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ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
20
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lilly., Kleinkili, Schlethi, Chaotentruppe, Marsandro, Katzenbaer, columbia

Die Antriebsarmutvariant

Startbeitrag von Kleinkili am 24.02.2006 09:48


DIESEN Beitrag habe, ich im Netz gefunden!Kennt jemand Die Variante von Adhs?Ich habe einen Sohn, der die üblichen Sytome von Adhs hat, und mit hoher Wahrscheinlichkeit hat Er, die übliche Variante von seinem Vater geerbt, mit dem ich in Scheidung lebe, wir waren 8 Jahr verheiratet und über 10 Jahre zusammen..........
Nun habe, ich mich aber auch schon mal gefragt ob, ich zusätlich auch von Adhs betroffen bin. Weil , ich zu weil auch unkonzentriet bin, sowie etwas planlos.
Nur bei mir passen die üblichen Syntome nicht.
Bin sehr zurück gezogen und ungern unter vielen Menschen, habe ein grosse Ruhebedürfniss.

XXXXXXX
Die Antriebsarmuts-Variante

Doch nicht immer entsprechen Erachsene mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivitäts- Störung) der landläufigen Vorstellung des nervösen, überdrehten Chaoten. Denn neben dem Typus des hyperaktiven Störenfrieds gehört auch der stille Träumer, der sich zu nichts aufraffen kann, zu den Erscheinungsbildern der Erkrankung. „Dieser ADHS-Typ ist antriebsarm nicht nur in Bezug auf seine Motivation, sondern auch auf seine Bewegungen“, sagt Dr. Johanna Krause, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie in München und Autorin des Fachbuchs „ADHS im Erwachsenenalter“ (Schattauer Verlag). Dieser ADHS-Typ ist passiv und zurückgezogen und meidet größere Menschenansammlungen. In einem Großraumbüro zum Beispiel kommen diese Menschen nur schlecht zurecht, weil ihnen dort zu viel Unruhe ist. „Patienten mit dieser Form von ADHS fühlen sich sehr schnell gestört. Sie stören aber andere nicht.“ Krause zitiert als Beispiel einen Betroffenen, der von sich sagte: „Ich bin zur Schlaftablette mutiert
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Antworten:

hallo, antriebslos bin ich...aber nicht zurückgezogen...wobei mir vieles schnell auch zuviel wird....ich bin seit Oktober2005 diagnostiziert.
Ich glaube man niemanden genau in ein Schublade tun, da sie Symptome bei jedem so unterschiedlich sind....dass macht es oft so schwierig eine Diagnose zu stellen.

LG Lilly

von Lilly. - am 24.02.2006 11:02
Hallo Lilly,
Danke für Deinen Beitrag!
Welche Symtome hast Du?
Was war der Anlass für Deine Diagnose?
Wie aüssert sich, es dass Dir auch vieles schnell zu viel wird?
Bist Du Lärmempfindlich? Ich kann es zum Beispiel nicht ausstehen, wenn es geschrei gibt, oder viel Geräuche durcheinander auf mich einrieseln.
Ganz schrecklich ist für Shoppen in riesen Shoppingcentern, ich werde dann immer gereizt und will schon nach kurzer Zeit gehen.Könnte, dass mit Adhs zu tun haben?

von Kleinkili - am 24.02.2006 12:03
Hallo Kleinkili,

ich habe schon immer irgendwie Probleme gehabt. Auf die Idee wäre ich nie gekommen. Die Antriebslosigkeit äußerte sich dass ich nichts auf die Reihe bekomme und alles immer verschiebe. Auch war ich nach 2 Stunden wieder total müde war. Mittags war ich dann so müde und erschöpft dass ich mit hinlegen mußte, bzw. keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte.

Ich merke wenn mir was zuviel wird, werde ich gereizt...Laute Musik macht mir jetzt überhaupt nichts aus...aber verschiedene Geräuschpegel....Kaufhäuser sind auch für mich sehr anstrengend, auch habe ich Probleme wenn wir irgendwo sind wo es laut ist, mich auf ein Gespräch zu konzentrieren. Wenn die Kinder laut sind macht mich dass richtig nervös.

Ja, dass was du erzählst passt zu auch zu mir.

Ich war schon bei meinem Hausärzten und Frauenarzt wegen dieser Müdigkeit. Die konnten aber nichts finden. Auf die Idee mit dem ADS sind wir durch meine Kinder gekommen. Sie sind beide Betroffen.

