ADS und berufliche Zukunft mit 50

Startbeitrag von Jane Knopf am 02.03.2006 02:56


Suche hilfreiche Tipps für meine berufliche Zukunft.
Ich bin 50 Jahre alt, Diplompädagogin mit 9jähriger Berufserfahrung als Sozial-pädagogin im Betreuten Jugendwohnen. Vor drei Jahren bin ich mit allen Zeichen von Burnout aus dieser Arbeit ausgestiegen. Seitdem habe ich ein Jahr auf einer vom AA finanzierten SAM-Stelle als Computerlehrerin (low level) gearbeitet.
Ich frage mich, wie es weitergeht. Ich möchte gerne wieder arbeiten.
Aufgrund meiner Berufserfahrung in der Arbeit mit Jugendlichen sind meine Chancen in diesem Bereich am besten. Aber ich habe inzwischen richtige Angst davor, Verantwortung für Jugendliche aber auch Erwachsene mit schwerwiegenden Problemen zu übernehmen.
Auf dem Hintergrund des aktuellen Arbeitsmarktes sind meine Chancen als 50jährige sowieso schlecht.
Hinzu kommt, daß ich seit meiner Kindheit Probleme mit der Aufmerksamkeit habe und mich selbst schlecht organisieren kann.
Meine Fragen sind:
Wie offen kann ich mit dem AA reden? Macht Offenheit Sinn? Gibt es für mich als 50jähriger irgendeine Möglichkeit der Umschulung?
Gibt es die Chance, sich über einen 1-Euro-Job einen neuen Arbeitsbereich zu "erobern" mit Aussicht auf ne feste Stelle?
Auch über Erfahrungsberichte von Leuten mit ähnlichem Hintegrund würde ich mich freuen.

Antworten:

Hallo Jane,
hab da gestern ein Link vom AA gelesen. Vielleicht hilft er Dir weiter.....
Bin mit dem Lesen noch nicht ganz fertig, hört sich aber gut an ;-)
In wieweit Du offen mit dem AA reden kannst, liegt auch an dem Bundesland in dem Du lebst. Im Norden, habe ich die Erfahrung gemacht, sind die Leute kulanter und offener, während im Süden die Leute viel ...naja, ich will ja nichts sagen - sie sind halt katholisch! Aber wichtig ist wohl auch der Sachbearbeiter der vor Dir sitzt! Du hast doch Berufserfahrung und dadurch Menschenkenntnis - laß sie spielen! Wenn Du es so verfolgst wird im Norden auch viel mehr für ADS`ler angeboten! Vor allem Freizeiten - versuch`s doch einmal damit! Jugendstätten, Vereine usw. suchen immer kompetente Leute die mit Jugendlichen umgehen können. Das ist auch eine Gabe!

[www.bv-ah.de]

Wünsch Dir alles Gute und viel Glück.... Serafine

von Serafine :-) - am 02.03.2006 07:30
Hallo Jane, also da du ja schon ne menge vorerfahrung mit bringst glaub ich ist es gar nicht mal so schwer das passende für dich zu finden.
Ich mein als Sozial Pädagogin gearbeitet und in einem ADHS Forum unterwegs. Mit der ein oder anderen weiterbildung könntest du doch ganz schnell zum coach/mediator oder NLP Master aufsteigen und jugendlichen die unter ADHS leiden mit rat und tat zur seite stehen.

Naja, ist vielleicht auch ne spinnerei gerade von mir und vielleicht kannst du dir sowas in die richtung gar nicht vorstellen.

Aber ich bin mir ziemlich sicher das dort eine nachfrage besteht.

LG



von Hensch - am 02.03.2006 11:35
Grundsätzlich würde ich Deine Fragen mit "ja" beantworten.
Du bringst Lebenserfahrung mit und bist eine qualifizierte Fachkraft.

Ich würde den Weg in ein neues Arbeitsfeld gegebenenfalls auch über ein Praktikum suchen.

Der eigentliche Punkt ist glaube ich Deine Angst Verantwortung für Jugendliche und Erwachsene in schwierigen Situationen zu übernehmen.

Suche Dir einen Bereich aus, dem Du Dich gewachsen fühlst. Das kann auch die Arbeit in einer verlässlichen Grundschule in der Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung sein. Haupt- und Realschulen ziehen langsam nach.

Dort werden häufig Honorarkräfte zur Freizeitgestaltung gesucht. Ebenso in Jugendbildungsstätten.

Vielleicht ist aber auch die Einzelbetreuung von Kindern Jugendlichen über das Jugendamt für Dich interessant.


Vielleicht ergibt sich aus Deiner langjährigen Berufserfahrung ein Schwerpunkt mit dem Du Dich besonders qualifizierst und den Du anbieten kannst.

NLP- Ausbildungen sind sicher klasse, aber auch kostenaufwendig. Das sieht meist mit allen Zusatzausbildungen so aus. Solltest Du jedoch die Kosten aufbringen können, kannst Du zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen Deine konkrete Angst verarbeiten, eine neue Einstellung und berufliche Perspektive entwickeln.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!
Schlethi


"Du mußt das Mögliche versuchen, um das Unmögliche zu erreichen."

von Schlethi - am 03.03.2006 16:36
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