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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Dagmar D., Monika Wulff, AnnaS, Monkele, mamaela

Hilfe,keine Mitarbeit von der Lehrerin

Startbeitrag von mamaela am 03.02.2006 23:25

Hallo,zusammen!

Ich bin ganz neu hier und habe schon hier sehr viel über ADS gelesen.

Jetzt zu unserem großen Problem!!!!!!!!!!!!!!!

Es besteht der Verdacht,das bei unserem Sohn (12 Jahre)ADS besteht.Von der Kinderärztin bekamen wir Fragebögen,zur "Erstannamese",wo wir,also mein Mann und ich,sowie unser Sohn,die Bögen wahrheitsgemäß ausfüllen sollten.Den Bogen für die Lehrerin gab ich meinem Sohn mit,mit einem schreiben,wo drin stand,ihn schnellst möglichst auszufüllen und an uns zurück zu geben.Es besteht zur Zeit richtig Stress mit der Lehrerin,da sie telefonisch nicht mehr mit uns in Kontakt treten möchte.Wir haben ja so einen frechen ungezogenen Sohn,das man soetwas nicht am Telefon besprechen könnte.(Es erfolgte mal wieder ein Anruf von der Lehrerin,wo mein Mann dann zu Schluß sagte,ich lege besser auf,bevor ich ausfallend werde).Das war der Auslöser,jetzt geht alles nur noch schriftlich.Eine Klassenkonferenz haben wir schon hinter uns,die zweite folgt in einer Woche.

Nach 4 Tagen fragte ich noch mal schriftlich nach,ob sie den Bogen schon ausgefüllt hat.Es lag ein Wochenende dazwischen.Es kam kein Bogen und auch keine Antwort.

Weitere 4 Tage weiter rief ich bei der Direktorin an,sie möchte doch bitte dafür Sorgen das Fr.........,den Bogen ausfüllt und uns zukommen läßt.Sie meinte nur"Fr.....hätte bestimmt Ihre Gründe warum sie den Bogen noch nicht ausgefüllt hat."

Heute einen Tag nach dem Gespräch mit der Direktorin nun ein Brief von der Lehrerin wo drin stand.....Also am 9.Tag

Den Fragebogen mit der Bitte Ihn auszufüllen hat sie erhalten.

Selbstverständlich bin ich grundsätzlich bereit,den Bogen auszufüllen,allerdings nur wenn die aus meiner Sicht pädagogischen notwendigen Vorraussetzungen erfüllt sind.

1.Bevor ich einen solchen Bogen ausfülle,ist im Vorfeld immer ein ausführliches Gespräch mit den Eltern über die anliegende Problematik erforderlich.

2.Ich muß darüber informiert sein,wer der behandelne Arzt ist.

3.Der behandelne Arzt muß von den Erziehungsberechtigten die Erlaubnis erhalten,mit mir Kontakt aufzunehmen,damit Elternhaus,Arzt und Schule gemeinsam zum Wohle des Kindes arbeiten können.

Da keine dieser unabdingbaren Vorraussetzungen erfüllt sind,sehe ich mich zur Zeit nicht in der Lage den Fragebogen auszufüllen.

Was sollen wir jetzt nur machen????

Wir haben vor unseren Sohn von der Schule zu nehmen,aber es wird schwer sein,eine zu finden,die Ihn nimmt,bei den ganzen Einträgen u.s.w.(Eine neue Lehrerin könnte den Fragebogen,doch noch gar nicht ausfüllen,da sie Ihn ja gar nicht kennt)

Was bildet die sich nur ein????Was hat sie zu verbergen?

Klar hätten wir sie über die Ergebnisse u.s.w. aufgeklärt,aber wir geben nicht unser Einverständnis,über die Aufhebung der Schweigepflicht der Kinderärztin.Die Lehrerin weiß über das Verhalten unseres Sohnes Bescheid(hat jeden 2ten Tag angerufen).Hat sogar das Jugendamt informiert,hinter unseren Rücken.

Sorry,ist länger geworden wie ich wollte,aber hier hat man jemanden der einen mal endlich zuhört.Wir würden uns über viele Antworten freuen.