LG Lilly

von Lilly. - am 24.02.2006 13:26
Danke Lilly,
Deine Meldung ist sehr intressant, ich war auch schon oft bei meinem Hausartzt wegen der Müdigkeit,und der Antriebslosigkeit, eine Zeitlang hatte ich massive Einschlafstörrungen (jetzt länger nicht), ich habe Ihm auch erzählt das ich schnell gereizt bin.
Es folgten wiederholte Blutabnahmen,Ich wurde sogar zur Schliddrüsenuntersuchung geschickt, alles ohne Ergebnis immer alles in Ordung........
Mein Sohn ist ja auch betroffen nur, ist Er nicht Antriebsschwach............., sondern hat .......
Er ist bei einer Spezialisierten Kinderärtztin in Behandlung, die Kann mich ja nun nicht behandeln und auch nicht testen.......Wär hat bei Dir denn geholfen, sprich Dich untersucht, getest und behandelt Dich?
Wäre Dankbar, wenn Du mir Tips geben könntest.
Du schreibst, dass Du immer alles verschiebst und nichts auf die Reihe bekommst.
Bei mir scheint,dass auch zum Teil zu stimmen.......
Besonders, wenn vieles erledigt werden muss.......,dann fange ich erst gar nicht an und später Alles aufeinmal.
Unwichtigeres wie zum Beispiel Keller aufräumen, was ja auch überhaupt keinen Spass macht verschriebe ich um Wochen bis mein Freund zu viel bekommt und Extra zu mir kommt um mit mir meinen Keller auf zuräumen...........

von Kleinkili - am 24.02.2006 14:08
Hallo Ihr Lieben,

hattet Ihr die Antriebslosigkeit und Aufschieberitis schon immer, oder erst seit Ihr ein Familienmanagement (All inclusive ADS-Kids) am Hals habt?

Das würde mich wahnsinnig intressieren, da ich auch völlig Antriebslos bin und mir alles zuviel ist.

Schlethi

von Schlethi - am 24.02.2006 16:09
Puh??????Weis nicht.......
Ich weis nur, dass ich, als Kind manchmal, wenn mir, alles zu viel war so getan habe, als sei ich krank damit, ich meine Ruhe habe.Da sah folgendermasen aus ungefär Freitagsabend habe, ich gesagt bin krank möcht keinen sehen, gehe ins Bett u.s.w.Dann bin, ich nur aufgestanden, wenn ich ins Bad musste und erst Sontags zum Abendbrot wieder raus gekommen.
Sonst???????????
Ich hatte, aber ab meinem 11 Lebensjahr auch nur Stress.
Mit 18 Jahren bekam, ich meinen Sohn.

von Kleinkili - am 24.02.2006 16:46
Hallo Ihr Mitleidenden,

ist alles höchst interessant, habe nach jedem Beitrag mehr genickt und gedacht, daß ja nicht nur ich so "neben der Bahn" laufe.

War als Kind der absolute Träumer und sehr schüchtern, mußte immer angeschubst werden.
Habe jedoch meine mittlere Reife gemacht und auch einen Beruf erlernt. Den Haushalt habe ich auch einigermaßen im Griff, dieses paßt dann wieder nicht dazu.

Bin aber immer schon ein Pessimist und denke nur das Schlimmste. Leide nun schon seit Jahren an Depressionen, habe aber jetzt erst den Weg zum Psychater gefunden.
Komme damit aber nicht richtig klar.

Mein Kinderarzt (behandelt meine Tochter,11, ADS Hypo) brachte mich auf die Idee, daß auch ich an ADS leiden könnte.
Je mehr ich nachdenke deso mehr paßt alles zusammen.

Und antriebslos bin ich auch oft. Allerdings kann ich, wenn mich was interessiert, arbeiten wie ein Pferd. Dann vergesse ich Zeit und Raum.

Habe mich auch immer gerne ins Lesen geflüchtet, da war ich dann weit weg in einer anderen Welt. ISt auch heute noch so, wenn ich am Lesen bin höre und sehe ich nichts mehr. Da kann neben mir eine Bombe hochgehen !!

LG Sabine

Ich mache zuhause den Radio aus, mag die Ruhe, die Natur und bin sehr tierlieb. In Menschenmengen kriege ich Zustände und einkaufen in der Großstadt ist eine Strafe für mich.
Ich laufe die Straße entlang und habe das Gefühl nicht anzukommen. Blöd zu erklären das Gefühl.

