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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Chaotentruppe, Schlethi, netti1712, Elmex, Stephanie Lange, Martino2004, Lilly.

Ein provokantes Thema..

Startbeitrag von Chaotentruppe am 02.03.2006 23:02

Hallo zusammen,

ich diskutiere gerade mit meinem Mann, ob man sich hyperaktive/hypoaktive Kinder erziehen kann?

Ich habe hier eine fast "millitärische" Erziehung. Ich komme mir manchmal vor, als wenn ich bei der Bundeswehr arbeiten würde.

Meine Erziehung ist konsequent aber liebevoll. Von Anfang an! Ich überlege ob meine Kids so hypoaktiv wären, wenn ich sie anders erzogen hätte. Wären sie nicht so eigenartig, wenn ich mehr durchgehen lassen würde, oder nicht soo streng wäre?

Habe ich meine Kinder in ihrer Entwicklung gestört? Müssen sie nur noch funktionieren weil ich so streng bin? Manchmal wäre es mir lieber sie würden mal drauf´hauen. Aber hier zuhause funktioniert es meistens. Nur in der Schule ist es schwierig!

Vielen Dank für eure Antworten...

Liebe Grüße

Anja

Antworten:

Guten Morgen, oder guten Abend (wie man es auch nimmt) .

Richtig etwas dazu sagen, kann ich nicht. Denn ich kenne sie nicht (logisch :) ) .

Aber wenn du das Gefühl hast, das sie manches in sich reinfuttern (verstecken) .

Wie wäre da etwas lustiges, harmloses. Dabei denke ich auch an die eigene Kindheit.

Thema Kissenschlacht, oder im Winter, eine sichere Schneeball Schlacht.
Man wird Agressionen los, powert sich aus und spitzen Neben Effeckt, es macht Spaß.

von Martino2004 - am 03.03.2006 00:30
Hallo,

dass glaube ich nicht, da ich beides habe sowohl hyperaktiv (mein Sohn) als auch hypoaktiv (meine Tochter) ....also stimmt diese Theorie nicht.
Fang blos nicht an dir vorwürfe zu machen und die Schuld bei dir zu suchen....DU BIST NICHT SCHULD!!!

LG LIlly

von Lilly. - am 03.03.2006 06:24
Hallooo,
ich sehe das wie Lilly wir haben einen hochgradig hyperaktiven und einen , na eher hypoaktiven und unser Jüngster ist völlig gesund!!!! Also mach dir keinen Kopf und denke daran das genau deine Konsequenz unheimlich wichtig als Stütze deiner ADS Kinder ist!!!

Liebe Grüße Steph

von Stephanie Lange - am 03.03.2006 07:07
auch wir haben unsere kinder sehr streng erzogen und machen es noch heute. ebenso sind wir sehr an unsere kirche gebunden und trotzdem haben die kinder adhs. ich glaube das hat nichts mit erziehung zu tun sondern mit den genen. selbst unser referent hat ein adhskind. dieses bekommt kein medikament und ist ganz schwer zu ertragen. mir tut der junge von ganzer seele leid.


elmex

von Elmex - am 03.03.2006 08:19
Vielen Dank,

schwupps-jetzt sind die Schulgefühle weg. Also mache ich so weiter mit der Erziehung.

Aber ich frage mich dann immer noch, wenn die Grundproblematik bei hypokativen bzw. hyperaktiven Kindern die gleiche ist, warum reagieren die Kinder extrem anders.

Oder kommt es da auch wieder auf die Erbanlagen der Eltern an ob sie ehr Träumer etc. sind.

Wir haben auch beides in der Familie. Meine drei allerdings alle extrem hypoaktiv. Manchmal drehen die natürlicher Weise auch durch und ich habe das Gefühl: Hyperaktiv.

Wenn die z.B. morgens um 5 Uhr mit dem Haba-Holzwagen (natürlich ohne Gummischoner) in der 1. Etage eine Rally veranstalten.

Wenn ich jetzt mal so recht nachdenke, dann haben sie das, seit sie Medikamente bekommen nicht mehr gemacht.
Vorher war das Standardprogramm. Komisch.

Liebe Grüße

Anja

von Chaotentruppe - am 03.03.2006 11:33
Kinder die morgens mit dem Haba- Wagen (natürlich ohne Gummischoner)um 5.00 in der 1. Etage Rallys veranstalten sind dür mich in einem gewissen Alter,richtige Kinder. Weder hypo- noch hyperaktiv. Die Rücksichtnahme und soziale Kompetenz lernen sie erst mit der Zeit. Die einen früher die anderen später.

