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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Schlethi, Vanessa

Schulwechsel???

Startbeitrag von Schlethi am 07.02.2006 12:32

Hallo Ihr Lieben,
bin vor längerer Zeit schon mal in diesem Forum gewesen unter anderem Namen. Konnte nicht mehr an mein Login kommen und mußt mich neu regristrieren.

Unser Sohn 11 Jahre mit 51/2 Jahren diagnostiziert, hat trotz seiner Teilleistungsstörungen die Grundschule recht unbeschadet überstanden. Dies haben wir seiner Lehrerin und der GU- Lehrerin zu verdanken. Er wurde aufgrund seiner auditiven Wahrnehmungstörungen von einer gehörgeschädigten Schule im gemeinsamen Unterricht mit betreut.
Als der Schulwechsel in Klasse 5 anstand, haben wir uns für die Hörgeschädigten Schule entschieden, da dort relativ kleine Klassen sind. Wir hatten den Eindruck das er seine Entwicklungsrückstände(Mathe/ Sprache) dort gut aufholen kann.
Voll motiviert ist er gestartet. Fühlte sich schnell wohl in der Klasse. Diese hatte er schon vor den Sommerferien für 1 Woche besucht, um festzustellen ob dies die richtige Klasse ist(vom Leistungsstand).
Nach zwei Wochen wurde er aus dieser Klasse rausgenommen, da seine LRS und Dyskalkulie zu gravierend waren.
Ein Gespräch bei der Schulleitung brachte nichts und die damalige Lehrerin war der Auffassung,dass unser Sohn das locker wegsteckt. Wir, als Eltern waren anderer Meinung, konnten aber nichts gegen die Entscheidung tun.
Für unseren Sohn war dies ein Schock. Zu vor waren Kinder mit einer ihm ähnlichen Poblematik in der Klasse. Nun besucht er eine Klasse in der scheinbar alle Fälle ,mit denen man nicht so recht weiter weiß, gesammelt werden.
Unser Sohn brach von seiner Motivation her völlig ein, krabbelte dann aber langsam aus seinem Tief heraus. (Er ist einfach klasse!)
Verareitet hatte er das ganze allerdings nicht. Das merketen wir später.Um Weihnachten kam es dann "Knüppeldick"Weinerliches Kind, keine entscheidungsfähigkeit mehr, müde, frostig..... Diagnose der Ärztin: Reaktive Depression. Die erste Woche nach den Ferien konnte unser Kind nicht in die Schule gehen. Er hatte eine Schulangst entwickelt. Langsam kristallisierte sich für mich heraus, das er ein Problem mit der Lehrerin hat. Er hat Angst vor ihr und ihren Anforderungen. Hausaufgaben in den Weihnachtsferien brachten ihn in dieses Chaos.
Mittlerweile stabilisiert er sich langsam wieder. Er hat enorme Stimmungsschwankungen und kann sich nicht entscheiden. Aber die Traurigkeit ist nicht mehr da. Gott sei dank!
Wir spielen mit dem Gedanken ihn auf eine Regelschule umzuschulen, trotz Teilleistungsstörungen. Die Lehrerin möchte für ihn einen Lernbehinderten-Status, da alle Kinder in der Klasse LB- Kinder sind. Seine Tests sagen dies aber für ihn nicht aus und ich würde bei Zustimmung seine Schullaufbahn festlegen. Sein Zeugnis war auch sehr schön.
Sehr viele Möglichkeiten haben wir nicht...... vielleicht hat jemand einen Rat.

Ich möchte nicht zusehen wie Schule mein Kind kaputt macht!!!
P.S Er nimmt morgens 20 mg Medikenet Retard.

Euch alle einen schönen Tag...
Gruß Schlethi

Antworten:

Hallo Schlethi,

eher zufällig bin ich auf diese Internetseite gestoßen und noch ein Neuling! In vielen Beiträgen und Erfahrungsberichten erkenne ich mich bisschen wieder!

Ich selber bin mittlerweile erwachsen und stehe auf eignen Füßen, ich habe wie dein Sohn eine Dykalkulie! Als dies bei mir vor über zehn Jahren diagnostiziert wurde, konnte sich kaum einer etwas darunter vorstellen, immer wieder traf ich auf Lehrer die gar nicht wussten was das ist. In einfachen Worten habe ich mich jedesmal "zu erklären" versucht, Äußerungen von Lehrern möchte ich an dieser Stelle lieber nicht zitieren! Genauso traf ich aber auch auf ebenso verständnisvolles Lehrpersonal.

Meine Mutter stand genau wie du vor der Entscheidung, welche witerführende Schule ich besuchen sollte, hatte schlaflose Nächte und machte sich unendliche Sorgen. Aber sie entschloss sich letztendlich für eine normale Regelschule, die Hauptschule.

Heute bin ich ihr unendlich dankbar für diesen Entschluss und ihren Mut, für mich und um mich zu kämpfen. Man mag es kaum glauben aber ich habe sogar bis zu einem sehr respektablen Fachabi von 2,4 geschafft!

Ich kann dich nur in deinem Entschluss für eine "normale" Schule bestärken, hoffe ich konnte dir ein wenig helfen!

Liebe Grüße,
Vanessa

von Vanessa - am 07.02.2006 12:44
Vielen Dank Vanessa,

lag bei Dir die Dykalkulie oder auch andere Wahrnehmungsstörungen vor?

Das doppelte Paket (LRS und Dykalkulie) ist das was mich sehr unsicher macht.

Ich freue mich für Dich das es bei Dir so gut ausgegangen ist.

Gruß
Schlethi

von Schlethi - am 10.02.2006 15:20
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