Die Gedanken im Kopf wirbeln immer weiter, obwohl ich nach aussen kühl wirke. Verstehen tut mich leider niemand, außer nun die Leidensgenossen hier im Forum!!

von Katzenbaer - am 24.02.2006 20:00
Liebe Schlethi,

ich habe das erst, seit ich völlig überfordert bin mit meinem ADHS Sohn.

Seit der Diagnose wird es langsam besser, weil ich mir endlich zugestehen kann, dass er eben anstrengender ist als andere Kinder - und weil er Medis bekommt. Seitdem akzeptiert mein Mann auch, dass das Leben als Hausfrau und Mutter kein ständiger gemütlicher Kaffeeklatsch ist.

Ich habe mich natürlich auch gefragt, ob ich ADS/ADHS haben könnte - ich glaube aber eher nicht. Ich bin problemlos durch die Schule und Berufsausbildung gekommen, habe noch berufsbegleitende Weiterbildungen mit sehr guten Abschlüssen gemacht - erst seit ich nicht mehr arbeite, geht es mir nicht gut.

Ich war ständig müde und antriebslos, bis ein findiger Arzt erkannt hat, dass ich unter Eisenmangel leide. Seit 3 Monaten nehme ich jetzt Eisen und bin erheblich fitter.

Ich bin eher psychisch schwach, weil ich hohe Ansprüche an mich stelle und die ständig mit meinem Sohn kollidieren. Es klappt einfach nicht so wie ich mir das wünsche. Ich finde oft keinen Zugang zu ihm, er lehnt mich oft ab. Das tut so weh und macht mich fertig.

Ich empfinde das Leben als Mutter leider als ständigen Kampf, mein kleiner Sohn (kein ADHS) leidet sicher auch darunter. Oft bin ich so ausgepowert durch den Großen, dass ich auch für den Kleinen keine Kraft mehr habe. Dann kommt wieder mein Anspruch von mir als Mutter- ein Teufelskreis.

In größeren Runden habe ich auch Probleme, mich auf ein Gespräch zu konzentrieren - das haben aber viele Leute, ich glaube nicht, dass das ein reines AD(H)S-Problem ist. Menschenmengen mag ich auch nicht besonders, aber ich liebe große Feste. In größeren Menschenmengen habe ich eher Angst, dass Panik ausbricht o.ä.

Zuhause mache ich auch das Radio aus, aber nur, weil ich die wenigen Stunden Ruhe genieße, bis die Kinder heimkommen. Dann habe ich stundenlang Dauergeplapper im Ohr. Früher hatte ich immer Musik an.

Wenn in der Familie ein schwaches Herz bekannt wird oder ein Krebs auftritt, fängt man auch an, sich durchzuchecken - ich glaube das ist ganz normal.

Viele Grüße, columbia

von columbia - am 24.02.2006 21:05
Hallo Kleinkili,

ich habe den Kinder-und Jugendpsychiater meiner Kinder gefragt ob er nicht jemand kennt der ADS bei ERwachsene diagnostiziert und behandelt. Er hat mir dann die Adresse aufgeschrieben. Er kennt ihn auch gut und hat mir einiges erklärt.

Ja, meine Ärzte haben auch nichts gefunden.

Als Kind kann ich mich erinnern, dass ich immer müde war...und als Jugendlicher mich auch schon immer mittags hingelegt habe. Ich habe da auch nichts auf die Reihe bekommen. Ich habe den Hauptschulabschluss und danach die Fachschulreife gemacht.Habe dann einen Beruf gelernt, wobei ich eigentlcih nie richtig wußte was ich lernen will.....Dass nötigste habe ich schon immer irgendwie hinbekommen...habe auch immer auf die Arbeiten einen Tag vorher bzw. morgens gelernt....da ist einfach am meisten hängengeblieben....wo ist dass heute auch noch so ist....wenn sich besuch anmeldet...bekomme ich meine wohnung am schnellsten in ordnung....


Ach ja Radio...ich kann absolute stille nicht ertragen....ich drehe dass Radio oft extrem laut um alles andere außenrum auszuschalten inclusive meiner Gedanken....was mich mehr belastet sind die vielen unterschiedlichen Geräuschen...da können mich vögel im wald wahnsinnig machen....

LG Lilly

von Lilly. - am 24.02.2006 21:07
Hallo zusammen,

ich war gestern bei der Diagnostik für Erwachsene.
Auch ich bin in letzter Zeit ziemlich antriebslos.
Mache mir über alles Gedanken.