Manuela

Antworten:

Hallo Manuela,

ich weiß nicht, wie die rechtliche Situation aussieht, dazu können Dir Dagmar und die anderen sicher mehr sagen. Evtl. ist es ja wirklich so, dass die Lehrerin erst dann Auskunft geben darf.

Allerdings glaube ich, dass diese gute Frau so geladen ist, dass Du sowieso keine objektiven Aussagen von ihr erhältst. Ich denke hier tut ein Schulwechsel not, wie Ihr ja auch schon anstrebt und das würde ich neben der ärztlichen Untersuchung als oberste Priorität empfinden.

Ich weiß ja nicht, wie der Arzt das sieht (vielleicht rufst Du ihn nochmals an), evtl. kannst ja auch Du den Bogen der Lehrerin ausfüllen, anhand der Aussagen, die sie getroffen hat, wenn sie mit Euch telefoniert hat. Viele hier haben den Lehrern nicht unbedingt gleich gesagt, dass beim Kind ADS vermutet wird, also haben sicherlich viele auch die Diagnose erhalten ohne den Fragebogen von der Lehrkraft ausfüllen zu lassen.

Wie fühlt sich denn Dein Sohn von der Lehrerin behandelt?

Daumendrückende Grüße

Monkele

von Monkele - am 04.02.2006 05:56
Hallo Manuela,

pfeif auf den Bogen und die Lehrerin und schildere dem Arzt Euer Verhältnis zur Schule. Das Ganze spricht ja Bände, da braucht es die Kreuzchen hinter den Fragen nicht mehr.

Wie schon gesagt, so verfahren wie die Situation ist, werdet Ihr wahrscheinlich keine objektiv brauchbaren Aussagen von der Lehrerin erhalten.

Wir haben während der Diagnose auch die Schule gewechselt. Die neue Lehrerin kannte das Kind noch nicht und mit der alten waren wir gelinde gesagt auch über Kreuz, so dass wir letztlich ohne Lehrerbeurteilung dastanden.

Das Ergebnis der Untersuchungen war trotzdem eindeutig und wir konnten endlich mit der medikamentösen Behandlung beginnen.

VG
Anna



von AnnaS - am 04.02.2006 06:09
Hallo Manuela !
Wir haben die Diagnose auch ohne Schulfragebogen bekommen .

Ich habe die ganzen Unterlagen von der Klassenkonferenz und die Zeugnisse mitgenommen . Das Arbeitsverhalten , das Sozialverhalten und die Kopie der Einträge sprachen Bände .

Drücke euch die Daumen das die Schulsituation sich bald entspannt .

LG
Moni

von Monika Wulff - am 04.02.2006 08:35
Hallo Manuela,

willkommen im Forum.

Die schulische Situation ist bei euch wirklich sehr verfahren und wenn dein Sohn schon eine Klassenkonferenz hatte, kannst du davon ausgehen, dass er von seinen übrigen Lehrern ähnlich beurteilt wird, wie von der Klassenlehrerin.

Da ich nicht weiß, warum die die Klassenkonferenz stattgefunden hat, bzw. die nächste einberufen wird, kann ich keinen konkreten Tipp geben, weiterhin wäre es nötig zu wissen, was in den letzten Jahren an der Schule vorgefallen ist, denn auch euer Verhältnis zur Lehrerin und umgekehrt hat eine Vorgeschichte.

Ein Arzt kann eine Diagnose auch ohne den Lehrerfragebogen stellen, es reicht euren Sohn und euch selbst zur Schulsituation zu befragen.

Ansonsten ist das Verhalten der Lehrerin korrekt, sie braucht von euch eine Schweigerechtsentbindung. Ferner darf sie den Bogen nicht an euch zurückgeben, sondern muss ihn an den behandelnden Arzt senden. Und ein Gespräch warum nun dieser Fragebogen ausgefüllt werden soll ist schon o.k.

Das beste ist, du teilst der Lehrerin die genannten Dinge mit, damit sie den Bogen ausfüllen kann, bringst aber dem Arzt die Briefe aus der Schule mit, sie ihr wegen eurem Sohn bisher erhalten habt, die sind z.T. viel aussagekräftiger als so ein Bogen.



von Dagmar D. - am 04.02.2006 10:12
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