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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Monkele, Ela500

@ela500

Startbeitrag von Monkele am 07.02.2006 19:16

Hallo Ela,

wie geht es Euch denn? Hattet ihr Eure Termine diese Woche schon? Konnte Dein Mann sich etwas mehr informieren?

Ich denke oft an Euch. Besonders beunruhigt hat Dich doch auch der Beitrag von Cera "Den Teufel mit dem Belzebub austreiben". Hast Du ihren neuen Bericht gelesen: "Anfängliche Nebenwirkungen verschwunden"

Vielleicht macht Dir/Euch das ja Mut, es doch mit den Medis zu probieren. Auch der Bericht von ROMERA zu Deinem letzten Thema ist wirklich beachtenswert und hilft Euch vielleicht bei der Entscheidung.

Ich würde mich freuen, wieder von Dir zu hören.

Liebe Grüße

Monkele

Antworten:

Hallo Monkele,

das finde ich aber nett, dass du an uns denkst. :-))
Nein, der Termin ist am Donnerstag, da wird der Intelligenz- und Konzentrationstest gemacht.
Dann müssen wir noch eine Woche warten, auch wieder am Donnerstag, ist die Besprechung.
Mein Mann hat leider nicht die Zeit die Infos alle zu lesen, aber ich gehe ihm immer gewaltig auf den Keks mit allen möglichen Argumenten. *gg* Ich denke, er hat sich schon etwas mit dem Gedanken an Medis abgefunden.

Ich kanns schon fast nicht mehr erwarten, erhoffe mir so sehr Hilfe. Denke dabei nicht nur an Medis, halte eine begleitende Therapie für sehr sinnvoll. Elterntraining machen wir bereits.
Aber es fällt uns (mir) sehr schwer das alles umzusetzen. Hab den Verdacht, dass ich auch betroffen bin. (Chaos umgibt mich)
Seit ich hier mitlese und erfahren habe, dass es meist vererbt ist, hab ich etwas genauer in mich rein geschaut und kann deutliche Anzeichen erkennen. Und auch bei meinem Bruder.

Ceras Bericht, dass es besser wird, hab ich gelesen. Ja, das beruhigt mich etwas. Trotzden müssen wir erst mal schauen was bei uns alles auftaucht.
Auch Romanas Beitrag hab ich gelesen, das ist aber wieder was, wo ich mir denke, Mensch die Arme, das ist ja mega-heftig. Dagegen ist es bei uns harmlos - was rege ich mich überhaupt auf?
Nein, ich weiß, dass es auch bei uns Zeit ist was zu unternehmen und bin froh, dass es nicht so heftig wie bei ihr ist.
Wenn ich schon fix und alle bin, wie geht es dann erst den Eltern von "schweren" Fällen?

Halte dich auf dem Laufenden.

Wie läuft es denn bei euch? Gibt es auf und nieder, oder geht alles seinen Gang. Habt ihr die Medis in den Jahren oft ändern, oder neu dosieren müssen? Seid ihr ständig in ärztlicher Betreuung? Habt ihr auch sonst eine Therapie gemacht?

Oh je, jetzt hab ich dich aber mit Fragen bombadiert...... :-))

Viele liebe Grüße
Ela

von Ela500 - am 07.02.2006 20:33
Hallo Ela,

schön, dass Du Dich gemeldet hast. Und ich hoffe sehr, dass es sich bei Euch zum Guten wendet.

Auch unser Sohnemann gehört wohl eher zu den leichten Fällen *klopfaufholz* und das war schon schlimm genug. Er wird seit der 3. Klasse behandelt und ist jetzt in der 9. Klasse.

Während der Kindergartenzeit machten wir Frühförderung, danach ca. 2 Jahre Ergotherapie. Aber alles brachte nicht den Erfolg, den unsere Bemühungen hätten bringen müssen. Er war immer einsichtig und konnte es dann aber trotzdem nicht umsetzen. Leider hatte er dadurch eine Menge Negativerlebnisse, die sein Selbstbewusstsein sehr geschwächt haben.

Richtige Fortschritte brachte uns dann die medikamentöse Therapie. Erstmal ohne weitere Therapien, da wir schon so viel gemacht hatten und er wirklich keine Lust mehr auf weitere Termine hatte.

Nach 3 Jahren machte er dann eine Gruppentherapie in einer Gruppe mit 5 anderen Jungs. Davon hätte ich mir aber irgendwie mehr erwartet. Unser Sohnemann hat die Schwierigkeit, dass er öfter gehänselt wurde und sich dann nicht zu wehren wusste. Dieses Thema kam aber bei der Therapie meines Erachtens nach zu kurz. Es gab wohl "schwerere" Fälle, die einen anderen Lösungsansatz brauchten. Auch fand er glaube ich nicht den richtigen Zugang zu den Therapeuten. Da zu dem Zeitpunkt aber auch die Klassenverbände in unserer Schule neu verteilt wurden und die "Mobber" nicht mehr in seiner Klasse waren, hat sich die Situation auch so entspannt.

Ansonsten läuft es bis auf die momentanen pubertären Schwierigkeiten ganz gut.

Wir hatten anfänglich normales Ritalin. Leider hat unser Sohnemann dann immer "vergessen" in der Schule nachzudosieren, so dass wir auf Concerta 36 wechselten. Dies lief auch wirklich gut bis ca. vor einem 3/4 Jahr. Dann wurde er auf einmal depressiv, verstimmt, unzugänglich, hat sich abgeschottet. Wir sprachen dann mit dem Arzt und er bekam ab da Concerta 54 und es klappt jetzt wieder gut.

Grinsen musste ich über Deine Vererbungs-Vermutung. Ich bin mir sicher, dass es mein Bruder und auch mein Vater "haben". Ich selber bin wohl nur leicht betroffen und komme deshalb auch ohne Medis zurecht.

Auf und nieder gibt es immer wieder :), aber trotzdem ist es anders. Nicht so häufig, nicht so heftig. Vor den Medis habe ich mich oft gefragt, was ich falsch mache, dass mein Kind so erziehungsresistent ist. Heute denke ich, dass er einfach nicht einordnen konnte, was ich will, oder dass er einfach auf dem Weg zum nächsten Punkt das Gesagte wieder vergessen hat.

Wenn ich heute etwas sage, motzt er sicherlich auch manches Mal, aber machen tut er es dann doch. Ich bin froh, dass ich von einer Freundin erfahren habe, dass es ADS gibt und dass man es behandeln kann. Denn sonst - oh weh. Die Jugend, die mein Bruder hatte wünsche ich meinem Kind nicht.

So, nun habe ich Dich aber ganz schön zugetextet. Ich drücke Euch die Daumen.

Liebe Grüße

Monkele

von Monkele - am 07.02.2006 21:10
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