Als ich mich zuerst durch meine Kids mit dem Thema ADS beschäftigte, dachte ich es käme nur von meinem Mann.

Ich habe doch immer eine so schöne Schrift gehabt, war eine relativ gute Schülerin, habe Abi gemacht und dachte ist doch alles toll. Das heißt aber lange noch nicht, das ich kein ADS habe.

Dann habe ich mich mal beobachtet in alltäglichen Situationen.
Ich habe echt gedacht, das darf nicht war sein. Wie oft ich Dinge verlege, Sachen in fremde Einkaufswagen lege, verschiedene Sachen anfange etc. Da könnte ich stundenlang weitererzählen.

Bin mein Leben durchgegangen: Einnässen bis 11, mit 20 ein Jahr Bulimie, jetzt die ständigen Gedanken.

Das soll alles normal sein??? Die Diagnostik dauert noch etwas länger, Blutabnahme, Fragebögen, EEG etc. Wobei die Ärztin beim Vorstellungsgespräch meinte ich wäre in jedem Fall behandlungsbedüftig, das ginge in Richtung Depression. Na- das hätte ich jetzt auch nicht gedacht.

Als ich es meiner Freundin erzählte ist die aus allen Wolken gefallen. Ich mache nach außen einen lockeren Eindruck.

Ich bin ja mal gespannt wie es weiter geht.

Ich werde weiter Berichten.....

Liebe Grüße

von Chaotentruppe - am 25.02.2006 16:13
Chaotentruppe
......dachte ich es, käme nur von meinem Mann.
Ist denn bei Deinem Mann eine Diagnose gestellt wurden oder gab es andere Gründe warum Du dachtest es käme von Deinem Mann?
Ich habe keinen Zugang mehr zum Vater meines Sohnes, da Wir seit 2004 in Trennung leben (Scheidung läuft), nachdem ich mich durch meinen Sohn, aber mit Adhs beschäftigt habe, bin ich mir sicher, das mein Ex (vater meines Sohnes Adhs) hat.Da ist die Kinderärtztin meines Sohnes, meiner Ansicht. Sie hat Ihn zwar nicht kennen gelernt schliesst, Dieses jedoch aus den von mir eingereichten Unterlagen, wo ich auch Zeugnisskopien von meinem Ex beigefügt habe.
Auch ich, habe mich in alltagssituationen beobachtet.......
Ich muss auch dauernt etwas suchen.......oder weis nicht wo, ich etwas hingeräumt habe.Wie schon beschrieben bin, ich antriebslos allerdings nur, wenn ich allein bin.Werden mir Aufgaben gestellt erledige, ich Diese zuverlässig, oder ist mein Freund bei mir, dann geht mir alles leicht von der Hand.......Er weis meistens wo, ich etwas hingelegt habe, so ne Art Fotografisches Gedächtnis, he, he!!!!!
Mit den Einkaufswagen passiert mir auch schon mal......

Bisher dachte, ich das lege am Stress.Oder daran, dass das Chotische zusammen leben mit meinem Sohn und meinem Ex der Auslöser für meine Schusseligkeit gewesen sei.
Bei der Arbeit habe, ich nie Problmen gehabt mein Arbeitgeber war überglücklich mit mir.Ich gelte, als zuverlässig, pünktlich, fleissig, u.s.w........Eben wie schon angesprochen Aufgaben die, ich von anderen Personen gestellt bekomme, erledige ich sorgfältig.
Sollte ich mich testen lassen????????
Ich habe ein weinig Angst davor!!!!!!
Ausserdem denke ich, es könnte so rüber kommen, als ob ich dass nur vermute, weil mein Sohn ADHS hat.
Danke fürs lesen
Gruss Kleinkili

von Kleinkili - am 26.02.2006 09:15
Mein Doc hatte zu mir gesagt, dass die meisten die zu ihm kommen, durch ihre KInder daraufstossen.....dass mit dem fotographischenGedachtnis habe ich auch, aber wehe ich räume auf, dann finde ich nichts mehr... aber alltagsdinge verlege ich ständig wie den Schlüssel...den legen ich dann in Gedanken irgendwo hin und weg isser....meisten gehe ich in Gedanken den Weg zurück dann finde ich ihn meistens....

Die Symptome müssen schon in der Kindheit dagewesen sein bei ADS.

