr des Ausrastens gross.

Jetzt ist er 16 und es ist wieder alles etwas anstrengender (Pruegeleien mit anderen Jungens, nachlaessig mit Hausaufgaben)
aber er kommt in der Schule ganz gut mit und
koennte auf jeden Fall den mittleren Abschluss schaffen.
In Deutschland haette er diese Chance nicht gehabt.
Haette vielleicht den Sonderschulabschluss bekommen.

Hier ist das
schon seit vielen Jahren normal, dass Ritalin verschrieben wird, wenn noetig,
keiner regt sich drueber auf, in den Medien ist das kein Thema.

Vielleicht hilft dir mein Bericht ein bisschen.

Herzliche Gruesse
Romera

von ROMERA - am 07.02.2006 12:02
Hallo Romera,

vielen Dank für deinen Beitrag.
Das hört sich ja heftig an bei euch. Dagegen läuft es bei uns ja noch gut.
Zum Glück konnte euch geholfen werden. Habt ihr denn in Deutschland keine Medis bekommen? Oder nicht den richtigen Arzt gefunden?

Hauptsache ihr fühlt euch in Spanien wohl und dir und einem Sohn geht es jetzt gut.

Te deseo mucha suerte y espero que nos oimos otra vez.
Muchos saludos
Ela

von Ela500 - am 07.02.2006 20:40
Hallo Ela,

kurze Erklaerung unseres Dilemmas:
wir hatten einen Demeter Hof, unsere Kinder sind mit Waldorf
aufgewachsen, da kommt man doch gar nicht auf die Idee einem Kind Psychopharmaka zu geben.

Ich war da nie so dogmatisch, aber wenn man jahrelang fest in diese Kreise eingebunden ist, ist es schwierig mit allem zu brechen und andere Wege zu gehen.

Es hat sich dann ergeben, dass wir wegen der ICE - Trasse Koeln/Frankfurt den Hof aufgeben mussten und den
Absprung gewagt haben.
Es ist auch nicht alles so einfach hier,
aber fuer unseren Sohn war es das Beste. In Deutschland wuerde er mit Sicherheit auf einer Sonderschule sein. Im deutschen Schulsystem hatte er keine Chance.

Uebrigens Sonderschulen gibt es hier nicht.
Herzlich Gruesse
Romera

von ROMERA - am 09.02.2006 19:41
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