Kinder brauchen Grenzen und klare Strukturen und das gilt nicht nur für ADHS.

Die Diskussion in der Gesellschaft verunsichert uns Eltern häufig, ob ADHs anerzogen werden kann. Auch die leichtfertige Verschreibung von Medis durch Kinderärzte läßt das Bild verschwimmen.

Kinder die durch Kinder- und Jugendpsychiater diagnostiziert wurden und die Tests durchlaufen haben, sind meist von Geburt an ADS´ler. Sei es durch Vererbung(genetisch bedingt), durch die Geburt etc.

Die psycho-soziale Auswirkung auf Kinder kommt meist erst später. Es gibt dann sicherlich auch Symptome die auf ADS hinweisen könne (hier werden dann manchmal auch leichtfertig Diagnosen von Kinderärzten gestellt, denen man mehr auf den Grund gehen müsste), aber ehr in Richtung Hyperaktivität.

Eltern mit ADS- Kindern werden ja auch häufig so dargestellt, dass sie ihre Erziehungsunfähigkeit durch die Krankheit ADHS entschuldigen.

ADHS hat viele Fazetten und warum sich ADHS so unterschiedlich zeigt, kann vielleicht ein Neurologe beantworten.

Mein Sohn hat den bunten Strauß der Teilleistungsstörungen in den Kulturtechniken erwischt, ist weder aggressiv noch unsozial. Die Vermutung ist die, dass er es durch seine Geburt (Sauerstoffmangel) das ADS erworben hat.

Wie auch immer, die Probleme und Auffälligkeiten die sich zeigen sind im höchsten Maße unterschiedlich, noch viel differenzierter als HYPO- und HYPER.

L.G
Schlethi

von Schlethi - am 03.03.2006 14:11
hallo an alle....

um die theorie noch mehr zu widerlegen, erzähl ich euch mal, dass ich meine 8-jährige eher sehr locker erzogen habe...
zwar auch mit regeln usw, aber nie sehr streng. wir haben natürlich tgl rituale, die wir auch brauchen und geniessen...

musste mir deswegen oft anhören,dass ich daran schuld wäre, dass jen so "wild" ist...(vor allem von meiner oma)

irgendwo war ich doch erleichtert, dass es nicht meine "lockere" art ist...

und seit der diagnose und medis (seit august) geht es doch echt bergauf....

gestern hab ich ihre lehrein zufällig getroffen sie meinte nur, jen sich so verbessert hat *freu*

also vergiss die schuldgefühle...

von netti1712 - am 03.03.2006 17:26
Hallo liebe Leute,

vielen Dank und ich weiss jetzt, es ist nicht meine Erziehung. Sicherlich, ohne geht es gar nicht. Mit aber auch nicht *grins*.

Unsere Kinder müssen 100 Prozent mehr angeleitet werden um etwas zu lernen oder es zu verinnerlichen. Ein täglicher Kampf! Aber kein Kampf den man aufgeben sollte. Manchmal fällt es mir schwer, manchmal ist es selbstverständich diesen Kampf zu leben.

Den Kampf habe ich bereits bei meinem Mann gewonnen. Wir teilen uns sehr viele der Hausarbeiten miteinander. Mittlerweile nimmt er mir auch viel Fahrarbeit etc. ab. Wenn er kann, dann hilft er!

Hilfsbereit sind ADSler ja gerne! Wenn man aus einer ADS-Familie kommt, dann ist es selbstverständlich, seine Kinder so zu erziehen. Man erzieht intuitiv, wie man es früher auch (hoffentlich) erfahren hat. Damit bin ich bis jetzt nicht falsch gefahren.

Ich habe oft Erziehungsratgeber zur Hilfe genommen und gedacht:"Das hast Du richtig gemacht". Wir sind auch "Vorbild" für unsere Freunde. Die haben gesagt: " Wenn wir Kinder haben, dann machen wir das so wie ihr!" Das ist doch ein Kompliment.

So, jetzt habe ich mir genug auf die Schulter geklopft! Muss vielleicht manchmal sein.

Ich versuche auch das super Gedicht zu leben und mal mehr meine Kinder zu geniessen. Ich sollte auch mehr mit dem zufreiden sein, was ich habe! Mein Papi sagt immer:

Ein unzufriedener Mensch ist niemals glücklich! Da hat er sicher recht.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein ruhiges Wochenende...

Liebe Grüße

Anja



von Chaotentruppe - am 03.03.2006 22:03
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