Ich würde mich testen lassen, aber nicht speziell auf ADS sondern auf die Symptome die du hast. Selbst wenn du kein ADS hast, aber du leidest ja. Vielleicht ist es auch was anderen und man kann dir helfen.
Du kannst deinem Doc schildern welche Prob. du hast, auch dass dein kind ADS hat. Er wird dir helfen. Und diese Ärzte nehmen dich ernst...solange du nicht zu einem Psychologen gehst.

Angst hatte ich auch davor, deshalb habe ich den Termin immer vor mir her geschoben. Aber dass ist dort wirklich nicht schlimm im Gegenteil. Man gewinnt ein Stück Lebensfreude wieder...ich bereue heute nicht schon früher hingegangen zu sein.

LG Lilly

von Lilly. - am 26.02.2006 09:55
Hallo zusammen,

ich dachte es käme von meinem Mann....

....weil er auf einer Walldorfschule war und in den Zeugnissen steht immer etwas von: er war immer in seinen Traumlanden etc.

Er ist halt ein liebenswerter Träumer. Meinem Schwiegervater hat der Lehrer gesagt: Ihr Sohn wird niemals Abi machen. Und das in der sechsten Klasse. Nach dem Schulwechsel (12.) war er Klassenbester und hat während der Ausbildung seinen Betriebswirt gemacht.

Meine Ärztin hat auch gesagt, dass die meisten über die Diagnose ihrer Kinder auf die Idee kommen selber betroffen zu sein. Liegt ja auch nah, da es sich ja um eine erbliche Symptomatik handelt.

Die Frage testen oder nicht muss jeder für sich selber entscheiden. Mein Mann ist glücklich und betroffen, ich habe diverse Probleme und denke ADS bedingt. Was mir eine Behandlung bringt, werde ich berichten.

Vielleicht können ja bereits behandelte ADS-Erwachsene mal
berichten wie sich ihr Leben verändert hat. Interessiert mich aus gegebenem Anlass ;-)

Liebe Grüße

Chaotentruppe

von Chaotentruppe - am 26.02.2006 18:41
Hallo Columbia,

Das was Du geschrieben hast erinnert mich sehr an mich. OK, die Schule war nicht unproblematisch, ehr das Gegenteil, aber heute habe ich aufgrund durch den zweiten Bildungsweg, Studium und Weiterbildungen einen Beruf der mir eigentlich sehr viel Spaß macht( wenn ich nicht gerade wieder völlig ausgepowert bin).
Ich leide auch sehr unter meinem persönlichen Anspruch und habe manchmal das Gefühl in einen Burn-out reinzu galoppieren. Das Leben mit einem ADS-Kind empfinde ich hoffnungslos anstrengend. Pessimissmus ist mein ständiger Begleiter und ich hasse es!!!
Das Bild das ich nach aussen abgebe passt in keinster Weise zu dem was in mir vorgeht. Nach aussen wirke ich kühl, distanziert und totale Power- Frau. Innen drin bin ich ko und erschöpft vom ständigen Kampf mit meinem Sohn. Ich vermisse Lebensfreude, Gelassenheit und Fröhlichkeit. Das alles war mal da.

Ich werde mal ein Blutbild machen lassen. Vielleicht ist das ja mit ein Grund für meine Situation.

L.G
Schlethi

von Schlethi - am 28.02.2006 21:56
Hallo Schlethi,

Das was du beschreibst, das kenne ich nur allzu gut! Ich glaube auch am Burn-out Syndrom zu leiden.

Kein Spaß mehr, obwohl ich eigentlich eine Lustige bin. Wenn ich jemandem, der mich gut kennt meine Probleme erzähle: Derjenige glaubt es nicht!

Ich will nicht mehr so weitermachen. Meine drei ADS-Kids sind eigentlich lieb, aber ich kann das Positive im Moment nicht mehr sehen.

Ich bin etwas beriebsblind! Mein Kleinster (4,5J) kam heute zu mir und fragte ob er mir mal ´ne Tasse Kaffee machen könnte. Er erzählte heute überall: meiner Mama gehts nicht gut.

Das tut mir voll leid und ich will da so schnell wie möglich aus diesem Loch raus! Aber was soll man machen, wenn der Körper/die Seele nicht mehr mitmacht?

Ob es das Blutbild bringt-ich weiss nicht. Wahrscheinlich wird das i.O. sein. Aber lass es vorsichtshalber machen. Ich habe auch kaum noch Lust zu kochen bzw. zu essen. Das macht mich sicherlich nicht aktiver.

Lass uns nach vorne schauen und vor allem auf etwas besseres Wetter hoffen!

Dickes Kraftpaket und liebe Grüße

Anja

von Chaotentruppe - am 28.02.2006 22:19
Hallo Anja,

Danke für Dein Kraftpaket. Das würde ich gerne abonnieren. Es tut mir gut wenn ich das Gefühl habe verstanden zu werden. Jemand der diese Gefühle nicht kennt, kann es in keinster Weise nachvollziehen. Ich darf gar nicht darüber nachdenken was ich meinen Kindern durch meine Durchhänger vermittel.

Ich habe auch schon darüber nachgedacht eine Kur zu beantragen.Habe aber fast Angst davor das die Rückkehr in meinen Alltag dann gar nicht mehr gelingt.

Ich habe mich sicherlich in den letzten 11 Jahren, seit der Geburt von Sohni ausgepowert. Von Anfang an hatte ich das Gefühl das etwas nicht stimmt. Wie ein Löwin habe ich für mein Kind gekämpft. Durch eine super Lehrerin in der Grundschule hat er die Grundschule sozial gut integriert gemeistert.

Seit dem Schulwechsel ist nichts mehr wie es war. Sohni hatte um Weihnachten eine reaktive Depression, Schulangst und Suizidgedanken. Ich hänge so eng mit ihm zusammen (vermute ich) das mich seine Stimmung miteinfängt. Ich erhole mich einfach nicht mehr.

Ich hatte immer mal zwischendurch Hängephasen, aber so.....Für meine Freunde war ich immer diejenige die aufgefangen hat wenn es nicht mehr weiter ging. Aber bei mir kann kein Mensch verstehen das ich durchhänge. Nun verspüre ich das ich mich auch schon von Freunden zurückziehe. Das macht mir Angst. Ich beginne mich auszugrenzen. Wir haben niemanden der in irgendeiner Form in seinem Leben mit ADHS konfrontiert wurde im Freundeskreis. Das kann ja auch kein Mensch nachvollziehen was das bedeutet.

Letzte Woche hatte ich Geburtstag. Ich hätte den ganzen Tag heulen können! Ich rede mir selbst ein:"Es könnte doch alles noch viel schlimmer kommen oder sein"Frei nach dem Motto:"Eine Stimme aus dem Nichts sprach:"Lächele, es könnte schlimmer kommen und ich lächelte und es kam schlimmer."

Auch mir fehlt der Blick für das Positive. Dabei habe ich tolle Kinder und einen Gatterich der mich unterstützt wo er kann.
Auch ich will so nicht weitermachen.

Blutbild ist der erste Schritt. Vielleicht bringt auch "Gute-Laune-Akupunktur" etwas, oder eine Hypnotherapie.

Viele Dinge sind mir so was von glasklar aber verändern kann ich sie nicht. Ich muss an mein Unterbewusstes ran. Vom Kopf her habe ich schon vieles versucht. Manchmal bin ich einfach nur noch müde.........

Dir schicke ich auch einen Sack voll Energie. Eigentlich wissen wir ja das es weitergeht. Aber bitte anders als gehabt....

Lieber Gruß
Schlethi

von Schlethi - am 01.03.2006 08:56
an diesem Punkt war ich auch.....leider haben die Blutuntersuchen bei mir nichts ergeben....
für mich war die ADS Diagnose ein Segen. Auch das Medikament...diese Müdigkeit ist verschwunden...habe zwar mit noch ein paar Dingen zu kämpfen, aber das wird schon. Aber es der Punkt da, dass du etwas unternimmst...denn normal ist das nicht, dass ein Mensch denn so leiden muss....

egal was dir hilft...mach es!!

LG Lilly

von Lilly. - am 01.03.2006 10:25
Dank Dir Lilly, ich werde mich drum kümmern!

Gruß Schlethi

von Schlethi - am 01.03.2006 12:25
Hallo.
So wie das tönt gehört mein Mann auch zu dieser Variantengruppe. Er hat viel zu wenig Eisen im Blut. Nur Medis halfen nichts. Zudem ist er Schlafapnöer (nächtliche Atemstillstände). Bisher dachte ich immer diese Antriebslosigkeit käme daher. Wenn ich aber unser ADS-Sohn sehe habe ich mich auch schon gefragt ob ich mal meinen Mann auf ADS abklären lassen soll.

Gruss Marsandro

von Marsandro - am 17.03.2006 17:29
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